Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird
Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird - # 3

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katjaosna
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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 31 im Thema

Beitrag von katjaosna »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 28. Aug 2023, 14:34
Die Schuld für unseren Leidensdruck auf die Gesellschaft abzuwälzen, ist einfach zu wenig. Dann fehlt uns jedes Standing. Selbstzweifel werden immer auftreten, aber damit müssen wir selber fertig werden. Unterstützung ist willkommen, aber nicht Voraussetzung.
fast einverstanden, wenn man mit sich im Reinen ist und eine Definition für sich hat - kann man sich gegen Selbstzweifel und Diskriminierung stellen. Unsere Unsicherheit , gerade in der großen Welt draussen, spielt nicht in die Karten- Im Gegensatz zu Frauenbewegungen, Homosexuellen kommt bei uns aber noch die äußere Veränderung hinzu, ein schlechtes Passing fördert die Unsicherheit .....
Wally
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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 32 im Thema

Beitrag von Wally »

Jaddy hat geschrieben: Mo 28. Aug 2023, 12:37 Der wichtige Punkt dabei: Nichts davon ist "natürlich". Auf unseren geschlechtsbstimmenden Genen sind weder Vorlieben für Farben, Klamotten oder Interessen kodiert. Das ist alles eine gerade mal zu dieser Zeit und dieser gesellschaftlichen Umgebung gültige Idee, die uns kulturell beigebracht wird.
Ohje... :-) Obwohl (oder gerade weil) wir diese Diskussion schon x-mal durchgedengelt haben, kann und will ich das nicht unwidersprochen so stehen lassen.

Natürlich sind Gendernormen wie Kleidung, Vorliebe für Farben, Berufe usw. nicht gencodiert. Aber die Tendenz, überhaupt sowas wie Gendernormen zu kreieren (JEDE menschliche Gesellschaft tut das!), steckt eben doch in unserem Erbgut. Und diese unterschiedlichen Gendernormen entstehen auch nicht einfach beliebig und zufällig (und schon gar nicht gezielt zwecks "Unterdrückung" der Frau durch den Mann), sondern sie tragen den natürlichen Vorlieben und Abneigungen, Talenten und Unfähigkeiten der großen Mehrheit der Männer und Frauen Rechnung. Sie werden - wenn auch recht unterschiedlich je nach Gesellschaft - so erfunden und gepflegt, dass die meisten Frauen sich auf der weiblichen Seite einfach rundherum wohler fühlen, und die meisten Männer vice versa auf der männlichen Seite. Die Gendernormen sind zwar nicht Substanz, aber sehr wohl Ausdruck natürlicher, geschlechtlicher Unterschiede.

Gerade weil ich als transsexueller Mensch die sattsam bekannten Probleme mit den mir zugewiesenen Gendernormen habe, möchte ich NICHT in einer Gesellschaft ohne diese Normen leben. Geschlecht - wie ich es ganz persönlich empfinde und lebe - ist mir alles andere als gleichgültig, es bedeutet mir viel, ich bin nicht asexuell. Auch ihr Ausdruck in Gendernormen bedeutet mir viel: denn nur, wo es die überhaupt gibt, habe ich die Wahl, welche Seite der sozialen Interaktion für mich die stimmigere ist - alson eine Alternative.

Die pauschale Beseitigung aller Gendernormen löst unser Problem als Transgender nicht, man versucht sie damit nur wegzureden. Zum Glück ist das nur ein ideologisches Hirngespinst und in der Praxis unrealistisch, weil es an der menschlichen Natur völlig vobeigeht. Das ist wie mit der Hydra: wo man ein "Gechlechterklischee" abhackt, wachsen sofort zwei neue nach. Menschen sind halt so. Von Natur aus.
Herzliche Grüße
Wally
Céline
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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 33 im Thema

Beitrag von Céline »

