Das sehe ich nicht ... die geistig Vernebelten, die dergleich tun, wissen vermutlich nicht einmal was TERF bedeutet, kennen keine Alice Schwarzer etc ... und ob die Aussagen "hetzerisch" sind, möchte ich auch bezweifeln. Diese Damen haben ihre feste Auffassung/Meinung von der sie nicht abrücken, fordern aber keineswegs zur Gewalt auf. Entsprechend muss man diesen speziellen Damen im Diskurs begegnen ... und den Vernebelten mit Bildung!Jasmine hat geschrieben: Di 9. Aug 2022, 12:59 Wenn irgendwelche Menschen diese hetzerischen Reden hören und eine transsexuelle Person tätlich angreifen, dann können solche Artikel
StN | Transgender und Terfs - # 2
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Re: StN | Transgender und Terfs
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: StN | Transgender und Terfs
Es wäre trotzdem interessant zu wissen ,welche Ziele sie wirklich verfolgen. Und nicht nur was sie behaupten zu verfolgen.Blossom hat geschrieben: Di 9. Aug 2022, 09:02Die sind im Artikel doch benannt, Jasmine ... und inwieweit sollten die für dich gefährlich sein?
Auch steht im knappen Bericht ja nichts, was es dazu schon gefühlte 1000 mal dazu zu lesen gab.
Und bez. "Gefährlich": Es handelt sich um Tendenzen, die sich dermaßen in der Gesetzgebung einiger Städten entartet hat, dass das Auswärtige Amt eine Teil-Reisewarnung erlassen hat.
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Re: StN | Transgender und Terfs
Fürs Ausland ... dazu brauche ich keine Warnung und weiß eh, wohin ich besser nicht fliege oder fahre ... Jasmin meint wohl kaum das Ausland, nicht wahr?Lina hat geschrieben: Di 9. Aug 2022, 23:57 dass das Auswärtige Amt eine Teil-Reisewarnung erlassen hat.
Und diese "gefährlichen" Tendenzen sehe ich hier nicht gegeben.
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Re: StN | Transgender und Terfs
Es fängt doch schon damit an, dass in "echte" und - dann logischerweise - "falsche" Transsexuelle unterschieden wird. Wer bitte legt denn fest, wer zu welcher Kategorie gehören darf? Wenn ich Schwarzer & Co. richtig verstehe, dann darf das nicht die betroffene Person selbst sein. Es muss also irgendeine Instanz geben, die hier wieder "korrigierend/rechtsprechend" eingreift. Ob das nun Gerichte, Psychologen oder wer auch immer sein soll, dass Ergebnis ist wieder, dass wir nicht selbstbestimmt leben dürfen.
Und ich denke auch, dass es gar nicht nötig ist, dass Schwarzer & Co explizit zu Gewalt aufrufen - das werden sie tunlichst unterlassen, die sind ja auch nicht blöd -, irgendein "vernebeltes Hirn" wird sich schon berufen fühlen, den verlängerten Arm dieser geistigen Brandstifter_innen zu spielen.
Gerade entdeckt: BR Podcast - Transfeindlichkeit - Nimmt sie in Deutschland zu? Ab ca. 18:45 geht es auch um TERF.
Und ich denke auch, dass es gar nicht nötig ist, dass Schwarzer & Co explizit zu Gewalt aufrufen - das werden sie tunlichst unterlassen, die sind ja auch nicht blöd -, irgendein "vernebeltes Hirn" wird sich schon berufen fühlen, den verlängerten Arm dieser geistigen Brandstifter_innen zu spielen.
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Re: StN | Transgender und Terfs
Wenn man das konsequent durchdenkt, wäre doch schon vielen geholfen. Die Krux ist doch die Gleichsetzung von Biologie und persönlichem Empfinden. Geht es Frau Schwarzer denn nicht auch darum, dass Mädchen sich in allen Rollen wiederfinden können und nicht gleich "zum Mann" werden müssen ? Was sie nicht verstehen kann und will, ist der tiefere Sinn des Selbstbestimmungsgesetz, der leider immer wieder gleich mit OP und HET in Verbindung gebracht wird.Nico hat geschrieben: Di 9. Aug 2022, 21:37 Der durch Brechen der Geschlechterrollen und eine offenere Gesellschaft beseitigt werden kann.
