DerStandard | "Nurejew" aus homophoben Gründen am Bolschoi-Theater abgesetzt
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Anne-Mette
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DerStandard | "Nurejew" aus homophoben Gründen am Bolschoi„Theater abgesetzt

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Das Ballett sei wegen des Verbots von Propaganda "nicht traditioneller Werte" aus dem Repertoire genommen worden, sagte Theaterintendant Wladimir Urin

https://www.derstandard.de/story/200014 ... -abgesetzt
Lana
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Re: DerStandard | "Nurejew" aus homophoben Gründen am Bolschoi„Theater abgesetzt

Post 2 im Thema

Beitrag von Lana »

Ist es bei uns wirklich so viel besser, wo russische Künstler nicht mehr auftreten dürfen, egal was sie aufführen möchten, einfach nur weil sie einen russischen Pass haben?

In Russland Homophobie, bei uns Rassismus...
Beides ist Mist.

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Blossom
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Re: DerStandard | "Nurejew" aus homophoben Gründen am Bolschoi„Theater abgesetzt

Post 3 im Thema

Beitrag von Blossom »

Lana hat geschrieben: Do 20. Apr 2023, 21:11 In Russland Homophobie, bei uns Rassismus...
Rassismus? Soweit mir bekannt ist, betraf das nur Künstler, die sich offen zu Putin und damit zu seiner Politik bekannten. Mit einem "Uns" zu verallgemeinern, empfinde ich schlicht eine Unverschämtheit, da sie u.a. mich einschließt.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: DerStandard | "Nurejew" aus homophoben Gründen am Bolschoi„Theater abgesetzt

Post 4 im Thema

Beitrag von Lana »

Von Auftrittsverboten betroffen waren alle, die sich nicht explizit gegen Russland gestellt haben.

Im übrigen darfst du dich gerne angesprochen fühlen, wenn ich "uns" schreibe. Zumindest in diesem Fall.

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Re: DerStandard | "Nurejew" aus homophoben Gründen am Bolschoi„Theater abgesetzt

Post 5 im Thema

Beitrag von Blossom »

Lana hat geschrieben: Do 20. Apr 2023, 21:46 Im übrigen darfst du dich gerne angesprochen fühlen, wenn ich "uns" schreibe. Zumindest in diesem Fall.
Das ist eine Frechheit ... Ich mag ja vieles sein, aber definitiv keine Rassistin!!!
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Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: DerStandard | "Nurejew" aus homophoben Gründen am Bolschoi„Theater abgesetzt

Post 6 im Thema

Beitrag von Lana »

Du entscheidest dich doch dafür, meine Aussage auf dich zu beziehen. Da will ich mal nicht widersprechen.

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Re: DerStandard | "Nurejew" aus homophoben Gründen am Bolschoi„Theater abgesetzt

Post 7 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Wie wäre es mit einer Versachlichung der Diskussion ?

https://www.dw.com/de/boykott-gegen-rus ... a-60996623
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: DerStandard | "Nurejew" aus homophoben Gründen am Bolschoi„Theater abgesetzt

Post 8 im Thema

Beitrag von Lana »

Da kann man u.a. Folgendes finden:
Dass auch regimekritische russische Künstlerinnen und Künstler vom ausländischen Boykott betroffen sind, moniert der ukrainische Filmemacher Sergei Loznitsa. Ihm geht der Aufruf zum Boykott russischer Filme seitens der Europäischen Filmakademie zu weit. "Was vor unseren Augen passiert, ist schrecklich, aber ich bitte Sie, nicht in Wahnsinn zu verfallen. Wir dürfen Menschen nicht nach ihren Pässen beurteilen." Es zählten nur die Taten. "Ein Pass ist an den Ort gebunden, an dem wir zufällig geboren wurden, während eine Handlung das ist, was ein Mensch freiwillig tut", so Loznitsa in einem Brief an die Verantwortlichen der EFA.
Wer sich solchen Überlegungen nicht anschließen möchte, muss sich meiner Meinung nach zu Recht den Vorwurf gefallen lassen, Rassismus zu unterstützen.
Das sind in Deutschland erschreckend viele Menschen. Ein paar davon sind leider auch hier in diesem Forum zu finden.

