Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn - # 61
-
Christel_Inter
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 181
- Registriert: Do 22. Apr 2021, 20:02
- Geschlecht: Divers
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): b. Boizenburg/E
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 2 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Übrigens fällt mir auf, das von mir exemplarisch ausgewählte Foto, kann nicht per direktem KLICK angezeigt werden. Es ist nur "im neuen TAB" aufrufbar - - seltsam!
Mein Kleidungsstil verfolgt nicht das Ziel "FRAU", sondern mein Sein als Ich-Bin-Ich - ein Inter*-Mensch! ÜBRIGENS: Mein Name ist amtlich "Christel"
http://www.christel-pruessner.de/_Seite_Androgyn_01.htm
http://www.christel-pruessner.de/_Seite_Androgyn_01.htm
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27031
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 183 Mal
- Danksagung erhalten: 2022 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
NDR Nordtour
Selbstständiger Lokführer aus Oldenburg im Porträt
https://www.ardmediathek.de/video/nordt ... jc2NGFkZDQ
Selbstständiger Lokführer aus Oldenburg im Porträt
https://www.ardmediathek.de/video/nordt ... jc2NGFkZDQ
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27031
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 183 Mal
- Danksagung erhalten: 2022 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Letzte Blicke auf die letzte reguläre Dampflok in Flensburg
-
Marlene
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 529
- Registriert: Di 12. Apr 2011, 12:50
- Geschlecht: dazwischen
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 283 Mal
- Danksagung erhalten: 92 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Hallo Zusammen,
am vergangenen Sonnabend hatten wir einen besonderen Gast wieder bei uns. Den Doppelstockschienenbus Baureihe 670. Der Triebwagen war eine Idee des damaligen Chef der DBAG, Heinz Dürr, und er kam leider über die kleine Anzahl von sieben Fahrzeugen nicht hinaus. Die Streckenstillegungsmanie der Folgejahre ließen auch dieses Projekt im Keim ersticken...
Hier ein Link zum MDR-Film: https://www.mdr.de/video/mdr-videos/b/video-870854.html
Ich hatte den Verein 1995 gegründet, damals noch als Freizeitgruppe des Bahnsozialwerk und somit juristisch nicht selbständig. Vor genau 15 Jahren haben wir nun den Förderverein "Zellwaldbahn e.V." mit Sitz in Großvoigtsberg (Stadt Großschirma bei Freiberg) gegründet und das Empfangsgebäude in den letzten Jahren gründlich saniert. Einen großen Brocken für den kleinen Verein stellt die Wiederbefahrbarmachung des derzeit betrieblich gesperrten Streckenabschnitt von Nossen bis Einfahrsignal Großvoigtsberg durch den namensgebenden Zellwald dar.
Ich habe dort meine "Lebensaufgabe" seit fast 30 Jahren schon und alle Höhen und Tiefen mitgemacht...
LG Marlene
am vergangenen Sonnabend hatten wir einen besonderen Gast wieder bei uns. Den Doppelstockschienenbus Baureihe 670. Der Triebwagen war eine Idee des damaligen Chef der DBAG, Heinz Dürr, und er kam leider über die kleine Anzahl von sieben Fahrzeugen nicht hinaus. Die Streckenstillegungsmanie der Folgejahre ließen auch dieses Projekt im Keim ersticken...
Hier ein Link zum MDR-Film: https://www.mdr.de/video/mdr-videos/b/video-870854.html
Ich hatte den Verein 1995 gegründet, damals noch als Freizeitgruppe des Bahnsozialwerk und somit juristisch nicht selbständig. Vor genau 15 Jahren haben wir nun den Förderverein "Zellwaldbahn e.V." mit Sitz in Großvoigtsberg (Stadt Großschirma bei Freiberg) gegründet und das Empfangsgebäude in den letzten Jahren gründlich saniert. Einen großen Brocken für den kleinen Verein stellt die Wiederbefahrbarmachung des derzeit betrieblich gesperrten Streckenabschnitt von Nossen bis Einfahrsignal Großvoigtsberg durch den namensgebenden Zellwald dar.
Ich habe dort meine "Lebensaufgabe" seit fast 30 Jahren schon und alle Höhen und Tiefen mitgemacht...
