Mein Weg zu mir selbst
Mein Weg zu mir selbst - # 4

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Sabrina-Eileen
Beiträge: 18
Registriert: Sa 23. Mai 2026, 19:19
Geschlecht: MzF
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Emden
Hat sich bedankt: 43 Mal
Danksagung erhalten: 152 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Mein Weg zu mir selbst

Post 46 im Thema

Beitrag von Sabrina-Eileen »

Liebe Violetta! (moin)
Violetta-TransFlower hat geschrieben: Mo 20. Jul 2026, 07:54 Meinen herzlichen Glückswunsch 🍀 zu diesem, für Dich äußerst wichtigen Schritt.
Ich freue mich mit Dir darüber. (smili)
Vielen lieben Dank. Da habt ihr wirklich einen großen Anteil dran. Dank eurer Anregungen bin ich noch einmal in mich gegangen und habe über meine erste Idee, erst in Norwegen anzufangen, nachgedacht. Und es war sowas von richtig, nicht bis nächstes Jahr zu warten. (smili)

Und ich bekomme langsam etwas Angst vor mir selber. :lol: Heute wollte ich eigentlich erst einkaufen, mich dann schminken, umziehen und noch einmal spazieren gehen. Aber da hatte ich heute keine Lust dazu. Einkaufen mache ich morgen alles zusammen und so habe ich mich heute gleich in aller Ruhe zurecht gemacht. Das gleiche Prozedere wie gestern: Perücke und die Silikonbrüste in den Korb, Brille dazu und dann ab ins Auto. Die Stelle für die Haare und die Brüste war nicht weit, also hin und mich im Auto fertig gemacht. Noch die richtige Brille auf die Nase und dann ging es zum Geocachen, ein großes Hobby von mir. Ich hatte mir eine kleine Runde in Breitenfeld, einem Ortsteil von Großheide, rausgesucht. Aber in Großheide liegen ja auch noch 2 Caches. Also auf zum Edeka in Großheide. Der Cache ist auf der Rückseite, also sicher nicht so schlimm. Ich parkte in einem Wohnstraße etwa 50 m entfernt. Wie selbstverständlich bin ich aus dem Auto und zum Cache. Aber ausgerechnet in dem Moment kommt ein Saugwagen der die Abwasserbehälter neben dem Cache leer machen will. Umdrehen? Kneifen? Nein, Augen zu und durch. Ich ging zu dem Stromkasten, holte den Petling und begann, meinen Namen in das Logbuch zu schreiben. Da höre ich von hinten ein freundliches "Moin". Ich habe immer wieder geübt, das "Moin" sanfter und weiblicher klingen zu lassen. Also Premiere. Ich drehte mich um, lächelte und sagte "Moin". Das klang, glaube ich, eher wie eine Ziege, die in einen Blecheimer pinkelt als nach einer weiblichen Stimme. Aber egal, was solls. Ich schrieb noch schnell das Datum, packte das Logbuch in den Petling, versteckte diesen wieder und ging langsam und ohne Hast zum Auto. Dort konnte ich dann erst einmal durchatmen. Aber genau darum bin ich heute dahin gefahren. Ich möchte üben, mit anderen Menschen zu agieren. Die beiden Abwassermenschen sehe ich wahrscheinlich nie wieder.

