Das mit dem erkennen wird, glaube ich zumindest, total überbewertet.
Ich war, im Julianemodus, mal im großen Elbe-Einkauf-Zentrum bummeln.
Und dann kam mir direkt ein bekanntes Ehepaar, aus der weiteren Nachbarschaft entgegen

.
Da kann man(n) natürlich nicht weg, und bltzartig in einen Geschäft für Kleinkindermode zu
verschwinden hätte sicherlich auch nichts gebracht.
Ich bin einfach weitergeschlendert und habe die beiden mit neutralem Gesicht passiert.
Einmal habe ich noch kurz ein Schaufenster als Spiegel benutzt, aber die zwei sind, sich
unterhaltend, einfach weitergegangen.
Sicherlich geht auch keiner mit dem Gedanken spazieren oder einkaufen, ob die Dame die
einem da gerade entgegen kommt, der als Frau gekleidete Nachbar sein könnte. So denken
sicherlich einige von uns. Nur die breite Mehrheit hat nicht einmal diesen Gedanken.
Die sind alle mit Alltaglichkeiten beschäftigt. Mit, was gibts heute zum Mittagessen? Oder,
schaffe ich es noch rechtzeitig zum Frisör? Oder was auch immer unsere Mitmenschen
gedanklich beschäftigt, während sie unterwegs sind.
Mir ist an selber Stelle Regina, hier aus dem Forum entgegen gekommen. Im Mannmodus,
mit Frau und Töchtern dabei und hat nichts gemerkt. Selbst als ich sie beim nächsten SHG-
Treffen darauf ansprach, konnte sie sich nicht daran erinnern, mir nahezu über die Füße
gelaufen zu sein.
Und ich bin mit 1,90 als Frau sicherlich nicht zu übersehen. Aber die Familie war beschäftigt
mit ihren Einkäufen.
Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer