Erfahrungen mit Brustvergrößerungen
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Vesta
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Erfahrungen mit Brustvergrößerungen

Post 1 im Thema

Beitrag von Vesta »

Ich bin derzeit auf der Suche nach Informationen zu möglichen Operationen.

Zu Anfang meiner "Karriere" dachte ich, der Brustaufbau sei die wichtigste Feminisierungsoperation, da im Ergebnis immer sichtbar, wichtiger somit als die eigentliche GaOP. Nun, durch die Hormone ist mittlerweile etwas gewachsen, was für das Passing reicht, und bei der KK brauche ich gar nicht erst nach einer Kostenübernahme zu fragen. Andererseits, das Geld ist nicht das Problem, und wenn es eine Körbchengröße mehr sein kann (um die Größenordnung geht es), dann her damit.

Da also die OP bei mir nicht zwingend nötig ist, ist die Frage, was sie kostet, und damit meine ich nicht das Geld (da kenne ich in etwa die Summe), sondern welche sonstigen Nachteile man sich damit einhandelt.

Daher an die, die diese OP schon hinter sich haben, wie sind eure Erfahrungen damit?
  • Habt ihr Komplikationen (gehabt)?
  • Gibt es Einschränkungen dadurch? Ein Sprung vom Dreimeterbrett soll nicht mehr gehen, aber sonst?
  • Könnt ihr die "Prothese" (also das Silikonkissen) als Fremdkörper spüren?
  • Wie ist die Ästhetik? Form (nicht Größe), Narben, Silikonenlage als solche erkennbar?
Und dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit Silikon und mit Eigenfett. Letzteres hätte den Charme, dass es ein klein wenig weiter unten Körperstellen gibt, die ohnehin gerne Fett spenden würden, und dann hätte man keinen Fremdkörper in der Brust, aber bei der Eigenfettverpflanzung hört man mehr negative Ansichten. Eure Meinung dazu?

(Das klingt jetzt etwas negativ, weil ich nur nach den Nachteilen frage. Aber was die Vorteile sind, das weiß ich selbst. :()b )
Aria
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Re: Erfahrungen mit Brustvergrößerungen

Post 2 im Thema

Beitrag von Aria »

Vesta hat geschrieben: Mi 15. Mai 2024, 12:02 Da also die OP bei mir nicht zwingend nötig ist, ist die Frage, was sie kostet, und damit meine ich nicht das Geld (da kenne ich in etwa die Summe), sondern welche sonstigen Nachteile man sich damit einhandelt.

Daher an die, die diese OP schon hinter sich haben, wie sind eure Erfahrungen damit?
Habt ihr Komplikationen (gehabt)?
Gibt es Einschränkungen dadurch? Ein Sprung vom Dreimeterbrett soll nicht mehr gehen, aber sonst?
Könnt ihr die "Prothese" (also das Silikonkissen) als Fremdkörper spüren?
Wie ist die Ästhetik? Form (nicht Größe), Narben, Silikonenlage als solche erkennbar?
Und dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit Silikon und mit Eigenfett. Letzteres hätte den Charme, dass es ein klein wenig weiter unten Körperstellen gibt, die ohnehin gerne Fett spenden würden, und dann hätte man keinen Fremdkörper in der Brust, aber bei der Eigenfettverpflanzung hört man mehr negative Ansichten. Eure Meinung dazu?
Wenn die OP nicht zwingend nötig ist, lass es sie sein! Jede OP die du nicht brauchst, ist eine gute OP.

Dennoch beantworte ich dir deine Fragen:
- Klar kannst du danach noch vom 3 m Brett springen - auch vom 10 m, warum auch nicht....

- nein, man spürt nach einer gewissen Zeit nach der OP nichts mehr. Bis es aber komplett nicht mehr zu spüren ist, d.h. Verhärtungen, Anwachs-Schmerzen u.ä, kann ein gutes Jahr oder länger dauern.

