Braucht es wirklich so viele Trans*-Bezeichnungen ?
Braucht es wirklich so viele Trans*-Bezeichnungen ? - # 8

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Knäckebrötchen
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Re: Braucht es wirklich so viele Trans*-Bezeichnungen ?

Post 106 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Hey, sorry. Kerstin, danke für deine Unterstützung, aber das Thema ist es nicht wert, sich auf der persönlichen Ebene zu streiten.

Es gibt unterschiedliche Meinungen und Schmerzgrenzen. Anscheinend habe ich welche überschritten, ohne es zu wollen. Aber ich würde das gerne trotzdem ohne weitere ad hominems beenden :)
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Braucht es wirklich so viele Trans*-Bezeichnungen ?

Post 107 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Sa 19. Okt 2024, 12:06 Der Begriff Transgender ist eine Variante aus dem anglikanischen Sprachraum. Hier soll das soziale Geschlecht (gender) stärker betont werden, auch und vor allem, weil es eben Menschen gibt, die gerne weiblich gelesen werden möchten, aber eben keine körperlichen Annäherungen wünschen/brauchen (also Hormontherapie, OPs). Dieser begriff hat sich hier gut etabliert, ist aber durch die mediale Hysterie ebenfalls verbrannt.
Ich habe mich jetzt etwas intensiver mit Deinen Thesen beschäftigt und möchte nur den oben stehenden herausgreifen, da ich meine, hier bereits einige, ich sag' mal, eigenwillige Interpretationen sehe.

Du bezieht Dich weiter oben auf Wikipedia, was ich im Kontext mit dem Thema richtig finde. Dort steht unter Transgeschlechtlichkeit (weitergeleitet von Transgender):
Transgeschlechtlichkeit ist ein Überbegriff für viele Personen, die sich dem queeren bzw. LGBT-Spektrum zuordnen. Sie ist unabhängig von sexueller Orientierung.[3] Zum Überbegriff gehören binäre Transmenschen,[4][5] beispielsweise Transfrauen und Transmänner, genauso wie nichtbinäre Transpersonen[6] und allgemein eine Vielzahl an Personen, die ihre Geschlechtsidentität auf diverse Weise definieren.[7][8] Menschen, die nicht trans sind, werden entsprechend als cisgeschlechtlich oder einfach cis bezeichnet.
Transgender ist ein Oberbegriff und beinhaltet "Nichtbinäre". Ich würde ihn auch nicht als "verbrannt" bezeichnen, Ich halte das für Deine spezielle Wahrnehmung. Aus meiner Perspektive ist es in der öffentlichen Diskussion völlig unerheblich, wie ich mich selber sehe und wie ich mich einordne und ob ich den Wunsch oder Zwang verspüre, mich von anderen anzugrenzen. Gerade weil, wie Du auch schreibst, wir uns nicht auseinander dividieren lassen sollten, sondern gemeinsame Interessen haben. Es geht um die Anerkennung von uns als Menschen mit individuellen Eigenschaften. Wie man sich genau einordnet, ist vor allem bei persönlichen Gesprächen von Bedeutung, weniger in der öffentlichen Diskussion, die ich anfangs als Thema genannt habe.

Für mich liegt der Sinn einer öffentlichen Trans-Diskussion höher als die um Trans-Menschen. Es geht letztlich um die Anerkennung des Menschen mit seinen Fähigkeiten und Eigenschaften an sich. Solange wir uns in striktem Schubladendenken üben, können wir auch nicht über diese Ränder hinaus schauen. Es sind wir, die derzeit an diesen Schubladen rütteln. Eine echte Anerkennung von Transmenschen führt auch dazu, andere Menschen ganz anderer Gruppierungen ernst zu nehmen. Das ist ein Prozess in der Gesellschaft und die Widerstände zeigen, dass Menschen eben nicht gleichwertig gesehen werden. Insofern halte ich eine Diversifizierung zum gegenwärtigen Zeitpunkt für kontraproduktiv. Wir brauchen unsere Kräfte gemeinsam.
Viele Grüße
Vicky

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Knäckebrötchen
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Re: Braucht es wirklich so viele Trans*-Bezeichnungen ?

