Das ist natürlich mit Anführungszeichen zu verstehen. Aber ja, für Aussenstehende (PartnerInnen!) ist es gewiss erstmal seltsam. Das sollte man ihnen auch zugestehen. Der Nebel lichtet sich dann hoffentlich später.
Hallo ihr Lieben - # 3
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Liv
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Re: Hallo ihr Lieben
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nathalie2
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Re: Hallo ihr Lieben
Liebe Liv, vielen Dank für Deine Worte. Beim Lesen fragte ich mich, mit welchem Ziel ich sie denn jetzt involvieren sollte. Dass sie nachher nicht enttäuscht ist, von Anfang an dabei gewesen zu sein? Oder dass es mir damit besser geht, da ich nichts vor ihr verbergen musste? Ich bin hierher gekommen, weil ich mir über diese Dinge im klar werden will. Eure Ratschläge sind sehr wertvoll für mich.Liv hat geschrieben: Mi 10. Jan 2024, 14:28 Hallo Nathalie,
und willkommen hier im Forum! Für einen Vorstellungssthread hast Du ja schon eine ordentliche Diskussion losgetreten. Wie Du merkst, bewegt das Thema "Outing vor der Partnerin" hier sehr viele und es gibt schon einige Threads zu diesem Thema. Wie deine Frau reagieren wird, kannst nur du abschätzen - wenn überhaupt. Aber ...
genau das ist der falsche Ansatz. Ich kann ihn gut nachfühlen, ich habe auch mal so gehofft und bin da mit vermutlich nicht die Einzige. Aber dieser Moment wird nie kommen. Auch zu hoffen, dass Du vor einem klärenden Gespräch ungefähr weißt was Du willst, ist müßig. Das wird sich im Laufe der Zeit vermutlich noch mehrfach ändern und führt nur zu Enttäuschungen auf beiden Seiten.nathalie2 hat geschrieben: Mi 10. Jan 2024, 11:32 Würde mir die Entscheidung abgenommen, da sie irgendwas entdeckt, oder wir per Zufall darauf zu sprechen können und ich artikulieren kann, ....
Der richtige Zeitpunkt mit deiner Frau zu reden ist JETZT. Rede mit ihr über deine Gefühle und deine seltsamen femininen Wünsche in Dir. Aber falle nicht gleich mit der Tür ins Haus. Präsentiere Dich nicht im Kleid und zeige auch keine Bilder. Aber nehme sie von Anfang an mit auf deine Gefühls-Reise. Ja, über Gefühle zu reden fällt schwer, gerade wenn man sehr männlich erzogen wurde. Falls Du nicht reden kannst, schreibe ihr einem Brief. Meiner hatte am Ende sieben kleingeschriebene Seiten, aber er hat das Eis erstmal gebrochen. Heute können wir über fremde lange blonde Haare im Bad gemeinsam lachen. Ich wüßte nicht wie mein Leben heute aussehen würde, wenn sie die Haare vor meinem Brief in die Hände bekommen hätte.
Ansonsten kann ich mich meinen Vorrednerinnen nur anschliessen: Triff dich auch im realen Leben bei Stammtischen oder SHGs mit anderen Crossdressern, Transfrauen, Drag Queens, Nicht-Binären usw. Man lernt so unglaublich viel mehr als im rein Virtuellen und zuhause auf dem Sofa. Falls Du dich nicht en femme traust, geh als Mann. Auch das wird oft akzeptiert. Falls auch das undenkbar ist, greife auf diverse komerzielle Angebote wir Transgender-Makeovers zurück. Auch hierzu gibt es im Forum viele Beispiele.
Jetzt aber erstmal viel Spaß beim virtuellen Schmökern.
Liebe Grüße
Liv
Ein Brief ist sicherlich ein tolle Gelegenheit. Das Makeover ist genau Teil meiner Neujahrs-Resolution. Ich habe mir ein Ziel gesetzt, welches ich erreichen will. Wenn ich es geschafft habe, mache ich dieses Makeover. Es gibt hier in der Nähe jemand, der das macht und auch schon sehr lange. Auf ihrer Webseite in der FAQ ist auch ein Absatz darüber, ob man mit dem Partner darüber reden sollte. Sie rät davon ab, da es viel Porzellan zerschlagen kann.
Ich sehe schon, ein kontroverses Thema, welches man nur individuell für sich selbst entscheiden kann...
