Das erste Mal
Das erste Mal - # 68

Lebensplanung, Standorte
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Céline
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Re: Das erste Mal

Post 1006 im Thema

Beitrag von Céline »

Kennt Ihr das...ich hab das zwar schon einmal erwähnt... aber wenn ich längere Fahrten mache entstehen ihn meinem Kopf Texte. Texte die mein Leben beschreiben. Nein nicht das alte Leben obwohl wenn ich ehrlich bin manchmal alte Erlebnisse aufflammen die lange vergangen sind und an die ich gar nicht mehr gedacht habe.
Und dann denke ich natürlich über geschriebenes nach und diese Tage dachte ich mir warum schreibe ich eigentlich oft so wirr. Chronologisch...dann wieder Aktuelles und dann wieder etwas vollkommen anderes. Na ja...irgendwie bin ich das einfach. Meine Gedanken kreisen ständig . Manchmal ist das tatsächlich anstrengend und ich genieße die Momente wenn ich vollkommene Ruhe habe und einfach nur in den Himmel sehen kann, ein Lüftchen über meine Haut und Haare streicht und ich komplett abschalten kann. Oder ....nach einer durchgefeierten Nacht nachhause komme, mir einen frischen Kaffee mache und mich vor mein Häuschen setzt. Ich genieße dann die morgendlichen Sonnenstrahlen auf meiner Haut und freue mich über die vielen Blüten unserer Hortensien und Lilien vor dem Eingang.
Und wenn man mich dann so sieht, meinen Garten, meine Liebe zu Blumen, Pflanzen, Botanik dann würde man nicht erwarten welche Fassetten ich noch lebe. Ich lebe mein Leben in allen Bereichen sehr offen und damit auch diese Dunkle Seite aus der ich kein Geheimnis mehr mache. Warum auch. Verstecken kostet Zuviel Kraft und
Tja...und da bin ich dann schon beim Thema. Da war doch was mit dem Bild vom Wochenende. Eine Veranstaltung auf die ich mich seit einem Jahr freue und für die ich fast keine Karte mehr bekommen habe. Sie war schon lange ausverkauft weil ich den Kauf der Karte für mich und meinen Freund zu lange hinausgezögert habe. Es wurden zwar immer wieder Einzelne angeboten aber ich hatte Pech. Bis ich angeschrieben wurde ob ich Interesse an zwei Karten hätte. Ich konnte es kaum glauben da ich eigentlich schon damit abgeschlossen hatte. Und ganz ehrlich waren meine Gedanken vorher viel zu sehr damit beschäftigt wie mein "Auftritt" aussehen wird. Mein Traumoutfit hatte ich schon lange im Kopf und beim Shoppen in meinem Laden wurde ich vor Wochen schon enttäuscht da mein Bodenlanges Violettes Kleid das in England angefertigt wird frühestens Ende des Jahres kommen wird. Da aber meine Entscheidung diesmal nicht in Schwarz zu gehen fest war entschied ich mich für ein Blaues Kleid mit schwarzen Blickfängen und nach dem Moto Garten mit weißen Orchideen in den Haaren. Samstag war geprägt von Vorbereitungen. Einkaufen, für zuhause und für das geplante Picknick im Vorfeld. Ab Mittag dann Koffer packen, Kühltasche herrichten und ab ins Bad. Haare waschen und duschen sind momentan etwas schwierig da meine Heizung den Geist aufgegeben hat und mein Installateur nicht kann. Gerade meine Haare sind das Problem. Also Wasserkocher und Waschschüssel. Not macht erfinderisch und da wird einem der Luxus von fließenden warmen Wasser erst so richtig bewusst.
Um !8.00 war Treffpunkt am Parkplatz. Wie immer traff ich mich vorher mit meinem Freund und wir fuhren mit einem Auto weiter. Meine Größte Sorge war das Wetter das leider nicht so war wie ich es ,mir gewünscht habe. Zuhause hatten wir noch ein Gewitter mit Hagel und starken Regen. Zum Glück wurde es besser, nur ziemlich kühl.
Am Treffpunkt angekommen wurden wir schon von unseren besten Freunden empfangen und unser Picknick konnte beginnen. Und dann um 21:00 gingen wir los. Ins Zelt und Garderobe zum umziehen was schwieriger war als erwartet. Unglaublich was 2Kg zunehmen ausmacht . Mein Freund brauchte von einem anderen Herrn Hilfe da mein Kleid etwas enger war als gedacht. Mir war eigentlich nicht zum lachen zumute aber konnte es mir nicht verkneifen :) .