LG Marlene
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27031
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 183 Mal
- Danksagung erhalten: 2022 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Für den windreichen Norden vielleicht etwas hoch 
-
Marlene
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 529
- Registriert: Di 12. Apr 2011, 12:50
- Geschlecht: dazwischen
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 283 Mal
- Danksagung erhalten: 92 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Der hat 33 Tonnen Eigengewicht. Aber Du hast schon Recht, als es noch Schmalspurbahnen mit aufgeschemelten Normalspurwagen gab, sind die schon mal ob ihres hohen Schwerpunkt umgeweht worden.
-
Christel_Inter
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 181
- Registriert: Do 22. Apr 2021, 20:02
- Geschlecht: Divers
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): b. Boizenburg/E
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 2 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Ich hatte tatsächlich noch das Vergnügen, bei einem Besuch von Tangermünde dieses Servietten-Konstrukt zu genießen... und da stellte ich mir vor schon die Auffahrt zur Rendsburger Hochbrücke, oder über den Sylt-Damm, da bekäme der Begriff "Flügelzug" ganz neue Bedeutungen!
Mein Kleidungsstil verfolgt nicht das Ziel "FRAU", sondern mein Sein als Ich-Bin-Ich - ein Inter*-Mensch! ÜBRIGENS: Mein Name ist amtlich "Christel"
http://www.christel-pruessner.de/_Seite_Androgyn_01.htm
http://www.christel-pruessner.de/_Seite_Androgyn_01.htm
-
Marlene
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 529
- Registriert: Di 12. Apr 2011, 12:50
- Geschlecht: dazwischen
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 283 Mal
- Danksagung erhalten: 92 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Wenn das "Servietten-Konstrukt" auch noch Strecken vorgefunden hätte, die auch weiterhin im Nahverkehr bedient worden wären, hätte man sicher einige Details weiterentwickelt und es wäre nicht bei einer "Nullserie" geblieben. So hatte der Triebwagen auch ursprünglich kein WC drin was sich z.B. beim EInsatz auf dem "Saufbähnchen" Bullay - Traben-Trarbach oft als sehr nachteilig erwies... Aber auf der Strecke Weimar-Bad Berka kamen die Fahrzeuge auch einmal planmäßig zum Einsatz. Dort bin ich selbst auch mitgefahren. Der Sylvio Köstner gehörende Wagen hat jetzt ein WC drin, welches er selbst nachgerüstet hat und es ist als "Behelfsabort" an der Tür gekennzeichnet. Somit stehen auch "Langläufen" ohne Haltmöglichkeit keine Bedenken mehr gegenüber.
-
Christel_Inter
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 181
- Registriert: Do 22. Apr 2021, 20:02
- Geschlecht: Divers
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): b. Boizenburg/E
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 2 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Lass es mich so sagen, Marlene,
Auch dieses Beispiel des 670er passt mE in die Reihe dessen, was man Unfähigkeit im Umgang mit der Bahn als öffentlichen Verkehrsanbieter beschreiben darf.
Ob an den politischen Schalthebeln oder in der DB/DBAG-Zentrale. Dort wird nur in Gigantismus gedacht, geplant, und manchmal auch umgesetzt, aber an einer wirklichen Lösung des inzwischen reichlich alten Verkehrsproblem ist keiner wirklich interessiert. Ob der 670er weiterentwickelt oder als Auslöser für eine wirklich gebrauchsbereite Baureihe in einem geschlossenen ÖP[N/F]V ist mir dabei am Ende sogar unwichtig. Allein das fehlen einer wirklich sich ergänzend aufbauenen BaureihenKette zeigt mir, man will das einfach nicht, es könnte sich ja zeigen, wie sehr die Menschen auf den schienengebundenen Verkehr schon lange warten.
