Elon Musk und ich
Elon Musk und ich - # 2

Lebensplanung, Standorte
Shoshana
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 634
Registriert: Mi 1. Dez 2021, 17:14
Geschlecht: male
Pronomen: er/sie/?
Wohnort (Name): Kreis Kusel
Hat sich bedankt: 148 Mal
Danksagung erhalten: 437 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 16 im Thema

Beitrag von Shoshana »

Was ich mich frage: Wo kommt eigentlich die Obsession der Rechten mit Sexualität her?
Egal wo man auf der Welt hinschaut, umso Rechter eine Regierung umso besessener wird Sexualität reglementiert. Putin geht inzwischen so weit, dass sogar schon Kinderlosigkeit an sich verwerflich ist. Homosexualität, … ist sowieso des Teufels.

Kann mir nicht vorstellen, dass das die alle einfach nur so verklemmt sind. Dafür ist das zu universell und zielgerichtet.
Meine Vermuteung ist, dass es denen einzig und allein um maximale Kontrolle - bis ins Schlafzimmer hinein - geht.
Weiß jemand mehr?
Care about what other people think and you will always be their prisoner. - Lao Tzu
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 27031
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 183 Mal
Danksagung erhalten: 2025 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 17 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Vielleicht kann das Buch dazu etwas Aufklärung geben:

Historikerin über Genderwahn und „Sexbesessenheit“ der AfD: „Macht aus Parlament eine Schießbude“ | FR
Geburtenrate, Homosexualität, „Gendergaga“: Die AfD spricht viel über Sexualität. Das ist kein Zufall, sondern Teil einer Strategie, sagt Historikerin Daniela Rüther.


viewtopic.php?p=398237#p398237
Wally
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 700
Registriert: Fr 7. Sep 2018, 23:37
Geschlecht: Transfrau
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Hurlach
Hat sich bedankt: 17 Mal
Danksagung erhalten: 190 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 18 im Thema

Beitrag von Wally »

Liv hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 12:59 ... Ich kenne Elon Musk zwar auch nicht persönlich, gehe jedoch davon aus, dass er generell kein Mensch ist der lange zuhört. Insofern sehe ich in seinem Bild auch nicht, dass er Dir ein Gesprächsangebot macht. Nein, er wirft Dir eher einen Fehdehandschuh zu. Vielleicht ist diese Tasse auch nur ein ganz großer Stinkfinger gegen Menschen wie Du und ich. ...
Hallo Liv,

Da streiten wir jetzt buchstäblich um des Kaisers Bart. Entgegen dem als Aufhänger benutzten Titel ging es mir im Artikel gar nicht wirklich um Elon Musk, sondern hauptsächlich um die provokante Aufschrift auf dem Kaffeebecher. Dieses lapidare "transsexual women are men" halte ich zwar prinzipiell für richtig, aber je nach Kontext auch für höchst missverständlich und deswegen fallweise gefährlich für uns - gerade deshalb, weil er nicht grundsätzlich falsch und damit für uns auch nicht glaubhaft frontal angreifbar ist.

Wir erleben gerade den Beginn eines genderpolitischen Backlash, den wir uns m. E. aufgrund heftiger Übertreibungen großenteils selber zuzuschreiben haben; deshalb warne ich ja auch hier schon seit Jahren davor, dass wir es mit unseren Forderungen nicht gar zu weit treiben sollten, und plädiere dafür, dass wir es auch mal gut sein lassen und uns der Gesellschaft dankbar für das Erreichte zeigen sollten. Mal aufhören mit dem ewigen Kampf, und die Situation auf dem erreichten, doch schon sehr guten Niveau endlich befrieden und stabilisieren. Über einen Mangel an Toleranz können wir uns doch mittlerweile nicht mehr wirklich beklagen; und Akzeptanz als nächste Stufe erreichen wir nicht durch Diskriminierungsgeschrei und gesetzliche Zwänge, sondern nur dadurch, dass wir der Gesellschaft freundlich begegnen und uns da, wo man uns immerhin schon mal toleriert, nach Möglichkeit von der besten Seite zeigen.