Die Party war für mich ein einziger Rausch. Eine unglaubliche Menge an Styles und Outfits die einfach nur zum Teil atemberaubend waren. Dazwischen immer wieder Tanzen und viel Reden und Lachen. Und ich durfte eine ganz besondere Frau kennen lernen die wahnsinnig attraktiv war. Danke an dieser Stelle für unser langes Gespräch.
Aber auch diese Nacht verging wie im Flug und irgendwie war dann um 5.15 das letzte Lied aus. Mein Freund umarmte mich noch lange und wir gingen dann noch in einen anderen Bereich und unterhielten uns noch bis um 6 mit einigen anderen die ich kannte.
Aber alles hat mal ein Ende und so gingen wir an diesen wunderschönen Morgen noch zusammen zum Frühstücken und hatten beide ein anhaltendes Lächeln im Gesicht bevor wir uns dann am Parkplatz trennten und getrennte Wege fuhren.
Zuhause dann noch schnell Semmeln und Brezen holen und dann schließlich um 8:15 angekommen leise die Tür aufgesperrt und meine Frau und meine Kleine begrüßt. Noch zusammen frühstücken und dann schließlich nach 26 Stunden todmüde aber mit einem wahnsinnigen Glücksgefühl ins Bett fallen und mit einem Lächeln einschlafen.
Tja..eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben aber wie ich eben so bin.

Ach ja...und das Bild???
Ich habe lange überlegt ob ich es zeigen kann da mein Style nicht gerade Straßentauglich ist und ...
Aber genau so kennen mich sehr viele. Verrückt und alles andere als alltäglich. Ich wage es einfach, diesmal nicht ganz in Schwarz obwohl ich ,mich zu später Stunde umgezogen habe da es mich so ziemlich gefroren hat.
Aber wie immer ich...
Eure Céline
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Re: Das erste Mal

Post 1007 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Ach ja...und das Bild???
Ich habe lange überlegt ob ich es zeigen kann da mein Style nicht gerade Straßentauglich ist und ...
Es ist halt etwas kurz. Knöchellang und genauso eng wie der Rest wäre interessanter....🙄😁😁

Das du gefroren hast kann ich verstehen .
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Céline
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Re: Das erste Mal

Post 1008 im Thema

Beitrag von Céline »

Zwei Wochen schreib ich nun schon an diesen Post:

Lange wollte ich etwas über meinen Schottland Urlaub schreiben aber über diesen Moment zu schreiben war mir sehr wichtig um zu zeigen das man nie Hoffnung verlieren darf. Ich habe diesen Post kopiert der mir sehr oft im Kopf umgegangen ist. Es war dieser Tag der alles für immer veränderte. Der Tag, den ich mir so herbeisehnte und doch so große Angst in mir auslöste. Diese Momente werde ich nie vergessen und die auch nicht vergessen möchte weil sie so wichtig waren:

"Rückblick:
10:49....Ich nehme die kleine geschmacklose Tablette. Fange an mich auszuziehen und stehe vor dem Spiegel. Sollte ich träumen? Passiert das jetzt wirklich??? Ich sehe mich an und tausende Gedanken machen sich in meinem Kopf breit. Ich sehe hinunter und sehe ihn lange an, 52 Jahre hat er mich in dieser Form begleitet und in genau 41 Minuten werde ich die Augen schließen und 7 Stunden schlafen...7 Stunden die mein Leben gravierend ändern werden. Ich die Frau die mittlerweile eine gewisse Hassliebe zu ihm entwickelt hat und ich weiß ich werde ihn mit seinen Vorzügen vermissen.
Dann noch einmal hinsetzen und in aller Ruhe das allerletzte Mal als Mann Wasser lassen. Dieser Augenblick war unglaublich sentimental, erschreckend und doch mit Erleichterung verbunden. Aufstehen,reinigen, Hände waschen und desinfizieren und mein Baumwollhemd und Strümpfe angezogen,
Ich legte mich ins Bett deckte mich vor Kälte zitternd zu und wartete auf das Klopfen an der Türe. Ich wurde hinausgeschoben und mein letzter Weg als "Er" hat begonnen. Eine für mich scheinbar unendlicher Weg lag vor mir, durch Gänge, den Aufzug wo ich noch versuchte Scherze zu machen und Schließlich vor der großen Schiebetür endend. Darin wurde ich bereits erwartet und nach kurzen warten musste ich über eine breite Schleuße rutschen und sah die Liege mit zwei Fußteilen und Fixierriemen für die Beine. Ich wurde unglaublich freundlich von einer OP Schwester empfangen die mich richtig platzierte und in den Vorraum schob.
Und da war sie... die kalte Breite Stahltüre hinter der mein neues Leben beginnen sollte.
Angst??? Ja die hatte ich definitiv und zwar die größte meines Lebens. Und ja ich zitterte und weinte fürchterlich und das anwesende Team war so unglaublich einfühlsam und geradezu zärtlich zu mir das ich langsam ruhiger wurde.
Alle Schläuche, Kabel, Elektroden wurden verlegt und die Ärzte kamen zu mir und sprachen unglaublich einfühlsam mit mir und versuchten mir alle Ängste zu nehmen und ich sollte versprechen mir einen schönen Traum zu überlegen und daran zu denken. Ich sagte zwar noch das klappt doch nicht aber ich versuchte es...
11:26 ... langsam bekam ich die ersten Medikamente gespritzt.... 60ml....dann die nächste ganz langsam, 160ml... mein Arm wird kalt und mein Traum ???
Ja der war in meinem Kopf... ein letzter langer Spaziergang mit meiner geliebten Frau an einem Strand in unserem so geliebten Schottland ... ein Traum der nie mehr Wirklichkeit werden wird durch diese kalte Türe.
Ein Stopp...ein Halt??? Bis zur letzten Sekunde in der ich immer müder wurde lag es auf meiner Zunge bereit. Doch ich machte meinen letzten Spaziergang im Arm meiner Frau....
11:30.....ich kam hinter die Türe"

Im Nachhinein waren die ersten Tage danach ein Nebeldunst an die ich jetzt wenig Erinnerungen habe. Aber die Angst das jetzt alles zuhause verloren ist war allgegenwärtig.
Das aber alles ganz anders als erwartet kommen wird hätte ich so nie erwartet.
Und nach all dieser Zeit die nun schon wieder so lange her ist hatten wir dieses Jahr wieder einen wunderschönen Urlaub in Schottland und diesen Traum den ich mir so sehnlichst gewünscht habe hat sich erfüllt.

Céline
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Tatjana_59
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Re: Das erste Mal

Post 1009 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Céline hat geschrieben: Mi 23. Aug 2023, 22:47
Ich sehe hinunter und sehe ihn lange an, 52 Jahre hat er mich in dieser Form begleitet und in genau 41 Minuten werde ich die Augen schließen und 7 Stunden schlafen...7 Stunden die mein Leben gravierend ändern werden. Ich die Frau die mittlerweile eine gewisse Hassliebe zu ihm entwickelt hat und ich weiß ich werde ihn mit seinen Vorzügen vermissen.

Céline
Liebe Céline,

Ich möchte dein Tagebuch nicht für mich in Anspruch nehmen, aber bei deinen Sätzen über die Männlichkeit zwischen den Beinen fiel mir mein letztes Erlebnis damit ein.
Am Tag vor der OP, ein paar Stunden bevor wir ins Krankenhaus fuhren ging ich duschen.
Danach nackt ins Wohnzimmer.
Dort saß meine Frau mit Tränen in den Augen uns sagte:
Lass ihn mich noch einmal bitte fotografieren, denn morgen ist er ja weg.
Das belastete mich schwer, ich war kurz davor die OP abzusagen, was ich dann Gott sei Dank nicht tat.


Danke für deinen Bericht Träume werden wahr.