Die Niedergang begann (in der alten BRD) schon gleich nach 1949. "Aus der Not" heraus fuhr man zunächst die zusammengeschraubten DR-Reste auf dem nach und nach wieder vollständigen Streckennetz. Schau mal nach, wann die ersten wirklichen Neuentwicklungen für den Personenverkehr aufs Gleis kamen. Und das waren Schnellzüge (die dazu auch noch am Bedarf vorbei gebaut wurden. Die Menschen fuhren noch viel mit dem Zug auch im Nahverkehr. Aber dann fehlten in den Ballungsräumen mehr und die erforderlichen Loks, was machte man: von den Nebenstrecken wurden die schwachbesetzten Züge abgemeldet und die Loks umbeheimatet, so wurden schon früh erste Nebenstrecken entwertet, auf Bis umgeschaltet und damit der PKW als Notwendigkeit in die Köpfe der Pendler gepflanzt... soll ich weiter beschreiben? Statt den Verkehr attraktiv zu gestalten, war STILLLEGUNG billiger. Selbst einstmals eingleisige VollbahnStrecken verloren so den Zulauf an Fahrgästen usw. - - Nimm den Rhein und kappe erst die Fernen Bäche, die zB in die Nahe münden irgendwann ist die Nahe ein Rinnsal und bald der Rhein ein Nichts. - Dass man mit einer BR 670 auch Kunden leichter auf den Weg bringen kann, das wissen vielleicht die Verkehrswissenschaftler, aber das interessiert keinen im DBAG-Tower, warum auch? denn sein Nutzen lässt sich nicht als BONI abbilden.
Ich bin gespannt, wann dieser gruslige Knoten durchschlagen werden darf.
Auch dieses Beispiel des 670er passt mE in die Reihe dessen, was man Unfähigkeit im Umgang mit der Bahn als öffentlichen Verkehrsanbieter beschreiben darf.
Ob an den politischen Schalthebeln oder in der DB/DBAG-Zentrale. Dort wird nur in Gigantismus gedacht, geplant, und manchmal auch umgesetzt, aber an einer wirklichen Lösung des inzwischen reichlich alten Verkehrsproblem ist keiner wirklich interessiert. Ob der 670er weiterentwickelt oder als Auslöser für eine wirklich gebrauchsbereite Baureihe in einem geschlossenen ÖP[N/F]V ist mir dabei am Ende sogar unwichtig. Allein das fehlen einer wirklich sich ergänzend aufbauenen BaureihenKette zeigt mir, man will das einfach nicht, es könnte sich ja zeigen, wie sehr die Menschen auf den schienengebundenen Verkehr schon lange warten.
Die Niedergang begann (in der alten BRD) schon gleich nach 1949. "Aus der Not" heraus fuhr man zunächst die zusammengeschraubten DR-Reste auf dem nach und nach wieder vollständigen Streckennetz. Schau mal nach, wann die ersten wirklichen Neuentwicklungen für den Personenverkehr aufs Gleis kamen. Und das waren Schnellzüge (die dazu auch noch am Bedarf vorbei gebaut wurden. Die Menschen fuhren noch viel mit dem Zug auch im Nahverkehr. Aber dann fehlten in den Ballungsräumen mehr und die erforderlichen Loks, was machte man: von den Nebenstrecken wurden die schwachbesetzten Züge abgemeldet und die Loks umbeheimatet, so wurden schon früh erste Nebenstrecken entwertet, auf Bis umgeschaltet und damit der PKW als Notwendigkeit in die Köpfe der Pendler gepflanzt... soll ich weiter beschreiben? Statt den Verkehr attraktiv zu gestalten, war STILLLEGUNG billiger. Selbst einstmals eingleisige VollbahnStrecken verloren so den Zulauf an Fahrgästen usw. - - Nimm den Rhein und kappe erst die Fernen Bäche, die zB in die Nahe münden irgendwann ist die Nahe ein Rinnsal und bald der Rhein ein Nichts. - Dass man mit einer BR 670 auch Kunden leichter auf den Weg bringen kann, das wissen vielleicht die Verkehrswissenschaftler, aber das interessiert keinen im DBAG-Tower, warum auch? denn sein Nutzen lässt sich nicht als BONI abbilden.
Ich bin gespannt, wann dieser gruslige Knoten durchschlagen werden darf.