Post 108 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 21. Okt 2024, 13:56
Knäckebrötchen hat geschrieben: Sa 19. Okt 2024, 12:06 Der Begriff Transgender ist eine Variante aus dem anglikanischen Sprachraum. Hier soll das soziale Geschlecht (gender) stärker betont werden, auch und vor allem, weil es eben Menschen gibt, die gerne weiblich gelesen werden möchten, aber eben keine körperlichen Annäherungen wünschen/brauchen (also Hormontherapie, OPs). Dieser begriff hat sich hier gut etabliert, ist aber durch die mediale Hysterie ebenfalls verbrannt.
Ich habe mich jetzt etwas intensiver mit Deinen Thesen beschäftigt und möchte nur den oben stehenden herausgreifen, da ich meine, hier bereits einige, ich sag' mal, eigenwillige Interpretationen sehe.

Du bezieht Dich weiter oben auf Wikipedia, was ich im Kontext mit dem Thema richtig finde. Dort steht unter Transgeschlechtlichkeit (weitergeleitet von Transgender):
Transgeschlechtlichkeit ist ein Überbegriff für viele Personen, die sich dem queeren bzw. LGBT-Spektrum zuordnen. Sie ist unabhängig von sexueller Orientierung.[3] Zum Überbegriff gehören binäre Transmenschen,[4][5] beispielsweise Transfrauen und Transmänner, genauso wie nichtbinäre Transpersonen[6] und allgemein eine Vielzahl an Personen, die ihre Geschlechtsidentität auf diverse Weise definieren.[7][8] Menschen, die nicht trans sind, werden entsprechend als cisgeschlechtlich oder einfach cis bezeichnet.
Transgender ist ein Oberbegriff und beinhaltet "Nichtbinäre". Ich würde ihn auch nicht als "verbrannt" bezeichnen, Ich halte das für Deine spezielle Wahrnehmung. Aus meiner Perspektive ist es in der öffentlichen Diskussion völlig unerheblich, wie ich mich selber sehe und wie ich mich einordne und ob ich den Wunsch oder Zwang verspüre, mich von anderen anzugrenzen. Gerade weil, wie Du auch schreibst, wir uns nicht auseinander dividieren lassen sollten, sondern gemeinsame Interessen haben. Es geht um die Anerkennung von uns als Menschen mit individuellen Eigenschaften. Wie man sich genau einordnet, ist vor allem bei persönlichen Gesprächen von Bedeutung, weniger in der öffentlichen Diskussion, die ich anfangs als Thema genannt habe.

Für mich liegt der Sinn einer öffentlichen Trans-Diskussion höher als die um Trans-Menschen. Es geht letztlich um die Anerkennung des Menschen mit seinen Fähigkeiten und Eigenschaften an sich. Solange wir uns in striktem Schubladendenken üben, können wir auch nicht über diese Ränder hinaus schauen. Es sind wir, die derzeit an diesen Schubladen rütteln. Eine echte Anerkennung von Transmenschen führt auch dazu, andere Menschen ganz anderer Gruppierungen ernst zu nehmen. Das ist ein Prozess in der Gesellschaft und die Widerstände zeigen, dass Menschen eben nicht gleichwertig gesehen werden. Insofern halte ich eine Diversifizierung zum gegenwärtigen Zeitpunkt für kontraproduktiv. Wir brauchen unsere Kräfte gemeinsam.
Okay.
Das Wort Transgender (lat. trans "šjenseits von"˜; "šdarüber hinaus"˜ und englisch gender "šsoziales Geschlecht"˜) bezeichnet Menschen, die sich mit einem "anderen" Geschlecht, als das ihnen bei Geburt zugewiesen wurde, identifizieren.
Aus https://lgbt.fandom.com/de/wiki/Trans.

Und Du darfst gerne aus Wikipedia korrekt zitieren
Begriffe, Kapitel transgender, Transgeschlechtlich(keit) hat geschrieben:Transgender sollte Menschen beschreiben, die die soziale Geschlechterrolle vollständig wechseln, allerdings anders als Transsexuelle (nach damaligem Verständnis) keine medizinischen Operationen anstreben.
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Anne-Mette
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Re: Braucht es wirklich so viele Trans*-Bezeichnungen ?

Post 109 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Ich dachte, du bist raus aus dem Thema?!

Und nun kommt so ein langes Zitat (steht alles übrigens genau über deinem Beitrag), ein "Okay" und eine etwas spitzfindige Bemerkung.
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Braucht es wirklich so viele Trans*-Bezeichnungen ?

