Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen
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Olivia
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Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 1 im Thema

Beitrag von Olivia »

Welt: Die frisch ins Amt gewählte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner will die Tradition ihrer Vorgängerin fortsetzen und am Samstag die Regenbogenflagge auf dem Reichstagsgebäude hissen.

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/p ... 9e5d&ei=23
Violetta-TransFlower
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Re: Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 2 im Thema

Beitrag von Violetta-TransFlower »

Nun ja, einmal im Jahr die Flagge zu hissen, erscheint mir etwas wenig.
Aber besser wie gar nicht.

Ich würde viermal im Jahr vorschlagen, aber leider habe ich nix zu melden im Parlament.

Das wäre meiner Meinung nach angemessen Uns gegenüber.

(rbw)

Nachdenklich
Eure Violetta 💜
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
Svetlana L
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Re: Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 3 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Olivia hat geschrieben: Fr 16. Mai 2025, 15:08 Welt: Die frisch ins Amt gewählte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner will die Tradition ihrer Vorgängerin fortsetzen und am Samstag die Regenbogenflagge auf dem Reichstagsgebäude hissen.
Dann musst du aber auch dazuschreiben, dass sie es ablehnt, auch zum CSD Flagge zu zeigen. Bloß nicht zu viel Solidarität zeigen, wobei sie sich ja noch nie als queerfreundlich hervorgetan hat.
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Olivia
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Re: Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 4 im Thema

Beitrag von Olivia »

Svetlana L hat geschrieben: Fr 16. Mai 2025, 20:16 Dann musst du aber auch dazuschreiben, dass sie es ablehnt, auch zum CSD Flagge zu zeigen. Bloß nicht zu viel Solidarität zeigen, wobei sie sich ja noch nie als queerfreundlich hervorgetan hat.
Frau Klöcknerf sagt dazu:
"Der Bundestag legte im Jahr 2002 den Beschluss der Ergänzung des NS-Aufhebungsgesetzes, wonach unter anderem die Urteile gegen Homosexuelle in der Zeit des Nationalsozialismus für nichtig erklärt wurden, symbolisch auf den 17. Mai. ... Am 17. Mai werde ich in diesem Jahr auch auf dem Reichstagsgebäude neben der Bundesflagge und der Europaflagge die Regenbogenfahne wehen lassen. ... Ich habe zudem entschieden, dass dies der einzige Anlass sein wird und eine entsprechende Beflaggung sich nicht auch auf den Christopher-Street-Day erstreckt, der als Tag der Versammlung, des Protests und der Feier von seiner kraftvollen Präsenz auf den Straßen lebt. An diesem Tag wird die Regenbogenflagge zurecht auf vielfältige Weise durch die Menschen selbst getragen und verbreitet, nicht durch die Institution Bundestag. ... Die schwarz-rot-goldene Bundesflagge repräsentiere das Grundgesetz und damit auch das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und gegen Diskriminierung."
Claudia
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Re: Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 5 im Thema

Beitrag von Claudia »

Auch wenn ich sie nicht mag, mit dieser Aussage hat sie Recht.
An diesem Tag wird die Regenbogenflagge zurecht auf vielfältige Weise durch die Menschen selbst getragen
Manchmal, nein, eigentlich immer müssen wir selbst Flagge zeigen und das nicht Institutionen überlassen.

LG Claudia
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Re: Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 6 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Zu welchem CSD sollte der Bundestag die Regenbogenfahne zeigen? Zum Berliner Termin, dem Kölner, dem ersten in Münster und Hambug? Oder gar zu allen?

Ich finde die Entscheidung gut. Mehr geht immer, aber eben auch weniger. Frau Klöckner hat sich hier klar in die freiheitliche Tradition gestellt.
Marlene

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Re: Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 7 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Marlene K. hat geschrieben: Sa 17. Mai 2025, 11:13 Zu welchem CSD sollte der Bundestag die Regenbogenfahne zeigen? Zum Berliner Termin, dem Kölner, dem ersten in Münster und Hambug? Oder gar zu allen?
Ich finde die Entscheidung gut. Mehr geht immer, aber eben auch weniger. Frau Klöckner hat sich hier klar in die freiheitliche Tradition gestellt.
Der 28.6. würde sich anbieten. Die Nacht vom 27. auf den 28.6.1969 war der Beginn der Stonewall-Riots.