- Es kommt drauf an, welchen Operateur und welche Technik du damit wählst. Es gibt den Brustfalten-schnitt, den Achsel-Schnitt und den Warzenvorhof-Schnitt. Alle Methoden haben ihre Vor- und Nachteile, bzw. können sie nicht immer bei jeder Person durchgeführt werden. Das hängt ganz von der Konstitution ab. Bei der Wahl der Platzierung des Implantat gibt es ebenfalls körperliche Voraussetzungen. Es gibt die Methode auf dem Brustmuskel, darunter und teils-teils. Das steht vor der OP eigentlich schon fest, kann aber im letzten Moment doch vom Operateur anders entschieden werden. Ganz so, wie er die Ästhetik für angemessen hält. Bei der Wahl des Implantat hast du allerdings das allermeiste Mitspracherecht. Du entscheidest, wie Dolly B auszusehen oder nicht. Dabei hört man oft den Spruch, dass es natürlich aussehen soll. Das ist nicht so ganz einfach und schwierig in vorhinein zu bestimmen. Besser ist, dass man angibt welche Cup-Grösse man haben möchte.

- Die Eigenfett-Methode ist umstritten. Es brauch im Schnitt 3-4 Sitzungen, bis genug angewachsen ist. Man ist also ca. 2 Jahre mit den OPs beschäftigt. Eine Gewähr, dass es anwächst oder gar wieder an die Stellen wandert wo es herkam, hat man nicht. Deswegen übernimmt die Kasse das auch nicht, da der Erfolg nicht garantiert ist. Deine Hoffnung dadurch woanders automatisch weniger Fett zu haben, muss ich zerschlagen. Nicht jegliches Fettgewebe ist dafür geeignet transplantiert zu werden. Darüberhinaus kann es bei dieser Methode ebenfalls Komplikationen geben. Z.B., dass an der Entnahme-Stelle unschöne Dellen übrig bleiben oder, dass es zu Knotenbildung in der Brust kommt. Über die möglichen Komplikationen bei Implantaten wurde ja schon viel herausgefunden. Das spare ich mir nun, alles hier aufzuzählen. Von BII (Breast Implantat Illness) hast vielleicht schon was gehört. Wenn nicht, schau es zumindest mal an. Du musst dir ausserdem im klaren sein, dass es immer zur sogenannten Kapselfibrose kommt. Das ist Reaktion des Körper auf Fremdkörper und ist progressiv. D.h. es kann sein, dass du nach einigen Jahren schon Schmerzen in der Brust bekommst und die Implantate gewechselt werden müssen oder erst nach 15 Jahren. Diese OP musst du dann auch wieder bezahlen, genau so gut wie alle möglichen Komplikations-OPs. Das kann ein teurer Spass werden. Deswegen noch mal: Wenn du nicht musst, überlege dir gut, was du dir und deinem Körper für "....eine Körbchengrösse mehr, her damit!" antust.
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Re: Erfahrungen mit Brustvergrößerungen

Post 3 im Thema

Beitrag von Vesta »

Hallo Aria,

vielen Dank für deinen langen Beitrag.
Etwas recherchiert hatte ich schon, aber da ist durchaus noch einiges Neues für mich drin.

Eine kurze Nachfrage:
Sind da eigene Erfahrungen mit dabei, oder hast du das in Erfahrung gebracht, bevor du dich gegen die OP entschieden hast?
Wally
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Re: Erfahrungen mit Brustvergrößerungen

Post 4 im Thema

Beitrag von Wally »

Dass es "immer" zu Kapselfibrose käme, ist - Entschuldigung - Unsinn! Ich habe meine Implantate aktuell seit 23 bzw. 21 Jahren; das rechte musste schon nach zwei Jahren ersetzt werden, weil defekt (wassergefüllt, ausgelaufen, Produktionsfehler). Seitdem keinerlei Probleme mehr, die Dinger sind immer noch genauso weich und beweglich wie ganz zu Beginn, es gibt weder Verhärtungen noch irgendein Fremdkörpergefühl, ich empfinde sie einfach als zu mir gehörig. Nach 12 Jahren stellte ich mich meinem Chirurgen nochmal vor, ohne konkrete Beschwerden, nur weil ich gehört hatte, die Implantate müssten in jedem Fall nach so 10 bis 15 Jahren ausgetauscht werden. Er erklärte mir, das sei NICHT so, die können durchaus lebenslang drinbleiben, wenn's - wie bei mir - keine Komplikationen gibt.