Mein Kleidungsstil verfolgt nicht das Ziel "FRAU", sondern mein Sein als Ich-Bin-Ich - ein Inter*-Mensch! ÜBRIGENS: Mein Name ist amtlich "Christel"
http://www.christel-pruessner.de/_Seite_Androgyn_01.htm
http://www.christel-pruessner.de/_Seite_Androgyn_01.htm
-
Marlene
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 529
- Registriert: Di 12. Apr 2011, 12:50
- Geschlecht: dazwischen
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 283 Mal
- Danksagung erhalten: 92 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Christel, ich kenne die Eisenbahn seit über 40 Jahren aus eigener Anschauung und ich weiß bestens Bescheid was hier (nicht) funktioniert... Ja, es wird wohl nichts mehr werden mit der Eisenbahn in D... Bei der ehemaligen Bundesbahn fing das, wie Du richtig schreibst, bereits kurz nach dem 2. WK an. Bei der DR dauerte das Ganze einige Jahre länger, aber das massive Streckensterben war auch hier ab Mitte der sechziger Jahre an der Tagesordnung. Angefangen mit den Schmalspurbahnen und kurzen Nebenbahnen, bis zu ganzen Streckennetzen in der Altmark oder im Oderbruch die heute faktisch ohne Eisenbahn sind...
Sicher ist es nicht immer möglich eine Eisenbahn um jeden Preis zu erhalten, aber es wurde in Ost wie in West massiv der Straßenverkehr als vermeintlich "billiger" angepriesen was man bis heute massiv vertritt. Nenne mir bitte mal den "Verkehrsminister" der in den letzten 40-50 Jahren das System Eisenbahn bevorzugt hätte. Wirst keinen finden... Beim Straßenverkehr subventioniert es die breite Masse, bei der Bahn sucht man stets einen Grund warum es gerade mal wieder nicht klappt mit der Finanzierung oder dem Ausbau. Nein, das wird hier nichts mehr und schon gar nicht in der Fläche mit Eisenbahn.
Wenn es nicht doch noch einige Leute gibt (wie unseren Verein z.B.) die noch immer versuchen eine Strecke irgendwie zu unter- und erhalten, dann ist in absehbarer Zeit endgültig Schluss mit dem System Eisenbahn auf dem flachen Land.
Über das Missmanagement und die Sauereien im Bahnvorstand brauchen wir uns nicht auszulassen. Das Thema ist hinlänglich bekannt und es zeigt seine Auswirkungen im tagtäglichen (nicht)-funktionieren elementarster Dinge die früher selbstverständlich waren und ein Markenzeichen des Systems Eisenbahn waren. Kann mich absolut nicht erinnern, dass es mal nicht möglich war eine Strecke zu befahren, weil der Fdl erkrankt ist!! Das kommt jetzt immer häufiger vor und es beweist die absolute Unfähigkeit eine Eisenbahn überhaupt noch betreiben zu wollen! So weit ist es gekommen und es interessiert offenbar die Politik nicht die Bohne... Alles nur Gesülze was da zu vernehmen ist.
Ich für meine Person habe gottseidank mit dem Laden DB(AG) abgeschlossen und bin in (EU)Rente. Ich hatte sehr schöne Jahre trotz alledem als ich bei der Reichsbahn gearbeitet habe und es war ein tolller Zusammenhalt unter den Bahnern. Wir hatten viel Spaß, aber auch Verantwortung. Das ist heute ALLES Geschichte... Jeder gegen Jeden und keiner macht mehr einen Handgriff zu viel. Warum auch. Wird ja eh nicht honoriert.
"Mein" Museum wird mir keiner nehmen und "meine" Hausstrecke Nossen-Freiberg werden wir hoffentlich auch irgendwann wieder komplett befahrbar haben. Der letzte Pächter RIS hat ALLES massiv verkommen lassen und wollte die 24 km so schnell wie möglich loswerden, nachdem die DB Netz schon 2002 den Stecker endgültig ziehen wollte... Der jetzige Pächter NRE hat den Scherbenhaufen voriges Jahr übernommen und hat auch eine andere Motivation zum System Eisenbahn.
