Wir sind immer noch in Helsinki und hier ist der Sommer nun so was von vorbei, dass ich die Sommersachen getrost nach hinten räumen kann. Wenigstens regnet es nur hier und da mal schauerartig. Dann verziehen wir uns in einen der vielen Einkaufstempel, die hier überall rumstehen. Wer all den Krempel kaufen soll, wissen nur die Konsumgötter.
Gestern war nicht allzuviel los, schließlich mussten wir uns schonen. Am frühen Abend war eine Openair-Milonga, d.h. wir waren Tango tanzen. Zum ersten Mal im femininen Outfit in der führenden Rolle war schon ein besonderes Erlebnis. Das hat andere Frauen, mit denen ich getanzt habe, bestimmt zum Grübeln gebracht. Thematisiert hat es keine. Nach 2.5 Stunden waren die Füße platt und wir haben den Rückzug in Richtung Campingplatz angetreten.
Heute war die Felsenkirche, ein in den Granit gesprengtes Gotteshaus unser Ziel. Vorher haben wir noch eine Art individueller Stadtbesichtigung gemacht, indem wir mit verschiedenen Trambahnlinien durch die Stadt gefahren sind.
Die Felsenkirche ist ein imposanter Bau, in dem man den christlichen Bezug gut suchen muss. Es ist eher ein Veranstaltungsgebäude mit guter Akustik.
Für heute habe ich ein langärmeliges Kleid gewählt mit einer Strumpfhose und der Steppweste drüber.
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Die Schuhe waren schon eine Herausforderung und ich habe bis etwa 19 Uhr darin durchgehalten. Dann kamen die Reservereifen aus der Handtasche drauf.
Zum Abschluss ging es noch auf eine Runde Schnäppchenjagd ins Kaufhaus, wo ich unter anderem ein Baumwoll-Strickkleid erbeuten konnte, das ich gleich am Abend ausprobieren musste. Saubequem, aber ohne Foto!
Liebe Grüße aus dem kühlen Norden, Alicia.

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Eine Lebensweise zu erfinden ist nichts. Sie zu verinnerlichen, ein Anfang. Sie zu leben ist alles.
(Frei nach Otto Lilienthal)