Dann ging es noch zu einem anderen Cache in Großheide, aber da war ich zu blind. Also auf nach Breitenfeld. Ich parkte am Wald, naja, was die Ostfriesen halt so Wald nennen, schnappte mir den Rucksack und ging durch den Wald. Es ist schön, einfach die Ruhe zu genießen. Um die Runde zu laufen, musste ich ein Stück die Straße entlang gehen. Aber einen kleinen Abstecher machte ich zu einem Cache in einem Bushaltestellenhäuschen. Hier fuhren dann Radfahrer an mir vorbei ohne Notiz von mir zu nehmen. Die Suche brach ich aber schnell ab, da in dem Häuschen Schwalben nisten und die wollte ich nicht stören. Also die etwa 500 m an der Straße entlang. Die Autofahrer schauten, aber nicht irgendwie auffällig, so zumindest mein Eindruck. Dann ging es wieder in den Wald und dort machte ich erst noch einmal Pause, genoss die Sonne und machte das angehangene Foto. Dort saß ich sicher 20 Minuten und dann ging es langsam wieder zurück zum Auto. Auf dem Waldweg kam mir dann noch ein Traktor entgegen. Der ältere Mann grüße freundlich und lachte. Ich weiß nicht warum, grüßte freundlich zurück und lächelte. Am Auto angekommen war ich glücklich und zufrieden mit mir. Und ein wenig ängstlich vor meinem eigenen Mut.
Violetta-TransFlower hat geschrieben: Mo 20. Jul 2026, 07:54 Das ist auch gut so, denn Angst ist kein guter Ratgeber.
Wenn Du ängstlich gewesen wärst, hätte es Dir mit Sicherheit auch keinen Spaß gemacht, denke ich.
Ja das stimmt, dann wäre ich nur verkrampft unterwegs gewesen. Und auch heute war keine Angst da. Selbst am Stromkasten beim ersten Cache. Ich denke, so kann ich wirklich lernen, auf Menschen zu reagieren. Zum Glück sieht man durch die Schminke nicht, wenn mein Kopf rot wird. :lol:
Violetta-TransFlower hat geschrieben: Mo 20. Jul 2026, 07:54
Ich wollte Dir schon länger etwas dazu schreiben, wie ich es gemacht habe.
Als ich im Herbst 2024 die ersten Kleider (XL) bestellt habe, sah ich meine "Wampe", die sich seeehr deutlich mit einer Wölbung abzeichnete.
Das war für mich die Initialzündung, zuerst den Zucker aus meinem Leben zu kicken. Ab Anfang Dezember 24 dann, zog ich es durch.
Seitdem esse und trinke ich keine extrem zuckerhaltigen Sachen mehr (Süßigkeiten, Kuchen, Cola, Limonade... solche Dinge), nur im Ausnahmefall, wie etwa einem Kaffetrinken an Geburtstagsfeiern mal ein oder zwei Stück Kuchen.
Dann besteht meine Ernährung zu großen Teilen aus Gemüse und Vollkornbrot. 2 Mahlzeiten am Tag genügen mir, manchmal auch nur eine.

Du solltest eine große Selbstdisziplin und einen eisernen Willen dafür entwickeln, wenn Du das durchziehen willst, denn der Hunger wird sich immer melden und die Versuchung ist groß, wenn Du Nahrungsmittel oder Süßes im Haus hast, welche Du nicht mehr konsumieren möchtest.
Ich kenne das. Ich habe selbst alles,was Süßkram ist, damals erstmal aus dem Haus geschafft, damit ich nicht in Versuchung komme, das Zeug doch wieder in mich hineinzustopfen.
Heute habe ich meine Zuckersucht lange überwunden, bin bei Kleidergröße M und meinem Idealgewicht angekommen, aber es war über Monate hinweg, kein leichter Weg.

Ich wünsche Dir auch hierbei viel Erfolg !
Auch hier noch einmal vielen lieben Dank für deine Tipps. Ich esse seit Jahren nur noch 2 Mahlzeiten. Das bekommt mir am besten. Die Antidepressiva sind ja leider dafür bekannt, dass sie auf dem Stoffwechsel und das Sättigungsgefühl gehen. Dazu kommt, dass ich eine Stressesserin bin und dann meist Süßes. Da habe ich jetzt angefangen, den Zucker langsam zu reduzieren. Schokolade habe ich alle weggegeben und nur noch ein bisschen Eis im Haus. Mir hilft es, wenn ich alles abwiege und in einer App, die an Weight-Watschers angelehnt ist, eintrage. So habe ich die Kontrolle. Ich denke, die ersten 4 bis 6 Wochen werden schwer. Cola und Co trinke ich jetzt seit Anfang des Jahres nicht mehr. Das war auch schwer, aber mittlerweile brauche ich das nicht mehr. Da schaffe ich es auch, den Hunger auf Kuchen zu besiegen. Und ich weiß ja, ich mache das nur für mich, für mein neues Leben. (smili)
Violetta-TransFlower hat geschrieben: Mo 20. Jul 2026, 07:54 Es wäre schön, wenn Du uns auch darüber auf dem Laufenden hälst.
Gerade für mich, die noch kurz vor Ihrer HRT steht, sind die Erfahrungen von Anderen diesbzüglich sehr wichtig.
Das mache ich, versprochen. Ich bin doch auch froh, wenn ich helfen kann. Ich trage nun seit 5 Tagen 2 mal am Tag das Gel (jeweils 2 Hübe) estradiol auf und nehme alle 3 Tage eine Vierteltablette Androcur. Jetzt heißt es warten, bis sich erste Veränderungen bemerkbar machen. Für mich ist es eine wahnsinnig spannende Zeit und ich bin froh und dankbar, dass ich so gute Ärzte, Therapeuten und natürlich auch euch habe. (ki)

