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Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: Sa 30. Dez 2017, 21:24
von Kerstin
heike65 hat geschrieben: Sa 30. Dez 2017, 05:27 Möchtest du leben oder möchtest du dich verstecken ?
Du bist so wie du bist!
Wieso "oder"? Und was hat das "nicht angegafft werden" mit verstecken zu tun?

[offtopic]
Ich finde es immer ganz amüsant wenn die Sprache auf "Plussize" kommt und dann die Mädels mit Kleidergröße 48 daher kommen.
[/offtopic]


LG Kerstin

Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: Sa 30. Dez 2017, 21:31
von heike65
Kerstin hat geschrieben: Sa 30. Dez 2017, 21:24
heike65 hat geschrieben: Sa 30. Dez 2017, 05:27 Möchtest du leben oder möchtest du dich verstecken ?
Du bist so wie du bist!
Wieso "oder"? Und was hat das "nicht angegafft werden" mit verstecken zu tun?

[offtopic]
Ich finde es immer ganz amüsant wenn die Sprache auf "Plussize" kommt und dann die Mädels mit Kleidergröße 48 daher kommen.
[/offtopic]


LG Kerstin
und frauen in gr 48 ? oder mehr ?

Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: Sa 30. Dez 2017, 21:45
von Kerstin
Svetlana L hat geschrieben: Sa 30. Dez 2017, 15:24 .... Mehr Sichtbarkeit zieht irgendwann auch Akzeptanz nach sich. ....
Dem muß ich klar wiedersprechen. Wenn sich eine Gruppe von Personen permanent auf führt wie die sprichwörtliche Sau am Trog kann sie noch so Sichtbar sein wie sie will man wird diese Gruppe trotzdem nicht akzeptieren.

Wenn du dich aber in deinem Verhalten weitestgehent im Rahmen des gesellschaftlichen Rahmens bewegst bist du allenfalls "ein bunter Hund" oder "ein damischer Uhu" wirst aber trotzdem akzeptiert.

Ein Farbklecks wie es ihn schon immer gegeben hat.

LG Kerstin

Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: Sa 30. Dez 2017, 22:10
von Mina
heike65 hat geschrieben: Sa 30. Dez 2017, 21:08
Mina hat geschrieben: Sa 30. Dez 2017, 19:37 Nothing to used in more..,,

Aber nicht rumheulen wenn sich nichts ändert, während man die Verantwortung anderen zuspricht. )))(:
Also geh raus als mädel oder vertrete das wofür alle kämpfen ....

nicht vom PC aus, sondern im täglichen leben ganz natürlich, denn du bist genauso natürlich wie ich, meine Frau oder meine Tochter

Heike
heute geht Mina ins Bremer Viertel. Ja, ich zeige mich- keine Sorge (ki)

Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: Sa 30. Dez 2017, 22:22
von Kerstin
Mina hat geschrieben: Sa 30. Dez 2017, 15:39 Es geht also darum, uns deutlich zu zeigen. Nicht im Einzelnen, im Kollektiv.

Gedanken...ein Flashmob zu vereinbarter Uhrzeit, auf dem Platz der Republik. Exakt 65 Sekunden dicht an dicht zu stehen mit dem Gesicht zum Bundestag. Oberteile der Regenbogenflagge tragend auf denen in der Mitte das Symbol der Dreigeschlechtlichkeit erkennbar ist.
Deine Idee Mina ist ja ganz nett, nur habe ich damit die selben Probleme wie mit der von Nicole.
Um ein Kollektiv zu gründen müsstest du erst einmal definieren was deine Ziele sind und für wen du sprechen willst bzw wenn du vertretten willst.
Anhand dieser Definition wirst du dann dir deine Mitstreiter suchen. Viele wirst du nicht finden - dafür ist die Transschaft zu inhomogen.

Die Sache mit der Regenbogenflagge ist ein Rohrkrepierer. Diese Flagge steht immer noch für die Schwulen und Lesben Bewegung, also eindeutig sexuell konditioniert.
Trans hat aber nichts mit sexuallität zu tun - oder?

Dreigeschlechtigkeit
Mmmmh...... ich kenne nun doch ein paar TS wenn du denen was anderes erzählst als das sie eine Frau sind, solltest du dir dein Gesicht voher fotografieren lassen.
Das spannende daran ist das sie zwar vielleicht am Telefon falsch gelesen werden - auf grund der Stimme - im direkten Gespräch, also von Angesicht zu Angesicht, Eindeudig als Frau erkannt werden.
Es laufen hier Dinge ab die sich mit dem einfachen Blick auf das Geschlecht nicht erklären lassen.