Das einzige Problem, das ich damit von Anfang an hatte und immer noch habe: sie sind ZU KLEIN! 1998 hatte ich mir zunächst Silis mit 350 ml pro Seite einsetzen lassen. Dafür waren bereits zwei Operationen nötig: erst wurden Expander eingesetzt, um die Haut im Verlauf eines halben Jahres zu dehnen; erst als so der nötige Platz geschaffen war, wurden die "endgültigen" Silikon-Implantate eingesetzt. Bezahlt hat das damals die Krankenkasse (privat, DKV).

Das Problem danach: die waren VIEL ZU KLEIN! Nein, nicht bloß in Relation zu meiner Wunschvorstellung; es sah einfach grotesk aus. An meinem 95er Brustkorb mit entsprechend weit auseinanderliegenden Brustwarzen (die Implantate müssen ja logischerweise mit ihrer Spitze unter die Brustwarze gelegt werden) waren das keine Brüste, sondern bloß zwei seltsame, weit auseinander liegende Bollen...

Ich habe mir deshalb zwei Jahre später auf eigene Kosten (da die Implantate korrekt gesetzt und aus medizinischer Sicht problemlos waren, war das ja jetzt "nur" noch ein kosmetisches Problem) größere Implantate einsetzen lassen: 500 ml pro Seite, und diesmal wassergefülte, weil sich die im Vergleich zu den damals verfügbaren, noch nicht teilvernetzten Silis natürlicher bewegten. In dieser Größe wirkte es nun endlich halbwegs organisch wie eine weibliche Brust. Vom Gefühl her hätte ich mir zwar immer noch deutlich mehr gewünscht; aber da ich auch danach noch weitere 15 Jahre öffentlich weiter als Mann lebte und arbeitete, war's dafür ein guter, im Alltag gerade noch problemloser Kompromiss. Seit ich konsequent als Frau lebe, stecke ich zusätzlich (!) Silis mit mindestens 400-500 ml pro Seite in den BH; erst damit fühle ich mich wirklich "rund" und "vollständig". Die implantierten Silis sind dadurch keineswegs überflüssig geworden: ich kann damit auch weit ausgeschnittene Kleidungsstücke tragen, die Implantate zeigen einen natürlich wirkenden Brustansatz und machen so die ganze Sache erst richtig glaubhaft. Und auch nackt ist immerhin noch ein bisschen was da: gut für's Körpergefühl und Selbstbewußtsein, dann nicht völlig platt zu sein.

Mein Fazit deshalb: wenn man sich für Brustimplantate entscheidet, dann ist Mut zur Größe angesagt: unter zweimal 500 ml sollte man bei einem üblichen, "männlichen" Brustkorb gar nicht erst anfangen, besser nimmt man gleich 700-800 ml (was leider auch schon das Größte ist, was üblicherweise zur Verfügung steht). Keine Sorge: "zuviel" wird das nicht! Im Gegenteil braucht man schon mindestens einen halben Liter pro Seite, um an einem 95er Brustkorb halbwegs harmonische Proportionen herzustellen; alles darunter wirkt unharmonisch, "angepappt". Die Implantate müssen an der Basis den weitaus größeren Teil der Brust abdecken; nur dann sehen sie auch wie weibliche Brüste aus, nicht bloß wie zufällige Bollen.

Was die Operationsmethode angeht: ich habe mich damals für die einfachste entschieden, Schnitt in der Unterbrustfalte, Implantate komplett über dem Brustmuskel. Das ist am wenigsten komplikationsträchtig, ich bin gut damit gefahren und würde es wieder so machen. Immerhin wurde bei mir dreimal (rechts sogar viermal) aufgeschnitten; die Narben in den Unterbrustfalten sind trotzdem völlig unauffällig und so gut wie nie zu sehen. Und angesichts der doch deutlich derberen Haut, die wir biologische "Männer" nun mal haben, ist auch die Lage über dem Brustmuskel kein Problem; die oberen Implantatränder werden auch so nicht sichtbar.