Ich sehe diese Kategorien als eine Art "Arbeitsbegriff". Es geht auch gar nicht darum, dass jemand diese Unterscheidung trifft, Frau Schwarzer gesteht den Menschen ja durchaus zu, dies selber zu entscheiden. Mir scheint, es geht ihr vielmehr darum, Menschen die Entfaltungsmöglichkeiten zu geben, die sie brauchen und extremere Wege vermeiden können. Die Wege sind nur unterschiedlich. Frau Schwarzer möchte Geschlechterrollen aufheben und wir wollen Geschlechterrollen leben.Svetlana L hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 06:18 Es fängt doch schon damit an, dass in "echte" und - dann logischerweise - "falsche" Transsexuelle unterschieden wird. Wer bitte legt denn fest, wer zu welcher Kategorie gehören darf?
Für mich ist es grotesk, wenn der so definierte Feminismus als eine Bewegung wahrgenommen wird, der Geschlechterdifferenzen erhöht, in dem er sich auf ein Geschlecht konzentriert, obwohl eher eine Auflösung/Reduktion der Geschlechterdifferenzen das Ziel ist.
Auf der anderen Seite leben viele Trans-Menschen gerade die Geschlechterdifferenz, in dem sie diese durch einen Wechsel betonen, öffentlich aber diffamiert werden, in dem das Selbstbestimmungsrecht als "Abschaffung der Geschlechter" als Ziel untergeschoben wird. Wer von uns will denn das Geschlecht abschaffen ?
Oder anders gesagt, die einen wollen keine Geschlechtsrollen, die anderen wollen diese Rollen. Hier liegt mMn ein wichtiger Kern des Konflikts.
Will der Feminismus à la Schwarzer das Geschlecht abschaffen ? Ich denke nicht. Es geht letztlich uns allen doch darum, selbstbestimmt das zu leben, was wir wollen. Leider bleiben wir (nur ?) an Begrifflichkeiten hängen. Was ist eine Frau, was ein Mann ? Bin ich eine Frau, weil ich so empfinde oder bin ich ein Mann, weil es die Biologie so will ? Und was ist, wenn das für mich nicht eindeutig ist ?
Ich werde nie eine biologische Frau sein, denn dafür fehlen mir biologische Gegebenheiten. Da helfen auch keine OPs und HETen (die ich für mich bisher ablehnt habe). Auf der anderen Seite ist für mich das Leben als Frau ein Bedürfnis. Und ich möchte das selber bestimmen können. Woran stören sich nach eigenen Bekunden s.g. Feministinnen ? Es ist meine Beanspruchung des Wortes "Frau" und damit verbunden alles was für Frauen "reserviert" ist, für mich. Was scheinbar vielen Feministinnen nicht klar ist, dass Förderungen, Schutz und Gleichberechtigung gerade auch für Transmenschen, von mindestens gleicher Bedeutung ist.
Aber wie gesagt, wo ist das eigentliche Problem und wo sind die Nebenschauplätze ?
Viele Grüße
Vicky
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Re: StN | Transgender und Terfs
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 10:50 Ich sehe diese Kategorien als eine Art "Arbeitsbegriff". Es geht auch gar nicht darum, dass jemand diese Unterscheidung trifft, Frau Schwarzer gesteht den Menschen ja durchaus zu, dies selber zu entscheiden. Mir scheint, es geht ihr vielmehr darum, Menschen die Entfaltungsmöglichkeiten zu geben, die sie brauchen und extremere Wege vermeiden können. Die Wege sind nur unterschiedlich. Frau Schwarzer möchte Geschlechterrollen aufheben und wir wollen Geschlechterrollen leben.
Hmmmm..
da kann ich nur für mich sprechen, mir ist die Rolle ähnlich egal, wie das biologische oder empfundene Geschlecht meines
Gegenüber, ich nehme die Personen so an wie sie sind.
