Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät
Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät - # 3

zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
Frieda
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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 31 im Thema

Beitrag von Frieda »

Susi T hat geschrieben: So 19. Okt 2025, 16:44 https://de.wikipedia.org/wiki/Dark_Romance
Ich möchte nochmal auf den Link von Susi T verweisen (herzlichen Dank übrigens dafür❣️🙏).

Hier wird genau DAS aufgezeigt, wovon wir die hier die Kritik äußern, auch reden!
Zudem traue ich mich die Frage in den Raum zu stellen, ob diejenigen die diese Roman für gaaar nicht sooo schimm halten, a) selbst auf diese Reize stehen und/oder b) ob sich ihre Wahrnehmung schon soooo sehr verzerrt hat, dass sie gar nicht mehr wahrnehmen, wie schlimm und gefährlich diese Darstellungen und Erzählungen sind!?


Hier das Zitat aus dem Link❣️
"Robert Coordes vom Berliner Institut für Beziehungsdynamik weist auf problematische Aspekte der Rezeption von Dark Romance hin: Er betont, dass die wiederholte Darstellung toxischer Dynamiken in solchen Inhalten zu einer Normalisierung führen könne, bei der Gewalt in Beziehungen tolerierbar oder begehrenswert erscheine.[5] Zudem bestehe die Gefahr einer Desensibilisierung, da wiederkehrende Gewaltszenarien die emotionale Reaktion auf solche Themen abschwächen könnten.[5] Weiterhin könnten Dark-Romance-Inhalte Ängste in Bezug auf Beziehungen verstärken, insbesondere bei sensiblen Leserinnen und Lesern.[5] Personen, die sich in toxischen oder missbräuchlichen Beziehungen befänden, könnten durch den Konsum solcher Werke weiter dazu angeregt werden, diese Verhaltensmuster als normal oder unvermeidbar anzusehen.[5] Eine wiederholte Konfrontation mit gewalttätigen Szenarien könne zu einer Zunahme der Aggressionsbereitschaft führen.[5]

Die Psychologin Anaïs Kaluza kritisiert die Romantisierung toxischer und gewalttätiger Beziehungsdynamiken in Dark-Romance-Inhalten ebenfalls.[16]"

🙏
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 32 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Frieda hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 08:05
Susi T hat geschrieben: So 19. Okt 2025, 16:44 https://de.wikipedia.org/wiki/Dark_Romance
Ich möchte nochmal auf den Link von Susi T verweisen (herzlichen Dank übrigens dafür❣️🙏).

Hier wird genau DAS aufgezeigt, wovon wir die hier die Kritik äußern, auch reden!
Zudem traue ich mich die Frage in den Raum zu stellen, ob diejenigen die diese Roman für gaaar nicht sooo schimm halten, a) selbst auf diese Reize stehen und/oder b) ob sich ihre Wahrnehmung schon soooo sehr verzerrt hat, dass sie gar nicht mehr wahrnehmen, wie schlimm und gefährlich diese Darstellungen und Erzählungen sind!?


Hier das Zitat aus dem Link❣️
"Robert Coordes vom Berliner Institut für Beziehungsdynamik weist auf problematische Aspekte der Rezeption von Dark Romance hin: Er betont, dass die wiederholte Darstellung toxischer Dynamiken in solchen Inhalten zu einer Normalisierung führen könne, bei der Gewalt in Beziehungen tolerierbar oder begehrenswert erscheine.[5] Zudem bestehe die Gefahr einer Desensibilisierung, da wiederkehrende Gewaltszenarien die emotionale Reaktion auf solche Themen abschwächen könnten.[5] Weiterhin könnten Dark-Romance-Inhalte Ängste in Bezug auf Beziehungen verstärken, insbesondere bei sensiblen Leserinnen und Lesern.[5] Personen, die sich in toxischen oder missbräuchlichen Beziehungen befänden, könnten durch den Konsum solcher Werke weiter dazu angeregt werden, diese Verhaltensmuster als normal oder unvermeidbar anzusehen.[5] Eine wiederholte Konfrontation mit gewalttätigen Szenarien könne zu einer Zunahme der Aggressionsbereitschaft führen.[5]

Die Psychologin Anaïs Kaluza kritisiert die Romantisierung toxischer und gewalttätiger Beziehungsdynamiken in Dark-Romance-Inhalten ebenfalls.[16]"

🙏
Guten Morgen, Frieda,

nein nein, das siehst Du viel zu angsterfüllt und kleinkariert. Ich wundere mich, dass nicht schon längst darauf hingewiesen wurde, dass da ganz mieses Gatekeeping und Kinkshaming betrieben wird, wenn eine Psychologin das so sagt. [Achtung: das ist sarkastisch gemeint, nur für den Fall]

Alle sollen alles lesen können. Aber um Gottes Willen - sagen bitte nur, was bestimmten Menschen gefällt. Da ist dann die Bild schonmal vergleichbar mit Pornos, wenn es um Minderjährige geht. Kannste Dir nicht ausdenken.
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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 33 im Thema

Beitrag von Susi T »

Claudia hat geschrieben: Mo 20. Okt 2025, 15:40 Nein, wenn Romanze draufsteht, ist auch Romanze drin. Nur kann das in einer ebenso breit gefächerten Form sein wie bei den Krimis, von ganz sanft mit beiderseitigem Einverständnis bis zu ständigen Streitereien, bei denen doch beide nicht voneinander lassen können.

LG Claudia
Eigentlich machen mir solche Äußerungen wirklich große Sorgen. Da wird von übelste Vergewaltigt laut Wiki berichtet, mit Folter und allem drum und dran und dann liest sich die Befürwortung wie eine extreme Verharmlosung von sexualisierter Gewalt.
Whataboutism natürlich gleich dazu und allen Kritikerinnen absprechen das sie solches mal gelesen haben.

Nun ich habe mit SiFi angefangen, sowas klassisches wie Asimov und Lem und bin dann nach und nach ins Fantasy rein gerutscht(viele Hunderte Bücher), viele weibliche Autoren, später aber auch andere wie z.b B. Wood...
DARK Fantasy war da auch mal dabei, meine Quellen waren vielfältig, aber damals waren die Heldinnen nicht auf Dauer Opfer und ihre Peiniger wurde nicht damit belohnt das man sich dauernhaft unterordnete, sie Heiratete oder ihre Verhaltensnormen an andere ausgelassen hat.
Aber ich kenn sowas von Playboy und oder Playmate, oder wie die Zeitschriften hießen, die ich lesen durfte. Geschichten in der die Frau Nein sagt und der Mann nur solange bedrängen muss bis sie still ist und am Ende sich darüber freut so bedrängt worden zu sein.
Der von dem ich die zu lesen bekommen habe hat mit der Zeit ähnliche Verhaltensformen angenommen und wenn Frauen nicht vorsichtig genug waren auch teilweise ausgelebt.
Vielleicht färbt ja tatsächlich was ab, wie ihr hier so eindrücklich klar macht.
Also tatsächlich ein Problem? Mir scheint es so.
Nachdenkliche Grüße, Susi (flo)
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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 34 im Thema

Beitrag von Claudia »

Susi T hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 09:20
Claudia hat geschrieben: Mo 20. Okt 2025, 15:40 Nein, wenn Romanze draufsteht, ist auch Romanze drin. Nur kann das in einer ebenso breit gefächerten Form sein wie bei den Krimis, von ganz sanft mit beiderseitigem Einverständnis bis zu ständigen Streitereien, bei denen doch beide nicht voneinander lassen können.
[...] und dann liest sich die Befürwortung wie eine extreme Verharmlosung von sexualisierter Gewalt.
Wo und wie habe ich soetwas geschrieben? Dazu hätte ich gern eine Aufklärung.

Irritiert
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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 35 im Thema

Beitrag von Claudia »

Susi T hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 09:20 Vielleicht färbt ja tatsächlich was ab, wie ihr hier so eindrücklich klar macht.
Also tatsächlich ein Problem? Mir scheint es so.
Und jetzt sagst du nochmal in klaren Worten, was du mir/uns(?) eigentlich sagen willst. Denn das hast du besser verschlüsselt als jeder Rätselproduzent.

LG Claudia
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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 36 im Thema

Beitrag von Michi »

Val44721 hat geschrieben: Mo 20. Okt 2025, 23:56
Knäckebrötchen hat geschrieben: Mo 20. Okt 2025, 23:30 Das phantasierst Du hier herbei und empörst Dich über deine eigene überschießende Vorstellung.
Du scheinst Teile der Diskussion geskipped zu haben.

Du bist wirklich sehr gut im hämische, herablassende und provozierende Nachrichten schreiben. Und ja, es funktioniert. Es sticht echt ganz schön dolle, wenn ich deine Texte zu mir lese. Man fühlt sich direkt gedemütigt, in seinem Wert angegriffen. Ich war gerade schon fast dabei, eine Erwiderung zu schreiben, zu den Sachen, die du umdrehst. Irgendwie auch meine Schuld, dass ich das so zulasse, ich weiß es doch eigentlich besser, es gibt schönere Sachen als sich hänseln lassen in online Foren. Ich werde deine Texte mir nicht mehr anzeigen lassen, vielleicht sparen wir uns dann beide an ein paar Abenden einige Stunden.
Du solltest bitte mal wieder runter kommen. Das meine ich ganz ehrlich und mitfühlend.

Die pauschalen Vorwürfe, die du hier gegen die Allgemeinheit und gegen Knäckebrötchen speziell erhebst, sind für mich nicht nachvollziehbar. Was du hier beklagst, kommt nicht von anderen, sondern von dir. Beispielsweise im Post 20, wo du selbst die Unterstellung bringst, dass man dir dein Urteilsvermögen absprechen würde, weil du unter 25 bist. Das ist .. sorry .. völliger Quatsch. Und auch das Umdrehen von Aussagen machst du selbst, wie z.B. eine von mir, die du sauber aus dem Kontext gerissen hast. Hast du das vergessen oder verdrängt?


Ich verrate dir mal was:

Ich habe häusliche Gewalt erlebt. Meine Partnerin hat ebenfalls häusliche Gewalt erlebt. Ich wünsche niemandem .. auch dir nicht .. 10-15 Jahre oder mehr deines Lebens wegen so einer Scheiße zu verlieren, nur weil in unserer Gesellschaft sowas immer noch zu sehr verharmlost und unter den Tisch gekehrt wird. Kein Mensch sollte solche Erfahrungen machen müssen und den Rest seines Lebens als Last mit sich herumschleppen müssen!
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 37 im Thema

Beitrag von Michi »

Ich stelle mal noch für meine liebe Frieda bzw. in ihrem Auftrag dieses Video hier rein.



YouTube ist mit Links leider sehr variantenreich, und sie hat es nicht geschafft, genau die Variante herauszufinden, den das Forum zur Einbettung akzeptiert.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 38 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

MichiWell hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 21:25
Val44721 hat geschrieben: Mo 20. Okt 2025, 23:56
Knäckebrötchen hat geschrieben: Mo 20. Okt 2025, 23:30 Das phantasierst Du hier herbei und empörst Dich über deine eigene überschießende Vorstellung.
Du scheinst Teile der Diskussion geskipped zu haben.

Du bist wirklich sehr gut im hämische, herablassende und provozierende Nachrichten schreiben. Und ja, es funktioniert. Es sticht echt ganz schön dolle, wenn ich deine Texte zu mir lese. Man fühlt sich direkt gedemütigt, in seinem Wert angegriffen. Ich war gerade schon fast dabei, eine Erwiderung zu schreiben, zu den Sachen, die du umdrehst. Irgendwie auch meine Schuld, dass ich das so zulasse, ich weiß es doch eigentlich besser, es gibt schönere Sachen als sich hänseln lassen in online Foren. Ich werde deine Texte mir nicht mehr anzeigen lassen, vielleicht sparen wir uns dann beide an ein paar Abenden einige Stunden.
Du solltest bitte mal wieder runter kommen. Das meine ich ganz ehrlich und mitfühlend.

Die pauschalen Vorwürfe, die du hier gegen die Allgemeinheit und gegen Knäckebrötchen speziell erhebst, sind für mich nicht nachvollziehbar. Was du hier beklagst, kommt nicht von anderen, sondern von dir. Beispielsweise im Post 20, wo du selbst die Unterstellung bringst, dass man dir dein Urteilsvermögen absprechen würde, weil du unter 25 bist. Das ist .. sorry .. völliger Quatsch. Und auch das Umdrehen von Aussagen machst du selbst, wie z.B. eine von mir, die du sauber aus dem Kontext gerissen hast. Hast du das vergessen oder verdrängt?


