Konventionen (bzgl. Outfit/Look) über Bord schmeißen - wird das auch mal anstrengend ??
Konventionen (bzgl. Outfit/Look) über Bord schmeißen - wird das auch mal anstrengend ?? - # 2

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Susi T
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Re: Konventionen (bzgl. Outfit/Look) über Bord schmeißen - wird das auch mal anstrengend ??

Post 16 im Thema

Beitrag von Susi T »

Lavendellöwin hat geschrieben: Di 15. Okt 2024, 12:06
Früher waren wir super gerne im Schwimmbad Club in Heidelberg, vorzugweise Mittwoch als dort damals
Metal und Gothic angesagt war. Tatsächlich habe ich von der Kleidung her da sowieso nicht hingepasst.
Damals habe ich überwiegend helle Latzhosen und florale Oberteile getragen, die Haare grün oder blau.
Happy Breaks Style von aussen, aber ich mag ja auch härtere und dunkle Musik.

Für mich war das nicht anstrengend, aber ich glaube teilweise für das Gothic Publikum im Keller..
und so sehe ich es heute auch noch, was ich trage strengt nicht mich an..wenn dann eher andere,
aber ich habe gelernt nicht mehr ganz so dolle zu übertreiben...aber an Dresscodes werde ich mich sicher nie halten.
Danke für die Erinnerung, ja den Club kenn ich auch noch, keine Ahnung was ich da an hatte. Meine Stammkneipe war ähnlich angehaucht, ist es immernoch und es stimmt, ich hab immer angezogen wozu ich Lust hatte. Das hat selten dazu gepasst, war aber auch in "Besseren Läden" nicht anders.
Wobei es auch Mal Situationen gab, wo ich mich angepasst habe. Das alles hat sich scheinbar auch Heute nicht völlig gelegt^^
Nur eine kleine Entwicklung von bunt nach progressiv glaub ich :mrgreen:
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Re: Konventionen (bzgl. Outfit/Look) über Bord schmeißen - wird das auch mal anstrengend ??

Post 17 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Ladies, holt mich mal bitte ab: welche "Konventionen" wollt ihr brechen?

Geht es um ein Hawaii-Hemd auf der Beerdigung oder Springerstiefel im Ballett?
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Susi T
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Re: Konventionen (bzgl. Outfit/Look) über Bord schmeißen - wird das auch mal anstrengend ??

Post 18 im Thema

Beitrag von Susi T »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 16. Okt 2024, 23:14 Ladies, holt mich mal bitte ab: welche "Konventionen" wollt ihr brechen?

Geht es um ein Hawaii-Hemd auf der Beerdigung oder Springerstiefel im Ballett?
Hihi, hast ja Recht das wir da scheinbar etwas vom ursprünglichen Thema abgewichen sind, bei dem es um Mann/Frau ging.
Aber ist es wirklich ein so großes Abweichen?
So wie ich früher oft keine typischen Herrenkleidung getragen habe, öfter mich auch in der Damenabteilung bedient habe, so lass ich mich auch heute nicht immer einzwängen und entscheide selbstbewusst was ich trage.
Aber es stimmt schon, das ich dabei auch unnötigen Stress aus dem Weg gehe. Ich geh nicht in Heels einkaufen und bei Schmuddelwetter trag ich keinen Rock.
Ich bin auch froh durchgehend als Frau wahrgenommen zu werden und hab kein Interesse das zu ändern. Hab aber auch keine Probleme wenn meine Begleitung das für sich Grad anders ausleben möchte. Wobei es da für mich Grenzen des guten Geschmacks gibt :mrgreen:
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Re: Konventionen (bzgl. Outfit/Look) über Bord schmeißen - wird das auch mal anstrengend ??

Post 19 im Thema

Beitrag von Lana »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 16. Okt 2024, 23:14 welche "Konventionen" wollt ihr brechen?
Nun ja, es gibt sowas wie eine gesellschaftliche Mehrheitsmeinung/Konvention, welche Kleidung für eine, sagen wir mal, 65 Jahre alte Mittelschichtsfrau als angemessen wahrgenommen wird. Das hängt natürlich von den Umständen ab, wurde weiter oben schon ausgeführt.
Jedenfalls wird das eine andere Erwartungshaltung sein als bei einer 25-Jährigen bei ansonsten vergleichbaren Umständen.

Diesen Erwartungshaltungen kann man folgen, wenn man das Bedürfnis hat, in der Masse unterzugehen und möglichst wenig auffallen will. Das ist recht bequem.

Man kann sie auch ignorieren, dann kann es von Fall zu Fall anstrengend werden.

Genau um diesen letzten Punkt geht es hier im Thema.

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Re: Konventionen (bzgl. Outfit/Look) über Bord schmeißen - wird das auch mal anstrengend ??

Post 20 im Thema

Beitrag von YvonneTV »

@ALL
Danke Euch allen für Eure Posts
(ap) (ki)
Inga hat geschrieben: Di 15. Okt 2024, 20:56 ... Wann also macht es mir Stress mit den Konventionen?