Und mal ehrlich, was machen wir alle? Wir arbeiten, wir lernen, machen dies, machen das, kochen, putzen, reparieren etwas.
Hat ein Mensch heute keine grobe Übersicht über alles was ein Leben betreffen kann, hat man ein Problem mit
(Über)Leben an sich...
Wir hier in Europa haben so viele Entfaltungsmöglichkeiten, das wir uns eigentlich nicht beschweren sollten.
Und da möchte ich fast Danke sagen an Menschen wie Alice Schwarzer.
Ich will keine Rolle leben, nein, ich will sein dürfen, viel mehr ich bin.
Meine Aufgaben waren vor der VÄ/PÄ die Gleichen wie heute, denn es schon so, das alle vieles können sollten.
Da ist Frau oder Mann sein, nun wirklich unerheblich dafür.
Meine Talente sind gleich, ich lebe sie aber anders, weil in meinem Herzen etwas passiert ist.
Und das lief über den Körper, ich empfinde mich mehr, ich bin mir näher, nicht mehr keine Einheit.
Da ist eine tatsächliche Beziehung, die früher so nicht da war.
Kein Rock, keine Bluse, oder sonstiges weiblich konotierte konnte das erreichen.
Keine Anrede als Frau oder Herr weil mein Sein different zur Körperempfindung war oder auch teils noch ist.
Ja, ich weiss so manche werden jetzt wieder sagen mit solchen Ansichten passt du nicht mehr in die Community.
Das ist dann auch okay für mich.
Aber ich sage was ich denke und lasse mich da nicht mehr in die Ecke drängen wie manchmal früher.
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: StN | Transgender und Terfs
Will sie das wirklich oder tut sie nur so?
Und durch diese Hetze schädigen sie transidente (oder auch nur nichtbinäre, z.B. "Teilzeit-") Frauen teils jahrzentelang: Zwischen der 1. Erkenntnis: "ich bin nicht NUR cis hetero" - hoffentlich merkt es keiner - bis zur GaOP und darüber hinaus!
Leider werden unsere Familien - Partner:innen und Kinder - da auch noch mit reingezogen: Ehen scheitern u.U. wegen des sozialen Drucks, Dana Mahr ist mit Frau und Kind auf der Flucht, nachdem ihre Adresse und die ihrer Eltern im Internet "gedoct" und bereits eine Scheibe an ihrem Haus eingeworfen wurde!
LG Karla
Durch die öffentliche Diffamierung von Tessa Ganserer als "physischen und rechtlichen Mann" zementiert sie genau diese binäre Ordnung: Wehe, wenn trans-Frau wagt, daraus auszubrechen!Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 10:50 Mir scheint, es geht ihr vielmehr darum, Menschen die Entfaltungsmöglichkeiten zu geben, die sie brauchen und extremere Wege vermeiden können. Die Wege sind nur unterschiedlich. Frau Schwarzer möchte Geschlechterrollen aufheben und wir wollen Geschlechterrollen leben.
Und durch diese Hetze schädigen sie transidente (oder auch nur nichtbinäre, z.B. "Teilzeit-") Frauen teils jahrzentelang: Zwischen der 1. Erkenntnis: "ich bin nicht NUR cis hetero" - hoffentlich merkt es keiner - bis zur GaOP und darüber hinaus!
Leider werden unsere Familien - Partner:innen und Kinder - da auch noch mit reingezogen: Ehen scheitern u.U. wegen des sozialen Drucks, Dana Mahr ist mit Frau und Kind auf der Flucht, nachdem ihre Adresse und die ihrer Eltern im Internet "gedoct" und bereits eine Scheibe an ihrem Haus eingeworfen wurde!