Es wird im Backlash eine Menge Leute geben, die dieses "transsexual women are men" in allen möglichen Situationen auf ein primitiv-brutales "Transen raus!" verkürzen; da teile ich Deine Befürchtungen. Dass Elon Musk persönlich zu diesen Leuten gehört, glaube ich eher nicht; immerhin hat er selber eine Transfrau als Tochter... Ich glaube auch nicht, dass wir dieses Problem mit Feindbildzuschreibungen und pauschaler Nazikeule auf die "Bösen" lösen können (hallo, Vicky (moin) ) : da entsteht gerade eine gänzlich neue Front, auf einer ganz anderen Linie, mitten durch die Gesellschaft! Die Frage, wer da auf welcher Seite steht, wird uns noch viele, böse Überraschungen bereiten, und als Verbündete werden wir da auch Manche akzeptieren müssen, die wir bisher für Feinde hielten.

Ich denke, unsere beste Chance besteht momentan darin, dass wir versöhnlich die Hand ausstrecken und den Leuten redlich und detailliert erklären, um was es uns wirklich geht, was "transgender" für uns und für die Gesellschaft bedeutet, wo wir damit gerade stehen und was wir gerne noch erreichen möchten: ehrlich, unbeschönigt, ohne plakatives Gejammer, unter ausdrücklicher Anerkennung des bereits Erreichten und mit Bereitschaft zu pragmatischen Kompromissen. Nur so können wir den Konflikt eindämmen und vermeiden, selbst wieder als Feindbild ins Visier eines neuerlichen Kriegs zu geraten. Eben das habe ich mit dem Artikel beabsichtigt und versucht.
Zuletzt geändert von Wally am Mi 29. Jan 2025, 00:34, insgesamt 2-mal geändert.
Herzliche Grüße
Wally
Michi
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 5925
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Pronomen: sie
Forum-Galerie: gallery/album/11
Hat sich bedankt: 671 Mal
Danksagung erhalten: 811 Mal
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 19 im Thema

Beitrag von Michi »

HeikeCD hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 17:33 Und das muß man auch bei Musk bedenken. Er hat Asperger.
Dadurch wird auch sein Verhalten und seine verletzenden Aussagen erklärbarer.
Hallo Heike,

ich verstehe deine Gedankengänge. Dennoch würde ich nicht alles an Musk mit Asperger/Autismus erklären wollen. Das (ver)führt schnell zu Verallgemeinerungen der Art, dass wir*) empathielose A***löcher wären. So manche von Musks Äußerungen würde ich vielmehr als wohl kalkulierte Grenzüberschreitungen und Provokationen einordnen. Meine liebste Frieda würde vermutlich sagen, dass man sich solch ein Verhalten antrainiert. Dazu möchte ich noch ergänzen, dass so ein Verhalten nicht auf eine oder bestimmte Personen-/Betroffenen-Gruppen beschränkt ist, sondern grundsätzlich bei allen möglich. Außerdem können gewisse Lebensumstände dazu verführen, dass Menschen glauben, sich mehr herausnehmen zu dürfen und sich über andere stellen.


Liebe Grüße
Michi

*) Ja, ich auch.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Michi
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 5925
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Pronomen: sie
Forum-Galerie: gallery/album/11
Hat sich bedankt: 671 Mal
Danksagung erhalten: 811 Mal
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 20 im Thema

Beitrag von Michi »

Wally hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 21:56 Wir erleben gerade den Beginn eines genderpolitischen Backlash, den wir uns m. E. aufgrund heftiger Übertreibungen großenteils selber zuzuschreiben haben; deshalb warne ich ja auch hier schon seit Jahren davor, dass wir es mit unseren Forderungen nicht gar zu weit treiben sollten, und plädiere dafür, dass wir es auch mal gut sein lassen und uns der Gesellschaft dankbar für das Erreichte zeigen sollten.
Diesen Quatsch höre/lese ich immer wieder .. von Homosexuellen, Transidenten, Crossdressern, Transvestiten, sogar von Fetischisten .. gerichtet gegen die eigene Gruppe und/oder gegen andere der genannten Gruppen.

Es kommt immer von Menschen, die glauben, ihre eigenen kleinen Privilegien dadurch verteidigen und retten zu können, dass sie ihre Stimme erheben, um die Hetze der Menschenfeinde brav nachplappern, die uns .. AUCH DICH .. im Grunde tot oder weggesperrt sehen wollen.

Aber es hat damals Leuten wie Ernst Röhm nicht geholfen, und es wird auch dir nicht helfen. Allenfalls bist du noch "rechtzeitig" aus Altersgründen gestorben, bevor für uns das Leben komplett zu der Hölle geworden ist, die du schon länger mit vorbereitest!

