Diese "umfassenden und weitgehenden Forderungen" auf den Seiten von CSD Deutschland e.V.:"Der CSD ist eine Demonstration mit konkreten politischen Forderungen. Diese gehen über ein allgemeines Bekenntnis zu Menschenrechten und Vielfalt hinaus." sagte ein Sprecher Julia Klöckners. "Christopher Street Days formulierten "eindeutige Erwartungen unter anderem an die Bundesregierung und die Politik im Allgemeinen", so der Sprecher.
"Es muss der Eindruck vermieden werden, die Verwaltung des Deutschen Bundestages mache sich diese umfassenden und weitgehenden Forderungen in Gänze zu eigen im Namen der ganzen Bundestagsverwaltung und des Arbeitgebers."
Und beim CSD-Berlin unter dem Motto "Nur gemeinsam stark – Für Demokratie und Vielfalt":
- Ergänzung des Artikel 3 GG um das Merkmal der sexuellen und geschlechtlichen Identität
- Volles Recht für homosexuelle Paare auf Zugang zum Adoptionsverfahren und Beseitigung diskriminierender Hürden
- Schaffung und Umsetzung förderaler Aktions- und Bildungspläne gegen Queerfeindlichkeit
- Abschaffung bzw. Reform des Transsexuellengesetzes [hier könnten sie mal updaten]
- Verbesserung von Maßnahmen für die Belange intersexueller Menschen
- Berücksichtigung und Mitwirkung in Senioren- und Rundfunkräten sowie allen weiteren gesellschaftlich relevanten Gremien
- Maßnahmen zur Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhaben von HIV-positiven Menschen und die Sicherung der Arbeit der Aidshilfen
CSD Deutschland e.V. wird übrigens vom Bundesfamilienministerium gefördert, das auch unter Ministerin Prien (CDU) dieses Jahr wieder mit einem eigenen Wagen auf der Pride Demo in Berlin dabei sein wird.1.) Bundesrats- und Kommunikationsinitiative des regierenden Bürgermeisters zur Aufnahme queerer Menschen ins Grundgesetz
2.) Gezielte Maßnahmen und Prävention gegen Hasskriminalität, sowie eine ausreichende Finanzierung dieser
3.) Verpflichtende Schulungen des Lehrpersonals zu geschlechtlicher und sexueller Diversität
4.) Sichere und diskriminierungsfreie Sportinfrastruktur: Räumlichkeiten, Hallenzeiten und Zugänge zu Sportstätten in Berlin
5.) Queere Sichtbarkeit in gesamter Vielfalt in den Medien – Wir fordern 15 % queere Medienförderung
6.) Gemeinsame Debatte mit der Landesregierung über Mehrelternschaften
Es scheint also durchaus wohl durchaus kein Problem zu sein, einem selbstorganisierten Netzwerk von Mitarbeitenden einer Bundesinstitution die Teilnahme zu erlauben. Das heisst ja noch lange nicht, dass sich die Institution selbst - oder dieses Netzwerk - mit allen Forderungen der Veranstaltenden gemein macht.