Post 110 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Mo 21. Okt 2024, 15:27 Und Du darfst gerne aus Wikipedia korrekt zitieren

Begriffe, Kapitel transgender, Transgeschlechtlich(keit) hat geschrieben:
Transgender sollte Menschen beschreiben, die die soziale Geschlechterrolle vollständig wechseln, allerdings anders als Transsexuelle (nach damaligem Verständnis) keine medizinischen Operationen anstreben.
Vielleicht solltest Du korrekt zitieren....

Bitte nichts verdrehen: Die Verwendung des Begriffs, wie Du ihn "zitierst" ist der vor ca. 30 Jahren. Heute gilt das (nach Wikipedia) was in meinem Zitat oben steht.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Braucht es wirklich so viele Trans*-Bezeichnungen ?

Post 111 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Das ist das, was ich weiter oben meinte: es geht nur noch um solche "Missverständnisse"...
MelanieD
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Re: Braucht es wirklich so viele Trans*-Bezeichnungen ?

Post 112 im Thema

Beitrag von MelanieD »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Mo 21. Okt 2024, 15:27
[...]
Aus https://lgbt.fandom.com/de/wiki/Trans.

Und Du darfst gerne aus Wikipedia korrekt zitieren
Begriffe, Kapitel transgender, Transgeschlechtlich(keit) hat geschrieben:Transgender sollte Menschen beschreiben, die die soziale Geschlechterrolle vollständig wechseln, allerdings anders als Transsexuelle (nach damaligem Verständnis) keine medizinischen Operationen anstreben.
Dieses Zitat oben ist auch nur ein Ausschnitt aus einem langen Artikel und aus dem ersten Absatzes zu "Transgender", der sich sich auf die 1970er Jahre bezieht, der Kontext ist schon wichtig!
(Der Vollständigkeit halber: https://de.wikipedia.org/wiki/Transgesc ... lich(keit) )
Den Stand von vor 50 Jahren zu cherry-picken und als "korrekt" zitieren halte ich für ziemlich unkorrekt.

Und egal, ob jetzt fandom wiki oder wikipedia: Prinzipiell kann da ja jeder munter mitdefinieren. Bei wikipedia kann man schön sehen, dass die Seite etwa alle 2 Wochen überarbeitet wird. Was ja auch zeigt, dass da viel im Fluss ist und sich jetzt nicht mathematisch von einer Handvoll Axiome ableiten lässt.

Ich fand die Diskussion hier ziemlich interessant (Danke an alle), und um den Bogen zurück zum Thema zu schließen: Ja, anscheinend brauchen wir viele Bezeichnungen. Ob jetzt jeder Mensch im cis- Mainstream so viele Begriffe braucht - vermutlich nicht. Aber mir helfen sie schon zu reflektieren und ja, auch um mit Interessierten aus dem Mainstream ins Gespräch zu kommen.

LG
Melanie
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Re: Braucht es wirklich so viele Trans*-Bezeichnungen ?

Post 113 im Thema

Beitrag von Susi T »

So wie Dr. Google kein Arzt ersetzt, gilt das auch für andere Dinge. Ich dachte das ich mit der kurzen Erklärung über Transsexualität klar gemacht hätte, ohne ein Buch schreiben zu müssen. Schade, aber ich empfehle für einzelne Dinge dann auch extra Threads und nicht alles wild durcheinander zu mischen.
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
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Re: Braucht es wirklich so viele Trans*-Bezeichnungen ?

Post 114 im Thema

Beitrag von Malvine »

Etwas OT:
Knäckebrötchen hat geschrieben: Mo 21. Okt 2024, 15:27...Okay...
Zitate können auch gekürzt wiedergegeben werden, vor allem wenn du dich auf einen Beitrag über dir beziehst. Bei ganz kurzen Beiträgen vielleicht nicht so wichtig, bei der von dir gewählten Beitragslänge wird es sonst schnell unübersichtlich. Gleiches gilt vor allem dann, wenn Bilder im Zitat sind.
Es dient einfach der besseren Übersichtlichkeit - vor allem, wenn man mit dem Smartphone durch die Beiträge scrollt.

LG
Malvine
Nicht das schwarze Schaf ist anders, die Weißen sind alle gleich
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