Jetzt muss ich nochmal schreiben da dieser Tread einer dieser besonders wertvollen ist ...zumindest meiner Meinung nach.
Vielleicht darf ich noch etwas über mich schreiben weil es mich doch ziemlich beschäftigt und hier einige Stichpunkte gefallen sind die mich an längst Vergangenes erinnern.
Als Kind war mir nicht bewusst was mit mir los war. Mein Leben war in den Momenten in denen ich mich in die Rolle als Mädchen so sehr hineinwünschte eine sehr einsame Zeit, eine Zeit des Versteckens. Eine Zeit voller Angst und Scham vordem entdeckt zu werden. Diese Gefühle als ca 6-7 Jähriger sich im Dachboden zu verstecken und sein zu dürfen wie ich es mir wünschte sind trotz der langen Zeit immer noch da. Im Kleidchen daliegen, herum zu hüpfen und glücklich sein, ich denke diese Gedanken werden mich immer begleiten. Die Zeit verging und später lag ich nachts oft in den wenigen Kleidungsstücken die ich besaß im Bett zugedeckt und wusste jederzeit kann meine Zimmertüre aufgehen. Heute weiß ich das das ein Hilferuf war...ein Hilferuf entdeckt zu werden und mich schon als Kind jahrelang versteckt zu haben. Und genau da verstehe ich Gabo nur zu gut. Diese Scham und schlechtes Gewissen ...ja sich geradezu Schmutzig, dreckig zu fühlen erlebte ich auch ein Leben lang. Verrückt... sich Dreckig fühlen nur weil man ein Stück Stoff trägt und sich schminkt. Und dann führt man ein Leben lang ein Leben das Leben eines Mannes...Und ich wollte ein perfekter Mann sein. Ein Alibi um die wenigen Stunden dann am Wochenende dann diese Schale abzustreifen und mein wahres Ich Raum zu geben , atmen zu lassen. Wenige Stunden die mir ein weiterleben ermöglichten und Kraft und Hoffnung gaben so weiterleben zu können. Doch die Intervalle diesen Zustand ertragen zu können wurden im Laufe der Zeit immer kürzer. Und um die Wahrheit zu sagen: Ich weiß nicht wann, aber irgendwann im Laufe meiner Kindheit kam dann diese Sexuelle Komponente dazu die mir dieses wunderschöne Gefühl schenkten aber im Gegenzug dieses unglaubliche Gefühl etwas Verbotenes zu tun, etwas schmutziges und abartiges. Dafür schämte ich mich in einer unbeschreiblichen Art und Weise.
Dazu kam die Selbstverleugnung. Es kann nicht sein was nicht sein darf. Wenig Lob, Liebe und Bestätigung waren zu meiner Zeit Normal. Aber vielleicht habe ich all das auch ausgeblendet..ich weiß es nicht.
Aber eines weiß ich noch. Auf der Suche nach den Gründen warum ich diese mir nicht erklärbaren Gefühle hatte und hilflos so viele Nächte weinend im Bett lag nahm ich ein altes Medizinlexikon mit ins Bett und fand dort drin etwas was mir lange Angst machte. Dort stand sinngemäß geschrieben:" Männer die Frauenkleidung tragen müssen medizinisch behandelt werden... in der Psychiatrie"
Ein Kind in meinem Alter von ca 12-13 Jahren..ich weiß es nicht mehr ganz genau das diese Worte ließt bekommt Angst. Heute weiß ich das mir damals bewusst war was mit mir los war aber ich habe alles Verdrängt und dachte dann bis ich in dieses Forum gefunden habe immer ich wäre ein Transvestit. Ein Crossdresser.
Ein Crossdresser der sich schämt.
Meine Geschichte hat zwar einen anderen Lauf genommen aber in vielen Dingen ähneln wir uns.
Deswegen bin ich froh das solche Beiträge hier geschrieben werden da sie hoffentlich dazu beitragen das so etwas nicht mehr passiert und Menschen wie Gabo sehen das sie nicht alleine sind und sich nicht für sich selbst schämen müssen. Vielleicht sind wir keine normale Menschen aber wir sind etwas besonderes die die Welt bereichern.

Wie immer ich...
Céline
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C.B.
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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 34 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Tja, nee, sorry, Wally.