Lieben Dank für euren Input
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Re: Hallo ihr Lieben
nathalie2 hat geschrieben: Mi 10. Jan 2024, 14:46 Beim Lesen fragte ich mich, mit welchem Ziel ich sie denn jetzt involvieren sollte.
Hey Nathalie,
happy welcome.
Hmmm..es geht doch grade nicht um ein Ziel, sondern um wie du dich eben, grade jetzt, im betreffenden Moment fühlst.
Vorher, nachher..auch schön. Aber es geht um was Stand der Dinge ist. Es ist vollkommen egal wie du dich vielleicht "mal" später fühlst, das weisst
du doch jetzt auch noch gar nicht.
Ich bin mit dem Brief vollkommen bei Liv, der nimmt unheimlich viel Druck aus der Situation wenn du was sagen möchtest.
Das ist die Gelegenheit für beide sich zu sammeln und einen ruhigen Moment zu finden. Ausatmen, klar werden
und hinspüren. Einfach da sein.
Ich hatte auch einen Brief schon eine Weile in der Schublade. Mit echten Tränenflecken drauf.
Es ging bei mir nicht mehr darum ich möchte gerne ein Kleid anziehen, ich war für sie sowieso immer ein "weiblcher Mann" gewesen.
Es ging darum das ich laut sagen konnte "Ich bin eine Frau"
Ich erzähle es gerne nochmal...an dem Tag als ich es laut zu ihr sagte war sie mit anderen Frauen laufen gewesen.
Ich hab alles fein gemacht, hab gekocht und danach auch abgewaschen, dann sagte sie "das wäre doch total toll gewesen
wir 4 Frauen und du" und ich sagte "5 Frauen". (ich weiss schon fast die Zahl nicht mehr genau)..
naja..es kam "5 Frauen?" ich "ja" dann habe ich ihr dem Brief gegeben. Sie hat ihn gelesen und angefangen zu weinen.
Ich hab sie in den Arm genommen und auch geweint. Wie ein Schlosshund.
Mit dem Brief wurde ihr klar, was sie schon lange wahrgenommen hatte und hat vieles in meinem Verhalten verstanden.
Wir sind nach wie vor ein Paar..dagegen spricht gar nichts, weil wir uns auch gemeinsam neu definiert haben.
Es liegt allein in deiner Hand, aber bestimme nicht unbedingt ein Ziel, sondern lebe was da ist.
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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nathalie2
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Re: Hallo ihr Lieben
Hui, direkt Gänsehaut bekommen.. Klingt sehr schön! Freut mich, dass es bei Dir so gut lief, liebe Marie. Vielen Dank für Deine GeschichteEmmiMarie hat geschrieben: Mi 10. Jan 2024, 15:47
Hey Nathalie,
happy welcome.
...
Alles Liebe Marie![]()
Zuletzt geändert von nathalie2 am Mi 10. Jan 2024, 17:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Liv
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Re: Hallo ihr Lieben
Hallo Nathalie,nathalie2 hat geschrieben: Mi 10. Jan 2024, 14:46 Liebe Liv, vielen Dank für Deine Worte. Beim Lesen fragte ich mich, mit welchem Ziel ich sie denn jetzt involvieren sollte.
es geht um Vertrauen in der Partnerschaft. Solange es nur Gedankenspiele oder Phantasien sind, kannst Du es für dich behalten. Aber sobald du dich mit anderen Leuten triffst, Hotels buchst oder sonstwie Geld ausgibst, gerätst Du unter einen unglaublichen Geheimhaltungs- bzw. Rechtfertigungsdruck. Wenn sie das dann herausbekommt, und das ist statistisch gesehen nur eine Frage der Zeit, geht es nicht mehr um die Frage warum du gerne ein Kleider trägst. Das ist dann Nebensache. Sondern warum Du in XXX warst und mit wem Du dich getroffen hast und warum das soviel Geld gekostet hat. Und überhaupt: Wie konntest Du mir das so lange verschweigen???
Der Vertrauensbruch ist dann oft so tief, dass Du über das eigentliche Crossdressing dann gar nicht mehr zu sprechen brauchst. Es gibt genug Crossdresser, die das schon seit Jahrzehnten vor ihrer Partnerin mit erheblichem Aufwand geheim halten. Nicht weil die Partnerin das nicht tolerieren könnte, sondern weil sie schlichtweg den richtigen Zeitpunkt verpasst haben bzw. immer noch darauf warten.
