"Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
"Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?! - # 3

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
ExUserIn-2026-04-08
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 31 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Violetta Arden hat geschrieben: So 26. Nov 2023, 23:22 Ich möchte wenn ich enfemme als Part-time-lady unterwegs bin auch als Frau gesehen werden.
Frage: Warum ist denn das so wichtig für Dich ? Und wie äußert sich das "als Frau gesehen werden" in der Öffentlichkeit ? Meine Erfahrung ist, dass ich en femme in der Öffentlichkeit i.d.R. keine besondere Aufmerksamkeit oder andere Behandlung erfahre. Letztlich ist es die, wie ich mich ausdrücke und deren Akzeptanz, die von Bedeutung ist. Das heißt aber nicht, dass ich als Frau behandelt werde.
Violetta Arden hat geschrieben: So 26. Nov 2023, 23:22 aber deswegen bin ich noch keine und das weiß ich auch
Das ist eine rein biologische Betrachtung, was eine Frau ist. Genau das ist aber der Unterschied zu emotionalen Selbstdefinition des Frauseins. Oder englisch ausgedrückt: Sex or Gender. Und hier liegt ja das Problem. Von außen sieht man Sex, von innen Gender. Was ist die Wahrheit des Frauseins ? Wer darf das bestimmen? Du hast für Dich eine Entscheidung getroffen. Das ist völlig ok so.

Ich definiere das Frausein anders und mir ist die Differenzierung an dieser Stelle wichtig. Mein Geschlecht ist mehr als mein Körper.
Viele Grüße
Vicky

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Anne-Mette
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 32 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Violetta Arden hat geschrieben: So 26. Nov 2023, 23:22 wenn ich enfemme als Part-time-lady unterwegs bin auch als Frau gesehen werden
ich glaube, das ist ein "Spiel" (nicht abwertend gemeint) mit der gewünschten Eigenschaft, "als Frau gesehen zu werden".
Das machen auch deine zahlreichen und bilderreichen Beiträge deutlich, denke ich, die zwar als Nebensache einen Mehrwert bieten, wenn ähnliche Ausflüge geplant oder ein allgemeines Interesse an solchen Ausflügen vorhanden ist.
Auch "Mitfreude" über gelungene Aktionen kommt auf )))(:
Ich habe aber das Gefühl, es geht in erster Linie um "Selbstvermarktung", wobei der "Marktwert" durch das "perfekte oder 'natürliche' Aussehen als Frau" definiert wird. Dazu kommen ja auch die gewünschten Bestätigungen.
Violetta Arden hat geschrieben: So 26. Nov 2023, 23:22 muss man sich schon die Mühe machen, dem Bild auch äußerlich näher zu kommen. Sie will ja auch als Frau gesehen und akzeptiert werden. Man lebt nicht auf einer Insel und kann dort machen, was man will.
Es ist die Frage, wo da Grenzen stehen und welche (körperlichen) Möglichkeiten vorhanden sind - und ob das überhaupt ein "MUSS" ist - und wenn ja, in welchem Maße.

Wenn es vorrangig oder gar ausschließlich um "Passing" geht, dann ist "diese Art Frau" eine leere Hülle in meinen Augen - wenn auch vielleicht "schön anzuschauende".
Ich denke, es gehört mehr zum Selbstbild einer Frau, als von einzelnen Menschen oder gar "aus der Comminity" als "aussehend wie eine (echte) Frau" gelobhudelt zu werden.
(Früher hatten Speigelreflexkameras einen kleine Aufkleber "Passed) (smili)

Gruß
Anne-Mette
andrea8847
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 33 im Thema

Beitrag von andrea8847 »

Ich glaube, die Bezeichnung "leere Hülle" trifft ins Herz. Eine leere Hülle könnte vielleicht ein rein schauspielerischen Akt sein. Jede transperson, egal welchen Ststus dürfte sich als weiblicher empfinden als nur in einer Verpackung rumzulaufen. Ein gelungenes passing empfinde ich als sehr hilfreich, die weiblichen Anteile immer weiter zuzulassen. Zur Eingangsfrage meine ich, dass jeder Weg eben zur Persönlichkeit passen muss. Das kann eine HRT sein oder eine kleine Lösung. Andere wünschen sich lange die GaOP und gehen den kompletten Weg. Alles mit Vor- und Nachteilen, gute Gespräche auch mit sich selbst werden den richtigen Weg zeigen und dazu den Mut zu fassen, erzeugt bei mir größten Respekt ❤️
Schöne Woche - andrea
Auf der Suche nach dir, vergiss nicht, zu leben 😻
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 34 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

andrea8847 hat geschrieben: Mo 27. Nov 2023, 10:14 Ich glaube, die Bezeichnung "leere Hülle" trifft ins Herz. Eine leere Hülle könnte vielleicht ein rein schauspielerischen Akt sein.
Ins Herz wollte ich nicht treffen. Wenn es so aufgefasst werden sollte, dann tut es mit leid.
Gleichwohl beschreibst du es mit dem "schauspielerischen Akt" ganz gut.
Das ist doch auch nicht negativ.
Eine Person, die "sonst" Mann ist, spielt erfolgreich eine Frau - und hat Spaß dabei.
Susi T
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 35 im Thema