Liebe Grüße Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
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Re: Das erste Mal

Post 1010 im Thema

Beitrag von Céline »

Gedanken....
Ich stehe im Eiskalten Wasser und schließe die Augen
Ich spüre den Wind der durch mein Gesicht weht und meine Haare zersaust
Zwischen meinen Zehen schwirren Tiere im Kies und dass eiskalte Wasser lässt meine Haut kribbeln
Rechts zirpt ein Grashüpfer, Links läuten die weit entfernten Glocken im Tal
Ich öffne die Augen und die Sonnenstrahlen jucken in der Nase
Ich laufe durch das hohe Gras den Kiesweg empor zur Sauna und ziehe mich aus, genieße die Hitze.... das herunterperlen der Schweißtropfen und dann....
Lasse ich mir kaltes Wasser über meinen Körper laufen und steige in das Eiskalte Wasser und tauche unter...
Und Nackt steige ich die Treppen hoch und lege mich auf meine Liege, schließe die Augen und träume....
Ich lebe... und liebe meinen Körper... endlich nach all den Jahren... ohne Scham und Angst....
Ich möchte es in die Welt schreien:
Ja ich lebe
Céline
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Re: Tod.....Angst

Post 1011 im Thema

Beitrag von Céline »

Der Tod.....
Angst davor, nein die hatte ich bis Donnerstag nicht. Doch im Leben ist vieles ungeplant und überfährt einen vom einen Augenblick zum nächsten. Der Auslöser?
Eine winzige Tablette. Leider geht es mir in letzter Zeit nicht gut und Schmerzen lassen mich jede Nacht aufwachen und rauben mir den Schlaf. Deshalb ließ ich mir bei meinem letzten Arztbesuch etwas verschreiben um wenigstens Nachts schlafen zu können. Donnerstag Nachmittag bekam ich wieder Schmerzen und entschloss mich eine Tablette zu nehmen um ein wenig schlafen zu können.
Was dann aber folgte war eine schreckliche Odyssee. Nach einer Stunde wurde es mir Schwindelig und mir ging es rasant schlechter. Ich musste mich übergeben, zittern, Schweißausbrüche und Atemnot setzte ein. Ich schleppte mich ins Wohnzimmer und legte mich hin, hoffend das Besserung eintritt. Meine Frau brachte mir mein Notfallspray und ich hoffte immer noch das es besser wird.
Doch es wurde immer schlimmer und meine Frau sagte sie fährt mich ins Krankenhaus. Aber ich kannte diese Situation und sagte nur " Ruf bitte schnell den Notarzt "
Selten bin ich so froh Sirenen zu hören als die Notärzte und Sanitäter, es waren 6 Personen ins Wohnzimmer kamen und anfingen mich zu untersuchen und Medikamente auszupacken. Und irgendwann wurde alles um mich wie von einem Nebelschleier bedeckt. Mein Körper rebellierte und ich bekam eine Spritze nach der Anderen und Infusionen. Kortison Krampflöser und Adrenalin. Wie lange das gedauert hat weiß ich nicht mehr aber irgendwann ging es mir wieder besser und der Arzt meinte ich könnte wenn ich stabil bin zuhause bleiben. Ein Sanitäter bemerkte dann das meine Pupillen völlig unterschiedlich aussehen und unnormal.
Es wurde entschlossen mich mitzunehmen um sicher zu sein. Die Fahrt in die Klinik nahm ich nur als mit Sirenen durchzogene mit hohen Drehzahlen des Motors Wettfahrt war. Im Krankenhaus angekommen Kamm ich in die Notfallaufnahme und wurde auf ein Behandlungsbett gelegt, verkabelt und von mehreren Ärzten untersucht. Ich weiß gar nicht wieviele Nadeln und Anschlüsse mir gelegt wurden bis es losging. Meine Frau die meine Hand hielt erschrack als mein Körper anfing überall rote Flecken zu bekommen. Die Atemnot die besser geworden ist setzte wieder ein und dann begannen die schrecklichsten Momente meines Lebens . Meine Frau wurde hinausgeschickt und die Ärzte und Pflegekräfte wurden nervös. Eine Ärztin hat mir sofort eine neue Zugang in die Arterie meiner linken Hand gesetzt und vernäht was ich noch als schlimmen Schmerz in Erinnerung habe. Meine Atemnot wurde immer größer trotz der vielen Medikamente die mir über die Infusionen und Spritzen verabreicht wurden und zum ersten Mal in meinem Leben bekam ich Todesangst. Ich bekam fast keine Luft mehr. Ich weiß nur das ich mich am Bettgestell geklammert habe und geweint habe und sagte das ich so Angst habe. Eine Pflegerin hielt meine Hand und versuchte mich zu trösten das alles gut wird. Aber diese Angst wurde immer größer und ich bekam Panik da ich unter der Maske das Gefühl hatte nur Luftzüge in der Größe von Tennisbällen zu bekommen. Ich holte gefüllt alle Sekunde verzweifelt einen Atemzug und mir wurde immer dunkler vor den Augen. In diesem Moment wurde mir bewusst das ich sterbe und versuchte verzweifelt zu beten. Ja, ich bin tatsächlich sehr gläubig auch wenn es verrückt klingt. Im Hintergrund hörte ich nur noch " Den Schlüssel zum Schrank!!!"
Ich bekam wieder etwas gespritzt und dann wurde es ruhig um mich, meine Wahrnehmung war irgendwie weg und ich weiß nur noch das meine Frau auf einmal wieder da war und meine Hand hielt und streichelte. Als ich dann irgendwann in die Intensiv gefahren wurde und an zig Monitore und Kabel angeschlossen wurde hab ich nicht mehr wahrgenommen.Auch nicht das meine Frau lange an meiner Seite war und mich nicht allein ließ. Auch nicht als sie nach langer Zeit als ich stabil war leise gegangen ist und das Licht ausgemacht hat.
Jetzt lieg ich hier in der Klinik und hatte viel Zeit zum nachdenken.
Bitte denkt Alle daran wie kostbar und kurz unser Leben ist. Zu kostbar um nicht zu leben, ein Leben für Andere zu führen. Genießt jeden wunderbaren Augenblick, jeden Tag und jede Sekunde. Wenn das meine Stunde gewesen wäre dann wäre ich glücklich gewesen all das erreicht zu haben. All die Abenteuer erlebt haben zu dürfen. All die verrückten Partys und Aktivitäten noch erlebt haben zu dürfen. All die wunderbaren Menschen kennen gelernt zu haben. Einen wunderbaren Freund zu haben der mich ankommen ließ.