Ein weiterer Grund ist: Du wirst eine Entwicklung durchmachen. Ich rede jetzt nicht von einer Transition, aber Du wirst auf jeden Fall deinen Horizont erweitern. Es ist auf jeden Fall einfacher, diese Erfahrungen gleich mit der Parterin zu teilen, anstatt sie Jahre später abholen zu müssen. Das heisst nicht, dass Du sie jedes Detail wissen oder sie auf jedes Event mitkommen muss. Es ist ihr gutes Recht das auch abzulehnen. Aber die Partnerschaft muss mitwachsen und das braucht Zeit. Viel Zeit.
Daher mein eindringliches Plädoyer für ein offenes Spiel gegenüber deiner Partnerin, gerade weil du noch ganz am Anfang stehst.
Liebe Grüße
Liv
PS: Vielleicht gibt sich ja auch der eine oder andere stille Mitleser mal einen Ruck.
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Violetta Arden
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Re: Hallo ihr Lieben
Herzlich willkommen auch von mir hier in diesem Forum. Du hast ja eine ganz schöne Diskussion ausgelöst mit deiner Unsicherheit, wie und ob Du das Deiner Frau beibringen kannst/sollst.
Ich kann Dir dazu auch ehrlicherwiese keinen Rat geben. Meine Frau wusste von meinen Vorlieben und ist dann nach und nach auch mit den "Erweiterungen" mitgegangen. Akzeptieren und tolerieren - das tut sie, aber es wäre ihr wohl lieber, ich hätte diese Seite nicht. Aber sie versteht, daß ich diese Seite in mir habe und die auch nicht wieder "weggeht".
Vielleicht fühlst Du mal vor, wenn so ein Thema irgendwo aufkommt, wie sie darauf reagiert....aber, wie schon einige sagten, zu lange zuzuwarten, das kann auch nach hinten losgehen.
Alles Liebe und viel Glück
Violetta
Ich kann Dir dazu auch ehrlicherwiese keinen Rat geben. Meine Frau wusste von meinen Vorlieben und ist dann nach und nach auch mit den "Erweiterungen" mitgegangen. Akzeptieren und tolerieren - das tut sie, aber es wäre ihr wohl lieber, ich hätte diese Seite nicht. Aber sie versteht, daß ich diese Seite in mir habe und die auch nicht wieder "weggeht".
Vielleicht fühlst Du mal vor, wenn so ein Thema irgendwo aufkommt, wie sie darauf reagiert....aber, wie schon einige sagten, zu lange zuzuwarten, das kann auch nach hinten losgehen.
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Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.
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https://violettaarden9.blogspot.com/
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Joan Autumn
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Re: Hallo ihr Lieben
Hallo Nathalie,
Auch von mir ein herzliches Willkommen.
Hier im Forum findest du viele Lebens- und "Outing-Erfahrungen": Von "Gar nicht" bis fast " kein Problem". Daraus kannst du viel lernen und auch nicht. Denn du musst dich kennen und deine Frau. Das ist schwierig, und hilft auch nicht immer, weil man Reaktionen eben nicht wirklich voraussehen kann.
Ich selbst gehöre zu denen mit spätem Outing. Es lebt sich ohne Geheimnisse so viel leichter. Hätte, hätte"¦
Alles hat seine Zeit, nimm sie dir, aber lass dich nicht "bewusst" entdecken. Auch in meinen Augen kein guter Weg. Und vor dem "entdecken" kommt manchmal das "ahnen" (was auch immer). Macht es schlimmer.
LG, Joan
Auch von mir ein herzliches Willkommen.
Hier im Forum findest du viele Lebens- und "Outing-Erfahrungen": Von "Gar nicht" bis fast " kein Problem". Daraus kannst du viel lernen und auch nicht. Denn du musst dich kennen und deine Frau. Das ist schwierig, und hilft auch nicht immer, weil man Reaktionen eben nicht wirklich voraussehen kann.
Ich selbst gehöre zu denen mit spätem Outing. Es lebt sich ohne Geheimnisse so viel leichter. Hätte, hätte"¦
Alles hat seine Zeit, nimm sie dir, aber lass dich nicht "bewusst" entdecken. Auch in meinen Augen kein guter Weg. Und vor dem "entdecken" kommt manchmal das "ahnen" (was auch immer). Macht es schlimmer.