Vom 28.6. bis 27.7. ist Pride Month in Berlin. Am 26.7. ist die Demo. Das ganze Wochenende ist Strassenfest, usw. Solidarität der Behörden wäre jetzt auch nicht das schlechteste. Machen andere Städte ja auch.

Anyway: Alles aus der CDU macht deutlich, dass sie gerade mal Schwule, vielleicht auch Lesben dulden, solange sie bloss nicht nicht so sichtbar sind oder gar Anliegen haben. Aber alles weitere, insbesondere geschlechtliche Viefalt? Igitt! Trans? Nee bloss nicht.

Das ganze Statement von Klöckner vermittelt diesen Geschmack von erduldender Distanzierung. "Nur das nötigste, aber bitte nicht zu nah", so wie eins ekligen Verwandten die Hand gibt, um sie danach schnell zu desinfizieren.
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Re: Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 8 im Thema

Beitrag von conny »

@Jaddy,
Deine Interpretation im letzten Satz kann ich ganz und gar nicht nachvollziehen. Wenn man will, kann man alles durch die schwarze Brille sehen, sicher auch das hier:
https://www.queer.de/detail.php?article_id=38391
Oder auch hier Klöckners beschriebene Position:
https://www.queer.de/detail.php?article_id=19594
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Re: Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 9 im Thema

Beitrag von Jaddy »

conny hat geschrieben: Sa 17. Mai 2025, 15:35 @Jaddy,
Deine Interpretation im letzten Satz kann ich ganz und gar nicht nachvollziehen. Wenn man will, kann man alles durch die schwarze Brille sehen, sicher auch das hier:
Tja, gegen Diskriminierung (ihres schwulen Freundes), aber
  • gegen "Ehe für alle"
  • gegen Volladoption (lesbischer Paare) bzw automatische Elternschaft, wenn ein Kind in eine gleichgeschlechtliche Ehe geboren wird
  • gegen Aufnahme der sexuellen Orientierung in Artikel 3(3) GG und wir können wohl daraus schliessen, wie sie erst zum Thema geschlechtliche Identität im GG steht
(https://www.queer.de/detail.php?article_id=19623)

Und bei trans ist eh alles aus; Ausserdem hat sie was gegen Akzeptanzprojekte für queere Menschen, wenn sie pfälzer Wein betreffen (https://www.queer.de/detail.php?article_id=41202), und überhaupt bräuchten die Leute nicht afd zu wählen, denn was sie wollten bekämen sie Klöckners Meinung nach auch bei der CDU (https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 0c0341cef5).

Also so sehr sie auch ihren schwulen Priester-Jugendfreund vor Diskriminierung schützen wollen mag, über diesen Tellerrand persönlicher Beziehung reicht es offenbar nicht hinaus. Zum Beispiel für Gleichstellung bei Ehe und Familie. Für Vielfalt jenseits von Homosexualität. Und bitte nicht zu sichtbar werden und überall rechtliche Gleichstellung fordern.

Ich denke das sind hinreichende Indizien, sie nicht wirklich als Ally in Sachen LGBTQIA+ zu betrachten.
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Re: Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 10 im Thema

Beitrag von Alicia »

Von dieser Frau erwarte ich auch in der Zukunft nicht all zuviel. Sie ist für mich, was sie besonders gut kann: Weinkönigin. Darüber hinaus hat sie sich wenig entwickelt und wird es auch nicht tun. Wenigstens gut, dass sie kein Ministeramt bekommen hat.
Eine Lebensweise zu erfinden ist nichts. Sie zu verinnerlichen, ein Anfang. Sie zu leben ist alles.
(Frei nach Otto Lilienthal)
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Re: Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 11 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Jaddy hat geschrieben: Sa 17. Mai 2025, 11:38 ...
Vom 28.6. bis 27.7. ist Pride Month in Berlin. Am 26.7. ist die Demo. Das ganze Wochenende ist Strassenfest, usw. Solidarität der Behörden wäre jetzt auch nicht das schlechteste. Machen andere Städte ja auch.
...
Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen. Ich sehe Frau Klöckner nicht als eine Helferin der queeren Emanzipation.

Aber genau in Deiner Antwort liegt die Bestätigung meiner Anmerkung. Der Bundestag ist zwar in Berlin. Aber er ist immer noch das Parlament der Bundesrepublik und damit keine Einrichtung der Stadt Berlin.

