Bei meiner Vorstellung hier im Forum hat man sich ja schon auf Beiträge zu meinen Ausgeherfahrungen gefreut. Ich möchte euch gerne teilhaben lassen und habe hier einen kleinen Bericht von meinem letzten kleinen Ausflug zusammen mit meiner Frau:
Ich hatte meiner Frau schon einen Tag vorher meinen Wunsch angekündigt, mich an diesem Tag zu verwandeln. Ein bisschen Vorausplanung ist hierfür nicht schlecht, da es schon einige Zeit benötigt, bis ich mein Äußeres entsprechend angepasst habe.
Ich begann mit dem unangenehmsten Teil: Etwa eine Stunde lang war Rasieren angesagt. Beginnend bei den Beinen, über Bauch und Arme bis zum Gesicht war ich einige Zeit beschäftigt, bis meine Haut überall schön glatt und weich geworden ist — ein durchaus anderes Gefühl!
Die Auswahl des Outfits ist dann schon wesentlich spannender: Da es ein warmer Tag war, hätte ich am liebsten ein leichtes Sommerkleid getragen. Allerdings meinte meine Frau, dass das einzige, dass in meiner Größe da war, mir nicht wirklich steht.
Stattdessen stöberten wir im Kleiderschrank meiner Frau und wir entschieden uns für einen schwarzen knielangen Rock mit transparentem Oberrock. Er trägt sich angenehm leicht und umspielt bei leichtem Luftzug elegant die Beine. Passend dazu eine kurzärmelige weiße Satin-Bluse mit elastischer Taillierung.
Vor dem Anziehen galt es jedoch zunächst, noch das weibliche Aussehen zu formen:
Da ich in den letzten Jahren leider ein wenig Bauch angesetzt habe, trage ich en femme meist ein Unterbrustkorsett, um die Speckröllchen verschwinden zu lassen. Dieses legte ich mir an und meine Frau zog es fest und knotete es hinten zu. Es folgte ein enges schwarzes Höschen, dass meinen Lustfortsatz eng an den Körper zwang. Zudem wurden meine Brust-Prothesen oberhalb des bereits festgezogenen Korsetts mittels BH angelegt. Über Korsett und BH durfte ich ein elastische Top meiner Frau anziehen — damit war die weibliche Figur sehr gut hergestellt.
Es folgte das Schminken (was mir mittlerweiler immer leichter von der Hand geht): Gesichtscreme, ein etwas dunkleres Puder auf die Bartschattenbereiche aufbringen, helles Make-up und passendes Puder obendrauf. Fertig war die Grundierung. Es folgten Mascara, Lidschatten (dieses Mal in leichten Brauntönen), ein wenig vom roten Lippenstift auf den Bäckchen verrieben (anstatt Rouge) und ein bräunlicher Lipp-Gloss. Es gelang mir, dass ganze ausreichend dezent auszuführen. Zur Komplettierung fehlten noch Armkettchen, Ringe, Ohrklipps (nein, ich habe keine Ohrlöcher) und die schwarzen langen Haare.
So gestylt konnte ich nun auch in den bereit gelegten Rock und die Bluse steigen. War nur noch die typisch weibliche Schuhfrage zu klären: Meine Frau mag es eigentlich gar nicht, wenn ich die von ihre bereits eingelaufenen Schuhe, in denen sie selbst schon keine Blasen mehr bekommt, benutze (wir haben glücklicherweise etwa die gleich Schuhgröße). Da aber angesichts der warmen Temperaturen keine Stiefel oder Stiefeletten, die mit normalerweise zur Verfügung stehen, in Frage kamen, erlaubte sie mir zähneknirschend, ein paar ihrer gemütlichen Pumps zu tragen. Meine Frau erinnerte mich noch daran, auch die geruchliche Vollendung durch Benutzung eines leicht süßlichen Parfüms nicht zu vergessen.
Wir waren nun fertig, um nach draußen zu gehen...
Will ich das nun wirklich? Mir klopft das Herz. Hoffentlich komme ich unerkannt aus dem Haus... Was ist, wenn jemand starrt, wenn jemand mich anspricht oder gar erkennt?
Nun war aber die Wohnungstür schon geschlossen und die ersten klackernden Schritte im Treppenhaus gegangen - es gabt nun kein zurück...
Wir gingen zur Haustür hinaus und gleich der erste Schock: Eine Gruppe junger Männer stand oder saß direkt am Straßenrand und betrachteten uns beim Verlassen des Hauses.
Meine Frau fuhr los und ich konnte erst mal durchatmen.
Wir haben uns dann über diese Situation unterhalten und wir sind uns bis jetzt nicht im klaren darüber, ob derjenige der uns hinterher rief, mich entweder als Transe erkant hat oder mich in meinem recht elegantem Outfit gar für eine attraktive Dame hielt...
Wir waren uns nicht sicher. Vielmehr ich war mir nicht sicher. Meine Frau meint, dass man mich auf den ersten Blick nicht als Mann erkennen kann.
Wir konnten dann recht ungestört an einem kleinen See in der Nähe eine Runde spazieren gehen. Die vereinzelten Spaziergänger und Radfahrer haben keine weitere Notiz von uns genommen. Fast schon enttäuschend
Da frage ich mich doch selbst, ob ich denn nun eigentlich beachtet werden möchte oder dies doch eher vermeiden möchte. Irgendwie bin ich mir dabei nicht ganz so sicher. Es ist aufregend, von den Männern evtl. sogar als attraktive Frau wahrgenommen und beachtet zu werden — es hört aber wohl der Spaß da auf, wo men erkennt, dass ich keine wirkliche Frau bin. Meine Frau meint immer, dass es ihrer Meinung nach keiner so schnell bei mir bemerkt, dass ich nur ein Mann in Frauengestalt bin (solang ich nicht laut sprechen muss). Naja, ich habe da eher Zweifel.
Nach unserem Rundgang und während der Rückfahrt nach Hause hatte ich nur das ungute Gefühl, dass evtl. die jungen Männer noch auf der Straße herumlungern könnten. Ich würde dann wieder dort vorbei gehen müssen.
Ich hatte Glück, denn wir sind unbehelligt wieder in unsere Wohnung gekommen. Es war niemand auf der Straße und keiner im Treppenhaus unterwegs.