Beitrag von Susi T »

"Schauspielerischer Akt" ist ja völlig ok und kann viel Freude machen und Freude am Leben sollte was normales und gutes sein. Da muss auch nicht mehr dahinter stecken, aber es kommt eben auch mal vor das bei manchen deutlich mehr dahinter steckt. Ob da dann mehr gemacht werden sollte oder einfach so weiter wie bisher muss jede/r für sich selbst herausfinden. Von Aussen kann das garnicht unterschieden werden. Die unbändige Freude kann aber schonmal der Normalität weichen, wenn der Weg weiter gegangen wird(was aber auch nichts schlechtes sein muss, da ein allgemeines Wohlgefühl an deren Stelle einkehren kann).
Ich lese immer wieder von Frauen die als Crossdresser begonnen, dann den trans Weg eingeschlagen haben und gerne sich nun als Mauerblümchen präsentieren um nicht aufzufallen. Auch das muss jede für sich herausfinden, ich selber habe viel Freude an meinem Leben gewonnen und manchmal bringe ich das auch in Form von Kleidung ect. zum Ausdruck. Da geht es mir aber nicht anders als etlichen cis Frauen in meist jungen oder mittleren Alter.
Liebe Grüße, Tira (flo)
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 36 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 27. Nov 2023, 07:59
Violetta Arden hat geschrieben: So 26. Nov 2023, 23:22 Ich möchte wenn ich enfemme als Part-time-lady unterwegs bin auch als Frau gesehen werden
Frage: Warum ist denn das so wichtig für Dich ? Und wie äußert sich das "als Frau gesehen werden"

Ich möchte nicht als Mann in Frauenkleidern angestarrt werden
Violetta Arden hat geschrieben: So 26. Nov 2023, 23:22 aber deswegen bin ich noch keine und das weiß ich auch
Das ist eine rein biologische Betrachtung, was eine Frau ist.
Aber darum geht's auch in der Akzeptanz in der Gesellschaft und vor allem dem weiblichen Teil davon.
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.

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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 37 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Violetta Arden hat geschrieben: Mo 27. Nov 2023, 16:39 Aber darum geht's auch in der Akzeptanz in der Gesellschaft und vor allem dem weiblichen Teil davon.
Bezogen auf die Ausgangsfrage meine ich, dass es wieder um zwei Perspektiven geht, den Blick von außen und den Blick von innen. Ich hatte eher den letzteren im Blick. Ich muss mich selber akzeptieren, dann erst dann kommt für mich die Gesellschaft. Diese Perspektivdifferenzen führen immer wieder zu Missverständnissen.

Im übrigen glaube ich, dass der Satz oben "
Ich möchte nicht als Mann in Frauenkleidern angestarrt werden" von Dir stammt. Ich habe den so sicher nicht formuliert. Du definierst das Frausein in einer Negativformulierung als eine Nichtwahrnehmung des Mannes im Frauenmodus. Das ist aber noch nicht Frausein. Ich glaube, Frauen würden das mMn nie in dieser Weise formulieren.

Bitte nicht falsch verstehen, ich will Dir nichts absprechen. Ich habe ja auch keine konkrete Antwort auf die Frage. Ich weiß nur, dass ich emotional auf den Gedanken der Weiblichkeit reagiere, mal mehr, mal weniger. Es konkret ausdrücken, kann ich aber nicht. Aber mit anderen Gefühlen ist das ja auch nicht anders. WIe beschreibt man ein individuelles Gefühl in einem Schema für Weiblichkeit ? Auch biologisch ist das nicht wirklich möglich. Also bleibt doch nur für mich selber, bewege ich mich in den Schemen oder in meiner Individualität. Letztlich drücke ich Individualität mit Schemen aus. Und es ist beides, der Blick in den Spiegel und der Spiegel, den mir die Außenwelt zeigt. Und wenn ich eine Rückmeldung bekomme, bewegt er mein Inneres. Das Maß meiner Dinge bin ich aber selber und nicht die Außenwelt.

Genug geschwurbelt... ;-)
Viele Grüße
Vicky

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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 38 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 27. Nov 2023, 18:17
Violetta Arden hat geschrieben: Mo 27. Nov 2023, 16:39 Aber darum geht's auch in der Akzeptanz in der Gesellschaft und vor allem dem weiblichen Teil davon.


