Hamburger Abendblatt vom 04.01.2025
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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Regina
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Hamburger Abendblatt vom 04.01.2025

Post 1 im Thema

Beitrag von Regina »

Transfrau Nadia Brönimann will wieder ein Mann sein. Das Leben als Frau war für sie ein Albtraum.
Das Weibliche war ein ganz enges Korsett

Leider kann ich den Beitrag wg. Copyright nicht verlinken. Aber evtl. lässt er sich auch anderweitig finden.

Liebe Grüße,
Regina
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. (Erasmus von Rotterdam)
Anne-Mette
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Re: Hamburger Abendblatt vom 04.01.2025

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Regina hat geschrieben: Mo 6. Jan 2025, 11:15 Transfrau Nadia Brönimann will wieder ein Mann sein.
Das Thema ist auch schon bekannt und taucht immer wieder auf.
Nicole Fritz
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Re: Hamburger Abendblatt vom 04.01.2025

Post 3 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo,

ich denke, da zeigt sich nur die Spitze eines großen Eisbergs. Zurück in die männliche Rolle? - Das wäre für mich ein Alptraum. Ich habe mich als 'nicht binär' von allen Klischees der Gesellschaft abgewendet. Wenn da aber jetzt jemand in den Klischees noch vollständig drin steckt, und es dann "im richtigen Körper" auch nicht erträgt ... .

Ich habe in einer Selbsthilfegruppe in Koblenz einige kennen gelernt, die eine Transition nur so weit mit machten, dass sie in der neuen Rolle weitgehend akzeptiert wurden. Die GAOP schoben sie dann immer "aus gesundheitlichen Gründen" vor sich her. Wenn sich aber jemand dazu verführen lässt, das alles mit zu machen, obwohl es letztlich nicht vollständig passt ... . Aus dieser Selbsthilfegruppe verschwanden solche Personen wohl immer, weil sie niemand verstand oder verstehen wollte.

Liebe Grüße
Nicole
Jaddy
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Re: Hamburger Abendblatt vom 04.01.2025

Post 4 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Das hatten wir doch sogar hier schon.
Hier August 2024: viewtopic.php?t=29565
Und hier wurde B. 2022 von Quatsch-Journallie gegen das Selbstbestimmungsgesetz gebracht: viewtopic.php?p=343577#p343577
Hat sogar einen Wiki-Eintrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Nadia_Br%C3%B6nimann

Vom August 24 ist auch dieser Artikel von Watson (Schweiz):
Sie fühle sich gefangen in einem weiblichen Rollenmuster, müsse sich ständig überlegen, ob sie genügend Weiblichkeit ausstrahle, was erschöpfend sei. Es sei ein Trugschluss, dass trans Menschen binäre Geschlechterrollen hinter sich lassen würden – die binäre Ordnung in Bezug auf visuelle Merkmale wie lange Haare, die als weiblich gelten, sei bei vielen als starkes Klischee verankert.
Äh ja. Das ist heute eigentlich Basiswissen, überall, wo qualifiziert beraten wird. Selbst die Kids, die ich so wahrnehme, wissen das und erzählen es sich untereinander. Deshalb wird ja so heftig dafür gestritten, dass Selbstdefinition ausreicht und keine anderen Menschen das Recht haben zu bestimmen, ob irgendwer "trans genug" oder "Frau/Mann/Enby genug" zu sein. Auch dass Transition eine persönlich Sache ist, wer was wann und wie viel verändern will und dass Unterbrechungen, De- und Re-Transitionen völlig okay sind. Die Erzählung vom entweder-oder und jetzt-und-für-immer ist falsch und wir müssen sie nicht akzeptieren.

Das war vor 30 Jahren völlig anders. So hab ich es auch (damals vom Rande aus) erlebt. Es gab nur dies oder "das andere". Auch in Selbsthilfegruppen und durch Therapeutys wurde sehr binärer Druck aufgebaut, sich gefälligst zu entscheiden, eindeutig zu sein, mit allen Mitteln die Stereotype zu übererfüllen. Solche Statements hatten wir ja sogar letztes Jahr noch hier im Forum. Die Denke ist noch nicht weg. Deshalb hatte ich bis 2017 auch jede Transition ausgeschlossen.

Es tut mir leid, dass B. sich nicht von diesen Ansprüchen befreien konnte/kann. Wie auch immer die zustande kamen, von innen und von aussen.