So, das mal wieder etwas von meinem Leben auf der Überholspur. Ich wünsche euch einen schönen Abend.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Liebe Grüße

Sabrina
Violetta-TransFlower
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1509
Registriert: Fr 4. Okt 2024, 14:17
Geschlecht: Frau
Pronomen: Sie !
Wohnort (Name): Ost-Thüringen
Hat sich bedankt: 3121 Mal
Danksagung erhalten: 3544 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Mein Weg zu mir selbst

Post 47 im Thema

Beitrag von Violetta-TransFlower »

Liebe Sabrina, (dr)
Sabrina-Eileen hat geschrieben: Mo 20. Jul 2026, 18:27 und dann ging es zum Geocachen
Ein interessantes Hobby und vor Allem hast Du dann gleich Bewegung, welche immer gut tut.
Sabrina-Eileen hat geschrieben: Mo 20. Jul 2026, 18:27 Umdrehen? Kneifen? Nein, Augen zu und durch. Ich ging zu dem Stromkasten, holte den Petling und begann, meinen Namen in das Logbuch zu schreiben. Da höre ich von hinten ein freundliches "Moin". Ich habe immer wieder geübt, das "Moin" sanfter und weiblicher klingen zu lassen. Also Premiere. Ich drehte mich um, lächelte und sagte "Moin". Das klang, glaube ich, eher wie eine Ziege, die in einen Blecheimer pinkelt als nach einer weiblichen Stimme.
Hihi, die Ziege und das Blech, manches Mal klappt es mit dem Anheben der Stimme nicht ganz so, wie wir uns das vorstelen.
Das geht mir auch oft so.
Aber ich habe mal selbst probiert, Euer Gruß "Moin" eignet sich wunderbar für eine höhere und sanftere Stimmlage, weil keine "harten " Buchstabe darin vorkommen. Ich selbst sage meist "Hallöchen".

Ich finde es auch gut, daß Du nicht zurückweichst vor etwas schwierigeren Situationen.
Solche Dinge lassen Dein Selbstbewußtsein immer weiter wachsen.
Sabrina-Eileen hat geschrieben: Mo 20. Jul 2026, 18:27 Die Suche brach ich aber schnell ab, da in dem Häuschen Schwalben nisten und die wollte ich nicht stören.
Das finde ich total lieb von Dir, ich bin auch eine große Freundin unserer Vogelwelt.
Vor meinem Küchenfenster hängt immer ein großer Meisenknödel, der gerade jetzt, wo schon die zweite Brut flügge geworden ist, stark anflogen wird vom Nachwuchs.
Der Knödel ist schon wieder alle.

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://i.ibb.co/R4dtwSL2/20260715.jpg

Sabrina-Eileen hat geschrieben: Mo 20. Jul 2026, 18:27 Ich denke, die ersten 4 bis 6 Wochen werden schwer.
Ja, das ist so.
Aber nach diesem Zeitraum, es kann auch ein, zwei Wochen länger dauern, hast Du Dein Bedürfnis nach Zucker relativ überwunden.
Sabrina-Eileen hat geschrieben: Mo 20. Jul 2026, 18:27 So, das mal wieder etwas von meinem Leben auf der Überholspur.
Ja, Du hast eine ähnliche Dynamik wie ich am Anfang, vielleicht sogar noch schneller. (yes)
Sabrina-Eileen hat geschrieben: Sa 27. Jun 2026, 17:45 Ich höre gerne Metal und Norwegen ist das Land meines ❤️
Eins interessiert mich in diesem Zusammenhang brennend, vielleicht sowas hier:
(EMPEROR sind aus Norwegen und eine meiner Lieblings Black Metal Bands.)



mag ihre Piepmätze und Metal
Deine Violetta 💜 🌺
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
Antworten

Zurück zu „(Eigene) Berichte und Geschichten“