HeikeCD hat geschrieben: Sa 11. Jan 2025, 16:45
Jaddy hat geschrieben: Sa 11. Jan 2025, 16:13
Jedes Windrad bedeutet weniger Geld in die Taschen von Scheichs, Autokraten und anderen, die uns mit unserer Abhängigkeit erpressen können.
Dafür stopfen sich die Windradlobbyisten die Taschen voll. Klar kann man sich daran selbst beteiligen, Stichwort "Bürgerwindpark", aber wenn du mal erlebt hast mit was für einer rabiaten Art die Hauptinvestoren über Bedenken der Bürger hinwegbügeln und in was für Schutzzonen dennoch sowas gebaut wird...
Alles in Maßen, wenn ich bitten darf.
Außerdem empfehle ich einen Umzug, 300 m von einem Windrad oder -park entfernt. Und als Hobby nebenbei dann das Entfernen der Greif-, Singvögel unter solchen Windrädern.
Oder das Ausfiltern der eigenen Gartenerde vom abschwebenden Mikroplastik.
Es ist schon strange wenn einem urbane Leute aus dem Loft Sachen erzählen möchten mit denen sie dann am allerwenigsten zu tun haben.
LG Heike
Ah, liebe ja diese Stichwortfetzen

Kannst du bitte mal "Windkraftlobby" genauer spezifizieren und wie und wo sich genau wer "die Taschen vollstopft"? Also konkret, auf den Punkt und im Vergleich zu anderen Industrien, Energie oder auch nicht? Wie sieht es aus mit Infrastrukturprojekten, Strassen, Stromtrassen, Umspannwerken und dergleichen? Welche Lobby ist da die treibende Kraft und was stört dich genau an denen, die WKAs bauen? Wenn ich die
Liste der deutschen Windkraftanlagen so durchgehe, sehe ich jedenfalls keine dominanten Namen dort, sondern Betriebsgemeinschaften, etc.
Desgleichen zu den Vögeln bitte, denn dass Windräder nachweislich kaum Schäden verursachen, im Vergleich zu Gebäuden, Auto/Bahn-Verkehr und Katzen, sollte sich langsam rumgesprochen haben.
Trotzdem schätzt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz die Zahl der in Deutschland durch Windenergieanlagen getöteten Vögel auf 10.000 bis 100.000: „Das entspräche bei rund 29.000 Windenergieanlagen bundesweit einer Quote von ein bis vier Vögeln pro Windenergieanlage und Jahr. Andere menschengemachte Faktoren sind für Vögel wesentlich fataler: 100 bis 115 Millionen getötete Vögel jedes Jahr in Deutschland nur durch Glasflächen an Gebäuden, etwa 70 Millionen im Straßen- und Bahnverkehr, 20 bis 100 Millionen Vögel werden Opfer von Hauskatzen.“
(
[1],
[2]).
Vielleicht auch, dass es einen krassen Bias in der Berichterstattung gibt, die Windräder in den Vordergrund stellt, statt - vergleichbar, weil auch Energie - Öl- und Gasanlagen(
[Q]). Zu fossilen Kraftwerken und ihren Auswirkungen auf Vögel und andere Wildtiere habe ich jetzt nicht mal recherchiert. Wäre mal interessant; sogar mal ganz abgesehen von der verursachten Klimakrise, die quasi alle Lebensräume bedroht.
Und Mikroplastik, wow! Wollen wir mal schauen? Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags zitiert 2020 das Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES)
Als grobe Abschätzung geben die Wissenschaftler des IWES zu bedenken, dass ein Erosionsschaden grob vereinfacht den äußeren Teil eines Rotorblattes beträfe. Nehme man weiterhin zur Vereinfachung an, dass das Rotorblatt linear und nicht spitz zulaufe, komme man auf eine maximal betroffene Oberfläche von ca. 10 m2. Würde man nach vier Jahren die komplette Beschichtung im betroffenen Bereich erodiert vorfinden, ergebe sich ein maximaler Materialabtrag von 1.395 t/a für alle rund 31.000 Windkraftanlagen in Deutschland. Das sei als sehr grobe obere Abschätzung anzusehen, das heißt durch die vereinfachten Annahmen liegt der tatsächliche Wert mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich darunter. Im Vergleich dazu werden vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) jährliche Abriebwerte von Reifen mit 102.090 t/a und von Schuhsohlen mit 9.047 t/a angegeben.
(
[pdf]). Es wäre also sinnvoller, kein Auto in die Nähe des Gartens zu lassen und bei der Gartenarbeit möglichst nur Holzschuhe zu benutzen...
Zusammengefasst scheint mir, dass hier ein paar Bröckchen komplett aus Zusammenhängen und Relationen gerissen werden, in der Hoffnung, dass dem Zielpublikum nicht auffällt, dass Windenergieanlagen real nicht nur kleinere Übel sind (die einige größere Übel ersetzen), sondern im Vergleich mit anderen Zahlen geradezu unauffällig.
Wie gesagt geht es in vielen Fällen nicht um Fakten oder Sachpolitik, sondern um Gefühle, die dann mit Pseudofakten verkleidet ausgedrückt werden.
Don't confuse me with facts, I have my opinion (and pick my completely unrelated factoids).
Ich lebe übrigens weder in der Großstadt noch in einem Loft, sondern in einem kleinen Häuschen auf dem Land, in direkter Umgebung vieler Windräder hier und bin damit super zufrieden

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