Ja, es gibt in praktisch jeder Gesellschaft Gendernormen. Aber:
  1. gibt es keinen belastbaren Nachweis, dass überhaupt oder woher solche "natürlichen Vorlieben und Abneigungen" denn "natürlich" kommen. Also "natürlich" im Sinne von biologisch, physiologisch determinierten "Männersachen" vs "Frauensachen".
  2. ist die Vielfalt an Normen und vor allem ihre Widersprüchlichkeit untereinander ein starkes Indiz einer willkürlichen Kultürlichkeit. Heisst: Allein in den bekannten Kulturen zu den verschiedenen Zeiten und rund um den Globus gibt es so viele unterschiedliche Zuordnungen, die teilweise komplett konträr sind. Da können wir Farben, Schmuck, Kosmetik, Tätigkeiten, Verantwortlichkeiten, Leitungs- und religiöse Funktionen usw nehmen. Was in den einen "männlich" ist, ist in anderen "weiblich". Und wie stark die Gendernormen innerhalb einer Kultur(epoche) jeweils gegeneinander abgegrenzt, durchgesetzt und_oder sanktioniert werden, ist noch mal eine zusätzliche Variable.
  3. gab und gibt es unzählige Kulturen, die trans und nichtbinäre Gender kennen und auf die eine oder andere Art intergrieren. Die "natürliche" Anzahl an Gender-Normen-Sets in einer Kultur ist also bei weitem nicht überall "zwei". Der große Unterschied unserer modernen Sichtweise ist eine generelle Liberalisierung, die non-cis/binäre Menschen nicht auf ein oder zwei weitere Normen-Sets einschränkt.

    Die Vorstellung, diese Variationsbreite an Anzahl, Intensität und Ausgestaltung an Gendernormen sei irgendwo "in unserem Erbgut" ist, mit Verlaub, höchst unglaubwürdig.

    Ich ziehe eher die Parallele zu Religionen: Es gibt einen - vielleicht "natürlichen" - menschlichen Drang, zu bestimmten metaphysischen Fragen die eigene Gedankenwelt zu strukturieren. Ebenso durch die soziale Veranlagung als Gruppenwesen einen Wunsch, nach einem gemeinsamen Antwortkonzept auf diese Fragen. Da geht es um Zugehörigkeitsgefühl, Vertrauen, Gemeinsamkeit, Trost gegenüber Leid und Tod, usw. Dennoch ist die jeweilige Ausprägung, Intensität und Ausgestaltung für jede kulturelle Gruppe ziemlich willkürlich (wenn auch von benachbarten Gruppen wechselseitig beeinflusst).

    Also: Sowohl Gender wie Religion bleiben vielleicht fast nirgendwo ungeregelt, aber wie, ist keine "natürliche" Zwangsläufigkeit, sondern eine kultürliche, gesellschaftliche Aushandlung. Und in einer liberalen, pluralistischen Gesellschaft spricht eben nichts dagegen, die strikte Durchsetzung einer einzigen Religion oder eines einzigen, zum Beispiel cis-binären Gendermodells abzulehnen und zu pluralisieren.
  4. Ist deshalb von einer "pauschalen Beseitigung aller Gendernormen" weder in den Communities, noch in der akademischen Welt die Rede. Nur in den Behauptungen anti-liberaler Kreise, die ihre strikte Zwei-cis-Gender-Welt für alle (zurecht) in Gefahr sehen. Es geht vielmehr darum, dass eine größere Zahl und Varationsbreite von Haupt- und Subnormen gleichzeitig existieren kann, die sich wechselseitig respektieren. Selbst sich einem Weltbild wie aus Adenauers 50ern anzuschliessen ist solange kein Problem, wie dessen Anhänger*innen alle anderen auch in Ruhe leben lassen - und sich ihnen gegenüber höflich und respektvoll benehmen.
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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 35 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