LG, Joan
Es gibt nur zwei Tage im Leben, die Du nicht ändern kannst: Gestern und Morgen. (Dalai Lama)
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Maura.Masqurin
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Re: Hallo ihr Lieben
Zumindest aus meiner Erfahrung und denen anderer befreundeter CD kann ich sagen, dass das Herausfinden der Partnerin auf ungewollten Wege meist schwieriger zu handhaben war.nathalie2 hat geschrieben: Mi 10. Jan 2024, 09:26
Liebe Maura Masqurin, ich glaube das wäre mir sogar am liebsten, wenn sie es selbst herausfindet. Und besonders, wenn sie es zeitnah herausfindet.
Ich liebe es, wenn mir Entscheidungen abgenommen werden. Besonders solch einschneidende.
Wie geht es euch heute damit, bzw. wie kommt ihr beide damit klar?
Von einigen habe ich ja gelesen, dass die Frau nicht schreiend weggerannt ist, jedoch mit der ganzen Sache nichts zu tun haben will. In dem Fall bleibt es ja sowieso weiter im Verborgenen... Aber vielleicht muss man sich dann auch nicht mehr so verstecken..![]()
Nachdem meine Frau es herausgefunden hat, haben wir das Thema mehrfach versucht anzugehen. Doch das blieb immer irgendwie stecken. Sie wettert jetzt nicht permanent dagegen, verteilt aber auch Seitenhiebe, wenn der Verdacht drauf fällt, dass Maura aktiv war. Ich würde es als wissen, akzeptieren ohne die Ehe einzuschränken, aber trotzdem nichts davon hören und sehen wollen betiteln.
TUN ist wie wollen, nur krasser !!!
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nathalie2
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Re: Hallo ihr Lieben
Liebe Liv, klar, Vertrauen ist das A und O und darf nicht zerstört oder gar belastet werden. Ich werde auf jeden Fall darauf achten und sollte es sich manifestieren, auch zeitnah meine Frau einbeziehen. Vorher muss ich mir jedoch noch ganz viel Mut anlesen und mir wie gesagt selbst klar werden.Liv hat geschrieben: Mi 10. Jan 2024, 16:27 ...
es geht um Vertrauen in der Partnerschaft. Solange es nur Gedankenspiele oder Phantasien sind, kannst Du es für dich behalten. Aber sobald du dich mit anderen Leuten triffst, Hotels buchst oder sonstwie Geld ausgibst, gerätst Du unter einen unglaublichen Geheimhaltungs- bzw. Rechtfertigungsdruck.
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Der Vertrauensbruch ist dann oft so tief, dass Du über das eigentliche Crossdressing dann gar nicht mehr zu sprechen brauchst. ... weil sie schlichtweg den richtigen Zeitpunkt verpasst haben bzw. immer noch darauf warten.
...
Liebe Violetta Arden, auch Dir vielen Dank. Genau davor habe ich Angst und will sie (und mich natürlich auch) schützen. Dieses, "ach hätte ich doch nichts davon gewusst". Aber vermutlich nutze ich das zum Teil auch vor mir selbst als Rechtfertigung.. Habe natürlich Angst vor den Konsequenzen.. also in beide Richtungen. Ermutigend zu lesen, dass Ihr dennoch einen Weg für beide gefunden habt.Violetta Arden hat geschrieben: Mi 10. Jan 2024, 17:23 ...Du hast ja eine ganz schöne Diskussion ausgelöst mit deiner Unsicherheit, wie und ob Du das Deiner Frau beibringen kannst/sollst...
...aber es wäre ihr wohl lieber, ich hätte diese Seite nicht.
Liebe Joan Autumn, auch Dir lieben Dank. Ich freue mich aufs Querlesen.Joan Autumn hat geschrieben: Mi 10. Jan 2024, 17:46 ... Hier im Forum findest du viele Lebens- und "Outing-Erfahrungen": Von "Gar nicht" bis fast " kein Problem". Daraus kannst du viel lernen und auch nicht...