Von daher halte ich die bisherige Vorgehensweise für deutlich sinnvoller. Einzel oder in Bekleidung zum shoppen, in's Konzert, Museum usw usw.....
Also ganz normle Dinge wie sie von Millionen normalos auch gemacht werden. Wenn du ein Haus baust fängst du ja auch nicht beim Dach an.


LG Kerstin

Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: Sa 30. Dez 2017, 23:19
von Kerstin
Daenerys Targaryen hat geschrieben: Sa 30. Dez 2017, 22:02 ... Leider fällt idiotisches Verhalten von einer transsexuellen Person stärker auf alle transsexuellen Menschen zurück, weil eben so wenige transsexuelle Menschen sichtbar sind. Und damit sind wir wieder beim Grundproblem. Wären mehr transsexuelle Menschen sichtbar, dann fielen die Idioten weniger ins Gewicht. Deshalb ist das Argument mit der Sichtbarkeit schon richtig, finde ich. :wink:

LG Daenerys
Dein Gedankengang ist so nicht von der Hand zu weisen Daenerys, aber wir sind jetzt wieder am Anfang der Diskusion "wollen die das auch" also als Trans sichtbar sein. Egal ob jetzt TS oder Teilzeit.

Dazu kommt und das ist ein weiterer Punkt der mich an Nicole's Beitrag stört "Wir sollten...". Wer ist den dieses "Wir"?
Ich möchte die Frage an einem Beispiel verdeutlichen.
Ein biologischer Mann erkennt für sich das er eine Frau ist. Auf Grund des Selbstbestimmungs Recht ist er ja dem zufolge als Frau zubetrachten. Korrekt?
Er oder besser Sie ist also per Definition nicht transsexuell. Weil transsexuell beinhaltet ja die Aussage, das man von einem Zustand in einen anderen transformiert, hinüber wechselt.
Wenn nun dieser Person das Edikett "transsexuell" angeheftet wird ist dies Fremdbestimmung und somit unzulässig.
Korrekt?
Wie also wollt ihr diese "wir" definieren. Wie soll sich diese Gruppe selbst definieren und wie soll die Gesellschaft im allgemeinen damit umgehen.
Für die Gesellschaft spielt die oben genannte Selbstdefinierung nämlich keine Rolle. Hier gilt " eine Person welche in eine andere "geschlechtliche Rolle" als der angeborenen wechselt ist eine Transe oder transsexuelle".
Wenn sich also eine Gruppe von Personen, welche sich selbst als transsexuell definiert, permanent daneben benimmt fällt das auf alle zurück, ohne das die betroffenen Personen etwas dagegen machen können noch das die Gesellschaft dies erkennen kann.

Ich hoffe jetzt mal das ich verstanden werde.

LG Kerstin

Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: Sa 30. Dez 2017, 23:40
von Kerstin
Nur kurz Nicole
nicole.f hat geschrieben: Sa 30. Dez 2017, 14:01
"die" ist doch sehr pauschal....
Und wie sieht es mit dem "Wir" aus. Gibt es das wir überhaupt? Siehe oben
.... die keinen guten Grund dafür haben, könnten es sich ja noch einmal überlegen?
.....
Gilt ein "ich möchte nicht" als guter Grund und wer definiert was ein guter Grund ist.

LG Kerstin

Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: So 31. Dez 2017, 00:11
von Marielle
Liebe Kerstin, Guten Abend zusammen,
Um ein Kollektiv zu gründen müsstest du erst einmal definieren was deine Ziele sind und für wen du sprechen willst bzw wenn du vertretten willst.
Das ist ziemlich eindeutig und eigentlich klar verständlich. Es sind diejenigen, die gegen Fremdbestimmung und klischeebasierte Zuweisungen streiten. Binärdarsteller_innen mit individualkonstituierendem Zuweisungsbedarf gehören verständlicherweise nicht dazu. Für die ist die Psychologie zuständig.