Aber vor allem eines.
Die wunderbarste Frau zu haben die trotz allem bis heute und mit allem was ich ihr angetan habe an meiner Seite ist und mich immer noch liebt und zu mir hält.
Ich liebe Dich mein Schatz.

P.S. Einiges das ich geschrieben habe kam erst in mein Gedächtnis zurück als meine Frau es mir erzählte. Ach ja ... die letzte Spritze war Morphium um mich ruhig zu stellen. Und der Auslöser..ein allergischer Schock auf die Pille.

Wie immer ich... noch seit ihr mich nicht los
Eure Céline
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Anne-Mette
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Re: Das erste Mal

Post 1012 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Abend,

das klingt ja wirklich gefährlich.
Ich freue mich darüber, dass du es gut überstanden hast (nurse)

Alles Liebe und Gute
Anne-Mette
Diana.65
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Re: Tod.....Angst

Post 1013 im Thema

Beitrag von Diana.65 »

Céline hat geschrieben: So 17. Sep 2023, 22:21 ...
Liebe Celine.

Danke, dass du auch dieses schreckliche Erlebnis mit uns teilst.
Ich wünsche dir ganz schnell gute Besserung und dass die so etwas nie wieder passiert. Ich hoffe auch, das die Ärzte den Auslöser des allergischen Schocks finden, damit dir sowas in Zukunft erspart bleibt.

Alles Gute und liebe Grüße,
Diana. (dr)
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
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Re: Das erste Mal

Post 1014 im Thema

Beitrag von Malvine »

Willkommen zurück Céline!
Deine Zeit scheint noch nicht gekommen zu sein. Beim lesen ist mir wirklich das Herz in die Hose gerutscht - aber die Tatsache, dass du hier schreibst, ist zum Glück der Beweis, dass es dir soweit wieder besser geht.

Danke, dass du deine Erfahrung mit uns hier teilst - so schrecklich es auch war.
Komm wieder schnell auf die Beine!

Malvine
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Re: Tod.....Angst

Post 1015 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

Céline hat geschrieben: So 17. Sep 2023, 22:21 Der Tod.....
Angst davor, nein die hatte ich bis Donnerstag nicht. Doch im Leben ist vieles ungeplant und überfährt einen vom einen Augenblick zum nächsten. Der Auslöser?
Eine winzige Tablette. Leider geht es mir in letzter Zeit nicht gut und Schmerzen lassen mich jede Nacht aufwachen und rauben mir den Schlaf. Deshalb ließ ich mir bei meinem letzten Arztbesuch etwas verschreiben um wenigstens Nachts schlafen zu können. Donnerstag Nachmittag bekam ich wieder Schmerzen und entschloss mich eine Tablette zu nehmen um ein wenig schlafen zu können.
Was dann aber folgte war eine schreckliche Odyssee.
Das klingt ja wirklich dramatisch. Alles Gute und möge Dir das nicht mehr zustossen
Alles Gute
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Lebe Dein Leben.