Ich verrate dir mal was:

Ich habe häusliche Gewalt erlebt. Meine Partnerin hat ebenfalls häusliche Gewalt erlebt. Ich wünsche niemandem .. auch dir nicht .. 10-15 Jahre oder mehr deines Lebens wegen so einer Scheiße zu verlieren, nur weil in unserer Gesellschaft sowas immer noch zu sehr verharmlost und unter den Tisch gekehrt wird. Kein Mensch sollte solche Erfahrungen machen müssen und den Rest seines Lebens als Last mit sich herumschleppen müssen!
Hey Michi,

danke aber das ist vergebene Mühe. Val wird ihre Position nicht reflektieren. Ihr Post war für mich ein schönes Kompliment zum ersten Kaffee heute Morgen, zeigt er mir doch, dass ich sie richtig eingeschätzt habe. Weiter werde ich mich dazu auch nicht einlassen.

Was Traumata und die Problematik mit Medien angeht, da muss nicht einmal tatsächlich erlebtes Leid sein. Zu oft ist das der Fall, aber manchmal reichen auch schlicht veränderte Lebensumstände und eine neue Perspektive.

Ich habe als junger Erwachsener Eliots "American Psycho" gelesen und ja, es ist ein krasses aber auch ein sehr beeindruckendes Werk. Es gab einiges, das mich an dem Charakter und am Stil des Buches gereizt haben. Ich hab das Buch dann einige Jahre später nochmal gelesen, weil ich Bücher, die ich spannend finde gerne auch ein zweites oder drittes Mal lese. Ich habe es nicht mehr fertig bekommen. Ich konnte es einfach nicht mehr lesen, an der Zoo-Stelle (und ich führe das hier mal nicht weiter aus) war Schluß. Nicht, weil das im Kontext des Buches jetzt eine besonders grausame Stelle war, da gibt es wesentlich krasseres, nein, ich hatte jetzt selbst Kinder. Und allein dieser Umstand hat es mir unmöglich gemacht, da weiter zu lesen. Ich selbst - und keines meiner Kinder - hat auch nur im kleinsten Ansatz in echt erlebt, was da geschildert wird. Und dafür bin ich unendlich dankbar. Aber die Vorstellung allein... absoluter Hirnfick für mich.
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Michi
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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 39 im Thema

Beitrag von Michi »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 23:50 danke aber das ist vergebene Mühe.
Hallo Knäcki,

ich mag dich, doch deine Reaktion finde ich unschön. Ich schreibe nicht, um jemandem zu gefallen, Beifall zu bekommen, oder Feindbilder aufzubauen. Ich weiß, dass ich mir damit manch eine hier nicht zum Freund mache, weil es mir primär um den Austausch geht, nicht um Fronten und Intrigen. Aber ich bleibe dabei, bleibe ich. Es könnte helfen, wenn alle einfach mal wieder runterzukommen.
Knäckebrötchen hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 23:50 Ich habe als junger Erwachsener Eliots "American Psycho" gelesen
Da kann ich grad nicht mitreden, ahne nur (vielleicht irre ich auch), in welche Richtung das geht.*) Eine Ex-Partnerin hatte mir ein Buch zu lesen gegeben, in dem Menschen berichteten, welche Grausamkeiten sie als Kinder durch ihre Eltern erfahren haben. Das war der Einstieg, mir ihr Leid zu offenbaren, dass sie durch ihre Mutter und mangels Aufarbeitung auch durch ihren späteren Mann erleben musste. Es ist schwer zu ertragen, wie schlimm zu viele Menschen sind, und wie sehr manche leiden müssen.