Dazu kommt und das ist ein weiterer Punkt der mich an Nicole's Beitrag stört "Wir sollten...".
Weisst du, was an deinen Beiträgen stört? Das du nichts Konstruktives beiträgst, sondern nur das Geschwätz deiner Gesinnungsgenoss_innen verbreitest. Das Geschwätz von Menschen nämlich, die ihre Individualität hinter Begriffen wie Nation, Volk und gottgegebener Zweigeschlechtlichkeit verstecken müssen, weil sie ihr nicht gewachsen sind.

Wollen die betroffenen das?
Erkläre doch bitte erstmal, wen du mit "die Betroffenen" meinst, für die du hier angeblich sprichst, bevor du umfängliche Reden schwingst.

Marielle

Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: So 31. Dez 2017, 02:11
von nicole.f
Ohwei, da habe ich ja wieder einmal eine hübsche Bombe gelegt... jetzt geht die Wortklauberei los...
Kerstin hat geschrieben: Sa 30. Dez 2017, 23:40 Nur kurz Nicole
nicole.f hat geschrieben: Sa 30. Dez 2017, 14:01
"die" ist doch sehr pauschal....
Und wie sieht es mit dem "Wir" aus. Gibt es das wir überhaupt? Siehe oben
Ich denke, in dem Moment, in dem bspw. Du Dich zu diesem Forum angemeldet hast, hast Du ein "wir" betreten. Das alleine ist schon groß und wichtig genug. Jetzt gäbe es sicherlich noch dutzende weitere mögliche Definitionen dieses "wir", doch das hilft hier vermutlich nicht weiter. Wir enden dabei zwangläufig bei irgendwelchen Definitionen von trans* und die gehen, wie wir leidvoll erfahren haben, immer im Streit aus.

Ich kann Dir meine Auffassung dieses "wir" nennen: Alle Menschen mit einer "geschlechtlichen Thematik" - die ich auch unter trans* subsummieren würde. Für mich spielt es keinerlei Rolle, ob jemand sich als transident, transgender, transsexuell oder wie auch immer selbst bezeichnet. Wir, und dazu zähle ich mich bekanntlich auch, haben alle das gleiche Problem: Wir werden von dieser Gesellschaft auf die eine oder andere Art nicht wahrgenommen und nicht respektiert und zwar aus Gründen, die in einer Abweichung von geschlechtlichen Normen begründet ist. Wie diese Abweichung genau aussieht, spielt doch dabei zunächst keine Rolle - dies verändert allenfalls die Bedarfe der individuellen Personen, verändert aber am eigentlichen Problem nichts: Heteronormativität.
.... die keinen guten Grund dafür haben, könnten es sich ja noch einmal überlegen?
.....
Gilt ein "ich möchte nicht" als guter Grund und wer definiert was ein guter Grund ist.

LG Kerstin
Den guten Grund definiert jede_r für sich selbst, es gibt keine Richter_innen. Er muss für Dich gut genug sein, um Dir auch morgen und übermorgen noch im Spiegel ins Gesicht blicken zu können. "Irgendwann im Leben kommt der Punkt, an dem Du nicht mehr bereust, was du getan hast, sondern was du nicht getan hast." [Oscar Wilde?].

Von den Dingen, die wir heute tun, werden wir vermutlich nicht mehr profitieren - zumindest ich wahrscheinlich nicht mehr, dazu bin ich schon zu alt. Junge trans* Menschen Anfang 20 vielleicht noch - und von ihnen gibt es immer mehr! Zumindest ich möchte später auf die Frage, was ich denn gegen die trans* Ungleichheit getan habe, nicht antworten müssen "Nichts?".

Wie ich eingangs schon schrieb habe ich völliges Verständnis dafür, wenn sich Personen gegen Sichtbarkeit entscheiden. Es gibt leider viele gute Gründe dagegen. Nur die, die keine guten Gründe haben, seien es auch schlicht persönliche Befindlichkeiten, sollten (Konjunktiv beachten) sich das vielleicht noch einmal überlegen. Nicht jede_r muss gleich Aktivist_in werden. Eben auch so kleine Dinge wie einfach sichtbar und ansprechbar
zu sein, können bereits soviel bewirken.

Ich wollte etwas motivieren und keinesfalls etwas aufzwingen oder dies zu einer Art Norm erheben.