Vom Material her würde ich heute Silikonimplantate nehmen: mit der inzwischen üblichen Teilvernetzung sind die auslaufsicher, und dank innerer Elastizität und der durch die Auslaufsicherheit erst möglich gewordenen, dünn-geschmeidigen Hülle schwingen sie auch recht natürlich. Weicher als Wasser (weil kompressibel) sind sie sowieso; es spricht also heute kaum mehr etwas für wassergefüllte Implantate.
Herzliche Grüße
Wally
Aria
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Re: Erfahrungen mit Brustvergrößerungen

Post 5 im Thema

Beitrag von Aria »

Wally hat geschrieben: Do 16. Mai 2024, 10:47 Dass es "immer" zu Kapselfibrose käme, ist - Entschuldigung - Unsinn!
Okay, du scheinst in dem Thema wohl die grössere Expertise zu haben als mein Operateur, der mir erklärte, dass dies eine ganz normale Bindegewebsreaktion auf einen Fremdkörper sei. Und, dass es in den allermeisten Fällen in einem Stadium bleibt, wo die Patientinnen davon nicht viel bis gar nichts merken. Dass es aber auch öfter vorkommt, je länger die Implantate im Körper sind, dass sich die Fibrosen verhärten. Deine angesprochene Haltbarkeit trifft nur auf die Implantate zu. Jeder Körper verändert sich und somit auch die Brust und ihr Gewebe. Wie zuvor gesagt, mitunter Bildung von Fibrosen.

Meine Bettnachbarin im KH hatte darüber eine ähnliche Meinung wie du. Hält doch ewig, brauch man nicht nach schauen. Nun hat sie aber doch mal schauen lassen, mit ihren 63 Jahren, da sie immer wieder über Schmerzen klagte und hat sich also nochmal auf den OP-Tisch gelegt. Dabei kam heraus, dass ein Implantat aufgegangen war. Sie haben ihr Silikon aus dem Brustgewebe schneiden müssen. Ihre Implantate waren 20 Jahre alt. Sie hatte Glück, es kam zu keinen Komplikationen. Mir hat das aber gezeugt, dass ich spätestens nach 15 Jahren wieder vorstellig werde, sofern es nicht schon eher zu Problemen kommt *klopf auf Holz*

Was deine pauschalen Aussagen über die Mindest-Grösse bei Implantaten angeht, kann ich nur die Stirn runzeln. Kein guter Operateur würde so eine Aussage akzeptieren. Ich habe mit dem Doc 30 Minuten verbracht, bis wir die richtige Grösse gefunde haben. Da spielen so viele Faktoren eine Rolle. U.a. die Lage, der Körperbau, Asymmetrien, Lebensgestaltung, Alter. Ich mochte z.B. ungern mit D-Cup joggen gehen also ist es ein gutes B geworden, mit 285 ml rechts und 310 ml links. Pre-OP hatte ich ein knappes A-Cup. Wenn ich mir vorstelle 500 ml zu haben....OMG. Ich kenne Frauen, die haben auf den Doc gehört und mehr genommen. Die sind heute nicht so zufrieden. Mein Doc hat mir dabei zu keiner Sekunde reingeredet, worüber ich sehr froh bin.
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Re: Erfahrungen mit Brustvergrößerungen

Post 6 im Thema

Beitrag von Vesta »

Hallo Wally,

vielen Dank für deinen Bericht. Ich hatte nicht erwartet, hier jemanden mit so langer Erfahrung vorzufinden.
Wally hat geschrieben: Do 16. Mai 2024, 10:47 Silis mit 350 ml pro Seite
Die Volumenangaben sagen mir nicht viel. Kannst du das in Körbchengrößen übersetzen?
sondern bloß zwei seltsame, weit auseinander liegende Bollen
Ich habe Fotos von solch misslungenen Ergebnissen gesehen. Sieht nicht toll aus, kann deinen Frust verstehen.
aber da ich auch danach noch weitere 15 Jahre öffentlich weiter als Mann lebte und arbeitete
Das wäre jetzt gar nicht mein Ding, das ist mir zu schräg. Aber ich will dich jetzt nicht aburteilen, ich kenne weder dich noch deine Situation, und du weißt selbst, was das Beste für dich ist, du brauchst dich mir gegenüber nicht zu rechtfertigen.
Mein Fazit deshalb: wenn man sich für Brustimplantate entscheidet, dann ist Mut zur Größe angesagt: unter zweimal 500 ml sollte man bei einem üblichen, "männlichen" Brustkorb gar nicht erst anfangen, besser nimmt man gleich 700-800 ml
Was für eine Körbchengröße ergibt sich denn dann?

