Hochs und Tiefs
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Lebensplanung, Standorte
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Kerstin
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Re: Hochs und Tiefs

Post 1 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Servus
sishyde hat geschrieben:..... und ich mich ziemlich gut, ....., dabei gefühlt habe werde ich nun wieder von der Realität eingeholt.
Passiert mir regelmässig. Vormittags in der arbeit und am Abend mault Kerstin, das ich Sie eigentlich am Nachmittag hätte rauslassen können.
Mir wird bewusst dass, das was ich getan habe immer nur temporär ist und ich mich wohl nie outen werde.
Dann fange ich an mich für das was ich getan habe zu hassen und mir geht es ziemlich schlecht.
Auch bei mir ist es nur temporär und outen werde ich mich auch nicht. Nur hassen tue ich mich nicht. Ich habe irgent wann kapiert das dieses Weib ein Teil von mir ist es gut tut wenn ich Sie zwischen drin raus lasse.
Je euphorischer ich vorher war umso tiefer falle ich.
Das Schlimme daran ist, das die Zyklen zwischen Euphorie und Depression immer kürzer werden und die Frequenz schneller wird.
Manchmal danke ich ich drehe langsam durch und weiss so gar nicht mehr mit der Situation umzugehen.

Kann hier psychologische Betreuung helfen, oder muss ich alleine damit zurechtkommen?
Wie geht ihr damit um?
Kennt ihr das überhaupt?

Ich weiss bald nicht mehr weiter.

Würde mich wahnsinnig über ein paar gute Tips freuen.

liebe Grüße

Sishyde
Den einzigen Tip den ich dir geben kann ist der, das du das Mädel rauslassen solltest wenn du merkst es ist wieder so weit.


LG Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Inga
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Re: Hochs und Tiefs

Post 2 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, Sishyde,

da kann ich mich Johanna nur anschließen. Liebe dich selber so wie du bist mit allen Facetten, Widersprüchlichkeiten und Abweichungen von der sog. "Norm". du bist du und sonst nichts anderes.

ein Problem mit der erzkonservativen Haltung sehe ich darin, dass man gewohnt ist, sich irgendwelchen Erwartungen anderer anzupassen und dabei verlernt, in sich selber hinein zu horchen und so sich nach dem zu richtren was man in sich hört. Dies Gehorchen und Unterordnen ist etwas was einen krank macht. In sich hinein horchen und sich nach seinenm Inneren zu richten kann man wieder erlernen. Die zwei Seiten in dir, die nun mal da sind, wollen beide von dir akzeptiert werden - und können von dir akzeptiert werden.

Liebe Grüße
Inga
ExuserIn-2015-02-14

Re: Hochs und Tiefs

Post 3 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2015-02-14 »

Hallo, Sishide,

offensichtlich leidest Du unter starken Schuldgefühlen, weil Du meinst, einer gängigen moralischen Norm(Rollenmuster) nicht entsprechen zu können. Was "Norm" ist wird uns in aller Regel von aussen aufgedrückt, vermittelt, eingetrichtert. Wir lernen im Laufe unseres Lebens mit diesen spezifischen Normen konform zu gehen, weil sie den Weg des geringsten Widerstands darstellen, denn über 50% der Gesamtbevölkerung haben sich auf dieses normgerechte Verhalten geeinigt. Verhalten legitimiert sich über solche Mechanismen.
Da Du aber aufgrund Deiner erz-konservativen Erziehung (?) von diesem konformen (Rollen)Verhalten abweichst, und somit die Ausnahme, das Verbotene, das Atypische bist, fühlst Du dich einfach schuldig. Letzendlich bist Du das Opfer deiner eigenen, anerzogenen Moralität.
Befreie Dich doch von dem Gedanken einem klassischen Rollenmuster entsprechen zu müssen, setze Dir deine eigene Norm, wenn es um dein gefühltes Gender-Bewusstsein geht. Höre mehr auf Dein Inneres, auf den wahren Kern deines Seins. Was Du als Euphorie beschreibst, entspricht doch nur Deinem wahren Ich. Lerne, weniger exzessiv die en femme'- Phasen zu gestalten, gehe es einfach entspannter und gelassener an. Nur so, kommst Du innerlich zur Ruhe, diese ständigen UPs and Downs zermürben dich längerfristig. Die Leichtigkeit des Crossdressens ist eine Kunst, die ein Leben lang gelernt werden will. Demnächst werde ich hierzu einen Thread eröffnen, der sich konkret mit diesem Thema beschäftigt. Es fällt mir auf, dass gerade jüngere CD meinen, es müsse beim Crossdressen alles auf einmal passieren und möglichst perfekt sein.
Werde frei von zwanghaften moralischen Vorstellungen und dem Zwang exzessiv Crossdressen zu müssen. Das Ganze soll doch Spass und Freude bereiten, und eine Bereicherung deiner dualen Persönlichkeit sein.
Du bist, was Du bist. Lebe es bewusst und gelassen!
Ellen
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Re: Hochs und Tiefs

Post 4 im Thema

Beitrag von Ellen »

Hi,
kann mich den Gedanken der anderen nur anschließen. Aus eigener Erfahrung weis ich, wie wichtig es ist sich selbst zu akzeptieren wie man ist, raus zu kommen aus diesen Teufelskreis von Unterdrückung, Schuldgefühlen, Entdeckungsängsten, Peinlichkeit und Schamgefühl - und wie schwierig dieser Weg dahin ist. So lange du nicht lernst dich selbst anzunehmen wie Du bist (mit allen Haken und Ösen), zu akzeptieren das Du halt außerhalb der von der Gesellschaft vorgegebenen Norm bist - so lange wirst Du diesen inneren Kampf führen - und das ist zermürbend für Dich und für dein Umfeld (die deine emotionale Achterbahn ja nicht verstehen).
Bei mir ging das fast bis zum Burnout - dieser Versuch, es allen recht zu machen, parallel meine Gefühle aber nicht zu unterdrücken. Mittlerweile hat die "andere Seite" bei mir Ihre Freiräume, die sie ab und zu bekommt. Immer noch alles ohne "Outing" - aber ohne das Gefühl, etwas "falsches, schlechtes, verwerfliches" zu tun.
Ich kann Dir hier eine psychologische Beratung nur empfehlen - war zumindest mein Weg aus diesem Teufelskreis ... :-)
Lieben Gruß
Ellen (flo)
rena

Re: Hochs und Tiefs

Post 5 im Thema

Beitrag von rena »

hallo,

schließe mich der meinung an mal einen psychologen aufzusuchen,schaden kanns jedenfalls nicht!
aus eigener ehrfahrung kann ich dir nur sagen schalt dein kopfkino aus und mach wonach dir ist,dann wirst du schon merken wo bei dir der spaß ist und dann kannst du dein leben danach schritt für schritt ausrichten und glaub mir du wirst dich dann großartig fühlen

lg rena
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