Ja, das ist glaube ich zu erwarten. Ich denke im Spektrum der möglichen Reaktionen liegt das irgendwo in der Mitte. Könnte ich mit leben. Entweder rennt sie angewidert weg, sie arrangiert sich für eine Zeit, merkt dann dass sie damit nicht klar kommt, akzeptiert es mit gelegentlichen Seitenhieben, sie lebt es privat mit, oder sie geht All-In. Meine Frau würde ich so einschätzen, dass sie entweder gleich weg rennt, oder sie will davon nichts wissen, akzeptiert es aber. Rausgehen wird sie mit mir sicherlich nicht, das würde ich aber Stand heute auch gar nicht wollen... - wie gesagt, Stand heute. Das Leben ist ja eine Reise...Maura.Masqurin hat geschrieben: Mi 10. Jan 2024, 18:04 Zumindest aus meiner Erfahrung und denen anderer befreundeter CD kann ich sagen, dass das Herausfinden der Partnerin auf ungewollten Wege meist schwieriger zu handhaben war.
Nachdem meine Frau es herausgefunden hat, haben wir das Thema mehrfach versucht anzugehen. Doch das blieb immer irgendwie stecken. Sie wettert jetzt nicht permanent dagegen, verteilt aber auch Seitenhiebe, wenn der Verdacht drauf fällt, dass Maura aktiv war. Ich würde es als wissen, akzeptieren ohne die Ehe einzuschränken, aber trotzdem nichts davon hören und sehen wollen betiteln.
Ja schön, da habe ich schon ganz viel verschiedenen Input bekommen, in meinem "Hallo"-Thread. Ganz lieben dank dafür. Ich hoffe dieses Format mit den gekürzten Zitaten funktioniert besser..
Einen schönen Abend euch allen
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Re: Hallo ihr Lieben
Nathalie2, noch eine Anregung, die bei mir half. Ich habe ihr nach dem unfrewilligen Outing einen Brief geschrieben, der mit einem Brief beantwortet wurde. Erst deutlich später habe ich ihr 3 Fotos gezeigt. Zu sehen, dass ich einfach nur eine schicke, top gestylte Lady bin, war erleichternd für sie. Die Gedankenwelt hat da deutlich mehr bei ihr vermuten lassen. Diese Korrektur hat da echt geholfen. Doch jetzt müsste es mal weitergehen, tut es aber nicht.
TUN ist wie wollen, nur krasser !!!
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Re: Hallo ihr Lieben
Rhetorische Frage: Von wem müsste die Initiative augehen und wie ?Maura.Masqurin hat geschrieben: Mi 10. Jan 2024, 22:55 Doch jetzt müsste es mal weitergehen, tut es aber nicht.
Viele Grüße
Vicky
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Re: Hallo ihr Lieben
Das klemmt von beiden Seiten. Wir haben es letztes Jahr 3x probiert zu starten, auch ordentlich gesprochen, doch dann sind wir abgeglitten und haben es nicht final abgeschlossen. Man merkt Unsicherheit von beiden Seiten. Ich denke ich gebe ihr mal den Impuls hier zu lesen.Vicky_Rose hat geschrieben: Do 11. Jan 2024, 07:05Rhetorische Frage: Von wem müsste die Initiative augehen und wie ?Maura.Masqurin hat geschrieben: Mi 10. Jan 2024, 22:55 Doch jetzt müsste es mal weitergehen, tut es aber nicht.
TUN ist wie wollen, nur krasser !!!
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Re: Hallo ihr Lieben
Das kannst Du tun und vielleicht hilft es ja auch. Ich finde es problematisch vom Anderen zu erwarten, was er/sie tun soll. Wo liegt die eigene Verantwortung ? Bitte nicht falsch verstehen, ich ringe auch mit der Frage. Ich trage Verantwortung für mich und für die Beziehung. Da wir soziale Wesen sind, kann man das nicht trennen. Aber was heißt Verantwortung für die Beziehung ? Es dem/der Anderen leicht zu machen ? Was bedeutet Rücksicht, wenn es gegen die eigenen Interessen geht ? Beziehungen sind für mich ein Widerspruch in sich. Bedeutet ein Für-mich-zu-sein, egoistisch zu sein ? Oder ist mein Beitrag, auch und vielleicht gerade auch weil er schwierig für mich und den/die Andere/n ist, eine Bereicherung für die Beziehung ? Muss das nicht Jede/r für sich entscheiden ?Maura.Masqurin hat geschrieben: Do 11. Jan 2024, 09:47 Ich denke ich gebe ihr mal den Impuls hier zu lesen.
