Liz hat geschrieben: Mo 28. Aug 2023, 17:40
Und wenn es mir sagt, ich bin eine Frau, dann bin ich eine und benötige auch nicht ein "Trans" davor. Dabei ist es auch vollkommen egal, welche Merkmale mein Körper aufweist.
hey...
mal wieder, ja und nein...
inzwischen denke ich das trans* immer mal wieder stoppt und weitergeht.
Brauchen ist dann doch eine ganz andere Sache und kommt auf den Kontext an.
Heute ist mein 5 offizieller "Hormongeburtstag" und je weiter ich zurückschaue auf mein
Leben und wie es jetzt ist, kann ich sagen, ja, das Frausein war immer in mir, aber war ich wirklich damals eine?
Nicht ganz, weder körperlich, noch im Herzen, noch im Geist. Es ist ein Hineinwachsen ins neue Leben,
das Frausein wirklich entdecken, spüren.
Ich war einmal stocksauer, als mein Lieblungsmensch sagte, "du hast das doch noch gar nicht richtig gelebt".
Es war vermessen sauer zu sein. Denken und fühlen kann man vieles, das Sein ist etwas ganz anderes.
Wenn ich jetzt meinen Körper betrachte und mir vorstellen müsste die Brüste wären nicht mehr da,
ich wäre wieder genauso haarig auf der Brust wie früher, ich würde mehr leiden als früher, weil ich jetzt
mehr Frau geworden bin.
Früher habe ich auch immer gesagt du kannst nicht Frau werden du bist es und doch es ist ein Werden.
Es ist einfach nur umheimlich komplex und sowieso noch nicht abgeschlossen, was wird nach der GaOP
sein? Nach dem Brustaufbau wenn ich ihn bekomme, nachdem der Kehlkopf angeschliffen ist.
Das ist immer noch ein Werden weiter weg von der Person von früher, die ich immer weniger wahrnehme.
Irgendwie habe ich zu meinem "AbnabelGeburtstag" ein für mich total schönes Kompliment bekommem
Zum einen "du bist viel offener geworden" und "du bist keine Tussi, du bist eine Frau"
Ich wollte auch nie eine Tussi sein mit hohen Schuhen und Miniröckchen, zum Spass ja, aber nicht weil ich eine
Frau bin. Es wäre nur wieder eine Verkleidung etwas was ich nicht bin, dann bin ich eben burschikos.
Das ist aber gut so.
Gut, ich muss mal los, habt einen wunderbaren Abend und geniesst was da ist, Marie

Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.