Erst fuhr er vorbei, ich lief so schnell ich konnte zu meinem Auto. Dort angekommen, kam er wieder mit seinem Trecker zurück, stieg ab, fragte, was ich da mache. Ich sagte ihm, ich sei spazieren gegangen (dabei zog ich mir den Rock aus, legte ihn in den Kofferraum), er packte mich ziemlich brutal, sagte ich sole verschwinden, "sowas bräuchten sie hier nicht". Ich riß mich los, stieg ein und ließ den verdutzten Landwirt stehen, dann fuhr ich den Feldweg zur Straße runter. Er kam nicht hinterher.
Nach etwa 5 Kilometer sah ich weit hinten Blaulicht im Rückspiegel. Es kam näher, ich fuhr etwas zur Seite, sah, daß es zwei Polizeiautos mit Blaulicht waren, einer fuhr vorbei und stellte sich vor mich quer zur Fahrbahn. Beide Polizisten stiegen aus, kamen auf mich zu, auch die beiden aus dem hinteren Polizeiauto stiegen aus, kamen ebenfalls. Ich machte die Scheibe runter - wollte gerade fragen, was los sei, da brüllte auch schon einer "Los, Aussteigen! Hände auf das Auto!"
Jemand trat mir von innen in meine Beine, drückte sie auseinander, drückte mich ziemlich fest auf das Autodach, ein anderer tastete meinen ganzen Körper ab, auch zwischen den Beinen. Mein Hund im Auto knurrte - sie sagten, wenn der uns anfällt, wird er erschossen.
"Was wollen Sie?" konnte ich vor Schreck endlich fragen. Dann ließen sie mich los. "Ausweis, Kfz.-Papiere, Führerschein"! kam von irgendwoher, dabei grinste der eine häßlich. "Wissen Sie, warum wir Sie anhalten?", fragte der Grinsende. "Nein", sagte ich. "Was machen Sie in der Feldmark"?
Ich sagte demjjenigen, daß ich dort mit meinem Hund spazieren gegangen sei, ob das verboten sei. "Ach so," sagte ich, "der Landwirt hat Sie wohl angerufen. "Machen Sie mal den Kofferraum auf". Tat ich. Die Polizisten - alle vier!! - steckten ihre Gesichter so tief es nur ging in den Kofferraum, hoben einige der weiblichen Kleidung hoch, zeigten sie hoch und witzelten rum. Das dauerte für mich eine lange Zeit, jedes Teil wurde begutachtet und wieder einfach hineingeworfen wie Lumpen.
Einer ging dann weg zum Auto, um meine Papiere zu prüfen, die anderen witzelten weiter rum. Nach etwa 1o Minuten, in denen ich mir die ganzen schäbigen Äußerungen anhören mußte, kam er zurück, gab mir die Papiere wieder, sagte zu seinen Kollegen, es sei alles in Ordnung, es läge gegen mich nichts vor, schlenderten 3 wieder zu ihren Autos, lachend, grölend, mit gegenseitigem Schulterklopfen. Einer blieb noch da, zeigte mit dem Finger auf mich und sagte:"Hiermit gebe ich Ihnen Platzverweis für immer. Lassen Sie sich hier nicht mehr sehen. Erwische ich Sie, verbringen Sie die Nacht bei uns! Und jetzt hauen Sie ab!"
Ich war entsetzt, fuhr wie in Hypnose nach Hause. Zwei Tage später unternahm ich einen Selbstmordversuch mit Autoabgasen, aber ein Spaziergänger rettete mich.