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Re: StN | Transgender und Terfs
So heißt es in der EMMA zu Tessa Ganserer (https://www.emma.de/artikel/markus-gans ... rau-339185). Und es beschreibt einen Kernkonflikt: Biologie vs. Empfinden. Die Empörung kann ich gut nachvollziehen: da kommt jemand daher und nimmt den Frauen einen Listenplatz weg, der aus biologischer Perspektive ein Mann ist. Da könnte ja jeder kommen und die Früchte des hart erkämpften Erfolgs wegnehmen. Das ist die biologisch determinierte Perspektive. Und da man Erfahrung mit harten Bandagen hat, wird das weiter fortgesetzt. Vor dem Hintergrund, dass der heutige Feminismus ganz andere Formen hat als vor 30 oder 40 Jahren (ich habe das noch erlebt), bekommt der alte kämpferische Feminismus eine neue Chance."Bevölkerung und Medien sollen daran gewöhnt werden, dass die Kategorie Geschlecht in unserem Rechtssystem neu definiert werden soll: Wer Frau und wer Mann ist, soll nicht mehr auf objektiv feststellbaren, körperlich-biologischen Merkmalen beruhen, sondern auf einer "šGender-"š bzw. "šGeschlechtsidentität"˜, die auf einem subjektiven Gefühl beruht, das sich aus Stereotypen und Geschlechterklischees speist", vermutet die Initiative.
Ich beklage das, denn nicht in der Konfrontation liegt die Zukunft, denn durch die Spaltung der Kräfte verlieren alle an Bedeutung. Wollen wir alle eine Entwicklung in der Gesellschaft, muss die Gesellschaft daran teilhaben und mitgenommen werden. Hier macht, ich nenne es einmal den "kämpferische" Feminismus", mMn einen strategischen Fehler, der ihn scheinbar in die Nähe der Rechten bringt. Die nehmen das gerne auf. Statt die Dynamik für die eigenen Ziele zu nutzen, zeigt sich der kämpferische Feminismus konservativ.
Aber auch wir müssen im Kopf beweglich bleiben, statt auf die althergebrachten (Schein-)Argumente herein zu fallen. Wenn wir progressiv Brücken anbieten, könnten wir alle uns dem eigentlichen Problem widmen. Und das ist mMn im ersten Satz des obigen Zitats beschrieben. Ich glaube die Diskussion ist in weiten Teilen angstgetrieben Angst vor Verlust des bisher Erreichten und Angst vor einem "Untergang". Wir sollten mMn anerkennen, dass es eine andere Perspektive gibt und Lösungen suchen, wie wir einen gemeinsamen Weg finden können.
Es ist nicht zweckdienlich, die Schuld am fehlenden Gespräch jemanden zuzuweisen. Es gilt, die eigene Verantwortung wahrzunehmen und sich dafür einzusetzen, dass wir weiter kommen. Die eigentliche Kraft ist nicht Kampf und Geschrei, sondern Geduld und Rücksicht.
Ein tolles Statement, wie ich finde. Ich habe mich auch oft gefragt, wie es denn wäre, wenn ich, biologisch betrachtet, als Mädchen geboren worden wäre. Aus meiner heutigen Perspektive glaube ich, dass ich damit viel weniger Probleme hätte, im Vergleich zum männlichen Körper. Um die Wirkung auf mich auszuprobieren, habe ich Fotomontagen von mir auf einem nackten Frauenkörper erstellt, was mir ziemlich gut gelungen ist. Die Wirkung war sehr seltsam, denn es fühlte sich nicht besonders an. Es ist normal, dass ich einen Frauenkörper haben könnte. Das ist mit einem Bild von mir als nackten Mann ganz anders. Mit dem kann ich mich nicht identifizieren und ich lehne das ab. Sehr, sehr spannend.EmmiMarie hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 12:25 Und das lief über den Körper, ich empfinde mich mehr, ich bin mir näher, nicht mehr keine Einheit.
Da ist eine tatsächliche Beziehung, die früher so nicht da war.
Kein Rock, keine Bluse, oder sonstiges weiblich konotierte konnte das erreichen.
Keine Anrede als Frau oder Herr weil mein Sein different zur Körperempfindung war oder auch teils noch ist.