Im übrigen glaube ich, dass der Satz oben "
Ich möchte nicht als Mann in Frauenkleidern angestarrt werden" von Dir stammt. Ich habe den so sicher nicht formuliert.
Sorry, ja ist von mir...mit dem Handy immer schwierig...und auch richtig: genug geschurbelt
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 39 im Thema

Beitrag von Sophia69 »

Guten Abend zusammen,
betrachte ich Frau-Sein nicht als biologische, sondern als Gender Kategorie, erübrigt sich meiner Meinung nach die Ausgangsfrage. Denn letztendlich bin ich das, was ich fühle und denke! Soll heißen, verliere ich zum Beispiel in einem x-beliebigen Spiel, habe aber in meiner Bewertung des Spielgeschehens "moralisch" den Sieg errungen/verdient, so fühle ich mich als Siegerin, ohne dass ich die Tatsache leugne verloren zu haben. Natürlich funktioniert das ganze auch umgekehrt, so dass ich mich als Verliererin fühlen kann, wenn ich auch objektiv gewonnen habe.
Ich bin eine Frau, somit natürlich auch ohne GaOP. Es ist doch in meinen Augen fatal, wenn jetzt wieder Schubladen aufgemacht werden, ausgegrenzt wird, weil ähnlich wie Alice Schwarzer als cis Frauen sie das "exklusiv Recht" Frau zu sein, für ihresgleichen verbucht. Jede (Trans-) Frau sollte doch ihren Weg gehen dürfen mit oder ohne GaOP und als Frau gewürdigt werden, wenn sie sich als diese selber sieht!

In diesem Sinne wünsche ich egal, ob Mann oder Frau oder Divers oder, oder... noch einen schönen Abend.
Sophia
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 40 im Thema

Beitrag von andrea8847 »

Ich versuchte auf Twitter entgegen einier sehr "kritischer" Tweets zum Thema SBG und ist Transfrau - Frau, eine ausgleichende menschliche Ebene zu ereichen. Ich habe mich dabei nicht geoutet, merke aber deutlich, wie dogmatisch diese Diskussion geführt wird, schade. Nun ist Twitter kein Diskussionsforum, sondern eher Verkündung mit Ellenbogen, aber egal.
Für unser Thema bedeutet das, dass wir neben freundlichen Seelen genug Kritiker bis Feinde in unserer Gesellschaft haben, dass wir dringend zusammen halten sollten und jeder/jede weiter den Schritt in die Öffentlichkeit gehen sollte, um das positive Bild zu entwickeln oder zu pflegen. Welchen Status eine Transition oder das Ausleben hat ist dabei völlig egal. Den Schritt in die Öffenlichkeit erleichtert ein nach den persönlichen Möglichkeiten gelungenes passing je nach Selbstverrauen erheblich.

Ich wünsche euch allen (he)

LG Andrea
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 41 im Thema

Beitrag von Blossom »

andrea8847 hat geschrieben: Di 28. Nov 2023, 12:36 den Schritt in die Öffentlichkeit gehen sollte, um das positive Bild zu entwickeln oder zu pflegen.
Kann und möchte ich ausdrücklich unterstreichen - zumal ich das bereits seit Jahren mache. Als Leitungsperson einer Einrichtung für "körperlich & geistig behinderter eingeschränkter Menschen" muss man sich mit mir auseinandersetzen, ganz gleich was man über trans Personen denken mag. Und ich möchte unterstreichen, dass hier durchweg eine positive Rückmeldung erfolgt. Und ich bin mir sicher, dass diese Menschen - mit vielen komme ich in diesem Punkt auch ins Gespräch, ja ich forciere es sogar oft, um etwas in ihnen zu bewegen - anschließend mit einem positiven Bild im Kopf dahinziehen; sprich trans Menschen deutlich positiver wahrnehmen.
Anfangs war ich noch oft zurückhaltend, wenn es um das Thema ging - wollte nicht auffallen, geschweige denn ins Rampenlicht. Heute ist das keineswegs mehr so - ich suche diese Option sogar. Erst kürzlich auf der Herbstfeier unserer Einrichtung, bei der ich neben der Ortsbürgermeisterin und anderen Vertretern der Stadt vor unseren Bewohnern und deren Angehörigen auf der Bühne stand, infolge dessen es später zu sehr vielen recht persönlichen und durchweg respektvollen, ja sogar bejahenden Gesprächen kam. Und es war schön, von der Ortsbürgermeisterin ganz öffentlich zu vernehmen, dass ich eine starke und bewundernswerte Frau sei, die ihr Leben meistert und mit gutem Beispiel vorangeht, zudem eine, die ihre Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes als Berufung sieht.

Vielleicht hat nicht jede/r eine solche Stärke wie ich und ein Rückgrat, sich nicht mehr verbiegen zu lassen - aber mit erhobenem Haupt in die Öffentlichkeit zu gehen, kann ich nur empfehlen. Es macht etwas mit einem selbst, gibt Kraft und stärkt das Selbstbewusstsein - und allein das macht m.E. sehr viel in der Fremdwahrnehmung aus - und ich meine dies positiv.

Liebe Grüße vom
Blümchen (na)
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
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