Liebe Grüße
nicole

Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: So 31. Dez 2017, 07:58
von Svetlana L
Kerstin hat geschrieben: Sa 30. Dez 2017, 21:45Wenn sich eine Gruppe von Personen permanent auf führt wie die sprichwörtliche Sau am Trog kann sie noch so Sichtbar sein wie sie will man wird diese Gruppe trotzdem nicht akzeptieren.
Ich weiß ja nicht, ob das deine Art ist am Leben teilzunehmen? Wer bitte hat denn davon gesprochen, sich wie Sau zu benehmen und das auch noch permanent? Davon war niemals die Rede. Es geht doch lediglich darum aufzuzeigen, dass das trans*-Sein nur ein Aspekt unter vielen, vielen anderen ist, die einen Menschen ausmachen und sich der normale Alltag von trans*-Menschen nicht wesentlich von dem von cis-Menschen unterscheidet (abgesehen von Diskriminierung und Ausgrenzung, was ja gerade durch mehr Sichtbarkeit abgebaut werden soll).
Von daher halte ich die bisherige Vorgehensweise für deutlich sinnvoller. Einzel oder in Bekleidung zum shoppen, in's Konzert, Museum usw usw.....
Also ganz normle Dinge wie sie von Millionen normalos auch gemacht werden. Wenn du ein Haus baust fängst du ja auch nicht beim Dach an.
Abgesehen davon, dass ich immer in Bekleidung raus gehe, dient natürlich auch das für mehr Sichtbarkeit. Deshalb habe ich ja geschrieben, dass jede_r nach seinen_ihren Möglichkeiten dazu beitragen kann. So bin ich z. B. fest davon überzeugt, dass ich durch mein Outing in der Dienststelle einiges in den Köpfen der Kolleg_innen bewegen konnte, denn ich gehe fest davon aus, dass die meisten das erste mal überhaupt Kontakt mit dem Thema trans* hatten und jetzt sogar eine trans*-Person kennen. Ich denke, gerade auch dieser persönliche Kontakt bewegt in den Köpfen noch viel mehr als irgendwelche medialen Ereignisse. Und durch meine jetzige Position bin ich auch in der Lage, an diesem Thema dran zu bleiben. Da sind wir dann wieder bei den vielen kleinen Schritten, z.B. haben wir erstmals zum Transgender Day of Remembrance eine Pressemitteilung und eine Mitarbeiter_innen-Information veröffentlicht, zu bestimmten Anlässen baue ich auf meiner dienstllichen Web-Seite (siehe oben) entsprechende Informationen an oberster Stelle ein (IDAHOT, Visibilty-Day, aktuell (noch) Tag der Menschenrechte (man beachte die Unterstreichung im Bild :) ) usw.). Aber all das widerspricht sich ja nicht damit, auch bestimmte Aktionen zu planen, die letztendlich dem selben Ziel dienen.

Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: So 31. Dez 2017, 10:21
von Jenina
Kerstin hat geschrieben: Sa 30. Dez 2017, 23:19 ....
Ein biologischer Mann erkennt für sich das er eine Frau ist. Auf Grund des Selbstbestimmungs Recht ist er ja dem zufolge als Frau zubetrachten. Korrekt?
Er oder besser Sie ist also per Definition nicht transsexuell. Weil transsexuell beinhaltet ja die Aussage, das man von einem Zustand in einen anderen transformiert, hinüber wechselt.
Wenn nun dieser Person das Edikett "transsexuell" angeheftet wird ist dies Fremdbestimmung und somit unzulässig.
Korrekt?
Also Kerstin, bei aller Liebe, aber das ist Blödsinn. Für mich spricht da sehr die Sprache dieses unsäglichen ATME heraus, die sich auch für den Nabel der trans* Welt halten. Was transsexuell ist ist nun mal definiert und Definitionen kann man nicht nach Gusto so verdrehen dass sie seinem eigenen verdrehten Weltbild entsprechen. Selbstbestimmung heißt eben nicht, zu bestimmen was mir in meinen Kram passt.
Wie also wollt ihr diese "wir" definieren. Wie soll sich diese Gruppe selbst definieren und wie soll die Gesellschaft im allgemeinen damit umgehen.
Für die Gesellschaft spielt die oben genannte Selbstdefinierung nämlich keine Rolle. Hier gilt " eine Person welche in eine andere "geschlechtliche Rolle" als der angeborenen wechselt ist eine Transe oder transsexuelle".
Und das sieht "Die Gesellschaft" völlig richtig. Und sie sieht auch jemanden wie mich völlig korrekt als einen Transvestiten an. Das sie noch nicht korrekt unterscheiden kann was es ausmacht an Unterschieden und Gemeinsamkeiten, das muss sie eben noch lernen. Dazu brauch es aber korrekte Begriffe die wir dann auch selber anwenden sollten. Aber offenbar haben "wir" ja selber Angst davor. Da passt auch Deine obige Bemerkung "trans* hat ja nichts mit Sexualität zu tun". Das ist auch einer der ATME Kampfbegriffe die in ihrem kruden rückwärtsgewandten Geschlechtsbegriff begründet sind. Und genau diese Art von Umgang mit trans*, die im Grunde den völlig überholten Begriffen von Sexualität und sexueller Identität nachhängt im strikt bipolaren Geschlechtsmodell kann niemals eine fortschrittliche Emanzipation der trans* Menschen folgen.
Wenn sich also eine Gruppe von Personen, welche sich selbst als transsexuell definiert, permanent daneben benimmt fällt das auf alle zurück, ohne das die betroffenen Personen etwas dagegen machen können noch das die Gesellschaft dies erkennen kann.

