Gestern hatte mal wieder "the good food" (ja, das ist der Laden, wo es die geretteten Lebensmittel gibt) unseren Kochplan (mit)geschrieben. Dort gab es nämlich Paprika, die ich so ganz "normal" nur im Sommer kaufen würde, wenn sie Saison hat. Aber bevor sie weggeworfen werden muss finde ich es immer noch besser sie zu retten und zu essen

So gab es eben einen
vegetarischen Bauerntopf in Miris Variante. Das ursprüngliche Rezept ist vegan, das ist aber nicht das einzige, was ich daran etwas abgewandelt habe. Also "darf" es wohl hier stehen, weil es eben nicht nur einfach so "geklaut" ist?

— Es ist jetzt nicht so ganz "typisch" für meinen Kochstil, weil es doch recht "tedesco" ist. Ich finde es trotzdem lecker, Patricia auch. Auch deswegen soll es hier seinen Platz bekommen
Ihr braucht, für 2 Personen:
"¢ gut 300 g festkochende Kartoffeln
"¢ ca. 40—50 g Sojaschnetzel
"¢ Gemüsebrühe
"¢ 1 große oder zwei kleinere Zwiebeln
"¢ eine nicht zu große Gelbe Rübe
"¢ eine rote Paprika, ich finde da Spitzpaprika am besten
"¢ ein paar Knoblauchzehen
"¢ etwas Rapsöl
"¢ gut -¼ l Tomatenpassata
"¢ etwas scharfes Paprikapulver
"¢ etwas mehr süßes Paprikapulver
"¢ Thymian
"¢ Majoran
"¢ Salz
"¢ schwarzen Pfeffer aus der Mühle
"¢ etwas frisch gehackte glattblättrige Petersilie
"¢ und etwas (wenn ihr wollt veganen) Schmand
Erst mal setzt ihr die Sojaschnetzel mit der Gemüsebrühe an. Bei denen, dich ich verwendet hatte, braucht es etwa dreimal so viel Brühe wie Schnetzel, das könnte bei anderen allerdings auch etwas anders sein. Im Zweifelsfall steht das auf der Packung drauf
Als nächstes schält ihr die Kartoffeln und schneidet sie in kleine Stücke. Die Gelben Rüben genauso, da bieten sich je nach Dicke Scheiben an, wenn sie dick sind, dann viertelt ihr sie vorher. Die Zwiebel(n) würfelt ihr fein, und wenn ihr euch das zutraut den Rest so nebenher klein zu bekommen, dann könnt ihr jetzt richtig loslegen.
Zuerst bratet ihr die Kartoffeln und die abgetropften Sojaschnetzel im Öl an. Stellt nicht zu heiß, sonst wird es am Topfboden schneller schwarz, als euch lieb ist. Aber selbst bei mittlerer Hitze legt das Ganze gerne an, ihr müsst also schon etwas aufpassen und immer wieder umrühren, vielleicht auch das Angelegte wieder vom Boden wegkratzen, damit es eben nicht zu dunkel wird.
Wenn die Kartoffeln etwas zu bräunen beginnen (oder sie ansonsten zu viel am Boden festbacken "¦) gebt ihr die Zwiebelwürfel mit rein. Die sollen eher glasig werden und nicht braun. Später kommt auch noch die Gelbe Rübe mit dazu.
Danach könnt ihr bald mit der Passata aufgießen, gerne auch noch die von den Sojaschnetzeln abgetropfte Gemüsebrühe mit dazugeben. Bis auf den Pfeffer können die Gewürze auch schon mal mit rein. Und dann lasst ihr es vorsichtig aufkochen und ein paar Minuten vor sich hinköcheln. Dabei sollte sich auch das vom Topfboden lösen, was sich vorher "festgebacken" hatte. So lange das nicht schwarz geworden ist, ist das auch völlig ok so.
Jetzt gebt ihr die Paprika mit rein, die ihr in der Zwischenzeit in kleine Streifen geschnitten habt, ein paar Minuten später auch den Knoblauch, der sollte dazu schön fein gehackt sein. Es darf noch bissle weiter vor sich hin köcheln, bis die Paprika "fertig" ist. Ich mag sie noch etwas knackig und nicht so ganz weich, aber das kann jede:r nach eigenem Geschmack tun.
Zum Schluss mahlt ihr noch etwas schwarzen Pfeffer drüber, eventuell bedarf es auch noch etwas von den anderen Gewürzen, das schmeckt ihr ja, wenn ihr versucht. Und schon könnt ihr das Ganze auf Tellern anrichten, mit etwas gehackter Petersilie darüber und am Schluss mit einem Klecks Schmand. Ob der vegan oder unvegan ist, bleibt alleine euch überlassen
Lasst es euch schmecken
LG
Mirjam