Wally hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 21:56 Dass Elon Musk persönlich zu diesen Leuten gehört, glaube ich eher nicht; immerhin hat er selber eine Transfrau als Tochter...
Oh .. immer dieses "glaube ich nicht"! Es ist öffentlich bekannt, dass Musk selbst sagt, dass das nicht seine Tochter ist. Und es kommt noch schlimmer: Er hat das sogar selbst als Grund angegeben, warum er gegen uns ist! Er behauptet, dass wir ihm seinen Sohn weggenommen hätten, und dass sein Kind für ihn tot ist!

Wally hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 21:56 Ich denke, unsere beste Chance besteht momentan darin, dass wir versöhnlich die Hand ausstrecken und den Leuten redlich und detailliert erklären, um was es uns wirklich geht, was "transgender" für uns und für die Gesellschaft bedeutet, wo wir damit gerade stehen und was wir gerne noch erreichen möchten: ehrlich, unbeschönigt, ohne plakatives Gejammer, unter ausdrücklicher Anerkennung des bereits Erreichten und mit Bereitschaft zu pragmatischen Kompromissen. Nur so können wir den Konflikt eindämmen und vermeiden, selbst wieder als Feindbild ins Visier eines neuerlichen Kriegs zu geraten. Eben das habe mit dem Artikel beabsichtigt und versucht.
Ganz egal wie sehr du auch den Schwanz zwischen die Beine klemmen und demütig um Gnade winseln möchtest:

Nichts von dem, was erreicht wurde, werden wir behalten, wenn die an die Macht kommen, die du so vehement unterstützt!

Sie werden uns gnadenlos alles nehmen .. Stück für Stück .. und du wirst ihnen dabei komplett am Allerwertesten vorbei gehen. Du bist für die nur ein nützlicher Idiot, ein Narr, den sie über die Wupper gehen lassen, wenn er nicht mehr gebraucht wird.


@all Ich bitte um Nachsicht für meine sehr direkten Worte. Ich sehe nicht, dass es etwas bringt, das noch lieblich säuselnd darzubieten. Das wurde über Jahre versucht .. ohne den geringsten Erfolg!
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
HeikeCD
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 979
Registriert: Mi 18. Sep 2024, 18:48
Geschlecht: TZF / CD
Pronomen: mal so, mal so
Wohnort (Name): Schleswig-Holstein
Hat sich bedankt: 1629 Mal
Danksagung erhalten: 1031 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 21 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

MichiWell hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 23:51 ich verstehe deine Gedankengänge. Dennoch würde ich nicht alles an Musk mit Asperger/Autismus erklären wollen.
Moin Michi,

ist auch nur als Baustein in seinem Mosaik zu verstehen. Das er nebenbei noch Amphetamine usw. schluckt, wie Jaddy schrieb, kommt noch erschwerend hinzu.

Liebe Grüße Heike
"Es ist nicht die Zeit in deinem Leben, es ist das Leben in deiner Zeit." Bruce Springsteen
Shoshana
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 634
Registriert: Mi 1. Dez 2021, 17:14
Geschlecht: male
Pronomen: er/sie/?
Wohnort (Name): Kreis Kusel
Hat sich bedankt: 148 Mal
Danksagung erhalten: 437 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 22 im Thema

Beitrag von Shoshana »

Wally hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 21:56 Ich denke, unsere beste Chance besteht momentan darin, dass wir versöhnlich die Hand ausstrecken und den Leuten redlich und detailliert erklären, um was es uns wirklich geht, was "transgender" für uns und für die Gesellschaft bedeutet, wo wir damit gerade stehen und was wir gerne noch erreichen möchten: ehrlich, unbeschönigt, ohne plakatives Gejammer, unter ausdrücklicher Anerkennung des bereits Erreichten und mit Bereitschaft zu pragmatischen Kompromissen.
Das Problem dabei ist die Grundannahme dass die die hier agitieren überhaupt an einem friedlichen Zusammenleben interessiert sind. Die wollen aber nur Stimmung machen und da kommt jeder Sündenbock recht, umso niedriger die dabei angesprochenen Instinkte umso besser.
Aus der gleichen Ecke kommt auch die Hetze gegen Ausländer und die funktioniert erschreckend gut, auch und gerade in Gegenden mit hömeopatischem Ausländeranteil.
Care about what other people think and you will always be their prisoner. - Lao Tzu
Knäckebrötchen
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 608
Registriert: So 6. Okt 2024, 16:48
Geschlecht: Weiblich
Pronomen: Sie/ihr
Wohnort (Name): Marburg
Hat sich bedankt: 227 Mal
Danksagung erhalten: 624 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 23 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Mikaela CD hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 11:36 ich dachte "wir" wären hier eine Community, wie jede andere auch. In jeder Community gibt es unterschiedliche Meinungen zu Dingen oder Vorgängen, aber haben Respekt und Verständnis für jeden, der sich nicht dem mehrheitlichen Verständnis der Gruppe identifizieren kann und trotzdem dem groben Raster entspricht. Wenn "wir" hier falsch ist, dann polarisierst Du und teilst uns in Schubladen auf. Hatte ich jetzt so nicht erwartet.
Da möchte ich widersprechen: wenn Du "wir" schreibst und damit eine Community meinst, dann formulierst Du damit einen Konsens für diese Gruppe nach außen. Und das ist schlicht falsch. Du sprichst an dieser Stelle (und erstmal nur dort) z.B. definitiv nicht für mich, wenn Du "wir" sagst und damit die Gruppe "dieses Forum" hier meinst.