Mein Ding ist das nicht, ich bin da etwas zurückhaltender,

Neulich bin ich einer lieben TS begegnet, die eigentlich toll aussah, durchweg weiblich, aber die sich mit der Größe der Brustimplantate vergriffen hatte. Die Implantate waren viel zu groß, das sah nicht mehr gut aus. Als ich das abends einer Freundin (nix mit TS sondern genetische Frau) erzählt habe, meinte die dazu sofort: Das ist doch viel zu groß, das ergbit doch Rückenschmerzen und -schäden. Tja, da zählen andere Punkte als die Optik.
Und angesichts der doch deutlich derberen Haut
Gibt sich das nicht im Laufe der Zeit durch die HET? Meine Haut ist zumindest deutlich weicher geworden.
Aria hat geschrieben: Do 16. Mai 2024, 19:51 also ist es ein gutes B geworden, mit 285 ml rechts und 310 ml links
Hallo Aria,

dir auch noch mal ein herzliches Danke für den weiteren Beitrag.

Verstehe ich dich recht, du hast die OP machen lassen, rätst aber eher davon ab? Würdest du sie nochmal machen lassen, wenn du wieder vor der Entscheidung stündest?
OK, wenn ich knapp A hätte, würde ich nicht hier fragen, sondern machen lassen. Bei mir geht es um die "Aufstockung" etwa von B zu C.
Wally
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Re: Erfahrungen mit Brustvergrößerungen

Post 7 im Thema

Beitrag von Wally »

Vesta poszusätz6id=387214 hat geschrieben:Do 16. Mai 2024, 22:27
Wally hat geschrieben: Do 16. Mai 2024, 10:47 Silis mit 350 ml pro Seite
Die Volumenangaben sagen mir nicht viel. Kannst du das in Körbchengrößen übersetzen?
Die Cupgrößen geben kein absolutes Volumen an, sondern ein relatives, in Bezug zur Unterbrustweite. Ein 100B-Körbchen umfasst ein MEHRFACHES (rein rechnerisch ungefähr 3faches) Volumen gegenüber einem 70B-Körbchen! Dazu ist das dann auch noch stark abhängig von Fabrikat, Schnitt und Stoffqualität der Körbchen (z. B. elastisch oder fest). Die Cup-Größen taugen deshalb nicht als Maßstab für Implantatgrößen.

Wenn ich mich mit meinen zweimal 500 ml nackt neben meine (mit 65A sehr zart gebaute) Frau vor den Badspiegel stelle, dann habe ich zwar vom absoluten Volumen her mindestens doppelt so viel Brust wie sie. Trotzdem wirkt das an meinem 95er Brustkorb deutlich "flacher" als bei ihr, weil ihre kleinen, aber wohlgeformten Brüste an dem schmalen Brustkorb doch recht keck hervorstehen, während sich das Volumen bei mir auf eine viel größere Fläche verteilt. Unter normaler, nicht eng anliegender Oberbekleidung fällt das gar nicht auf: wie schon beschrieben, habe ich so noch 15 Jahre lang öffentlich als Mann (!)gelebt - und kaum jemals Probleme damit gehabt.

Bei den BHs kommt ein weiterer, wichtiger Faktor hinzu: da bei mir - wie bei den allermeisten "Männern" - die Brustwarzen relativ weit auseinander stehen, werden die entsprechend weit außen stehenden Implantate von einem üblichen 95B gar nicht wirklich eingefasst; der BH "reitet" dann an der Außenseite auf der Brust, anstatt sie korrekt zu umfassen. Damit ein BH bei mir - wenigstens an der Basis, noch ganz unabhängig vom Volumen - halbwegs korrekt passt, brauche ich deshalb mindestens 95C, besser 95D. Da ist dann die Basis der Körbchen breit genug, um die Brust vollständig zu umfassen - aber das Volumen der Körbchen wiederum meist viel zu groß, um es mit meinen 2x500 ml auch auszufüllen. Erst mit zusätzlichen 400-700 ml Silis (pro Seite!) in den Körbchen stimmt's dann auch vom Volumen her - und ergibt ein in meinen Augen harmonisches Gesamtbild. Ohne zusätzliche Füllung kann ich eigentlich nur BHs mit elastischen Körbchen tragen; die passen sich auch meinen doch relativ flachen Brüsten an. Zum Glück findet man solche BHs durchaus auch noch in 95D.