....das artet ja wieder aus. Titel heißt : woran mag es liegen, dass man zum Crossdresser wird.
Der Reiz des Crossdressens macht sicher aus, in eine andere Geschlechterrolle als die eigene zu schlüpfen und das in Kleidung zu manifestieren. Hat nichts damit zu tun, ob in der ganzen Genderdiskussion das Geschlecht frei gewählt werden kann, soll, darf....
Wenn es keine Norm gäbe, also alle alles ohne Einschränkung, ohne Vorurteile und Vorbehalte und Ängsten wie "was sollen die Leute denken" tragen dürften, wäre der Reiz verloren. Ich habe kein Bedürfnis, mein angeborenes Geschlecht zu ändern - ich habe nur das Verlangen, in eine andere Rolle schlüpfen zu können und mich darin wohlzufühlen. Natürlich hatte das auch bei mir einen sexuellen Reiz.
Und zu der Frage woran es liegen mag.
Ich habe da auch keine Antwort - ich weiß nur, daß es bei mir schon im Volksschulalter begonnen hat und im Laufe der Jahre stärker geworden ist. Mit viel Heimlichkeiten und ja auch Scham, etwas "Abartiges, Verbotenes" zu tun - Internet gab's noch keins. Seit ich die Gelegenheit habe, diese Vorliebe auch auszuleben, geht es mir viel besser, da das Geheime weggefallen ist.
Violetta
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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 36 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

katjaosna hat geschrieben: Mo 28. Aug 2023, 17:54 Unsere Unsicherheit , gerade in der großen Welt draussen, spielt nicht in die Karten- Im Gegensatz zu Frauenbewegungen, Homosexuellen kommt bei uns aber noch die äußere Veränderung hinzu, ein schlechtes Passing fördert die Unsicherheit .....
Auch beim Passing spielt mMn das Selbstbewusstsein eine Schlüsslrolle. Zunächst, ist Passing wirklich notwendig ? Hier ist meine Haltung, sie ist es nicht. Wenn ich an mich den Anspruch anlege, in der Öffentlichkeit eindeutig als Frau wahrgenommen zu werden, unterwerfe ich mich vollkommen den kulturellen Vorstellungen. Das macht mich unfrei und kann seine Ursache in mangelndem Selbstbewusstsein haben. Meine Erfahrung ist eine andere. Ich muss mich nicht in der Öffentlichkeit verstecken, in dem meine männliche Wurzeln vollkommen verstecke. Ich trage Damenbekleidung, Schmuck, Schminke so wie ich es möchte. Ich signalisiere mit diesen Mitteln, wie ich gesehen und angesprochen werden möchte. Aber meinen Migrationshintergrund muss ich dabei nicht verstecken. Es reicht völlig, darin Selbstbewusstsein zu zeigen, sprich, es ist mir egal, was andere in diesem Augenblick denken, solange sie mich respektvoll behandeln.

Passing geht hier aber einen Schritt weiter. Hierbei würde ich versuchen, mich völlig zu verstecken und bin von der Angst beherrscht, andere könnten hinter meine Fassade schauen. Aber mit dieser Angst werte ich mich ab. Und wird dieses dieses Verstecken durchschaut, habe ich schlechte Gefühle, da mein Passing versagt hat.

Meine Freiheit macht den Unterschied. Indem ich zulasse, "erkannt" zu werden, mache ich mich frei von Zwängen, die nach meiner Erfahrung nicht erforderlich sind, um als Frau gelesen zu werden. Natürlich gibt es Menschen, die dann mit mir nicht viel anfangen können. Aber soll ich mich diesen Menschen unterwerfen ? Passing ist für mich Zwang, Enge und Eingeschränktheit in meiner Persönlichkeit. Aber niemand hat je ein Passing von mir verlangt. Warum also, sollte ich das tun ? Ich entfalte meine Persönlichkeit auf meine Weise.

Das ist meine ganz persönliche Sicht. Damit möchte ich niemanden angreifen. Aber ich meine, es lohnt sich darüber nachzudenken.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 37 im Thema

Beitrag von YvonneTV »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 29. Aug 2023, 07:45 Auch beim Passing spielt mMn das Selbstbewusstsein eine Schlüsslrolle. ...

... Ich entfalte meine Persönlichkeit auf meine Weise...
Haaaaallo Vicky (moin)

danke für diesen tollen Post !!! (ap) (ki)
Da finde ich mich oft wieder !