Sicher ist es nicht immer möglich eine Eisenbahn um jeden Preis zu erhalten, aber es wurde in Ost wie in West massiv der Straßenverkehr als vermeintlich "billiger" angepriesen was man bis heute massiv vertritt. Nenne mir bitte mal den "Verkehrsminister" der in den letzten 40-50 Jahren das System Eisenbahn bevorzugt hätte. Wirst keinen finden... Beim Straßenverkehr subventioniert es die breite Masse, bei der Bahn sucht man stets einen Grund warum es gerade mal wieder nicht klappt mit der Finanzierung oder dem Ausbau. Nein, das wird hier nichts mehr und schon gar nicht in der Fläche mit Eisenbahn.
Wenn es nicht doch noch einige Leute gibt (wie unseren Verein z.B.) die noch immer versuchen eine Strecke irgendwie zu unter- und erhalten, dann ist in absehbarer Zeit endgültig Schluss mit dem System Eisenbahn auf dem flachen Land.
Über das Missmanagement und die Sauereien im Bahnvorstand brauchen wir uns nicht auszulassen. Das Thema ist hinlänglich bekannt und es zeigt seine Auswirkungen im tagtäglichen (nicht)-funktionieren elementarster Dinge die früher selbstverständlich waren und ein Markenzeichen des Systems Eisenbahn waren. Kann mich absolut nicht erinnern, dass es mal nicht möglich war eine Strecke zu befahren, weil der Fdl erkrankt ist!! Das kommt jetzt immer häufiger vor und es beweist die absolute Unfähigkeit eine Eisenbahn überhaupt noch betreiben zu wollen! So weit ist es gekommen und es interessiert offenbar die Politik nicht die Bohne... Alles nur Gesülze was da zu vernehmen ist.
Ich für meine Person habe gottseidank mit dem Laden DB(AG) abgeschlossen und bin in (EU)Rente. Ich hatte sehr schöne Jahre trotz alledem als ich bei der Reichsbahn gearbeitet habe und es war ein tolller Zusammenhalt unter den Bahnern. Wir hatten viel Spaß, aber auch Verantwortung. Das ist heute ALLES Geschichte... Jeder gegen Jeden und keiner macht mehr einen Handgriff zu viel. Warum auch. Wird ja eh nicht honoriert.
"Mein" Museum wird mir keiner nehmen und "meine" Hausstrecke Nossen-Freiberg werden wir hoffentlich auch irgendwann wieder komplett befahrbar haben. Der letzte Pächter RIS hat ALLES massiv verkommen lassen und wollte die 24 km so schnell wie möglich loswerden, nachdem die DB Netz schon 2002 den Stecker endgültig ziehen wollte... Der jetzige Pächter NRE hat den Scherbenhaufen voriges Jahr übernommen und hat auch eine andere Motivation zum System Eisenbahn.
-
Christel_Inter
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 181
- Registriert: Do 22. Apr 2021, 20:02
- Geschlecht: Divers
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): b. Boizenburg/E
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 2 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Marlene, ich hatte schon eine ausführliche Antwort fixiert, noch nicht ganz beendet und musste sie dann als Entwurf speichern... nun ist der Text aber (vermutlich durch eine Nachlässigkeit meinerseits) doch im Nirwana der Daten versunken... - - noch einmal alles schaffe ich jetzt nicht, wegen der häuslichen Belastung (Pflege PG5 und Betreuung der bettlägerigen Partnerin) an einem Stück neu zu verfassen... - -
Essens: Das Desaster der Deutschen Bahnen (DB, DBAG, DR) ist von Dir sozial garantiert richtig umschrieben und das nicht nur für die DR. sondern wenn ich den Leuten der alten DB zuhöre, dann geht es ihnen ganz genau so... - - nach meinen Wahrnehmungen (beginnend in den 1970er Jahren in der alten BRD und ohne Unterlass bis heute) gab es für den Schienenverkehr seit 1949 in Wirklichkeit kein sich entwicklendes Konzept, sondern maximal eine Mangelverwaltung mit kosmetischen Korrekturen beim werbewirksamen Schnellverkehr - mit Dümmlichkeiten der feinsten Machart. - Wenn ein Minister mal wieder die Kelle heben darf, viele Kameras vor Ort sind, dann ließen/lassen sich diese Anzugträger tolle Texte in die Hand drücken und wer genau hinhört, erkennt auch: sie wissen noch nicht einmal, wovon die sprechen.