Stress macht es mir vor allem, das ich mich im Bekanntenkreis noch nicht als Frau oder wenigstens "divers" geoutet habe, darum im Frauenmodus bei zufälligen Begegnungen nicht erkannt werden möchte.
...
@Inga:
Das ist freilich gut nachvollziebar, wenn das Outing vermieden werden soll.
Da erinnere ich micht auch noch gut dran, wenn z.B. vor dem Hoteleingang (jobmässig unterwegs) auf dem Rückweg Abends als Yvi plötzlich ein Kollege vor der Tür stand .... (smili)


Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Mi 16. Okt 2024, 00:17 ... Althergebrachte Konventionen über Bord zu werfen, ist nicht mein Ding, ...
@Andrea:
Das macht es dann unkompliziert, bzgl. dem "Brechen von Konventionen", wenn Du das ohnehin nicht möchtest (smili)


lee hat geschrieben: Mi 16. Okt 2024, 18:32 ...
Es kann aber auch sehr lustig sein.
Wenn ich in der Stimmung dazu bin ist es nicht anstrengend. ...

Und and den Tagen wo man zwischen diesen beiden Extremen liegt entscheide ich mich halt entweder für bequem oder mutig, oder eine Abstufung.
@Lee:
Genau DAS meinte ich damit unter anderem (ap)
Mal ist es anstrengend - meist eher nicht :mrgreen:
Und ja, es gibt nicht nur entweder oder, sondern auch ganz viel dazwischen.
Was an einem Tag schon "bissl drüber" ist, das kann am anderen Tag voll harmlos sein )):m

Stimmt, wenn es provoziert, dann kann das durchaus auch mal recht lustig sein :lol: :mrgreen:


Tira hat geschrieben: Do 17. Okt 2024, 12:07 ... so lass ich mich auch heute nicht immer einzwängen und entscheide selbstbewusst was ich trage.
Aber es stimmt schon, das ich dabei auch unnötigen Stress aus dem Weg gehe. Ich geh nicht in Heels einkaufen und bei Schmuddelwetter trag ich keinen Rock.
...
@Tira:
Finde ich SUPER und genau so handhabe ich das auch (meistens) - das ist ein Stück FREIHEIT und SELBSTBESTIMMUNG (smili)

Overdressed einkaufen gehe ich durchaus schon mal :P doch wie ei Dir, gib es da auch für mich Grenzen (yes)
Letztendlich muss alles zusammen schon stimmig sein )))(:
Ganz liebe Grüsse - Yvi
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Re: Konventionen (bzgl. Outfit/Look) über Bord schmeißen - wird das auch mal anstrengend ??

Post 21 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Huhu,
Lana hat geschrieben: Do 17. Okt 2024, 17:01
Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 16. Okt 2024, 23:14 welche "Konventionen" wollt ihr brechen?
Nun ja, es gibt sowas wie eine gesellschaftliche Mehrheitsmeinung/Konvention, welche Kleidung für eine, sagen wir mal, 65 Jahre alte Mittelschichtsfrau als angemessen wahrgenommen wird. Das hängt natürlich von den Umständen ab, wurde weiter oben schon ausgeführt.
Jedenfalls wird das eine andere Erwartungshaltung sein als bei einer 25-Jährigen bei ansonsten vergleichbaren Umständen.

Diesen Erwartungshaltungen kann man folgen, wenn man das Bedürfnis hat, in der Masse unterzugehen und möglichst wenig auffallen will. Das ist recht bequem.

Man kann sie auch ignorieren, dann kann es von Fall zu Fall anstrengend werden.

Genau um diesen letzten Punkt geht es hier im Thema.

LGL
Hi Lana und alle anderen,

ich habe eben beschlossen, ich werde hier nur noch mit Interesse mitlesen, kann aber nichts zu dem Thema beitragen. Nach der fünften verworfenen Antwort bin ich zu dem Schluß gekommen, dass meine persönliche Selbstwahrnehmung so grundverschieden zu eurer ist, dass ich die gedankliche Grundlage dieser Diskussion nicht nachempfinden kann. Ihr habt das so toll in einem anderen Faden diskutiert, ich komme mir vor wie eine Blinde, der man versucht, eine Farbe zu beschreiben.

Das ist vollkommen okay so - das ist keineswegs abwertend oder negativ gemeint. Aber für mich ist Kleidung aus der Damenabteilung das, was meinem Selbstverständnis entspricht. Das macht mich aber trotzdem nicht zur "Frau".
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 15. Okt 2024, 09:48
YvonneTV hat geschrieben: Mo 14. Okt 2024, 15:38 Meine Frage ist nun - insbesonder an alle, die das recht frei ausleben und mehr Konventionen brechen - doch auch sonst sind Antworten freilich willkommen:

Ist das AUF DAUER OK für Euch oder wird das auch mal (richtig/zu) anstrengend ???
Hallo Yvonne,

Da musste schon ein wenig über mich nachdenken. Ich möchte die Frage weniger aus der Perspektive der Kleidung beantworten als vielmehr aus einer emotionalen. Kleidungstechnisch trage ich das, was mir gefällt und wie ich mich wohl fühle. Provokativ trete ich i.d.R. nicht auf, wenn man davon absieht, das ich als Transmensch für manch eine Person provoziere. Aber nehme ich nur selten wahr.