Es zeigt mir aber auch, dass ich genau in dem Spannungsfeld zwischen biologischer und emotionaler Definition einer Frau stehe. Meine Emotion sagt mir, dass ich biologisch eine Frau sein könnte. Kleidung, Schminke, Sillies etc. ist nur Ausdruck davon, nicht Selbstzweck und nur Hilfsmittel, dass ich mich einigermaßen wohl fühlen kann. Anrede bedeutet für mich Akzeptanz oder Nichtakzeptanz von außen. Mir zeigt es, dass wir Biologie und Empfinden nicht trennen können und der Weg nur über Biologie oder nur über Empfinden ist nicht ausreichend.
Und damit bin ich wieder beim übergreifenden Thema: Wo ist der dritte Weg, der es kämpferischen Feministinnen und Transmenschen erlaubt, friedlich für eine gemeinsame Sache zu arbeiten ?
Viele Grüße
Vicky
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Re: StN | Transgender und Terfs
Moin,
es ist die Frage, ob es einen "dritten Weg" geben wird.
Unverhandelbar ist doch, dass jeder Mensch sein eigenes Geschlecht wohl besser beschreiben kann als Außenstehende. Insofern ist ein Beschreiben von außen mit "verkleideten Männern / verkleideten Frauen" nicht hinnehmbar und
leugnet, dass es Transsexualität gibt.
Allerdings steht vor manchen Handlungen und insbesondere "Amtshandlungen", dass das bewusste Geschlecht mit dem Geschlecht "in den Papieren" übereinstimmt.
Es gab und gibt verschiedene Möglichkeiten, das vornehmen zu lassen.
Gerade in der letzten Zeit erlebe ich manche Handlungen "bekannter Persönlichkeiten", die das nicht einsehen, als nicht glücklich und schädlich für "Betroffene". Dazu gehören auch einige öffentliche Auftritte oder das nachträgliche Posten von "Erlebnissen".
es ist die Frage, ob es einen "dritten Weg" geben wird.
Unverhandelbar ist doch, dass jeder Mensch sein eigenes Geschlecht wohl besser beschreiben kann als Außenstehende. Insofern ist ein Beschreiben von außen mit "verkleideten Männern / verkleideten Frauen" nicht hinnehmbar und
leugnet, dass es Transsexualität gibt.
Allerdings steht vor manchen Handlungen und insbesondere "Amtshandlungen", dass das bewusste Geschlecht mit dem Geschlecht "in den Papieren" übereinstimmt.
Es gab und gibt verschiedene Möglichkeiten, das vornehmen zu lassen.
Gerade in der letzten Zeit erlebe ich manche Handlungen "bekannter Persönlichkeiten", die das nicht einsehen, als nicht glücklich und schädlich für "Betroffene". Dazu gehören auch einige öffentliche Auftritte oder das nachträgliche Posten von "Erlebnissen".
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Re: StN | Transgender und Terfs
Die prinzipielle Negierung der Möglichkeit eines dritten Wegs, verschließt mMn die Möglichkeit einer friedlichen Koexistenz, da es immer zu unlösbaren Konflikten kommt. Ich meine das eher in einer längerfristigen Perspektive. Ich verstand mich lange als "weiblich", aber nicht als "Frau". Das meine ich im Sinne eines emotionalen, aber nicht körperlichen Selbstverständnis. Das negiert nicht den Wunsch nach einer biologisch-weiblichen Perspektive, sondern erkennt nur deren faktischen Unmöglichkeit an, die auch mir OP und Hormonen nicht zu beseitigen ist.Anne-Mette hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 15:42 es ist die Frage, ob es einen "dritten Weg" geben wird.
Nicht erst durch das neue Selbstbestimmungsrecht, da aber in besonderer Weise, bin ich gezwungen, mich selber mit dem Begriff "Frau" viel stärker auseinander zu setzen. Mein innerer Konflikt wird dadurch auf eine Spitze getrieben. Als ein Transmensch, wie vermutlich auch vergleichbar Intersexuelle, lebe ich in diesem Konflikt. Das Konstrukt Sex-Gender hat versucht, diesen Konflikt aufzulösen, in dem es zwei unabhängige Kategorien geschaffen hat. Aber wie wir weiter oben sehen, gibt es diese Unabhängigkeit nicht. Sie bedingen sich sogar.