Davon abgesehen - diese Community hier besteht doch zu einem großen Anteil aus Menschen, die sich als genau dieses "dritte" Geschlecht identifizieren. Und Du willst jetzt ernsthaft behaupten, "wir" brauchen das nicht?
Mikaela CD hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 07:58 Ich denke viel eher, dass wir uns in einer Matrix zwischen männlich und weiblich bewegen in der die Merkmale, die unser Denken und Handeln beeinflussen, dort einzuordnen sind und je nach Tendenz und Häufigkeit stärker in die männliche oder weibliche Richtung ausschlagen. Wenn diese Tatsache in den Köpfen unserer Mitmenschen verinnerlicht wäre, würde sich niemand Gedanken machen, ob ich als Mann Röcke trage oder nicht.
Oder verstehe ich Dich einfach nur falsch und du wolltest eigentlich ausdrücken: wir brauchen gar keine Geschlechter - weil wir doch alle im Prinzip trans* sind? Und mit "wir" ist hier die Weltbevölkerung in ihrer Gesamtheit gemeint. Dann, ja dann würde ich Dir vollumfänglich zustimmen.
Sapphic | Trans* | Femme
Knäckebrötchen
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 608
Registriert: So 6. Okt 2024, 16:48
Geschlecht: Weiblich
Pronomen: Sie/ihr
Wohnort (Name): Marburg
Hat sich bedankt: 227 Mal
Danksagung erhalten: 624 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 24 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Mikaela CD hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 11:36
@all Ich bitte um Nachsicht für meine sehr direkten Worte. Ich sehe nicht, dass es etwas bringt, das noch lieblich säuselnd darzubieten. Das wurde über Jahre versucht .. ohne den geringsten Erfolg!
Ganz im Gegenteil. Was Du da schreibst könnte noch viel deutlicher sein. Danke. (ap) (he)
Sapphic | Trans* | Femme
Nicole Fritz
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2998
Registriert: Mo 20. Mär 2017, 17:38
Geschlecht: Enby
Pronomen:
Forum-Galerie: gallery/album/567
Hat sich bedankt: 126 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 25 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Shoshana hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 21:35 Meine Vermuteung ist, dass es denen einzig und allein um maximale Kontrolle - bis ins Schlafzimmer hinein - geht.
Weiß jemand mehr?
Ich weiß eigentlich nichts, aber ich denke, ich habe einiges verstanden.

Prüde, sexuell verklemmt, ... - sieht wohl so aus. Aber was wollen die? Ich würde sagen: ganz viele Kinder, die sie zu geduldigen Dienern ihres "Systems" erziehen können. Und das funktioniert nicht mit schwul, lesbisch, trans, nicht binär, Verhütung und Abtreibung. Also wird einzig männlich oder weiblich und hetero zu einem göttlichen Gebot erhoben. Und wer soll jetzt dieser Gott sein? Ein Vater im Himmel oder vielleicht eher Satan, der gefallene Engel. Und bitte, bitte ein unerwünschtes Kind nicht verhindern oder töten. Man kann es ja schließlich noch eine Weile ausnutzen, bevor es an seinem Unglück langsam zerbricht, krank wird und stirbt.

LG Nicole
ExUserIn-2026-04-08
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3889
Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
Pronomen:
Hat sich bedankt: 140 Mal
Danksagung erhalten: 1028 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 26 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

MichiWell hat geschrieben: Mi 29. Jan 2025, 00:26 @all Ich bitte um Nachsicht für meine sehr direkten Worte. Ich sehe nicht, dass es etwas bringt, das noch lieblich säuselnd darzubieten. Das wurde über Jahre versucht .. ohne den geringsten Erfolg!
Da schließe ich mich Knäckebrötchen voll an.