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Re: Tod.....Angst

Post 1016 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Céline hat geschrieben: So 17. Sep 2023, 22:21 .......
Wie immer ich... noch seit ihr mich nicht los
Eure Céline
Na Gott sei Dank. So ein Schock am Abend.....

Erhol dich gut und viel Glück.

LG Kerstin
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Re: Und weiter...

Post 1017 im Thema

Beitrag von Céline »

Mein Tag begann heute um 4 mit Vorbereitungen für die Untersuchung die in Kürze erfolgt. Ein Eingriff der eigentlich harmlos ist und ich trotzdem sehr nervös bin. Narkose macht mir trotz allem immer noch Angst. Und dann gibts nicht mal ein Schwarzes OP Hemd :lol:
Jetzt lieg ich hier und warte auf das klopfen an der Tür um wieder mal in einen OP Saal gefahren zu werden.
Ich stell mir gerade den Horrotraum vor:
Sie operieren mich zurück zu Ihm :lol:
Aber Spaß beiseite... ich habe wirklich Angst das etwas gefunden wird. Andererseits habe ich im Kehrschluss die Gewissheit das dort nichts ist. Ihr wisst ja das ich trotz allem in allen das Positive sehe.

"Klopf klopf Céline "

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Re: Das erste Mal

Post 1018 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Liebe Céline,

Gott sei Dank ist alles gut ausgegangen.
Mir wurde ganz schön flau im Magen beim Lesen deines Berichtes.
Ich drück dir ganz fest die Daumen das nichts schlimmes gefunden wird bei deiner jetzigen Untersuchung.
Ich hoffe dich bald gesund und munter auf der Dult in die Arme zu schließen.

Ganz liebe Grüße Tatjana (ki)
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Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
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Re: Ein Stein fällt mir vom Herzen...

Post 1019 im Thema

Beitrag von Céline »

Sooooo.
Jetzt kann ich etwas beruhigter schreiben.
Als erstes
muss ich das Krankenhaus und seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen loben.
Hier bei uns auf dem Land ist der Umgang mit den Patienten ein sehr netter und schon fast liebevoller. Die letzten paar Tage kann ich hier zur Ruhe obwohl mich diese Angst begleitet hat. Die Angst ernsthaft krankhaft zu sein. Und wie immer sehe ich das positive darin das jetzt nach Wochen endlich abgeklärt ist was mir fehlt. Es fehlen zwar noch zwei Ergebnisse aber meine Angst ist abgeklungen.
Begonnen hat alles vor einigen Wochen an einem Wochenende. Magenschmerzen, Erbrechen und Darmschmerzen. Nacht für Nacht und Angst kam in mir auf. Ich könnte keine zwei Stockwerke mehr laufen ohne völlig erschöpft zu sein. Und das ich die normal mit 15 kg Werkzeug 19 Stockwerke mühelos hochlief. Dazu vorletzte Woche die Herzschmerzen. Aber natürlich so dickköpfig wie ich bin dachte ich immer das vergeht schon wieder.
Es verging nicht.
Und so landete ich letzte Woche bei meiner Ärztin um ein Schmerzmittel für meine Darmschmerzen zu bekommen. Das ich darauf mit einem Allergischen Schock in diesem Ausmaß reagierte war vollkommen überraschend. Und tatsächlich hätte das ganze mit den Tod enden können.
Die Ärzte hier reagierten hier allen nötigen Untersuchungen um das alles abzuklären und Gewissheit zu haben. Heute hatte ich dann noch eine Magen und Darmspiegelung. Das schlimmste daran ist für mich das notwendige Abführen im Vorfeld. Gestern 1 Liter Abführmittel plus viel Wasser und schließlich heute morgen um 5 nochmal 1 Liter Abführmittel plus Wasser. Ich habe heute Nacht fast nicht geschlafen. Die Gedanken was ist wenn etwa gefunden wird ließen mich nicht schlafen und so lag ich um 4 hellwach im Bett und warte bis um 5 die Schwester kam und mein Mittel brachte. 1,2,3,4 Gläser und ich dachte beim 5ten ich muss mich übergeben. Zum Glück nicht und so hatte ich bis um 7 Zeit mich zu duschen, Rasieren ( ja muss ich tatsächlich noch täglich) und herrichten.
Ab 7 dann warten und ich döste vor Müdigkeit immer wieder ein. Dazu kam nach 18 Stunden ohne feste Nahrung großer Hunger dazu.
Dann folgte das " Klopf klopf" und es ging los. Ich würde in den Untersuchungsraum ins Kellergeschoss gebracht. Dort waren bereits sehr nette Ärzte und Ärztinnen. Und wie ich halt so bin ließ ich mir die Apparate und Abläufe erklären und es wurde tatsächlich gelacht und ziemlich locker gesprochen. Schließlich war es so weit , ich musste mich positionieren wurde Angeschlossen an all die Kabel, Sauerstoff bekam einen Knebel zum einführen des Instruments in den Mund. Zu Knebel schreib ich lieber nichts :lol:
Ich merkte bereits das kalte im Arm als die Ärztin mit mir Sprach und meinte ich solle gut schlafen. Ich stotterte noch " bin gleich weg und Gute Nacht" mit einem Lächeln.
Und ..... weg
Aufwachen....
Ich habe wirklich selten so gut geschlafen und wunderbar geträumt... ganz im Ernst!!! Wie bei dieser Untersuchung. Ich sagte noch total verschlafen Guten Morgen und ob ich noch weiter Schlafen dürfe. Ich denke Humor sollte man immer haben und nicht alles zu ernst nehmen.
Um 10:30 war ich dann wieder im Zimmer und meine Pflegerin hat mir extra mein Frühstück mit Kaffee zurück gelegt. Ihr glaubt nicht wie gut einfache Semmeln mit Butter und Käse sein können. Und ganz zufrieden nickte ich dann ein um ein wenig Schlaf nach zu holen. Ich bin froh
alles hinter mir zu haben und wieder ruhig sein zu können. Heute Abend darf ich wieder nach Hause und hab wieder in Gewisser Weiße ein neues Abenteuer erlebt wenn auch nicht unbedingt schön.
Aber hey.... ich lebe und wer weiß was noch alles in meinem Leben passiert.

