Queerfeindlichkeit im Netz: Der Hass hat eine politische Heimat | taz
Queerfeindlichkeit im Netz: Der Hass hat eine politische Heimat | taz - # 2

steffiSH
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Re: Queerfeindlichkeit im Netz: Der Hass hat eine politische Heimat | taz

Post 16 im Thema

Beitrag von steffiSH »

Marlene K. hat geschrieben: So 13. Aug 2023, 07:46 Hier auf die sogenannten "Märzgefallenen" 1933 anzuspielen und dies in zumindest wohlwollender Betrachtung der Wähler einer faschistischen, demokratiefeindlichen Partei ist mehr als geschmacklos.
Zum Glück weiß ich mittlerweile was es mit den Märzgefallenen auf sich hat, da deren Gräber von meiner Wohnung nur ein paar Meter weit entfernt sind.
sum sum sum - no Latein
andrea8847
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Re: Queerfeindlichkeit im Netz: Der Hass hat eine politische Heimat | taz

Post 17 im Thema

Beitrag von andrea8847 »

Marlene K. hat geschrieben: Mo 14. Aug 2023, 09:10
andrea8847 hat geschrieben: Mo 14. Aug 2023, 00:06 ...
Und ja, Beteiligung an Politik ist sinnvoll, aber wer glaubt im Ernst, die Altparteien gravierend zu entwickeln?

Ich kann versuchen, die "Altparteien", "Systemparteien" oder wie sonst ich sie abwerte "gravierend zu entwickeln oder eine eigene Vereinigung, Interessenvertretung oder Partei zu gründen und mich dem Wettbewerb der Ideen zu stellen. Wer den Wetbewerb ablehnt, lehnt damit Mitmenschen ab. So auch die AFD.
Altparteien ist nur eine andere Formulierung zu Establishment, Systemparteien dagegen ablehnend zur aktuellen Parteienlandschaft. Das ist ein gravierender Unterschied.

Für mich ist die Afd übrigens keine Alternative. Ich verstehe aber die Hilflosigkeit aus der heraus Menschen von der aktuellen Politik seit Merkel in die Hände der Rechtsparteien getrieben werden. Das ist mE definitiv vorwerfbar.
Mit ihren wirklich gut gemeinten Transformationen der Gesellschaft in für viele zu schnellem Tempo baut sich eine Rechte auf, bauen sich schlechte Gefühle auch zur transcommunity auf. Das besorgt mich sehr, da wir dann in eine gefährliche Zange gekommen werden könnten.
Ich werde das aber nicht weiter ausführen, da ich hier ansonsten eher Erfahrungen austauschen und Beistand geben als auch erhalten möchte.
Liebe Grüße von Andrea 💋
Auf der Suche nach dir, vergiss nicht, zu leben 😻
pics verändert mit faceapp 😗 und doch ich 🫶
Marlene K.
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Re: Queerfeindlichkeit im Netz: Der Hass hat eine politische Heimat | taz

Post 18 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

steffiSH hat geschrieben: Mo 14. Aug 2023, 09:40
Marlene K. hat geschrieben: So 13. Aug 2023, 07:46 Hier auf die sogenannten "Märzgefallenen" 1933 anzuspielen und dies in zumindest wohlwollender Betrachtung der Wähler einer faschistischen, demokratiefeindlichen Partei ist mehr als geschmacklos.
Zum Glück weiß ich mittlerweile was es mit den Märzgefallenen auf sich hat, da deren Gräber von meiner Wohnung nur ein paar Meter weit entfernt sind.
Überdeckt wird die von Dir gemeinte Bedeutung wie so vieles durch Vorgänge im sogenennten "Dritte Reich". Ich zitiere hier den Wikipediaartikel https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4rzgefallene
Im Verlauf der Machtübergabe an die Nationalsozialisten und hier besonders nach der Reichstagswahl März 1933 kam es zu zahlreichen Eintritten in die NSDAP, nicht zuletzt von Beamten und staatlichen Angestellten, denen die Mitgliedschaft bis dahin verboten war. Viele der Antragsteller erhofften sich vom Beitritt berufliche Vorteile oder befürchteten berufliche Nachteile (z. B. Entlassung), wenn sie nicht NSDAP-Mitglied waren. Diese Neumitglieder, denen "alte Kämpfer" Opportunismus unterstellten, wurden als "Märzgefallene" oder Märzveilchen verspottet.
So oder so, ob ich für die Demokratie getötete Menschen oder Opportunisten vaus dem Jahr 1933 in der heutigen Diskussion und diesem Zusammenhang benutze, es bleibt geschmacklos.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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