Ich werde mal versuchen, meine kleine Faktensammlung außerhalb dieses Editor zusammen zu tragen, mit der das zerstörerische Spiel mit der Schiene seit 1949 vielleicht ein wenig erkennbar wird.
Christel grüßt
Essens: Das Desaster der Deutschen Bahnen (DB, DBAG, DR) ist von Dir sozial garantiert richtig umschrieben und das nicht nur für die DR. sondern wenn ich den Leuten der alten DB zuhöre, dann geht es ihnen ganz genau so... - - nach meinen Wahrnehmungen (beginnend in den 1970er Jahren in der alten BRD und ohne Unterlass bis heute) gab es für den Schienenverkehr seit 1949 in Wirklichkeit kein sich entwicklendes Konzept, sondern maximal eine Mangelverwaltung mit kosmetischen Korrekturen beim werbewirksamen Schnellverkehr - mit Dümmlichkeiten der feinsten Machart. - Wenn ein Minister mal wieder die Kelle heben darf, viele Kameras vor Ort sind, dann ließen/lassen sich diese Anzugträger tolle Texte in die Hand drücken und wer genau hinhört, erkennt auch: sie wissen noch nicht einmal, wovon die sprechen.
Ich werde mal versuchen, meine kleine Faktensammlung außerhalb dieses Editor zusammen zu tragen, mit der das zerstörerische Spiel mit der Schiene seit 1949 vielleicht ein wenig erkennbar wird.
Christel grüßt
Mein Kleidungsstil verfolgt nicht das Ziel "FRAU", sondern mein Sein als Ich-Bin-Ich - ein Inter*-Mensch! ÜBRIGENS: Mein Name ist amtlich "Christel"
http://www.christel-pruessner.de/_Seite_Androgyn_01.htm
http://www.christel-pruessner.de/_Seite_Androgyn_01.htm
-
Marlene
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 529
- Registriert: Di 12. Apr 2011, 12:50
- Geschlecht: dazwischen
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 283 Mal
- Danksagung erhalten: 92 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Hallo Christel, da hast Du ein schweres Los jemanden mit PG 5 zu versorgen... Das fordert einen vollkommen. Hut ab!
Deinem Post gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen und es ist frappierend zu sehen, wie parallel doch die beiden sooo unterschiedlichen Gesellschaftssysteme das System Bahn doch planmäßig heruntergewirtschaftet haben. Bei uns war es bis zur ersten Ölkrise auch so, dass mit jedem Fahrplanwechsel Strecken aus dem Kursbuch verschwanden, vorallem eben "unwirtschaftliche" Nebenbahnen, und die einst umfangreichen Schmalspurnetze mit 600, 750 und 1000 mm Spurweite sollten bis Mitte der siebziger Jahre Geschichte sein. Das hat man auch konsequent durchgezogen bis man merkte, dass man mit Schmalspurbahnen und darauf planmäßig verkehrenden Dampflokomotiven auch Geld einnehmen kann und "die Besucher aus dem NSW" dadurch gerne auch Devisen da lassen... Immerhin haben die damals als erhaltenswert eingestuften Schmalspurstrecken bis heute ausnahmslos weiteren Bestand, wenngleich sie teilweise mit erheblichen Subventionen durch die Länder am Leben erhalten werden müssen. Güterverkehr hat leider nicht eine einzige Strecke noch zu verzeichnen, da mit dem Zusammenbruch der DDR auch sämtliche Betriebe mit Gleisanschluss den Dienst quittierten oder den Lkw bevorzugen...
Absolut lobenswert muss man in diesem Zusammenhang feststellen, dass auch einige Schmalspurstrecken wieder aufgebaut wurden als Museumsbahnen; die Preßnitztalbahn mit ihren Strecken im Erzgebirge (Steinbach-Jöhstadt) und dem "Rasenden Roland" auf Rügen sind solche Beispiele. Aber von der Politik her gesehen wäre da absolut nichts gekommen, wie so üblich.
Ja, weißes Bändchen zerschneiden, da sind sie immer gern gesehen und sich feiern lassen für Sinnlosprojekte. Aber das hat in den letzten Jahren auch schon stark abgenommen. Wüßte nicht was die mal pünktlich und vor allem im veranschlagten finanziellen Rahmen verbleibend auf die Reihe gebracht hätten...