Das alles gilt natürlich nur unter der Voraussetzung, dass man wenig bis gar nichts an eigenem Brustgewebe hat. Und für ein glaubhaft weibliches Körperbild ist es wichtig, dass auch die Hüftbreite dazu passt; die Hüften müssen deutlich breiter als der Brustkorb (annähernd so breit wie die Schultern) sein! Über einem männlich schmalen Becken sieht auch schon ein kleiner, aber deutlich erkennbarer Busen grotesk aus - während über breiten, runden Hüften auch kiloschwere Brüste durchaus noch harmonisch wirken. Die Hüften entsprechend aufzupolstern halte ich deshalb für fast noch wichtiger als die Brust; ohne Hüftpolster gehe ich schon seit Jahren NIE in die Öffentlichkeit.
Herzliche Grüße
Wally
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Re: Erfahrungen mit Brustvergrößerungen

Post 8 im Thema

Beitrag von Wally »

Noch kurz zur Veranschaulichung des von mir Geschriebenen: mein Avatar zeigt mich MIT zusätzlichen Silis (in diesem Fall 300 ml pro Seite) in den Körbchen - und natürlich mit aufgepolsterten Hüften, wie immer.
Herzliche Grüße
Wally
Aria
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Re: Erfahrungen mit Brustvergrößerungen

Post 9 im Thema

Beitrag von Aria »

Vesta hat geschrieben: Do 16. Mai 2024, 22:27 Verstehe ich dich recht, du hast die OP machen lassen, rätst aber eher davon ab? Würdest du sie nochmal machen lassen, wenn du wieder vor der Entscheidung stündest?
OK, wenn ich knapp A hätte, würde ich nicht hier fragen, sondern machen lassen. Bei mir geht es um die "Aufstockung" etwa von B zu C.
Ich habe sie machen lassen, weil ich sehr unzufrieden war, was mir die HET beschert hatte. Das sah einfach nicht nach weibl. Brust aus. Von daher stand für mich ausser Frage, dass ich den Schritt gehe. Dennoch hatte ich vor dieser OP viel mehr bedenken als vor der GaOP, denn es war ja etwas da - wenn auch nicht viel und ästhetisch schon gar nicht. Hätte ich durch die HET ein Ergebnis wie jetzt durch die OP erhalten, hätte ich den Schritt zur OP niemals gemacht. Wie gesagt, jede OP die man nicht braucht, ist eine gute OP.
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Re: Erfahrungen mit Brustvergrößerungen

Post 10 im Thema

Beitrag von Vesta »

Wally hat geschrieben: Fr 17. Mai 2024, 10:10 Die Cupgrößen geben kein absolutes Volumen an, sondern ein relatives, in Bezug zur Unterbrustweite.
Ich weiß, aber es ist das relative Volumen, was mich interessiert. Die Unterbrustweite kann ich eh' nicht ändern.
habe ich so noch 15 Jahre lang öffentlich als Mann (!)gelebt - und kaum jemals Probleme damit gehabt.
Ohne Binder aus dem Transmann-Bedarf würde ich das nicht schaffen.
die Brustwarzen relativ weit auseinander stehen, werden die entsprechend weit außen stehenden Implantate von einem üblichen 95B gar nicht wirklich eingefasst; der BH "reitet" dann an der Außenseite auf der Brust, anstatt sie korrekt zu umfassen.
Ja, dass ist ein verständliches Argument für eine Vergrößerung mit viel Volumen. Das könnte das KO-Kriterium gegen eine OP sein, denn mit meinen natürlich gewachsenen B-Körbchen habe ich das Problem, dass der BH auf der Außenseite reitet, nicht. Die Brustwarzen sitzen aber auch reichlich weit außen und der Busen ist etwas zu breit.
Die Hüften entsprechend aufzupolstern
Hüften aufpolstern war bei mir nie ein Thema. Der Hintern war schon vor Beginn der HRT eher rundlich. (Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Damenhosen, so denn die Länge passt, prinzipiell besser sitzen als Herrenhosen, und das von Anbeginn.) Außerdem will ich keine Prothesen. Ich habe aber auch eine TS-Freundin, deren Aussehen durch eine Polsterhose deutlich gewinnt, kann daher deine Ansicht verstehen.
Aria hat geschrieben: Fr 17. Mai 2024, 19:35 Hätte ich durch die HET ein Ergebnis wie jetzt durch die OP erhalten, hätte ich den Schritt zur OP niemals gemacht.
Also bei natürlich gewachsenem B-Körbchen hättest du nie die OP-gemacht?
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Re: Erfahrungen mit Brustvergrößerungen