Früher wollte ich immer ein "optimales Passing", damit ich in der Menge als Frau durchgehe (und lt. Feedback von anderen war das gar nicht mal so schlecht :wink: ).
Heute ist es mir ziemlich egal, wenn ich "enttarnt" werde und das schafft Freiheit & Möglichkeiten (smili)

So mag ich halt gern ein intensives Make-Up, bin damit oft wohl eher "untypisch-overstylt", doch das macht ja nix :mrgreen:
Früher nur lange Haare, welche die Gesichtsfom besser kaschieren, heute (auch) gern kurze.

Bei der Schuhauswahl fällt es bei mir durchaus öfters eher höher als flacher aus, was nicht gerade zum Tarnmodus beiträg.
Also jaaaaaa, für manche bin ich schon mal völlig overdressed, wenn ich so z.B. in den Supermarkt gehe :P

JEDOCH: Je authentischer und selbstbewusster ich das trage, um so leichter scheint es von andere angenommen zu werden. )))(:
Die männlichen Wurzeln (wie Du schreibst) dürfen durchscheinen - das ist OK !
Und ja, es gibt schon mal verwirrte Blicke, die ich (nach einer ersten "Schrecksekunde der Schauenden") dann aber oft als ein "OK, das ist halt so und fertig" einstufe.

Insbesondere auch im Hybridmodus, macht dieses Selbstbewusstsein mMn recht viel aus:
Wenn ich früher eher "heimlich" (z.B. nachts im Dunklen) mal hohe Schuhe als Mann anhatte, dann war ICH mega unsicher dabei. Und das spürte wohl auch mein Umfeld ....
Heute gehe ich wenn mir danach ist so einfach zum Bäcker und bekomme häufig Zustimmung oder sogar Komplimente
Liegt eher nicht am "Passing", sondern an der Überzeugung, mit der ich das trage - vermute ich zumindest (smili)

Immer mehr so zu leben, wie es mir entspricht, wie ich es möchte - das tut gut, befreit und das Selbstbewusstsein wächst dabei.

Mein Look (Outfit, Make-Up, Haare, ...) muss zwar immer - für mich - stimmig sein.
Ob es am Ende auch ein gutes Passing - im Sinne von "so geh ich wohl als Frau durch" ist - das ist mir mittlerweile ziemlich unwichtig geworden 8)

Die eigene Persönlichkeit so zeigen und leben, wie sie ist - das tut unglaublich gut und kommt beim Gegenüber wohl gar nicht mal so schlecht an (888)

Nur meine Gedanken dazu .... )):m
Ganz liebe Grüsse - Yvi
Violetta Arden
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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 38 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

hmmmm,
Also ich fühle mich freier und sicherer wenn ich mit meinem Passing zufrieden bin. Aber da ist ja jede(r) in seiner Gestaltung frei, Gott sei Dank. Und auf jeden Fall gehört eine gesunde Portion Selbstbewußtsein dazu, wenn man das männliche durchscheinen läßt. (he) (fwe3) (ap)
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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 39 im Thema

Beitrag von Georgette »

Hallo,
auch für mich ist das Passing wichtig, über das Wieso mache ich mir nur noch wenig Gedanken. Mich beschäftigt eher wohin der Zug fährt.
Sophia69
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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 40 im Thema

Beitrag von Sophia69 »

Georgette hat geschrieben: Di 29. Aug 2023, 20:28 Hallo,
auch für mich ist das Passing wichtig, über das Wieso mache ich mir nur noch wenig Gedanken. Mich beschäftigt eher wohin der Zug fährt.
Hallo Georgette,
mir geht es ähnlich mit dem Passing wie dir, nämlich dass es mir schon immer wichtig war. Wichtig, aber für mich weil ich eitel bin und eine hübsche Frau sein mag und dabei das "Schönheitsideal" einer Sophia Loren favorisiere 😊(natürlich unerreichbar für mich🤣) und ich stehe auch gerne zu meiner Eitelkeit, weil sie nur eine Facette von mir ist.
Aber aus ähnlichen gesellschaftlichen Gründen, wie sie hier bereits hinreichend angeführt wurden, war auch meine Kindheit von Scham begleitet und viel im Verborgenen leben, sodass es sehr lange gedauert hat bis ich mir nicht nur eingestanden habe, dass ich Crossdresser bin, sondern mich als Frau fühle und erlebe und mich es erfreut, dass ich endlich die Klarheit besitze, dass ich wirklich eine bin🥰