Was von der Allgemeinheit gefordert wird, sollte selbstverständlich sein. Ein "jetzt ist aber gut" ist völlig fehl am Platze, da wir das Erreichte auch verteidigen müssen, bis es in den Köpfen Allgemeingut ist, dass wir genau so "normal" sind und das gleiche Recht zu leben haben, wie sie. Aber leider gibt es immer wieder Rattenfaänfer, die Fakes behaupten. Nein, ich will keine Kinder fressen, auch nicht im Kindergarten. ich will auch keine Frau auf Toilette oder der Sauna belästigen. Ich bin auch nicht der Untergang des Abendlandes, sondern ein wertvolles Element in der Gesellschaft. Dafür muss ich kämpfen. Mit mir, mit meinen eigenen Befremdungen, die mich belasten, weil ich mich im Genderspektrum nicht eindeutig definieren kann und will. Da brauche ich niemanden, der mir meine Rechte von außen beschränken will. Ich brauche niemanden, der mir Angst macht oder mich schlägt. Das gehört nicht in eine freiheitliche Gesellschaft.

Ich will über meinen Körper selber bestimmen.

Komisch, warum klingt das so sehr nach feministischen Thesen ?
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Jaddy
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3970
Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
Geschlecht: a_binär / a_gender
Pronomen: en/en/ens
Wohnort (Name): nahe Bremen
Hat sich bedankt: 280 Mal
Danksagung erhalten: 1227 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 27 im Thema

Beitrag von Jaddy »

MichiWell hat geschrieben: Mi 29. Jan 2025, 00:26
Wally hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 21:56 Wir erleben gerade den Beginn eines genderpolitischen Backlash, den wir uns m. E. aufgrund heftiger Übertreibungen großenteils selber zuzuschreiben haben; deshalb warne ich ja auch hier schon seit Jahren davor, dass wir es mit unseren Forderungen nicht gar zu weit treiben sollten, und plädiere dafür, dass wir es auch mal gut sein lassen und uns der Gesellschaft dankbar für das Erreichte zeigen sollten.
Diesen Quatsch höre/lese ich immer wieder .. von Homosexuellen, Transidenten, Crossdressern, Transvestiten, sogar von Fetischisten .. gerichtet gegen die eigene Gruppe und/oder gegen andere der genannten Gruppen.
Gibt es in allen Gruppen. Menschen, die sich gerade bequem genug eingerichtet haben und gerade - aktuell - keine Diskriminierung erleben - oder nicht (mehr) wahrnehmen. Die irgendwie den Blick dafür verloren haben, dass sie nur momentan in einer windgeschützten Stelle stehen, während um die nächste Ecke andere dem Unwetter ausgesetzt sind. Menschen, die auch den prinzipiellen Unterschied und die Gemeinsamkeit mit jenen übersehen, die sie "zu viel" nennen. Das originale Stockholm-Syndrom ist zwar ein Mythos (und zwar ein ganz übler in dem Fall), aber diese Art entsolidarisierenden Mitlaufens und sich-nicht-betroffen-fühlen existiert leider überall.


Meine Frage in die Runde: Was genau ist denn "zu viel"?

Das betrifft alle nicht-ganz-Hetero- und nicht-ganz-Cis-Personen. Also alle, die eines der Label aus der Buchstabensuppe für sich claimen - oder von aussen aufgedrückt bekommen. Es geht um simple gleiche Teilhabe. In Ruhe so leben können wie die anderen auch. Gleiche Chancen im Job und bei der Wohnungssuche. Familie sein wie Heteros, auch mit Kindern. Ins Schwimmbad und zum Sport gehen. Unbehelligt in der Öffentlichkeit mit und ohne Partner*in. Sichtbar und berücksichtigt in Sprache, Räumen und Strukturen, Formularen und Abläufen. Nicht beleidigt, geschlagen, ausgegrenzt, übergangen, diskriminiert zu werden, weil wir sind wer bzw was wir sind oder andere uns dafür halten.

Das sind die Forderungen. Was daran ist "zu viel"?

Es geht nicht darum, dass andere wie wir sein sollen. Viel Spass im cis-hetero-binären Leben. Kein einziges Leut muss sich neue Namen oder Pronomen suchen, wenn es das nicht will. Kein Leut muss oder sollte überhaupt Sex oder Partnerschaft haben, die es nicht will. Aber respektiert gefälligst meine, so wie ich eure.