Post 11 im Thema

Beitrag von Susi T »

Die Frage die sich dabei auch stellen sollte ist, was ist wenn nach einer Brust Op die Brust irgendwann noch zulegt? Ist man dann auch noch zufrieden, oder kann es dann zuviel sein?
Ich staune immer wieder, das manche schon die Brust Op bestellen, wenn sie mit der Hrt beginnen, nur um nach Ablauf der 2 Jahre Wartezeit keinen weiteren Tag zu verlieren.
Das normale Brust Wachstum eines Mädchen dauert 5-8 Jahre an, man stelle sich vor das ein 13-14 jähriges Mädchen eine Brust Op bestellt, nur weil es mit der bisherigen Entwicklung nicht zufrieden ist.
Mir ist klar, das es viel mit Dysphorie zu tun hat und deswegen bei Menschen in Transistion auch andere Dinge mit reinspielen und mitüberlegt werden wollen.
Ich war Anfang November in München bei zwei Frauen die frisch ihre GaOp hatten. Beide haben seid dem eine Körbchengröße zugelegt.
Bei der einen ist das kein Problem, sie freut sich sehr, denn ihre bisherige Entwicklung war unauffällig normal auf AA/A.
Bei der Anderen sieht es aber anders aus, sie nimmt seid ihrem 15ten Geburtstag Testo Blocker, seid sie Volljährig Östrogen und erreichte damit ein B Körbchen. Eine Brust Op machte dann aus B ein D Körbchen, was passend zu ihrem Barbie Style völlig Ok aussah. Bei 1,90m Körpergröße, schlanker Taile und aufgespritzten Hintern aber schon auffällig. Nun wird ihre Figur von alleine weiblicher, ein E Körbchen ist für das Modell Business arg viel und sie kämpft darum durch Diät das ganze zu bremsen.
Wenns so weiterläuft, wird wohl irgendwann eine reduktion der Silikoneinlagen anstehen. Mag ein Luxusproblem sein, aber sie verdient mit ihrem Aussehen ihren Lebensunterhalt und neben ihrer Korrektur GaOp hat sie dieses Jahr keine Zeit, denn es stehen im Herbst die Filmaufnahmen für GntM an, die sie letztes Jahr schon wegen GaOp verschieben mußte.
Also bei ihr ist 8 Jahre nach Beginn ihrer Hrt das Brustwachstum nochmal deutlich angesprungen, bei meiner anderen Freundin nach 2 Jahren Hrt überhaupt erstmal deutlich ins Laufen gekommen. Ich selber hatte im ersten Jahr mit Dht auch eine deutliche Bremswirkung, manchmal braucht es einfach Geduld.
Wally hat schon recht, wenn sie davon berichtet wie viel die UB ausmacht.
In meiner Jugend war ich bei 1,57m und 40kg scheinbar jahrelang Ausgewachsen. Da hat ein ca. 65 AA schon ausgereicht um die Leute im Schwimmbad ins Starren zu bringen wenn ich Oben ohne unterwegs war. Das wäre aber Heute mit 95B+ bei 26cm mehr Körpergröße und fast doppeltem Gewicht nicht anders.
Das Wallys Erfahrungen mit Brust Op ohne eigene Brustentwicklung völlig andere sind ist klar. Es gibt schon Gründe warum die Entwicklung einer Transistion abgewartet werden soll, denn dann ist ein Brustaufbau viel leichter und das Ergebnis meist deutlich besser.
Ich hätte auch gerne mehr und hoffe einfach das sich da weiter was entwickelt. Aber wenn ich angezogen bin, kann ich jederzeit mit Sillis nachhelfen. Für einen Bikini bin ich nicht schlank genug. In einer Gemeinschaftsdusche bin ich noch nie von einer Frau komisch angeguckt worden und mein Schatz bin ich auch genug Frau, da ist höchstens die anstehende GaOp wichtig.
Meine Entscheidung hab ist damit klar, auch wenn die vielen Jahre Body Building bei mir Spuren hinterlassen haben. Brust Ops haben Häufig auch den Nachteil, das es schwer ist sie so hinzubekommen, das es nicht nach operiert aussieht. Manchmal mag es Notwendig sein, aber auch ein kleinerer Busen kann selbstbewußt hübsch getragen werden.