Vielleicht kann man sich der Thematik auch auf eine andere Weise nähern, in dem man Geschlecht eine biologische und kulturelle Dimension zuspricht. Ein dritter Weg kann darin liegen, dass man die kulturelle Bedeutung von Mann und Frau verändert. Hier kommen wieder die urfeministischen Ansätze zum Tragen, die sich z.B. in der Wertigkeit des Geschlechts ausdrückt. Nehmen wir doch einmal an, dass Männer und Frauen gleichberechtigte und gleichwertige Positionen darstellen. Dann wäre das Ziel des Feminismus erreicht und es bestünde keine Notwendigkeit zum Streit um diesen Begriff. Folglich könnte man dann Trans- und Inter-Menschen ohne Probleme den Spielraum für die eigene emotionale Entwicklung geben. Und auch gesellschaftlich wäre das von Vorteil, da jeder Mensch sich gemäß seiner Interessen und Fähigkeiten einsetzen kann. Vielleich müssen wir uns wieder einmal an Simone de Beauvoir erinnern, die dafür plädiert, dass Frausein als etwas Eigenständiges und nicht als das andere Menschliche, im Sinne das des Männlichen Gegenüberstehende, verstanden wird. Damit werde auch ich als Transfrau als etwas Eigenständiges wahrgenommen. Es wäre ein Riesenschritt in der Versöhnung meines Empfindens und meiner Körperlichkeit.
Natürlich ist das eine Utopie, aber es zeigt mMn, dass es möglich sein sollte, einen dritten Weg zu finden, wenn man am gleichen Strang zieht. Es geht darum, die Differenzen aufzulösen. Das ist weder einfach, noch schnell erreichbar. Aber es wäre ein Ziel für die Zukunft und für zukünftige Generationen.
Viele Grüße
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Re: StN | Transgender und Terfs
Hi KarlaKarla hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 12:47 Durch die öffentliche Diffamierung von Tessa Ganserer als "physischen und rechtlichen Mann" zementiert sie genau diese binäre Ordnung: Wehe, wenn trans-Frau wagt, daraus auszubrechen!
Welche öffentliche Diffamierung denn? Ganserer sagt so selbst "mit mir kein TSG - Verfahren", oder?
Rechtlich stimmt es also auch. Einer Person dann immer noch mit Respekt zu begegnen ist wieder etwas anderes.
Und zementiert Ganserer mit dem Frau sein nicht auch binäre Ordnung?
Ganz kann ich deine Aussage nicht nachvollziehen, auch wenn ich weiss was du meinst.
Ich sage an der Stelle nochmal, keine Empfindung eines Menschen steht über der eines anderen.
Es geht darum die andere aber zuzulassen.
Deswegen bin ich auch der Meinung das gesetzliche Zwänge auf jeden Fall ein Unwohlsein mit
einer Situation auslösen können. TSG bei den einen, oder der Zwang jemand anderen anders wahrnehmen
zu müssen als man es tut, bei den anderen.
Sinn macht nur ein gutes Sein für ausnahmslos alle ohne jemand zu übervorteilen.
Alles Liebe Marie
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Re: StN | Transgender und Terfs
...rechtlich stimmt es: Leider! Dank der von der GroKo verschleppten Reform des TSG! - ...und daß Tessa dies ad absurdum führt: chapeau!!!
Persönlichkeits- und z.B. Arbeitsrecht sagen allerdings, daß transidente Menschen ab coming-out in der "neuen" Rolle zu akzeptieren sind!!!
Genau diesen Respekt vermisse ich bei Alice S. und anderen TERFs!!!