Es ist aber auch ein bisschen mies, sich jetzt vor einen anti-trans Propaganda-Wagen spannen zu lassen. B. scheint leider etwas extrem in den eigenen Entscheidungen zu sein und im Wunsch nach Selbstdarstellung und externer Validierung. Es wäre ja auch möglich zu sagen "hey, das war die damalige Wahrheit, heute habe ich mehr Möglichkeiten, ein Hoch auf die Freiheit zur Selbstbestimmung, nieder mit dem Cistem" ;)
Anne-Mette
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Re: Hamburger Abendblatt vom 04.01.2025

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

SWR Nachtcafé

Ich denke, es ist inzwischen eine "Mission"

Unsere Wünsche sind so unterschiedlich, wie die Menschen verschieden sind. Doch eines haben sie gemeinsam: Sie lösen eine tiefe Sehnsucht in uns aus.

Gäste:

Robert Tepass (1:12:49), war trotz Wunschkarriere nicht glücklich als Banker

Veronica Steinert (0:25:07), erfüllte ihrem Mann mit dem Wünschewagen den letzten Wunsch

Nadia Brönimann (0:48:14), ihre herbeigesehnte Geschlechtsanpassung brachte keine Zufriedenheit

Denise Marko (0:02:58), ließ sich trotz Gendefekts nicht beirren und setzte ihren Lebenswunsch um

Dr. Jens Förster, Sozialpsychologe

Michi
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Re: Hamburger Abendblatt vom 04.01.2025

Post 6 im Thema

Beitrag von Michi »

Anne-Mette hat geschrieben: Di 7. Jan 2025, 07:00 Nadia Brönimann
Hab mich mal etwas über die Person, ihren Werdegang und den krassen Wandel ihrer Ansichten informiert ...

Mein Fazit:
Sie hat in ihrer Kindheit und Jugend alles mit sich alleine ausgemacht hat. Sie hat sich voreilig und falsch dafür "entschieden", eine Superfrau werden zu wollen, wegen der damals vorherrschenden radikalen Ansicht, dass trans* Frauen mehr als "normale" Frauen weiblich performen müssen, um die amtliche Erlaubnis zu bekommen, auch als Frauen angesehenen werden zu dürfen. Und heute kämpft sie dagegen, wo es sich endlich geändert hat und mit dem Thema offener .. ja überhaupt erst offen .. umgegangen wird. Wie kann man nur ein Problem damit haben, dass junge transidente Menschen es heute leichter haben, dass sie .. natürlich gut begleitet .. sich frühzeitig und offen damit auseinandersetzen können und womöglich bereits vor der Volljährigkeit Schritte gehen dürfen, die ihnen viel Leid ersparen?!

Das stinkt nach Neid und Missgunst! Sie hat offenbar Fehler gemacht, und nun sollen alle anderen dafür büßen?! Bei einer so "konservativen" Einstellung wundert es mich, dass sie nicht gleich für ein komplettes Verbot von Maßnahmen ist, oder zumindest die Altersgrenze für die Genehmigung von angleichenden Eingriffen deutlich höher (auf 25 oder 30) ansetzt. Wäre ja rechts-konservativ voll akzeptiert. Im Gegenzug würde das rechts-konservative Klientel bestimmt gerne jungen Mädchen Brustimplantate zur Kommunion erlauben.

Sorry für meine harten Worte. Bei solchen Persönchen, die andere für ihre Fehler leiden lassen wollen, kommt mir leider regelmäßig das Kotzen!
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Inga
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Re: Hamburger Abendblatt vom 04.01.2025

Post 7 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo,

was mir gerade so kommt: Giubt eigentlich wirklich "Fehler im Leben"? sind das nicht vielmehr "Entscheidungen", die mir nicht so lieb geblieben sind, an denen viel, und manchmal sehr viel gelernt wurde?

Irgendwie will ich auf meine Fehlentscheidungen nicht verziuchten, sie sind da und ich muss sie annehmen, muss mit ihnen umgehen, muss mit ihnen ein gutes Stück leben, mindestens bis ich sie korrigieren kann, wie ich korrigieren wünsche und sie sich überhaupt korrigieren lasssen.
Jedenfalls sind sie erst mal da.

Liebe Grüße
Inga
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