Gruppen und Aktivist*innen ackern seit vielen Jahrzehnten und mehreren Generationen dafür. Nicht nur im queeren Spektrum. Das gleiche gilt ja für Frauenrechte, Behinderte, usw.

Diese Gleichstellung passiert einfach nicht. Trotz rechtlicher Fortschritte, die wirklich mühsam mit viel Kraft, Zeit und Geld erreicht wurden über Gerichte und sehr viel Aktivismus. Immer noch wird vertröstet und wir sollen doch bitte langsam machen und die Leute "mitnehmen" und nicht verstören. Währenddessen hat sich die Welt in allen anderen Belangen um Größenordnungen verändert. Smartphones sind keine 20 Jahre alt, also keine Generation. Social media (Twitter, Facebook) keine 25 Jahre.

Also bitte: Dieses "nicht so schnell" heisst eigentlich "am besten gar nicht" (oder nur, wenn es sich (durch die "normative Kraft des Faktischen") wirklich nicht mehr verhindern lässt).


Und was ist das für eine Argumentation mit dem "zu viel"? Das heisst doch eigentlich "kein Wunder, dass sie uns die Gleichstellung (s.o.) verweigern, wenn ihr so bunte Klamotten tragt". Also wie angepasst und unsichtbar sollen wir denn sein oder unsere Unterschiedlichkeit so verstecken, dass sie nicht mehr als Begründung für "zu viel" herangezogen wird?

Generationen vor uns haben versucht, "stealth" zu leben. Ständig in der Furcht, "enttarnt" zu werden. Nicht nur trans Personen, Crossdressende usw, sondern auch Lesben, Schwule, bi-, pan-, sonstwas-sexuelle. Und mit der "Enttarnung" war dann alles vorbei. Familie, Karriere, Freundys, Umfeld. Was hat letztlich geholfen, also zumindest einen großen Schub gegeben für nicht-heteros? Sichtbarkeit in allen Formen. Öffentlich auftreten und Selbstverständlichkeiten offen einfordern. Sowohl im Privaten, wie auf der Bühne und der Öffentlichkeit, im "bürgerlichen" Outfit, aber auch in all unseren Formen und Farben. Ihr macht Karneval aus Spass, wir machen CSD, weil wir ansonsten wenig Spass haben.


Aber noch mal ganz klar: Es geht queerfeindlichen Kräften nicht um ein "zu viel". Es geht ihnen um "generell".

Sie beseitigen, was sie können und woran sie nicht aktiv und kraftvoll gehindert werden. Auch in Deutschland reichen solche Bestrebungen bis in "die Parteien der bürgerlichen Mitte" hinein. In ihnen wirken Gruppen und Netzwerke mit den gleichen Zielen wie Trump, Meloni, Orban, usw. Ihre Absichten sind konkret.

Sie machen auch tatsächliche Politik, wo sie können. Die Union hat doch absichtlich jede TSG Reform maximal lange blockiert und will maximale Restriktionen und Gatekeeping, um die Zahlen klein zu halten und die Leute unsichtbar zu machen. Am besten gar keine trans Personen, und nichtbinär schon mal gar nicht. Deshalb war ja §45b so restriktiv medizinisch. Sie machen doch keine Sprachverbote wegen Lesbarkeit, der heiligen Grammatik oder Rücksicht auf Menschen mit schwachen Deutschkenntnissen. Sie wollen genau so alles unsichtbar machen, was nicht ihrem Weltbild enstpricht, wie die Book Bans und "don't say gay" Gesetze in den USA, Ungarn, Rumänien, usw.

Die CxU hat der "Ehe für (fast) alle" nur zugestimmt, weil es im Wahlkampf 2017 nach der SPD-Initiative sonst massiv Stimmen gekostet hätte, aber hinter den Kulissen ist das noch lange nicht durch. Sie wollten die Adoption für nicht-het Paare durch jahrelange "Studien" verzögern[sic!], obwohl der wissenschaftliche Konsens bereits völlig klar war: Kinder in queeren Familien geht es genauso gut. Die Probleme und die Ablehung kommen aus dem Umfeld; geschürt doch eben diese nicht einfach "skeptische", sondern erklärte anti-Politik.

AgD und BSW wollen laut Wahlprogramm ebenfalls das SBGG abschaffen. Die AgD will auch die "Homoehe" und Regenbogenfamilien sowieso abschaffen (was Weidel wohl solange nicht betrifft, wie ihre Familie in der Schweiz wohnt). In Österreich hat die FPÖ genau das erklärt und wird sich aktiv daran machen. In Italien werden nicht-hetero Ehen tw annulliert und die Kinder "zu ihrem Schutz" weggenommen (USA ebenso, bei Eltern, die ihr trans Kinder unterstützen).