Tessa hat ein bewundernswertes Standing entwickelt, andere sind mit Frau und Kind geflüchtet (Dana Mahr) oder haben gar Suizid begangen, s. z.B. Selbstverbrennung in Berlin
...und unter dieser Situation leiden insbes. alle, die bislang stealth geblieben sind!!!
ich hab zum Glück Familienphase(n) schon lange und coming-out seit gut 3 Jahren hinter mir:
Cup AA ist echt, der Pferdeschwanz auch, rote Färbung geb ich zu: Ein "normaler Mann" machte all dies nicht - und ich gehe daher als TRANS-Frau durch, auch in Dusche und WC. Der Weg bis dahin war zugegeben nicht immer angstfrei und einfach! - und genau dies müßte nicht sein!
Oberst Elisabeth Landsteiner wurde von den Frauen ihrer Einheit zur Gleichstellungsbeauftragten gewählt!
LG Karla
Persönlichkeits- und z.B. Arbeitsrecht sagen allerdings, daß transidente Menschen ab coming-out in der "neuen" Rolle zu akzeptieren sind!!!
Genau diesen Respekt vermisse ich bei Alice S. und anderen TERFs!!!
Tessa hat ein bewundernswertes Standing entwickelt, andere sind mit Frau und Kind geflüchtet (Dana Mahr) oder haben gar Suizid begangen, s. z.B. Selbstverbrennung in Berlin
...und unter dieser Situation leiden insbes. alle, die bislang stealth geblieben sind!!!
ich hab zum Glück Familienphase(n) schon lange und coming-out seit gut 3 Jahren hinter mir:
Cup AA ist echt, der Pferdeschwanz auch, rote Färbung geb ich zu: Ein "normaler Mann" machte all dies nicht - und ich gehe daher als TRANS-Frau durch, auch in Dusche und WC. Der Weg bis dahin war zugegeben nicht immer angstfrei und einfach! - und genau dies müßte nicht sein!
..zum Glück gibt es mehr "normale" Frauen als TERFs:EmmiMarie hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 17:37 Welche öffentliche Diffamierung denn? Ganserer sagt so selbst "mit mir kein TSG - Verfahren", oder?
Rechtlich stimmt es also auch. Einer Person dann immer noch mit Respekt zu begegnen ist wieder etwas anderes.
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LG Karla
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Re: StN | Transgender und Terfs
Ich möchte keine Geschlechterrollen leben, sondern einfach nur wie es sich richtig anfühlt.Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 10:50 Frau Schwarzer möchte Geschlechterrollen aufheben und wir wollen Geschlechterrollen leben.
Das Geschlecht von trans Menschen darf nicht daran fest gemacht werden, wie gut oder schlecht sie Klischees entsprechen.
Die Diskussion hatten wir schon, keiner Frau wird ein Platz weggenommen. Es ist ein parteiinternes Vergabeverfahren, in dem jeder Frau ist, wer sich als eine empfindet. Es stand zudem vor der Wahl fest. Würde die CDU ihre Plätze genauso vergeben, wären wesentlich mehr cis Frauen im Bundestag. Selbst wenn 10% von den Frauen trans wären.Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 14:06 So heißt es in der EMMA zu Tessa Ganserer ["¦] und es beschreibt einen Kernkonflikt: Biologie vs. Empfinden. Die Empörung kann ich gut nachvollziehen: da kommt jemand daher und nimmt den Frauen einen Listenplatz weg, der aus biologischer Perspektive ein Mann ist.
LG Nico
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Re: StN | Transgender und Terfs
Dankeschön Nico, du sprichst mir da sooo aus der SeeleNico hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 21:43Ich möchte keine Geschlechterrollen leben, sondern einfach nur wie es sich richtig anfühlt.Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 10:50 Frau Schwarzer möchte Geschlechterrollen aufheben und wir wollen Geschlechterrollen leben.
Das Geschlecht von trans Menschen darf nicht daran fest gemacht werden, wie gut oder schlecht sie Klischees entsprechen.
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die wesentlich besser mit der Bohrmaschine umgehen kann als mit der Nähmaschine
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Re: StN | Transgender und Terfs
Das wissen auch die Hersteller, weshalb es ja süße Bohrmaschinen in rosa gibt ... übrigens auch Kreissägen und weiteres ... schmunzel
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