Wenn ich an das Fiasko "Stuttgart 21" denke wird mir ganz anders...
Als man merkte, dass es mit der Verdieselung der Strecken durch den massiv gestiegenen Ölpreis nicht so gut weiter gehen konnte wie geplant, um die letzten Dampfloks abzulösen, entsann man sich der Braunkohle als Energiequelle für Strom und es begann in den achtziger Jahren ein umfangreiches Elektrifizierungsprogramm mit neuen Elloks die man selbst herstellte (LEW Hennigsdorf- ehemals AEG). Die importierten Russendieselloks und das "U-Boot" aus Rumänien waren ja wüste Spritfresser und die wollte man so schnell wie möglich ersetzen. Klappte aber nur bedingt. Aber Diesel für Lkw einsparen klappte da schon besser und so überlebte manche tot geweihte Nebenbahn zumindest im Güterverkehr bis,...ja bis 1991. Dann kam das massivste Streckensterben was bis in die letzten Jahre anhielt.
Dass die Schiene doch leistungsfähiger als die Straße war, hatte man zumindest bei uns Verkehrsministern zu verdanken, die Eisenbahn auch mal gelernt hatten und durch die Partei auf Linie gebracht wurden. Ansonsten hätte über kurz oder lang auch in der DDR der Lkw schon eher das Rennen gemacht. Zumindest "Deutrans" hatte ja schon lange "Westautos" der Marke Volvo und MAN im Fuhrpark. Und nicht zu vergessen war ja, dass man im Falle eines Falles auf die Eisenbahn als wichtigstes Verkehrsmittel angewiesen war um Truppen zu transportieren. Es gab Strecken, die wurden ausschließlich für diesen Fall betriebsfähig vorgehalten oder sogar neu gebaut...
Auf Teufel komm raus Strecken im Personenverkehr stillzulegen und durch den Bus zu ersetzen hat man trotzdem gnadenlos durchgezogen...
So, nun habe ich doch etwas mehr ausgeholt... Naja.
LG Marlene
Deinem Post gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen und es ist frappierend zu sehen, wie parallel doch die beiden sooo unterschiedlichen Gesellschaftssysteme das System Bahn doch planmäßig heruntergewirtschaftet haben. Bei uns war es bis zur ersten Ölkrise auch so, dass mit jedem Fahrplanwechsel Strecken aus dem Kursbuch verschwanden, vorallem eben "unwirtschaftliche" Nebenbahnen, und die einst umfangreichen Schmalspurnetze mit 600, 750 und 1000 mm Spurweite sollten bis Mitte der siebziger Jahre Geschichte sein. Das hat man auch konsequent durchgezogen bis man merkte, dass man mit Schmalspurbahnen und darauf planmäßig verkehrenden Dampflokomotiven auch Geld einnehmen kann und "die Besucher aus dem NSW" dadurch gerne auch Devisen da lassen... Immerhin haben die damals als erhaltenswert eingestuften Schmalspurstrecken bis heute ausnahmslos weiteren Bestand, wenngleich sie teilweise mit erheblichen Subventionen durch die Länder am Leben erhalten werden müssen. Güterverkehr hat leider nicht eine einzige Strecke noch zu verzeichnen, da mit dem Zusammenbruch der DDR auch sämtliche Betriebe mit Gleisanschluss den Dienst quittierten oder den Lkw bevorzugen...
Absolut lobenswert muss man in diesem Zusammenhang feststellen, dass auch einige Schmalspurstrecken wieder aufgebaut wurden als Museumsbahnen; die Preßnitztalbahn mit ihren Strecken im Erzgebirge (Steinbach-Jöhstadt) und dem "Rasenden Roland" auf Rügen sind solche Beispiele. Aber von der Politik her gesehen wäre da absolut nichts gekommen, wie so üblich.
Ja, weißes Bändchen zerschneiden, da sind sie immer gern gesehen und sich feiern lassen für Sinnlosprojekte. Aber das hat in den letzten Jahren auch schon stark abgenommen. Wüßte nicht was die mal pünktlich und vor allem im veranschlagten finanziellen Rahmen verbleibend auf die Reihe gebracht hätten...
