Rechte Hetze als Werbung in der BVG
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Svetlana L
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Rechte Hetze als Werbung in der BVG

Post 1 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Servus,

vor ein paar Tagen war ich geschockt, als ich hier in Berlin in eine U-Bahn gestiegen bin. Dort hing doch tatsächlich Werbung für das rechte Hetzportal Nius. Ich war fest davon überzeugt, dass dieser Werbebanner dort illegal angebracht worden sein muss. Doch einge Tage später lass ich irgendwo in einer online-Zeitung einen Kommentar dazu und dass die Berliner Verkehrsbetriebe angeblich keinen Einfluss auf die Inhalte der vermieteten Werbeflächen hätten. Auch die Siegessäule berichtet darüber und wenn man dem dortigen Bild trauen kann (wovon ich ausgehe), dann gibt es sogar Doppeldecker-Busse mit Vollwerbung für Nius. Auf der Plattform WeAct wurde eine entsprechende Petition (Keine rechte Angstmache in der BVG) gestartet, die ich bereits unterschrieben habe und wozu ich auch euch herzlich einladen möchte.

Ich frage mich ernsthaft, wie die BVG rechte Werbung in und auf Ihren Fahrzeugen mit ihrer aus meiner Sicht bislang erfolgreichen Diversity-Strategie vereinbaren kann!?

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Re: Rechte Hetze als Werbung in der BVG

Post 2 im Thema

Beitrag von Olivia »

Update : Rechtspopulistisches Portal: BVG beendet Werbekampagne von Nius „mit sofortiger Wirkung“

https://www.tagesspiegel.de/berlin/rech ... 82944.html
Svetlana L
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Re: Rechte Hetze als Werbung in der BVG

Post 3 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Seeeehr schön! (ap)

Da hat all' die Berichterstattung und all' der Protest also doch etwas bewirkt. Ich würd's jetzt allerdings nicht nur Alfonso Pantisano "in die Schuhe schieben", wie es sich bei queer.de anhört: "BVG beendet "Nius"-Werbekampagne"

Allerdings: Anfangs hat die BVG ja behauptet, dass sie keinerlei Einfluss auf die Werbeinhalte der vermieteten Flächen hätte. Nun heißt es, dass wohl ein Motiv seitens Nius veröffentlicht wurde, dass weder von der BVG noch dem Vermarkter der Werbeflächen freigegeben worden sei :roll:
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Re: Rechte Hetze als Werbung in der BVG

Post 4 im Thema

Beitrag von Slatjana »

Jo mei, wia iweroll. Wer zohlt, schofft on. Spetzlwirtschafft und Amigos überall.
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Re: Rechte Hetze als Werbung in der BVG

Post 5 im Thema

Beitrag von TanjaTV »

Hab die Webeschilder in mehren U- und S- Bahnen gesehen.
Nicht schön aber auch nicht verboten. Ich denke da geht es in erster linie nur um das Geld. Solange sich nicht genug beschweren wird es so etwas immer wieder geben. Also immer schön kritisieren dann wird sicher vorher nachgedacht ob man so jemanden als Werbepartner haben möchte.

LG. Laura
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Re: Rechte Hetze als Werbung in der BVG

Post 6 im Thema

Beitrag von Violetta-TransFlower »

Svetlana L hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 05:58 Doch einge Tage später lass ich irgendwo in einer online-Zeitung einen Kommentar dazu und dass die Berliner Verkehrsbetriebe angeblich keinen Einfluss auf die Inhalte der vermieteten Werbeflächen hätten.
Danke für die Information.

Ich kann mir das nicht vorstellen, daß man als Vermieter von Werbeflächen keinen Einfluss auf den Inhalt hat.
Das wird wohl einfach dem Desinteresse geschuldet sein.

Ich habe die Petition gerade unterschrieben.

💜🌺
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
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Re: Rechte Hetze als Werbung in der BVG

Post 7 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Violetta-TransFlower hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 11:19 Das wird wohl einfach dem Desinteresse geschuldet sein.
.. oder dem $-Zeichen in den Augen :mrgreen:
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Re: Rechte Hetze als Werbung in der BVG

Post 8 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Violetta-TransFlower hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 11:19 Ich kann mir das nicht vorstellen, daß man als Vermieter von Werbeflächen keinen Einfluss auf den Inhalt hat.
Das wird wohl einfach dem Desinteresse geschuldet sein.
Ein bisschen von beidem, schätze ich. Die BVG hat die Vermarktung an eine Firma ausgelagert, die sicher noch andere Werbeflächen betreiben. Vorteil für BVG: Kein eigenes Personal dafür, inkl. Schulung, Planung, Akquise, Preisgestaltung, usw.usf. Vorteil für Werben-wollende: Ein Kontakt zum Vermarkter mit Zugang zu Werbedisplays, Plakatenflächen, BVG usw.

Und da das so praktisch und kostengünstig ist, sparen sich BVG und andere Flächen-Vermietende die Stück-für-Stück Kontrolle, wer da was kleben darf, und vermutlich generell Personal mit dedizierter inhaltlicher Aufsicht. Das ist der Ignoranz-Teil. Ich vermute, dass die Vermarktungsfirma da viel lockere Kriterien hat - und die $$$-Zeichen in den Augen -, weil ihnen die Wirkung auf das Image der Flächen-Besitzer*innen recht egal sein kann.
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Re: Rechte Hetze als Werbung in der BVG

Post 9 im Thema

Beitrag von Lana »

Jaddy hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 15:02 Und da das so praktisch und kostengünstig ist
Nicht nur das, es ist auch niemand mehr verantwortlich bei solchen Konstrukten, die man heutzutage fast überall antrifft. Egal ob in der Politik, der öffentlichen Verwaltung oder der Wirtschaft.

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
Jaddy
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Re: Rechte Hetze als Werbung in der BVG

Post 10 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Lana hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 17:21
Jaddy hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 15:02 Und da das so praktisch und kostengünstig ist
Nicht nur das, es ist auch niemand mehr verantwortlich bei solchen Konstrukten, die man heutzutage fast überall antrifft. Egal ob in der Politik, der öffentlichen Verwaltung oder der Wirtschaft.
Stimmt. Ganz wichtig. Es gibt sogar ein eigenes Wort dafür: Verantwortungsdiffusion.
Svetlana L
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Re: Rechte Hetze als Werbung in der BVG

Post 11 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Hallo zusammen,

die BVG hat den Prozess gegen Nius verloren und muss dem rechten Hetzportal einen 28-tägigen Ersatzzeitraum für die Werbekampagne anbieten. Begründung des Gerichts: Die BVG dürfe sich nicht in den Meinungsbildungsprozess einmischen.
Menschenverachtende und diskriminierende Hetze ist also eine Meinung. Das macht sprach- und fassungslos! (ag)

taz: BVG muss rechspopulistische Werbung dulden

Tagesspiegel: Niederlage für BVG im Streit mit „Nius“

Welt: Berliner Verkehrsbetriebe verlieren Prozess gegen „Nius“ und müssen Werbekampagne fortsetzen

Die BVG hat gegen das Urteil bereits Beschwerde eingelegt.

Kleiner Tipp: Ich weiß zwar nicht, wie die Werbeverträge im Einzelnen ausgestaltet sind, aber im Zweifel den einen Bus wieder bekleben und dann wegen eines Defekts auf dem Bushof stehen lassen. Dann hat man es "nur" noch mit der kleinflächigen Werbung in der U-Bahn zu tun. Da könnte die BVG neben jedem Nius-Plakat eine "Gegendarstellung" anbringen. ;-)
Hawadehre
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