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Re: DerStandard | "Nurejew" aus homophoben Gründen am Bolschoi„Theater abgesetzt

Post 9 im Thema

Beitrag von Lina »

Lana hat geschrieben: Do 20. Apr 2023, 21:11 Ist es bei uns wirklich so viel besser, wo russische Künstler nicht mehr auftreten dürfen, egal was sie aufführen möchten, einfach nur weil sie einen russischen Pass haben?

In Russland Homophobie, bei uns Rassismus...
Beides ist Mist.

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Sicher, aber es macht schon einen Unterschied, ob es ein Teil der Regierungspolitik ist oder nicht.
Ich muss schon heftig protestieren, wenn du behaupten willst, dass irgend eine unserer Regierungen der letzten Jahrzehnte, Förderung von Rassismus im Regierungsvertrag hatte.

Vielmehr finde ich es interessant, dass die Putin-Diktatur die Homophobie so weit treibt, dass man jetzt die eigenen Kultur verleugnet. Wird interessant zu sehen, wie lange das noch funktionieren wird.
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Re: DerStandard | "Nurejew" aus homophoben Gründen am Bolschoi„Theater abgesetzt

Post 10 im Thema

Beitrag von Lana »

Lina hat geschrieben: Fr 21. Apr 2023, 22:52Sicher, aber es macht schon einen Unterschied, ob es ein Teil der Regierungspolitik ist oder nicht.
Wenn man sich anhört, was Frau Baerbock so von sich gibt, könnte man glatt auf den Gedanken kommen, dass der Hass auf Russland (und somit Rassismus) Teil der dt. Regierungspolitik wäre.
Lina hat geschrieben: Fr 21. Apr 2023, 22:52Ich muss schon heftig protestieren, wenn du behaupten willst, dass irgend eine unserer Regierungen der letzten Jahrzehnte, Förderung von Rassismus im Regierungsvertrag hatte.
Ich habe mir angewöhnt, Regierungen an ihren Taten zu messen, und nicht an wolkigen Sprüchen, die sie irgendwann mal zu Papier gebracht haben. Dabei kommt die aktuelle Bundesregierung nicht besonders gut weg.
Lina hat geschrieben: Fr 21. Apr 2023, 22:52Vielmehr finde ich es interessant, dass die Putin-Diktatur die Homophobie so weit treibt, dass man jetzt die eigenen Kultur verleugnet.
Das würde mich auch mal interessieren, wie denn die Bevölkerung zu solchen Entwicklungen steht. Sieht die das mehrheitlich überhaupt kritisch, oder liegt die russische Regierung mit ihrem Populismus gar nicht so daneben, wie man das aus DE betrachtet vielleicht meinen könnte.

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Re: DerStandard | "Nurejew" aus homophoben Gründen am Bolschoi„Theater abgesetzt

Post 11 im Thema

Beitrag von Lina »

@Lara

Nachdem was ich an Informationen zusammenstueckeln kann sehen es im allgemeinen nur unter-30-Jarhrige in den Großstädten kritisch. D.H. bislang nicht viele.kritisch. In Russland ist es ja nicht wir in Kanada, Schweden oder Finnland, dass ca. die Hälfte der Bevölkerung in den Großstädten leben.
Aber früher oder später wird es wohl auffallen, dass eine Menge klassische Künstler nicht mehr erwähnt werden dürfen.
Es fällt ja auch auf, wenn man z.B. auf LVIV Media die Interviews mit den Kriegsgefangenen von der russischen Armee und Wagner, dass eigentlich niemand aus den Großstädten kommen. Diese kann man ja auch voll lügen, was ihre künftige Aufgaben und den Zweck der SMo betrifft. Sollten die nach 6 Monaten zu den 20% gehören, die tatsächlich zurück kommen, hält sich das, was sie erzählen in einem relativ engen Kreis.es kommt auch relativ wenig raus, wenn sie sterben oder schwer verletzt zurück kommen.

In den Großstädten kann man also auch immer noch die offizielle Geschichte verbreiten. Nur die jüngere Generation, die Geld verdient und das Internet beherrscht - z.B. wissen wie man mit VPN Verbindungen umgeht oder andere Lücken kennt - kommt an information ran.
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