Grundsätzlich ist für mich das Leben meiner weiblichen Seite in der Öffentlichkeit nicht anstrengend. Anfangs war es aufregend, Ausflüge in die Öffentlichkeit zu machen. Diese waren i.d.R. nur kurz. Dann kam das Thema auf, ob ich ein Leben als Frau wirklich anstrebe und so lebte ichim Urlaub 24/7 über mehrere Tage hinweg. Das erste Mal war es superanstrengend, nicht weil ich Frauenkleider trug oder weil die Reaktionen negativ gewesen wären, sondern weil ich mich nonstop mit mir, meinen Gefühlen und meinem Äußeren beschaftigt habe. Am Ende dieser Auszeiten war ich ziemlich erschöpft. Aber mit der Zeit wurde ich dabei ruhiger und es gab Phasen, in denen ich "vergessen" konnte, dass ich als Frau lebte. Das ist ein merkwürdiges Paradoxon, je mehr ich vergesse, ein Frauenleben zu führen, um so mehr wurde es ein Frauenleben. Das war gar nicht mehr anstrengend.

Der bisherige Höhepunkt war meine Reha, in der ich 4 Wochen en femme lebte. Hier hatte ich den ganzen Tag enorm viele Kontakte mit anderen Patienten und Ärzten. Ich war mir oft bewusst, dass ich en femme bin, aber die innere Beschäftigung damit hielt sich in Grenzen, so dass das nicht "anstrengend" war. Im Gegenteil, ich habe erlebt, dass ein Leben als Frau für mich möglich ist und es nur in meiner Entscheidung und meiner Verantwortung liegt, es auch zu tun oder zu lassen.

Um Deine Frage in diesem Sinn zu beantworten: "AUF DAUER" lässt die Anstrengung nach. Es wird "normal", en femme zu leben und en femme wird die Kleidungsfrage auch in dem Sinne "weiblicher", da es im Alltag weniger wichtig ist, was ich trage. Bequemlichkeit und Sinnhaftigkeit der Kleidung tritt in den Vordergrund. Natürlich ist es schön, mich "aufzubrezeln", aber doch nicht im Alltag. Da darf alles ein oder zwei Nummern einfacher sein. Und so präsentiere ich meine Weiblichkeit, wann und wie mir danach ist.
Sowas zum Beispiel, wie das fett hervorgehobene, als zentrale Aussage - das ist für mich keine Option. War es nie. Ich kann das nicht an oder aus machen. Ich habe es Jahrzehnte lang mit Arbeit, Drogen und purer Willenskraft unterdrückt - aber auch nur nach außen. Das Innere war 24/7 darauf gerichtet, das ich im falschen Körper stecke. Und das ich diesen Umstand mit allen Mitteln verheimlichen muss. Hat nie geklappt, also nicht 100%, vielleicht 80-90%, je nach Umfeld und Aufmerksamkeit der mich Umgebenden.
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 15. Okt 2024, 09:48 Anstrengung bedeutet für mich in diesem Zusammenhang, dass etwas nicht so ist, wie es sein soll. Dann stelle ich es nach Möglichkeit ab. Oder ich mache mir klar, warum gerade etwas anstrengend ist, denn manchmal sind Anstrengungen notwendig, um weiter zu kommen.
Ich würde das für mich umformulieren wollen: "Anstrengend" in diesem Zusammenhang heißt, ich fühle mich unwohl. Das vermeide ich normalerweise, oder ich versuche zu verstehen, was das Unwohlsein auslöst. Denn manchmal muss ich dieses Unwohlsein aushalten, um mich weiter zu entwickeln.

In diesem Sinne, fröhliches Weiterdiskutieren )))(:
Knäcke
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Re: Konventionen (bzgl. Outfit/Look) über Bord schmeißen - wird das auch mal anstrengend ??

Post 22 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Irgendwie ist mir grade "Vagabonds" eingefallen..ein bisschen geht es ja dabei um Konventionen

die Performance hier ich hätte ich wirklich gerne gesehen



"Der Erzähler und die Menschen, von denen er singt, leben ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen, frei von Konventionen, unaufhörlich unterwegs auf der Suche nach der Weite des Landes. Den Gefühlen von Abenteuer und Freiheit steht ein Gefühl der Einsamkeit und des Vergehens der Zeit gegenüber, an das sich der Junge erinnert, der die Schiffe beim Beladen beobachtet und eine Sehnsucht nach Abenteuern und Entdeckungen hat, die er nie wirklich erfüllen kann. Das Lied spricht von einer gemeinsamen Erfahrung aller Menschen, unabhängig vom Alter, und verknüpft Ideen von Freiheit und Zeitlosigkeit in dieser Welt, in der wir alle gefangen sind. Letztendlich feiert das Lied den menschlichen Geist und unser Verlangen, die Welt zu erforschen und nach unseren eigenen Bedingungen zu erleben"

Marie (flo) macht euch Gedanken und aus ihnen vielleicht sogar etwas
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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