Wenn ich an das Fiasko "Stuttgart 21" denke wird mir ganz anders...
Als man merkte, dass es mit der Verdieselung der Strecken durch den massiv gestiegenen Ölpreis nicht so gut weiter gehen konnte wie geplant, um die letzten Dampfloks abzulösen, entsann man sich der Braunkohle als Energiequelle für Strom und es begann in den achtziger Jahren ein umfangreiches Elektrifizierungsprogramm mit neuen Elloks die man selbst herstellte (LEW Hennigsdorf- ehemals AEG). Die importierten Russendieselloks und das "U-Boot" aus Rumänien waren ja wüste Spritfresser und die wollte man so schnell wie möglich ersetzen. Klappte aber nur bedingt. Aber Diesel für Lkw einsparen klappte da schon besser und so überlebte manche tot geweihte Nebenbahn zumindest im Güterverkehr bis,...ja bis 1991. Dann kam das massivste Streckensterben was bis in die letzten Jahre anhielt.
Dass die Schiene doch leistungsfähiger als die Straße war, hatte man zumindest bei uns Verkehrsministern zu verdanken, die Eisenbahn auch mal gelernt hatten und durch die Partei auf Linie gebracht wurden. Ansonsten hätte über kurz oder lang auch in der DDR der Lkw schon eher das Rennen gemacht. Zumindest "Deutrans" hatte ja schon lange "Westautos" der Marke Volvo und MAN im Fuhrpark. Und nicht zu vergessen war ja, dass man im Falle eines Falles auf die Eisenbahn als wichtigstes Verkehrsmittel angewiesen war um Truppen zu transportieren. Es gab Strecken, die wurden ausschließlich für diesen Fall betriebsfähig vorgehalten oder sogar neu gebaut...
Auf Teufel komm raus Strecken im Personenverkehr stillzulegen und durch den Bus zu ersetzen hat man trotzdem gnadenlos durchgezogen...
So, nun habe ich doch etwas mehr ausgeholt... Naja.
LG Marlene
Zuletzt geändert von Marlene am Fr 1. Nov 2024, 22:15, insgesamt 1-mal geändert.
-
Juliane
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1515
- Registriert: Di 5. Okt 2021, 11:53
- Geschlecht: Teilzeitfrau
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Hamburg
- Hat sich bedankt: 823 Mal
- Danksagung erhalten: 946 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Christel_Inter hat geschrieben: Fr 1. Nov 2024, 16:53 ich hatte schon eine ausführliche Antwort fixiert, noch nicht ganz beendet und musste sie dann als Entwurf speichern... nun ist der Text aber (vermutlich durch eine Nachlässigkeit meinerseits) doch im Nirwana der Daten versunken... - -
Christel grüßt
Moin Christel,
diese Erfahrung durfte ich auch bereits machen
als Word Datei und kopiere sie dann, wenn ich im Forum bin, einfach hinein.
Ist einfach und vor allem sicherer und vermeidet Frust.
LG Grüße, Juliane
Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer
-
Heike-Simone
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 431
- Registriert: Mo 21. Nov 2022, 13:59
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Kreis Bad Kreuznach
- Hat sich bedankt: 52 Mal
- Danksagung erhalten: 221 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Guten Abend,Märklin/Trix bringen für die Insider die schwere Ellok E 95 Epoche II heraus,Art.-Nr.38950.Zwar sind 699 Euro ein stolzer Preis,aber mit je einem Motor in den beiden Lokhälften und ganz aus Metall ist dieses Modell schon der Hammer.Ich werde es mir überlegen.
Frau sein ist schön!
-
Marlene
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 529
- Registriert: Di 12. Apr 2011, 12:50
- Geschlecht: dazwischen
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 283 Mal
- Danksagung erhalten: 92 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Ich habe die E 95 schon lange von Brawa in H0. Ist ein wunderschönes Fahrzeug und vielleicht fährt die letzte erhaltene E 95 auch bald wieder aus eigener Kraft. Momentan steht sie in Lutherstadt Wittenberg. Es fehlt noch der 6. Fahrmotor und dafür sammelt man Spenden. Der Kupferpreis....