Queerfeindliche Gruppen machen letztlich keine Unterschiede. "I never thought leopards would eat MY face". Egal ob du sie gewählt hast oder nicht, ob du sie unterstützt hast oder nur versuchst dich unauffällig anzupassen. Dein Sein als nicht-ganz-cis und_oder nicht-ganz-hetero-Person reicht als Ansatzpunkt, um dich jederzeit in den Fokus zu nehmen.
Knäckebrötchen
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 608
Registriert: So 6. Okt 2024, 16:48
Geschlecht: Weiblich
Pronomen: Sie/ihr
Wohnort (Name): Marburg
Hat sich bedankt: 227 Mal
Danksagung erhalten: 624 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 28 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Am Ende geht es ganz plump um Macht. Nichts anderes. Und wer auch immer an der Spitze steht, der hat das beste Leben.

Und wer nach Macht strebt, der zieht andere mich sich. Und dann enden wir da, wo wir aktuell stehen. Und noch lange stehen werden.
Sapphic | Trans* | Femme
ExUserIn-2026-04-08
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3889
Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
Pronomen:
Hat sich bedankt: 140 Mal
Danksagung erhalten: 1028 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 29 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 29. Jan 2025, 15:13 Und dann enden wir da, wo wir aktuell stehen. Und noch lange stehen werden.
Ich denke, das gilt nicht für die Rechten ...
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Knäckebrötchen
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 608
Registriert: So 6. Okt 2024, 16:48
Geschlecht: Weiblich
Pronomen: Sie/ihr
Wohnort (Name): Marburg
Hat sich bedankt: 227 Mal
Danksagung erhalten: 624 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Elon Musk und ich

Post 30 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Ich will ja ehrlich sein. Ich bin bei solchen Themen mindestens zwiegespalten.
Jaddy hat geschrieben:Das betrifft alle nicht-ganz-Hetero- und nicht-ganz-Cis-Personen. Also alle, die eines der Label aus der Buchstabensuppe für sich claimen - oder von aussen aufgedrückt bekommen. Es geht um simple gleiche Teilhabe. In Ruhe so leben können wie die anderen auch. Gleiche Chancen im Job und bei der Wohnungssuche. Familie sein wie Heteros, auch mit Kindern. Ins Schwimmbad und zum Sport gehen. Unbehelligt in der Öffentlichkeit mit und ohne Partner*in. Sichtbar und berücksichtigt in Sprache, Räumen und Strukturen, Formularen und Abläufen. Nicht beleidigt, geschlagen, ausgegrenzt, übergangen, diskriminiert zu werden, weil wir sind wer bzw was wir sind oder andere uns dafür halten.

Das sind die Forderungen. Was daran ist "zu viel"?
Auf der einen Seite kann ich ganz nüchtern sagen: Nichts. Nichts ist daran "zu viel". Nichts anderes will ich für mich und mein Leben, so wie alle anderen Menschen auch. Und so wie ich das für mich wünsche, so soll das auch für Menschen in anderen Ländern gelten, die aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion, Wohnort oder anderer Parameter diskriminiert, verfolgt und sogar getötet werden.

Und dann sehe ich meine Youtube-Startseite an, auf der sich trans* Content creator*innen neben Alphamännern und den sich ihnen unterordnenden Tradwives tummeln und Trump/Musk gerade in 90% aller Titel auftauchen. Die Alphamännchen schaue ich gar nicht, aber die reagieren auf die trans* Personen und dann ploppen die plötzlich auch bei mir auf. Und dann steht da "100 Gründe, warum wir Frauen doch Männer brauchen" - und eine Frau erklärt mir, dass ich auf gar keinen Fall Staudämme planen oder einen Bagger führen kann. Und Rettungsdienst kann ich auch nicht. Genauso wenig wie auf Bärenjagd gehen, Haie angeln und Gurkengläser öffnen. Geht alles nicht. Bin ich nicht stark genug oder intelligent genug oder risikobereit genug oder suizidal genug...

Und dann sind wir in dieser völlig verschrobenen Welt der ultrarechts-fundamentalchristlichen Menschen, die es so geschickt schaffen, sich ein Schafsfell überzuziehen und den einfachen Menschen vor zu gaukeln, sie würden sich für ihre Belange einsetzen. Die es schaffen, auf der einen Seite offen rechtsradikale Kräfte zu begeistern und gleichzeitig (!) deren Opfern zu vermitteln: ja, neeeeeeiiiiiin ihr seid damit nicht gemeint. Wir meinen diese andere Minderheit - vor der ihr übrigens auch Angst haben solltet. Also helft uns! Wir gegen die!