Meine Ex hat wegen ungleich großen Brüsten unbedingt eine Seite von B auf C+ vergrößeren lassen wollen. Sie ist zu einer Top Adresse, es wurde alles optimal durchgeführt und war mit 6000DM auch nicht billig(für nur 1 Brust). Aber trotz Implantat unter dem Muskel spürt man es deutlich und die Optik war auch nicht natürlich. Ich war von Beginn an dagegen und das Ergebnis hat mir Recht gegeben. Aber Sie wollte es und war zufrieden und das ist dann das Wichtigste.
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
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Re: Erfahrungen mit Brustvergrößerungen

Post 12 im Thema

Beitrag von Vesta »

@Tira
Keine Sorge, ich gehe mit genug gesunder Skepsis an das Thema ran, und es ist noch lange nicht ausgemacht, dass ich diese Operation jemals vornehmen lassen werde. Erst einmal ist das eine Materialsammlung.

Und was die "Wartezeiten" betrifft, ich nehme schon so lange Hormone, dass ich die genannten Zeiträume hinter mir habe.
Tira hat geschrieben: Sa 18. Mai 2024, 10:20 aber sie verdient mit ihrem Aussehen ihren Lebensunterhalt [...], denn es stehen im Herbst die Filmaufnahmen für GntM
Keine Ahnung, was GntM ist, aber dann ist es ihr Arbeitskapital, und sie müsste die Kosten für die Operationen eigentlich als Werbungskosten absetzen (was das Finanzamt wohl nicht anerkennen würde), Das ist nicht vergleichbar, bei mir gibt es keine derartige Motivation. Ich würde die OP nur für mich machen, wie das auch für die meisten anderen Frauen, egal ob cis oder trans, gilt.
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Re: Erfahrungen mit Brustvergrößerungen

Post 13 im Thema

Beitrag von Aria »

Tira hat geschrieben: Sa 18. Mai 2024, 10:20 Das normale Brust Wachstum eines Mädchen dauert 5-8 Jahre an, man stelle sich vor das ein 13-14 jähriges Mädchen eine Brust Op bestellt, nur weil es mit der bisherigen Entwicklung nicht zufrieden ist.
Mir ist klar, das es viel mit Dysphorie zu tun hat und deswegen bei Menschen in Transistion auch andere Dinge mit reinspielen und mitüberlegt werden wollen.
Ich war Anfang November in München bei zwei Frauen die frisch ihre GaOp hatten. Beide haben seid dem eine Körbchengröße zugelegt.
Man kann aber eine normale weiblich Pubertät nicht mit einer late-onset-trans-Pubertät vergleichen. Das mag ja noch einigermassen vergleichbar sein, bei early-onset und Testoblocker ab 12 Jahren oder früher, aber bei 40-jährigen transitionierenden.....no way. Da gleicht das Brustwachstum einem Ü-Ei.
Dass die beiden nach der OP eine Cup-Größe zugelegt haben ist absolutes Glück. Sehr viele verlieren mind. 1/2 Cup, darunter viele, die mit Antiandrogenen die HET begonnen haben. Ich benutze Etwa-Angaben, da es zwar Umfragen in Betroffenen-Gruppen gibt aber keine Studien. In diesen Umfragen ist eine Zunahme - gar um ein Cup - die absolute Ausnahme, und wenn, dann sind das auch TS mit unter 30 Jahren.
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