Nein, ich habe das beim 1. Mal nicht richtig verstanden, weil du es unglücklich ausgedrückt hast. Und ich finde, wir machen uns auch keinen Gefallen damit, diese beiden Wege zu vermischen. Du hast von hohen Hürden des TSG und von der Verbreitung von Tipps gesprochen, was man dem Thera sagen soll um die Diagnose zu bekommen. Also bei der Begutachtung durch die beiden Theras bekommt man keine Diagnose. Das Gericht bekommt ein Begutachtungsergebnis - das wars. Und wenn man einfach ist, wie man ist - so wie Marie das immer wieder sagt - ist das positive Ergebnis eigentlich kein grosses Ding. Kann aber einfacher, unbürokratischer, Thera entlastender, finanziell weniger aufgeblasen und schneller sein - darüber sind wir uns alle einig.MichiWell hat geschrieben: Mo 25. Jul 2022, 22:31 Du hast leider nicht verstanden, worauf ich hinaus wollte: Wer nur noch darauf aus ist und alles tut, das "System" zu überwinden, um die gewünschte Diagnose zu bekommen, der wird gewiss nicht mehr zwischen rechtlichem und medizinischen Weg unterscheiden, sondern alle manipulieren, die ihm "im Weg" stehen könnten. Ich hoffe, jetzt ist es klarer.
Mir geht es hier - weil es sich um Sabeth dreht (ja, ich komme immer wieder darauf zurück *mirselbstaufdieschulterklopf*) um den med. Weg. Und da wird es schwierig mit der Selbstverantwortung. Da werden die KK leider nicht mitspielen. Was mMn auch ihr gutes Recht ist. Wenn jemand wirklich will und die "hohen Hürden" bei diesem Weg vermeiden möchte, kann das ja auch selbst finanzieren - so wie Sabeth das getan hat. Hier nachzulesen. Dann sollten aber auch alle Folgekosten die durch unglücklich verlaufene OP's entstanden sind, selbst getragen werden (Arztfehler ausgeschlossen).
Wer das finanziell nicht stemmen kann, der muss leider den Weg der "grossen Hürden" gehen. Der bekommt aber mMn etwas geschenkt: Die Chance zur Selbstfindung. Und das sollte ganz ganz oben auf der Prioritäten-Liste stehen. Als ich beschlossen habe mich nach einer Thera umzuschauen, hatte ich ebenfalls den Wunsch nach mehr Weiblichkeit - wie sooooo viele CD, TS, TV, whatever. Ich plante aber nicht weder den einen noch den anderen Weg einzuschlagen. Ich plante, auf die Suche zu mir selbst zu gehen. Das sollte der einzige Ansatz eines jeden Weg sein. Sabeth hätte das gesagt bekommen sollen, in den queeren Foren/SHG's in denen sie sich herumgetrieben hat. Leider ist sie auf falsche Freunde herein gefallen und hat mit ihrem Leben gespielt. Das gibt es aber auch in anderen Metiers, wie ich schon mal geschrieben habe. Viele meiner Freunde sind auf falsche Freunde herein gefallen. Einige leben nicht mehr und andere sitzen im Knast. Keine Instanz kann so einen Weg 100 % verhindern. Das Elternhaus trägt aber einen ganz grossen Teil dazu bei, dass es nicht so weit kommt. Da ist ein Grundstein gelegt. So wie es aussieht, hat Sabeth diesen Grundstein auch nicht erhalten. Sie ist gerade dabei das zu ergründen und kann hoffentlich ihren Frieden mit ihrem Lebensweg schliessen. Das wünsche ich ihr wirklich und all den anderen die durch die harte Schule des Lebens gehen mussten, um zu sich selbst zu finden.