immer wieder lese ich hier im Forum die Geschichten von vielen, wie sie ihren Lebensweg gestalten und dass irgendwann in diesem Lebensweg auch mal das Outing war, bzw. noch bevorsteht, damit das "Versteckspiel" endlich mal aufhört und man endlich "befreiter" als Frau auftreten kann. Ich glaube das dies auch für alle so in Ordnung ist, die ihre Zukunft grundsätzlich als Frau sehen, das heißt all jene, die eher Transsexuell veranlagt sind. Allerdings gibt es ja noch viele andere Facetten, warum Männer Frauenkleidung anziehen. Nun gehöre ich zu der Fraktion, die eigentlich 99,9 % des Jahres als Mann herumlaufen und damit auch überhaupt kein Problem haben. Wie schon in anderen Diskussionen erwähnt, betreibe ich das Crossdressing in der Hauptsache aus sexuellen Motiven. Nichts desto trotz ist bei mir mit den Jahren auch ein anderer Aspekt dazugekommen. Mich kitzelt geradezu die Vorstellung mit dem Crossdressing etwas, zwar nicht verbotenes aber dennoch nicht gesellschaftlich Akzeptiertes zu tun. Das manchmal heimlich Rausgehen und die "Angst" dabei gesehen zu werden gibt mir dabei nur noch einen zusätzlichen Kick. Paradox: eigentlich versuche ich möglichst nicht gesehen zu werden, aber die Vorstellung doch von jemanden gesehen (nicht "erkannt") zu werden verleiht mir einen Kick. Ich möchte mich also gar nicht outen, und das Tragen von Frauenkleidern "normal" werden lassen, denn dann wäre einer der wichtigsten Gründe, warum ich überhaupt crossdresse verlorengegangen. Das tragen von Frauenkleidung als "Normalität" ist mir völlig fremd. Für mich soll es für immer ein schönes, spannungsvolles Geheimnis bleiben. Gibt es bei Euch irgendwo jemanden der das auch so empfindet ?
LG
Marabella