Liebe Grüße
Liz
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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 41 im Thema

Beitrag von Sophia69 »

Sorry, dass auch ich hiermit vom Thema abgeschwiffen bin, aber Crossdresser war ich, wie gesagt, weil ich noch keine Klarheit besaß, dass ich eine Frau bin und Frauenkleider trage ich, weil es doch sehr viel weibliche Mode gibt die ich 1000 Mal hübscher finde als Männer Mode 😊 und nicht nur weil ich eine Frau bin.
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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 42 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2024-07-13 »

Da ich die Beiträge weitgehend nur kursorisch gelesen habe, könnte ich das eine oder andere mit mir Übereinstimmende überlesen haben, aber ich denke, ich bin ein wenig ein Sonderfall:
Ich bin immer schon ein Wäschefetischist gewesen und habe meine Frau mehr oder weniger gleich zu Anfang dazu gedrängt, hübsche Dessous inklusive Strapsstrümpfe zu tragen, woran sie auch Gefallen gefunden hat (mit Ausnahme der von mir so geliebten Strapsstrümpfe, in denen ihre so wunderschönen Beine noch wunderschöner aussahen).

Aufgrund einer schrecklichen Krankheit, schrecklich in Bezug auf elende Schmerzschübe und Medikation mit heftigen Nebenwirkungen, endete ihr Tragen von Dessous sukzessive.
Bis dahin hatte ich nie das Bedürfnis, selbst welche zu tragen. Nun könnten einige einwenden, ich hätte mein Verlangen danach verdrängt und es auf meine Frau projeziert, aber jahrzehntelange Abwesenheit eines bewußten Verlangens und nie gespürtes Unterdrücken eines Wunsches danach stehen dagegen.

Erst als das Geschilderte passierte, entdeckte ich ein Bedürfnis danach und habe begonnen, es zu realisieren. Mittlerweile trage ich auch sehr gern Röcke dazu und genieße auch die Bequemlichkeit, die sie uns Männern bieten. Ich könnte mir vorstellen, daß allein schon aus urologischer Sicht viel mehr fürs Rock- statt Hosentragen spricht. Unsere Testikel (und der Rest) bedürfen einer niedrigeren als Körpertemperatur und ausreichender Bewegungsfreiheit.

Ich bin weitgehend zufrieden mit meinem Status und bezog, meine Dessous neben abgelegten von meiner Frau aus dem Versandhandel "homme mystere", bis er im August für immer seine Pforten schloß. Es müssen also nicht unbedingt genuin weibliche sein.

Wenn ich gelegentlich darüber nachdenke, komme ich immer wieder auf den Schluß, so etwas wie einen Ersatz zu befriedigen: schöne Frauen in schönen Dessous zu sehen, so seltsam das auch klingen mag.
Lana
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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 43 im Thema

Beitrag von Lana »

Noch ein paar Gedanken zum Passing, wobei ich das sehr ähnlich sehe wie von Vicky und Yvonne beschrieben (danke für eure beiden Texte (yes))

Als ich die ersten paar Mal im Kleidchen raus bin, war das mitten am hellen Tag in der Haupteinkaufsstraße. Es war mir klar, dass alle mich "durchschauen" konnten und mir war ziemlich bange. Wie wir alle wissen, war die Angst unbegründet und am Ende war es mir völlig egal, ob ich nun als Mann in Frauenkleidern gesehen werde oder tatsächlich als Frau. Warum sollte das wichtig sein? Ich fühlte mich wohl, so wie ich war und was die anderen womöglich denken würden, war mir egal. Die kannten mich ja nicht, und ich sie auch nicht.