Ich hoffe jetzt mal das ich verstanden werde.
...
Wenn damit die sogenannten "Super-TS" a'la ATME gemeint sind würde ich ja zustimmen, aber sonst...

Jenina

Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: So 31. Dez 2017, 10:26
von Anne-Mette
nicole.f hat geschrieben: So 31. Dez 2017, 02:11 Ohwei, da habe ich ja wieder einmal eine hübsche Bombe gelegt... jetzt geht die Wortklauberei los...
Moin,

das liegt nicht an Dir; manche UserInnen "nutzen" jede Vorlage )))(:

Gruß
Anne-Mette

Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: So 31. Dez 2017, 13:11
von nicole.f
Was ich mich die ganze Zeit frage ist, warum haben so viele Personen solch ein Problem damit, das Wir zu erkennen?
Warum versuchen so viele immer wieder unsere Community zu spalten, zu sektieren, bis in das Letzte zu definieren?
Sich abzugrenzen und damit vermeintlich andere auszugrenzen?

Warum ist es so schwer, inklusiv zu sein? Willkommend und akzeptierend?
Warum wird unsere Community immer wieder zu ihrem eigenen schlimmsten Feind?

Alles das, was wir an cis Menschen im Verhalten gegenüber trans* Menschen kritisieren, alles das reproduzieren wir immer wieder selbst, innerhalb unserer eigenen Community. Warum ist das so? Ist das nicht fürchterlich?

Mir ist es völlig egal, wie sich ein Mensch mit einer geschlechtlichen Thematik definiert, wenn dieser Mensch bspw. in meine Beratung kommt. Ich sehe wie sie leiden, wie sie unter Stigmatisierung und Diskriminierung leiden, wie sie leiden, wenn sie nicht akzeptiert werden wie sie eben sind, sondern sich verbiegen und verstellen, etwas ganz wesentliches ihrer Persönlichkeit unterdrücken müssen. Spielt es da wirklich eine Rolle, ob sich diese Personen als transsexuell, transident, transgender, trans* oder auch Cross-Dresser oder sonstwie definieren? Nein, nicht für mich.

Unsere Welt wird jeden Tag etwas bunter und vielfältiger. Nicht-binäre trans* Menschen werden, endlich, immer präsenter und bringen an allen Stellen, an denen sie auftreten, die klassischen Bilder von Transsxualität ins Wanken. Niemensch wird ernsthaft die Bedarfe von diesen Menschen infrage stellen wollen - hoffe ich. Wir lernen gerade auf allen Ebenen, dass Geschlecht eben nicht nur binär ist, es gibt nicht nur das hier und dort, das Cis und Trans. Es gibt auch ein Dazwischen! Und nicht nur das, Geschlecht ist nicht eindimensional, sondern vieldimensional, ein Spektrum reicht da nicht aus.

Warum tun sich gerade trans* Menschen so schwer damit, diese Vielfalt anzuerkennen, sie wertzuschätzen und zu respektieren?

Sichtbarkeit von Trans* heißt, Sichtbarkeit von Vielfalt, von ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten, von Individuen und ihren ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten und Identitäten.