Es will mir nicht in den Kopf, wie es Juden in der AfD geben kann. POC, Queere Menschen... Außer halt das nicht seltene "Wenn ich da mitmache, dann kann ich die bestimmt umstimmen, wenn es um meine Gruppe geht. Wir verstehen uns doch prima" - Pick me-Ding.

Wie trans* Personen wie Buck Angel oder Blair White pro Trump sein können, ich krieg das nicht in meinen Kopf.

---------------------

Und dann sehe ich diese Reels und Tikoks und Videos von Menschen die sich als trans* erklären, mit Mädchen-Outfit (als ob sie 10 wären), völlig dement geschminkt, Kleine-Mädchen-Zöpfchen aber unrasiert und einfach total unangemessen und die raunen dann in die Kamera "yes, we are coming for your children" - es tut mir leid, aber wenn das das Bild von trans* Personen ist, das sich in der öffentlichen Meinung fest setzt, dann kann ich ein "zu viel" auch verstehen. Weil das ist zu viel. Und einfach nicht in Ordnung. Und diese Videos gehen natürlich viral! Weil die Rechten das als "Beweise" anführen und verbreiten, alle Trolle sich einen Spaß draus machen mehr Chaos zu verbreiten und sich die Allies natürlich dazu äußern müssen, um zu erklären das das nicht in Ordnung ist und keine echte Repräsentation der trans* Community. Aber all das spült diese :poop: immer wieder nach oben, so wie eben :poop: oben schwimmt. Und immer wieder auftaucht.

Ich will auch nicht in Frankfurt am Bahnhof die Tür von Hundemenschen aufgemacht bekommen, die dann als Rudel um ihre Herrin herumtoben auf dem Weg zum CSD. So wenig ich Kink-Shaming betreiben will, ich will die Fetische anderer Menschen aber auch nicht ohne meine Zustimmung ins Hirn gepresst bekommen. Menschen, die ihre sexuelle Orientierung oder die ihrer Freunde bunt und laut feiern - jederzeit. Der CSD war immer cool.

--------------------

So, und da haben wir jetzt mein Dilemma: wo ziehe ich meine Grenze? Drag Queens und Kings auf dem CSD? Geil. Hundemasken? Wem's gefällt. Drag ohne CSD im Supermarkt? Immernoch geil. Hundemaske? Danke, nein. Willkürlich? Vielleicht.

Letztendlich kenne ich ja einige, die das "zu viel" durchaus formulieren. Die genauso einfach nur ihr Leben leben wollen. Das heißt dann in der Regel
Jaddy hat geschrieben:Also bitte: Dieses "nicht so schnell" heisst eigentlich "am besten gar nicht" (oder nur, wenn es sich (durch die "normative Kraft des Faktischen") wirklich nicht mehr verhindern lässt).
Und damit bin ich auch nicht einverstanden. Es kann nicht sein, dass sich gesellschaftliche Veränderungen nur mit glazialer Langsamkeit durchsetzen dürfen (wobei die sehr beharrlich und unerbittlich vorrücken, auch nicht so schlecht). Es landet halt nur alles in einem Topf: LGBTQ* - alle unter einem Regenschirm. Und dann stehen Hundemasken-Fetisch, Drag Queens, 08/15-Homosexuelle, trans* Menschen, diese "trans*"-Menschen, die sich vollkommen rücksichtslos in der Frauentoilette filmen oder mit Pädokriminalität kokettieren neben einander. Ohne Abgrenzung, unkommentiert - im Gegenteil verteidigt, inkludiert.

Wie soll sich ein Mensch (vollkommen gleichgültig ob rechts links LGBTQ*...), der auch nur sein Leben leben möchte, denn jetzt positionieren? Alles akzeptieren, auch die ganz klare Grenzverletzung gegenüber Männern, Frauen und Kindern oder ist das dann doch nicht ok? Wie kann ich meine Grenzen kommunizieren, ohne von Teilen der LGBTQ*-Gemeinschaft sofort als transphob oder schlimmeres bezeichnet zu werden, nur weil ich nicht alles akzeptieren kann oder will?

Ich habe darauf keine Antwort. Bin ich ganz ehrlich.
Sapphic | Trans* | Femme
Antworten

Zurück zu „Körper - Gefühle - Empfindungen“