Liebe Grüße
Michi

*) Edit: Ja, ich habe mich geirrt. Ich hätte wie erstmal googeln sollen.
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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 40 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Aus der Überschrift: "Dark Romance spaltet"

Scheint wohl hier jedenfalls so zu sein. Schade. :(
"Es ist nicht die Zeit in deinem Leben, es ist das Leben in deiner Zeit." Bruce Springsteen
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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 41 im Thema

Beitrag von Lea Michele »

Val44721 hat geschrieben: Mo 20. Okt 2025, 21:02
LG Val (die 2019 Mein Kampf in der Schule gelesen hat)

PS: Wollen wir mal darüber reden, wer hier schonmal einen Porno geguckt hat, und wie das die Rolle der Frau darstellt?
Hallo Valerie,

ich möchte dich fragen, hast du heraus gefunden, was hinter "Mein Kampf" steckt und war es das Original?

Zu Porno,
was ist für dich ein Porno?
Da gibt es nicht nur die Rolle der Frau, sondern auch die des Mannes und Sonstige, was ich hier nicht aufführen will.

Gruß Lea Michele (he) (ki) (he)

PS. Hier geht es nicht um das Alter, sondern um Wissen und Toleranz!
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 42 im Thema

Beitrag von Val44721 »

Lea Michele hat geschrieben: Mi 22. Okt 2025, 08:07 Zu Porno,
was ist für dich ein Porno?
Da gibt es nicht nur die Rolle der Frau, sondern auch die des Mannes und Sonstige, was ich hier nicht aufführen will.
96% der für sexuelle Zwecke (wie Pornographieproduktion) versklavten Menschen sind Frauen und Mädchen. Es gibt exakt 0 Opfer von Menschenhandel durch Romantikbücher. Pornographie ist eine unglaublich riesige Industrie, die bereits Kinder bedient, Sklaverei auf einem globalen Level fördert, und wo man eine ganze Dissertation drüber schreiben kann wie es das Frauenbild der Bevölkerung beeinflusst.

90% schauen Pornos. Aber zeigen mit dem Finger auf mein Buch, weil Frauenbild (obwohl die Hauptcharaterin oft die stärkste ist). Warum, woran liegt das? Weil einen selbst nicht betrifft, was junge Frauen lesen. Und judgen macht am meisten Spaß bei Sachen die nur andere betreffen. So ein unschöner Thread.
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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 43 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich möchte dazu auffordern, die gegenseitigen persönlichen Unterstellungen und Angriffe zu unterlassen!

Beiträge sollten so geschrieben werden, dass es zwar eine Diskussion mit verschiedenen Standpunkten und Interpretationen gibt, aber persönliche Angriffe unterbleiben.

Gruß
Anne-Mette
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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 44 im Thema

Beitrag von Frieda »

MichiWell hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 22:07 Ich stelle mal noch für meine liebe Frieda bzw. in ihrem Auftrag dieses Video hier rein.

Ich möchte mich zu diesem Video doch noch gerne äußern❣️

Meine kritischen Gedanke werden in diesem Video sehr gut aufgegriffen.
Was mich echt überraschte, dass eine Domina mit auf der Kritikseite sich befindet. Und was ich schon vor diesem Video dachte, dass nur die Akteure die potentiell an den Dark Romance Büchern verdienen, pro sind!

Ich bin ehrlich gesagt froh über dieses Video, weil es zeigt, dass die Dark Romance Bücher auch kritisch von fachlicher (wissenschaftlicher) Ebene beleuchtet werden. Auch die Kommentare unter dem Video finde ich 👍❣️

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Re: Dark Romance spaltet: Was das Genre über Geschlechterrollen verrät

Post 45 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Frieda hat geschrieben: Mi 22. Okt 2025, 16:11 Ich möchte mich zu diesem Video doch noch gerne äußern❣️

Meine kritischen Gedanke werden in diesem Video sehr gut aufgegriffen.
Was mich echt überraschte, dass eine Domina mit auf der Kritikseite sich befindet. Und was ich schon vor diesem Video dachte, dass nur die Akteure die potentiell an den Dark Romance Büchern verdienen, pro sind!

Ich bin ehrlich gesagt froh über dieses Video, weil es zeigt, dass die Dark Romance Bücher auch kritisch von fachlicher (wissenschaftlicher) Ebene beleuchtet werden. Auch die Kommentare unter dem Video finde ich 👍❣️

🙏
Hi,

ich würde das Ganze doch gerne ein wenig stärker differenzieren. Denn im Grunde dreht sich die Diskussion ja um die Frage der Selbstbestimmtheit und sexuelle Autonomie.