Bitte lasst uns endlich aufhören, unsere eigene Community zu spalten. Wir sind ohnehin viel zu wenige, dass wir uns auch noch über soetwas streiten müssten. Lasst uns bitte versuchen, das Wir zu entdecken und zu stärken! Lasst uns zusammenstehen, für uns eintreten, für unsere Rechte und unsere Gleichberechtigung. Lasst uns gemeinsam stark sein, auch und vor allem für die in unserer Community, die es gerade nicht können. Niemandem geht dadurch etwas verloren, wir alle können nur gewinnen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein tolles Jahr 2018!
(fwe3)

Liebe Grüße
nicole

Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: So 31. Dez 2017, 13:40
von nicole.f
Kerstin hat geschrieben: Sa 30. Dez 2017, 23:19 Dazu kommt und das ist ein weiterer Punkt der mich an Nicole's Beitrag stört "Wir sollten...". Wer ist den dieses "Wir"?
Ich möchte die Frage an einem Beispiel verdeutlichen.
Ein biologischer Mann erkennt für sich das er eine Frau ist. Auf Grund des Selbstbestimmungs Recht ist er ja dem zufolge als Frau zubetrachten. Korrekt?
Er oder besser Sie ist also per Definition nicht transsexuell. Weil transsexuell beinhaltet ja die Aussage, das man von einem Zustand in einen anderen transformiert, hinüber wechselt.
Wenn nun dieser Person das Edikett "transsexuell" angeheftet wird ist dies Fremdbestimmung und somit unzulässig.
Korrekt?
Wie also wollt ihr diese "wir" definieren. Wie soll sich diese Gruppe selbst definieren und wie soll die Gesellschaft im allgemeinen damit umgehen.
Für die Gesellschaft spielt die oben genannte Selbstdefinierung nämlich keine Rolle. Hier gilt " eine Person welche in eine andere "geschlechtliche Rolle" als der angeborenen wechselt ist eine Transe oder transsexuelle".
Wenn sich also eine Gruppe von Personen, welche sich selbst als transsexuell definiert, permanent daneben benimmt fällt das auf alle zurück, ohne das die betroffenen Personen etwas dagegen machen können noch das die Gesellschaft dies erkennen kann.

Ich hoffe jetzt mal das ich verstanden werde.

LG Kerstin
Du gehst das, glaube ich, falsch an. Die Frage, die sich stellen sollte ist, warum brauchen wir eine Definition "Transsexualität"? Diese an sich ist völlig überholt und wird auch wissenschaftlich nicht mehr verwendet, allenfalls noch im ICD10, der nunmal noch gültig ist und der leider diese psychopathologisierende Definition enthält. Das alte Bild von Transsexualität gibt es nicht mehr, die Wissenschaft ist deutlich weiter. Hoffentlich in 2018 wird der neue ICD11 verabschiedet werden, der keine Transsexualität mehr enthält, sondern "Gender incongruence" (HA40)(Geschlechtsinkongruenz), eine Definition, die viel weiter reicht als Transsexualität und endlich auch medizinwissenschaftlich das Spektrum anerkennt, dass es eben im Geschlecht gibt. Die Inkongruenz kann sich ganz unterschiedlich darstellen und beruht auf einer Diskrepanz zwischen dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht und der selbst erlebten geschlechtlichen Identität. Es spielt dabei keinerlei Rolle, wie sich dies manifestiert, jede Art von Diskrepanz wird davon erfasst. Die alte Definition von Hier und Dort, von Cis und Trans, ist hinfällig - und das denke ich mir nicht aus, dazu gibt es dutzende, wenn nicht gar hunderte wissenschaftlicher Veröffentlichungen.

Wenn Du also auf Definitionen Wert legst, dann versuche es doch mal mit dem Stand der Wissenschaft? Geschlechtsinkongruenz.
Und auf einmal ist das Wir soviel deutlicher.

Ich verstehe auch nicht, wie Du auf dieses "daneben benehmen" kommst? Selbstverständlich ist Fehlverhalten immer ein Fehlverhalten, egal von wem es kommt. Diese Argumentation kommt mir vor wie die kruden Versuche, die Toilettengesetze in den USA zu rechtfertigen, um Kinder und Frauen vor den Vergewaltigern und Pädophilen zu schützen - wait, what? Vergewaltigung und Pädophilie ist unter Strafe gestellt, egal wo diese stattfindet! Fehlverhalten ist immer falsch, egal von wem und wo. Benimmt sich jemensch daneben, so muss man darüber reden und wie es das nächste mal besser oder anders sein kann. Aber deswegen kann man doch nicht anfangen Gruppen pauschal Schuld zuzuschieben? Wo kommen wir denn da hin?