Den Gedanken an Passing lernte ich erst später kennen, und zwar hier in diesem Forum. Davor hatte ich gar nie die Idee, tatsächlich und unmissverständlich als Frau gesehen werden zu wollen. Ich war ich, und das wollte ich auch bleiben. Und zwar in dieser für mich (damals noch neuen) aufregenden Form, bei der ich mir endlich die Freiheit genommen habe, das zu tragen, was mir gefällt. Wie immer das auch heißen mag, es war mir egal. Ich konnte es erklären, hatte (und habe) aber keinen Begriff dafür. Andere würden vielleicht Transgender oder Nichtbinär dazu sagen, und manchmal verwende ich die Begriffe selbst, um die Dinge abzukürzen, auch wenn ich sie nicht als passend empfinde.

Und es wurde mir auch immer unwichtiger, warum ich so war. Anfangs habe ich mir ab und zu Gedanken gemacht, wo das wohl herkommen könnte, aber eigentlich war ich einfach nur froh, dass ich es endlich leben konnte. Öffentlich, zunächst anonym, und ohne Scham.

Das eröffnete unvorstellbare Freiheiten und fördert unbekannte Potentiale, die irgendwo in mir geschlummert haben. Schwierig war später dann die Übertragung ins private Umfeld bei Familie, Freunden und Bekannten. Denen musste ich mich erklären. Schon allein deshalb, weil es unfair gewesen wäre, sie mit der Verwirrung alleine zu lassen, die mein unerwartetes Auftreten verursacht hatte, das in starkem Kontrast zu dem Stand, wie mich diese Menschen bisher kannten. Bei diesen Gesprächen kam immer mal wieder die Frage auf, woran meine Besonderheit wohl liegen könnte und woher sie kommt. In der Regel war es ausreichend darauf zu verweisen, dass es keine Krankheit ist, kein Gendefekt und ansonsten die Ursache unbekannt, zumindest nach heutigem Kenntnisstand. Interessanter war da schon die Frage, warum es gerade jetzt an die Öffentlichkeit drängt und das heimliche Ausleben nicht mehr genügt. Dazu habe ich zwar eine Theorie, die sehr intime Themen berührt. Da es in dieser Form wohl nur für mich zutrifft, ist es hier nicht weiter relevant.

Das liegt nun alles hinter mir, und die dabei gewonnene Freiheit lass ich mir von niemand mehr nehmen. Schon gar nicht von mir selbst, indem ich mich gefühlten gesellschaftlichen Konventionen unterwerfe. So ist es mir egal, ob ein Rock angeblich zu kurz ist, eine Farbe zu bunt für mein Alter oder die Absätze womöglich zu hoch. Es ist nicht wichtig für mich, wenn ein Kleidungsstück zu "nuttig" aussehen könnte, die Haare zu lang oder der Bart womöglich zu schlecht rasiert seien. Ich bin so wie ich bin, warum auch immer, woher auch immer das kommen mag. Damit muss ich klarkommen, und je besser es mir dabei geht, umso schöner ist das Leben.

Ich habe ohnehin nicht das Ziel und die Erwartung, überhaupt ein Passing zu haben. Also muss ich mir das Leben damit nicht unnötig schwer machen. Wenn es zufällig doch mal "passt" hab ich auch kein Problem damit. Ich geb mir damit einfach nicht extra viel Mühe.

Das heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass es einfach wäre, dass es mir egal wäre, wie ich nach außen wirke oder wie ich wahrgenommen werde.

Erstmal muss es für mich stimmig sein und meinen modischen und ästhetischen Vorstellungen genügen, damit ich mich mit mir wohlfühlen kann. Die Vorstellungen sich gelegentlich und hängen auch vom Anlass und der Tagesform ab. So kann es sich an manchen Tagen durchaus sehr passend anfühlen, eine Feier im ultrakurzen Lederminikleid zu besuchen, wohlwissend, dass einige dieses Outfit mit Puff und Porno assoziieren werden. Solange es mir damit gut geht, ist das kein Problem.
Am anderen Ende mag ein lästiger Einkaufsgang in die Stadt stehen, an einem Tag, wo ich ohnehin schon mit der ganzen Welt hadere. Da gibt's dann zwar nicht das Graue-Mäuschen-Outfit, aber irgendwas unauffäliges, was mir gut tut und kein Aufsehen erregt. Das kann eine leichte Culotte mit Lieblings-T-Shirt im Sommer sein oder eine warme Leggins mit langem Mantel im Winter. In keinem Fall wäre es männliche Standardkleidung, weil es mir damit noch schlechter ginge.