Aber was ich noch sagen möchte: Wenn etwas mit Euch nicht stimmt, Euch nicht gut fühlt , Schmerzen oder Beschwerden. Wartet nicht zu lange. Sucht Hilfe, die Zeit arbeitet vielleicht gegen Euch und manchmal kommt Hilfe dann zu spät. Leider hab ich das in meinem Umkreis in letzter Zeit sehr oft das Menschen plötzlich sehr krank werden und jede Hilfe zu spät oder fast zu spät kommt. Manche Untersuchungen sind unangenehm aber lebensrettend.

Und letztendlich: Ich habe eine Gastritis die gut behandelbar ist. Und das Herzstechen? Das alles ist ein Warnschuss meines mittlerweile von Monat zu Monat stressigeren Arbeitslebens. Ich bin Mädchen für alles und 60-80 Anrufe pro Tag und während dessen vor Problemen sitzen oder am Bürotisch und 5 Minteure im Rücken sind oft Alltag. Jeden Abend zu Hause bin ich vor Müdigkeit umgefallen. Platt , Tag für Tag ist vielleicht am Einfachsten ausgedrückt. Einzig meine Wochenende mit meinen Veranstaltungen Ließen mich aufatmen obwohl das eine zusätzliche Belastung war. Und trotzdem war ich 24/7 erreichbar und dazu noch mittlerweile 2 Schichtbetrieb.
Die Rechnung kommt immer früher oder später!!!
Was ich ändern muss..? Ich weiß es... zu lange schon... Der Warnschuss fehlte noch!!

Und bei Euch????
Wie immer ich....
Eure Céline
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Anne-Mette
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Re: Das erste Mal

Post 1020 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Liebe Céline,

gut, dass du es überstanden hast - und noch besser, dass du eine Lehre daraus ziehst (nurse)

Ja, es ist nicht immer möglich zu reduzieren, aber Körper und Seele sollte nicht dauernd eine Überlast zugemutet werden.

Ich freue mich darüber, dass dir freundliches und kompetentes Personal zur Seite stand. Das ist nicht selbstverständlich.

Pass auf dich auf und sei behütet
Herzliche Grüße
Anne-Mette
Antworten

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