PS: Bitte niemals abwertende Begriffe wie "Transe" verwenden. Gerade dieser ist so negativ besetzt, dass wir damit nur Schaden anrichten und niemals etwas gutes bewirken können.

Liebe Grüße
nicole

Re: Her Story - YouTube mini Serie

Verfasst: So 31. Dez 2017, 13:52
von Mina
nicole.f hat geschrieben: So 31. Dez 2017, 13:11 Was ich mich die ganze Zeit frage ist, warum haben so viele Personen solch ein Problem damit, das Wir zu erkennen?
Warum versuchen so viele immer wieder unsere Community zu spalten, zu sektieren, bis in das Letzte zu definieren?
Sich abzugrenzen und damit vermeintlich andere auszugrenzen?

Warum ist es so schwer, inklusiv zu sein? Willkommend und akzeptierend?
Warum wird unsere Community immer wieder zu ihrem eigenen schlimmsten Feind?

Alles das, was wir an cis Menschen im Verhalten gegenüber trans* Menschen kritisieren, alles das reproduzieren wir immer wieder selbst, innerhalb unserer eigenen Community. Warum ist das so? Ist das nicht fürchterlich?

Mir ist es völlig egal, wie sich ein Mensch mit einer geschlechtlichen Thematik definiert, wenn dieser Mensch bspw. in meine Beratung kommt. Ich sehe wie sie leiden, wie sie unter Stigmatisierung und Diskriminierung leiden, wie sie leiden, wenn sie nicht akzeptiert werden wie sie eben sind, sondern sich verbiegen und verstellen, etwas ganz wesentliches ihrer Persönlichkeit unterdrücken müssen. Spielt es da wirklich eine Rolle, ob sich diese Personen als transsexuell, transident, transgender, trans* oder auch Cross-Dresser oder sonstwie definieren? Nein, nicht für mich.

Unsere Welt wird jeden Tag etwas bunter und vielfältiger. Nicht-binäre trans* Menschen werden, endlich, immer präsenter und bringen an allen Stellen, an denen sie auftreten, die klassischen Bilder von Transsxualität ins Wanken. Niemensch wird ernsthaft die Bedarfe von diesen Menschen infrage stellen wollen - hoffe ich. Wir lernen gerade auf allen Ebenen, dass Geschlecht eben nicht nur binär ist, es gibt nicht nur das hier und dort, das Cis und Trans. Es gibt auch ein Dazwischen! Und nicht nur das, Geschlecht ist nicht eindimensional, sondern vieldimensional, ein Spektrum reicht da nicht aus.

Warum tun sich gerade trans* Menschen so schwer damit, diese Vielfalt anzuerkennen, sie wertzuschätzen und zu respektieren?

Sichtbarkeit von Trans* heißt, Sichtbarkeit von Vielfalt, von ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten, von Individuen und ihren ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten und Identitäten.

Bitte lasst uns endlich aufhören, unsere eigene Community zu spalten. Wir sind ohnehin viel zu wenige, dass wir uns auch noch über soetwas streiten müssten. Lasst uns bitte versuchen, das Wir zu entdecken und zu stärken! Lasst uns zusammenstehen, für uns eintreten, für unsere Rechte und unsere Gleichberechtigung. Lasst uns gemeinsam stark sein, auch und vor allem für die in unserer Community, die es gerade nicht können. Niemandem geht dadurch etwas verloren, wir alle können nur gewinnen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein tolles Jahr 2018!

(he) (he) (he) ))):s :()b (na) (so)


Vielen Dank für diese Worte Nicole, es stimmt. Wir sollten aneinander festhalten und nicht uns permanent wegsortieren.

Vielleicht ein schöner Vorsatz für 2018 hier im Forum, das wir uns die Hände reichen und gemeinsam in die Richtung "Glück" gehen, alle zusammen und auch jeder für sich. Aber eines vorallem, friedlich und offen.

Man soll den Mist, welcher im alten Jahr passiert ist, zurücklassen. Also, ein neutraler Start ins neue Jahr. Wir können das besser, ganz bestimmt. (gitli) (moin)

Ja, die Welt ist bunt, sehr sogar. )))(: (flo) ))):s

Bussi (ki)
Mina