Kleidung ist also sehr wichtig für mich, weil sie entscheidend zu meinem Wohlbefinden beitragen kann. Das ist auch unabhängig von der geschlechtlichen Zuordnung eines bestimmten Stückes, aber im großen und ganzen kommen meine Wohlfühlteile seit der Pubertät aus der Damenabteilung. Früher verschämt und heimlich und selten, inzwischen offen und ehrlich und andauernd.

Wahrscheinlich ist mir deshalb Passing nicht wichtig:
Früher habe ich mich hinter geschlossenen Türen versteckt, heute würde ich mich hinter einer Maske aus Make-up und Konventionen verstecken müssen, um Passing zu erreichen.

Warum sollte ich das tun? Jetzt, wo ich mich endlich von der alten Scham und den damit verbundenen Ängsten befreit habe und das anziehe, was *mir* gefällt, lege ich mir doch nicht freiwillig neue Zwänge zu, die mich dabei wieder einschränken.

Und ich werde darin bestätigt, wenn ich von unbekannten Menschen spontane Komplimente erhalte. Auch und gerade dann, wenn ich eher unkonventionell gekleidet bin.

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 44 im Thema

Beitrag von petra0103 »

Lana hat geschrieben: Mi 30. Aug 2023, 03:19
Warum sollte ich das tun? Jetzt, wo ich mich endlich von der alten Scham und den damit verbundenen Ängsten befreit habe und das anziehe, was *mir* gefällt, lege ich mir doch nicht freiwillig neue Zwänge zu, die mich dabei wieder einschränken.

Und ich werde darin bestätigt, wenn ich von unbekannten Menschen spontane Komplimente erhalte. Auch und gerade dann, wenn ich eher unkonventionell gekleidet bin.

LGL
Liebe Lana,

damit sprichst du mir aus der Seele

Liebe Grüße
Petra
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Re: Woran mag es liegen, das man zum Crossdresser wird

Post 45 im Thema

Beitrag von Sophia69 »

Lana hat geschrieben: Mi 30. Aug 2023, 03:19 Ich habe ohnehin nicht das Ziel und die Erwartung, überhaupt ein Passing zu haben. Also muss ich mir das Leben damit nicht unnötig schwer machen. Wenn es zufällig doch mal "passt" hab ich auch kein Problem damit. Ich geb mir damit einfach nicht extra viel Müh
Jede/jeder kann es ja damit halten wie sie/er mag. Betrachte ich, aber das Passing mal abstrakt, dann komme ich jedoch zu folgenden Überlegungen. Eigentlich bin ich doch sehr häufig darauf bedacht, das es eine Übereinstimmung zwischen meinen Vorstellungen wie ich mich geben möchte und wie ich wahrgenommen werde, gibt. Gehe ich auf eine Hochzeitsfeier und weiß, dass elegante Kleidung von dem Hochzeitspaar bevorzugt wird und ich selber auch diese mag, dann versuche ich nicht nur mich elegant zu kleiden, sondern ich kleide mich elegant.

Viel schwieriger ist es, da ich mich als Frau fühle und verorte im Spiegelbild mich selbst auch als Frau zu erkennen. Hier ein annähernd perfektes Passung hinzubekommen ist nicht einfach. Dies tue ich in erster Linie für mich! Natürlich möchte ich auch als Frau behandelt werden, deshalb ist es für mich nicht unerheblich, auch von anderen so wahrgenommen zu werden. Somit ist Passing für mich im Leben schon ein wichtiger Faktor. Genauso mag ich nicht mit Ballkleid ins Fußballstadion gehen, denn es passt dann für mich nicht und somit könnte ich mich auch nicht wohl fühlen.

Liebe Grüße
Liz
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