Und da sollten wir erstmal festhalten, dass erwachsene Menschen tun und lassen können, was sie möchten. Wir setzen voraus, dass dabei beiderseitige Zustimmung zu den Handlungen besteht. Und das diese Zustimmung als "informed consent" gilt, die Beteiligten also nicht einfach nur "ja, ok" gesagt haben, sondern auch wissen, was sie erwartet, wo ihre Grenzen liegen und wie viel sie (in diesem Moment) zulassen wollen.

Das gilt auch, vielleicht sogar noch viel mehr, für alles, was sich ausschließlich im Kopf - also der Fantasie - abspielt. Solange es da bleibt, sich nach außen nicht zeigt, kann jede*r tun und sein lassen, was gefällt.

Jetzt wird es natürlich da komplexer, wo sich diese Gedanken aus dem Head-Space in die Realität, ins konkrete Handeln, übersetzen. Und für mich stellt sich die Herausforderung mit dem Thema Dark Romance an der Stelle ein, wo ich darauf vertrauen muss, dass die Menschen, die diese Bücher konsumieren, wirklich selbstbestimmt und autonom in einen "informed consent" gehen können, wenn das der Fall ist. Ich kann dabei erstmal nur auf mich schauen, auf meinen Grad an Bewußtsein für diese Fragen, auf meine Neugier, mein Bauchgefühl und mein Lustempfinden. Das kann ich aber für niemanden sonst.

So, und das ist nun alles vollkommen individuell und dann auch noch fluide, zeitlich, örtlich, abhängig von beteiligten Personen und Umständen. Ich kann also eigentlich nicht mal für mich selbst dauerhaft festlegen, ob ich möchte, das eine bestimmte Fantasie, oder ein Aspekt aus dem Buch/Genre wahr werden soll, oder nicht.

Nächster Punkt: die gleichen Fragen können wir an anderen Stellen auch formulieren: wie frei ist eine Frau in der Entscheidung, als Mutter die Haus- und Carearbeit zu leisten (Stichwort Tradwives, Stichwort Herdprämie), sich in die soziale und finanzielle Abhängigkeit ihres Ehemanns zu begeben. Müssen wir unterstellen, dass hier patriarchale Rollenmuster reproduziert werden, oder dürfen wir darauf vertrauen, dass die Beteiligten sich über die unmittelbaren und zukünftigen Konsequenzen im Klaren sind? Wie verändert sich der Blick auf den unterstellten "informed consent", wenn eine der lautstärksten Vertreterinnen der Tradwives nach einigen Jahren ihre Entscheidung bitter bereut?

Das Selbe gilt für Drogenkonsum, Sexarbeit, Sicherheitsgurte und das Selbstbestimmungsgesetz. Einiges davon ist erstmal leicht reversibel, anderes nicht. Wo endet die individuelle Freiheit mit Verantwortung und wo beginnt die Fürsorgepflicht des Staates als sozialer Gemeinschaft?

Ich finde, um meine Position mal anzudefinieren, das sich die Autorinnen in dem Video etwas zu sehr aus der Verantwortung nehmen. Sie unterstellen ganz einfach, dass die Konsument*innen anhand von mehr oder weniger sichtbaren und verständlichen Kriterien einen informed consent geben können. Sie unterstellen auch, dass die Leser*innen alt und erfahren genug sind. Wissen aber gleichzeitig, das das so nicht ist. Schieben dann die Verantwortung wieder auf Eltern ab, die im Zweifel aber auf die gleichen Informationen zurückgreifen müssen wie ihre Kinder. Und "Einige Sätze können dein Hirn f***n" ist keine Triggerwarnung, sondern Werbung und Kaufreiz. Das ist ein ganz billiger Trick, zu sagen "wer das liest, der weiß, was ihn erwartet". So wie in der Amazon-Beschreibung zu "American Psycho" der Begriff "comedy" genutzt wird, um das Buch zu beschreiben...

Ich finde, die hier interviewte Autorin und die Leserin finden wesentlich reflektiertere und klarere Worte, insbesondere der Frage nach Altersgrenzen und Umsetzung. Da waren mir die drei in "13 Fragen" zu unklar.
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