Ich glaube, jede Beziehung kommt in die Situation, in denen die Widersprüche auftreten. Welche Perspektive ist "richtig" ? Solange man in Beziehungen mehr gewinnt als man alleine hat, ist sie wertvoll. Verantwortung zu zeigen hat mMn viel damit zu tun, sich um diesen "Gewinn" zu bemühen. Dazu muss man erkennen, worin dieser für mich bestehen kann. In meinem Fall ist das die Anerkennung meiner Identität, von der ich noch nicht sicher sagen kann, worin diese besetht. Diese Findung ist für mich ein weiterer Nutzen. Aber ich darf meine Interessen nicht einfordern, sondern muss mich durch mein Engagement um diese Anerkennung bemühen. Mein/e Partner/in ist dabei nicht mein Gegner, sondern der Stein des Anstoßes. In der Ehe teilt man sich die Probleme, die man alleine nicht gehabt hätte (Woody Allen). Recht hat er. Was aber nicht gesagt wird, ist, dass diese Probleme der Grundstein für das eigene Wachstum ist, das man alleine nicht hätte. Die Bewältigung der Probleme ist ein Prozess, der oftmals sehr schmerzhaft ist, aber irgendwann sollte ein Ziel erreicht werden können. Wenn nicht, was will ich dann in dieser Beziehung ?
Den Blick auf den Anderen zu haben ohne sich selber aus dem Blick zu verlieren, ist aus meiner Sicht eine Grundvoraussetzung für kooperatives Verhalten. Vom Anderen etwas zu erwarten, führt zu einer Machtfrage, die ein Miteinander auf Augenhöhe nicht zulässt.
Deshalb nochmals die rhetorische Frage, die Du nur für Dich selber beantworten musst: Was kannst DU tun, damit die Beziehung davon profitiert ?
Viele Grüße
Vicky
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Re: Hallo ihr Lieben
Das sind sehr gute Gedanken, die Du teilst.
Ich bin beim Lesen lediglich über das gestolpert
Und besonders beim Thema Kompromisse geht es darum, dass am besten keiner verliert... Vielleicht lässt sich ja so ein Kompromiss finden.
Aber es MUSS ja keine hundertprozentige Kongruenz hergestellt werden. Man darf sich doch auch eine gewisse Eigenständigkeit bewahren, sich gegenseitig den Raum für individuelle Entfaltung lassen, und kann dennoch gemeinsam in dieselbe Richtung gehen.
Es muss ja nicht gleich das Ende der Beziehung bedeuten.
Ich bin beim Lesen lediglich über das gestolpert
Ich finde besonders beim Thema Beziehung ist der Weg ja das Ziel. Gemeinsam zu wachsen, sich zu Vertrauen, gemeinsame Werte und Ziele zu haben, sich zu Unterstützen, ein gewisses Gleichgewicht herzustellen und natürlich aber auch Kompromisse einzugehen.Vicky_Rose hat geschrieben: Do 11. Jan 2024, 11:28 aber irgendwann sollte ein Ziel erreicht werden können. Wenn nicht, was will ich dann in dieser Beziehung ?
Und besonders beim Thema Kompromisse geht es darum, dass am besten keiner verliert... Vielleicht lässt sich ja so ein Kompromiss finden.
Aber es MUSS ja keine hundertprozentige Kongruenz hergestellt werden. Man darf sich doch auch eine gewisse Eigenständigkeit bewahren, sich gegenseitig den Raum für individuelle Entfaltung lassen, und kann dennoch gemeinsam in dieselbe Richtung gehen.
Es muss ja nicht gleich das Ende der Beziehung bedeuten.
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Re: Hallo ihr Lieben
Oft gibt es viel Unsicherheit und Ängste bei dem Thema und die gilt es erstmal zu reduzieren, wenn man mit anderen Menschen darüber spricht. Gerade eine Partnerin befürchtet zunächst oft das schlimmste. Ich finde dein Anfangspost ist da schon eine gute Grundlage um die Partnerin mitzunehmen. Es geht erstmal doch nur um ein bischen mehr eigene Weiblichkeit in deinem Leben zu lassen, das kann man auch mit der Partnerin zusamnen erleben, wenn man sie zu Beginn mit einbezieht und beide den gleichen Startpunkt haben. Später wird es schwerer wenn einer der Beiden Vorsprung hat. Dann überfordert man den anderen schnell. Aber jede Beziehung ist anders, bei manchen kann sowas eine Bereicherung sein, bei anderen eine Belastung und manchmal kann die Belastung sogar zuviel sein. Das sind dann die Ängste und Hoffnungen, nur ständig in Angst leben zu müssen ist auch belastend.
Liebe Grüße, Tira
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