immer diese willkürlichen Zahlenspiele und Panikmache.Jaddy hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 02:09Freigeräumte Krankenhausbetten, die anderweitig nicht belegt werden können, z.B. für geplante OPs.Lana hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 00:17Kannst du diese Sozialkosten bitte genauer spezifizieren und in Relation zu anderen Ländern setzen, die ohne Impfpflicht auskommen?Jaddy hat geschrieben: Mi 16. Mär 2022, 23:08 Angesichts der Sozialkosten der hohen Verweigerungsquote (20%) ist meiner Ansicht nach in diesem Fall ein willkürliches, weil objektiv nicht begründbares "Nein" nicht hinnehmbar.
10% ITS Betten belegt nur mit Covid Patientys, die für andere nicht zur Verfügung stehen.
Pro Tag ~200.000 Neuinfizierte, die aus Arbeitsleben etc erst mal ausfallen, damit sie andere nicht anstecken
Pro Tag ~2.000 Krankenhauseinweisung weil schwerer Verlauf
Pro Tag ~250 Tote
Pro Tag ~20.000 weitere long covid Fälle, viele davon monatelang oder dauerhaft aus dem Leben geworfen bis hin zu Pflegefall.
Haufenweise gebundenes Personal, Geld und Material von der Bundesregierung runter bis zu Schulen, Läden und Privatleuten
Institutionen arbeiten am Limit, weil andauernd Personal ausfällt
Wirtschaftlicherer EInbruch bei Handel, Gastro, Veranstaltungen
Freigesetzte Belegschaft ebenda
Wirtschafthilfen für diese Unternehmen und Menschen - naja, wenn sie denn was abkriegen
Naja, und die psychologischen Belastungen durch die ständigen Anpassungen der Maßnahmen wurden ja auch schon vielfach diskutiert
Mindestens die schweren Verläufe, die Todes- und die long covid Fälle könnten durch 3fach-Impfung (und wahrscheinlich weitere angepasst) signifikant reduziert werden.
In wie weit geimpfte Infizierte auch bei den Omikron Varianten kürzer infektiös sind und weniger Viren ausscheiden ist offenbar numerisch noch nicht ganz klar. Gegen die vorherigen Varianten waren das meines Wissens 2stellige Prozentzahlen. D.h. Impfung hat auch einen Bremseffekt bzgl der Ausbreitung.
Sag mir doch bitte ein paar Länder mit vergleichbarer Bevölkerungsstruktur und -dichte, bei denen die Zahlen wirklich anders aussehen. Der Data Explorer zeigt mir um D herum keine wirklich andere Entwicklung.Lana hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 00:17 Wie können die sich bei vergleichbaren Impfquoten den "Luxus" der individuellen Entscheidungsfreiheit leisten und in Deutschland soll das nicht möglich sein?
Aber ich habe mir die Mühe gemacht und bin mal dem nachgegangen, habe einen relativ wichtigen Indikator herausgegriffen und mit einem Nachbarland verglichen.
Als hauptsächlich verbliebenes Argument wird doch immer behauptet, die vollständig Covid-Geimpften und - noch besser - die aufgefrischt Covid-Geimpften haben einen milderen Verlauf von Corona-Infektionen.
Nun habe ich mir die Zahl der von Covid-Infizierten belegten Intensivbetten genommen, und diese durch die Grösse der Bevölkerung geteilt.
Das habe ich auf dem Stand der Zahlen von heute, 18.3. (also wahrscheinlich bezeichnen die den Stand von gestern) für Deutschland und die Schweiz gemacht.
Impfquoten vollständig | Auffrischung
D : 75,8 %, 58,1 %, Covid-intensivpatienten pro Mio der Bevölkerung : 27,56
CH: 68,8 %, 41,6 % Covid-intensivpatienten pro Mio der Bevölkerung : 16,27
Merkt ihr was ?
Nach dem Argument "Covid-Impfung schützt gegen schweren Verlauf" müsste die Zahl in Deutschland (wo wir eine deutlich höhere Impfquote haben) deutlich kleiner sein als in der Schweiz (mit der niedrigeren Impfquote) !
Ist aber umgekehrt !
Ich sage jetzt nicht, man muß es genau umgekehrt machen, aber klar ist : das obige Argument , und damit DAS Argument pro Impfpflicht ist falsch.
Ich wundere mich selber, daß man nur genauer auf ein paar Zahlen schauen muß, und schon stürzen die beliebtesten Klischees ein.
Die Personalausfälle im Gesundheitssystem UND in der Wirtschaft sind in der Höhe bedingt durch überzogene Quarantänebestimmungen und erleichterte Krankmeldungen, also durch Corona-Maßnahmen und nicht durch Corona.
Also auch eine Milchmädchenrechnung.
Die Kosten wären nur ein Bruchteil , wenn man Corona als normale Krankheit behandeln würde.
Wirklich geärgert hat mich aber dieser Beitrag:
Ich arbeite auch in einer Pflegeeinrichtung.Blossom hat geschrieben: Fr 18. Mär 2022, 00:58Ach ja? Da frage ich doch mal direkt heraus, wie du es findest, dass ich, nur weil ich mich für den Beruf der Krankenschwester entschieden habe, gezwungenermaßen Impfen lass muss, will ich meinen Job behalten?EmmiMarie hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 12:48 Trotzdem finde ich durch eine Impfpflicht die Würde eines Menschen angetastet.
Sind Pflegekräfte unwürdiger als andere?
Wir werden gebraucht und reißen uns sogar für Diejenigen den Ar..h auf, die sich außerhalb unserer Solidargemeinschaft stellen, indem sie sich nicht impfen lassen wollen und alles mögliche anführen, nur um sich feige vor einem kleinen Pieks zu drücken. Wer nicht solidarisch ist, der sollte m.E. auch keine Vorzüge aus einer solchen Gesellschaft ziehen. Punkt.
Bei uns haben jetzt wegen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht 3 Kolleginnen den Job verloren, darunter die Leiterin. Sie wollten sich nicht Covid-impfen lassen. Das (kleine) Heim wird im Moment mit Vertretungen hoffentlich weiter betrieben. Unter den verbliebenen gibt es neben freiwillig geimpften auch solche, die unter diesem Druck die Impfung mit gemacht haben.
Die Kolleginnen hatten alle ein hohes Ansehen, sowohl von den verbliebenen Kollegen als auch von der Geschäftsleitung und den Bewohnern ! Sie waren bei der Arbeit sehr engagiert und sie hatten gute Gründe für ihre Entscheidung, das wurde von allen respektiert. Niemand sieht sie als unsolidarisch !
Es gab im übrigen auch keinen schweren Verlauf von Corona in der Einrichtung, ich weiß auch nur von wenigen (milden) Infektionen, aber das nur am Rande.
Mich stört ungemein die Verunglimpfung von Menschen, die nicht die Corona-Impfung mitmachen wollen als unsolidarisch. Es gibt viele Wissenschaftler , Experten, Mediziner, die kritisch zur Corona-Impfung stehen. Man kann selbst zur einen oder zur anderen Seite stehen.
Aber es wirft ein schlechtes Licht auf einen selbst, wenn man die andern verurteilt.
Mir ist schon klar, daß ich jene mit einer festgefahrenen Meinung nicht erreiche. Aber es gibt hier Mitleser, die möchte ich bitten , hier mehr Verständnis und Toleranz - und Vernunft
liebe Grüsse