Ich bleibe bei meiner Aussage, dass sich Frau Klöckner auf die Seite einer von ihr nicht immer und mit vollem Herzen geteilten Freiheit gestellt hat, frei nach dem Motto:
Ich bin nicht Deiner Meinung, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass Du Deine Meinung sagen darfst.
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Re: Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 12 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Marlene K. hat geschrieben: So 18. Mai 2025, 06:34 ... Der Bundestag ist zwar in Berlin. Aber er ist immer noch das Parlament der Bundesrepublik und damit keine Einrichtung der Stadt Berlin.
Genau, der Bundestag ist in Berlin. Was also spricht dagegen, zum Berliner CSD Flagge zu zeigen? Wenn der Bundestag noch in Bonn wäre, dann halt in Bonn, von mir aus auch in Hintertupfingen oder Posemuckel. Es kommt m. E. nicht so sehr darauf an, wo die Fahne gehisst wird, sondern welches Zeichen damit gesendet wird. Dass ein solches Zeichen über die jeweilige Örtlichkeit hinaus strahlt, dürfte klar sein.
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Re: Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 13 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Für Berlin ist aber das Rote Rathaus zuständig und das offizielle Gebäude dort.
Und vermutlich, sogar sicher, wird es eine Beflaggungsordnung :mrgreen: geben die anzeigt wer was wann und wozu beflaggen darf. Bundesweit, Kommunal usw.

LG Heike
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Re: Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 14 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

HeikeCD hat geschrieben: So 18. Mai 2025, 08:59 Für Berlin ist aber das Rote Rathaus zuständig und das offizielle Gebäude dort.
Das heißt dann im Umkehrschluss, dass auch die Bundesministerien nicht flaggen dürfen, weil "nicht zuständig"?
Wenn "Zeichen setzen" für Akzeptanz und Vielfalt immer nur nach den "Zuständigkeiten" geht, dann kommen wir nicht weiter.

Manchmal frage ich mich, was wäre, wenn vor gefühlt 30 Jahren die damalige Bezirksbürgermeisterin von Schöneberg nicht einfach mal gemacht hätte und vor dem Rathaus Schöneberg die Regenbogenflagge gehisst hätte. Heute hängt die Flagge dort ganzjährig als Zeichen für Solidarität, Respekt und Vielfalt.

Gerade, wo CSDs abgesagt werden müssen, weil das Risiko nicht kalkulierbar ist, ist ein Zeichen der Politik, wenn sie Akzeptanz, Vielfalt usw. ernstnimnt, ein wichtiges Zeichen - egal ob in Berlin, Bonn, Hintertupfingen oder Posemuckel.
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Re: Klöckner lässt Regenbogenflagge auf Reichstagsgebäude hissen

Post 15 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Ob zuständig oder nicht, das sind für mich eher formale Kleinigkeiten. Julia Klöckner hatte diverse Optionen. Zum einen hätte sie einfach stillhalten können, nix sagen und einfach wie in den letzten Jahren am 17.5. und zum CSD in Berlin flaggen. Sie hätte es im Ältestenrat besprechen und als gemeinsamen Beschluss der aktuellen Bundestagsverwaltung verkünden können. Sie hätte sogar entscheiden können, die Flagge am 17.5. und wegen der bundesweiten Bedeutung des Bundestags und ihrer großen Solidarität mit der LGBTQIA+ Bevölkerung den ganzen Juni wehen zu lassen. Wäre alles möglich gewesen.

Ihre Entscheidung aber war, auf eigene Initiative eine Presseerklärung raus zu geben: "Am 17. Mai werde ich in diesem Jahr auch auf dem Reichstagsgebäude neben der Bundesflagge und der Europaflagge die Regenbogenfahne wehen lassen. Ich habe zudem entschieden, dass dies der einzige Anlass sein wird und eine entsprechende Beflaggung sich nicht auch auf den Christopher-Street-Day erstreckt, ...". (https://www.bundestag.de/presse/pressem ... 44-1067544)

Eine Entscheidung ohne Not, ohne Anlass, aber mit Einschränkung der bisherigen Praxis der vorigen Regierung. Politisch ein Signal für ihre queer-unfreundliche "konservative" Klientel - inklusive der Leute rechts der CxU. Ein paar billige PR-Punkte, die die steigende Queerfeindlichkeit sicher nicht dämpfen wird. Und da ist der Unfug mit der Bundesflagge noch gar nicht dabei.
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