Asperger-Syndrom - # 2
-
ExUserIn-2026-04-08
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3887
- Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 140 Mal
- Danksagung erhalten: 1028 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
Guten Morgen in die Runde,
danke Michi für den Fred. Mit Asperger habe ich vermutlich zwar wenig zu tun, aber einige der typischen Punkte würde ich bei mir auch sehen. Was mich interessiert ist die Verbindung zwischen Asperger und Transgender. Ich habe für mich einmal festgestellt, dass ich meine Zeiten als Frau in besonderer Weise genieße und mich entspannt fühle. Das geht wohl einigen hier so. Als Ursache habe ich damals ausgemacht, dass ich en femme praktisch keinem äußeren Druck unterliege. Kein Mensch und keine "Regel" engt mich ein. Ich kann problemlos alle Rollen von der Hausfrau bis zur Prostituierten (nur zuhause) und vom Vamp bis zur Bürofrau leben. Und ich rede jetzt nicht von sexuellen Hintergründen, sondern einfach von meinem Dasein als Frau.
Hier lese und höre ich, dass Asperger oder Autisten im Allgemeinen großen Stress im Umgang mit anderen Menschen haben. Den habe ich als Mann in Grenzen auch. Ich glaube nicht, dass es mir an Empathie fehlt, aber Dinge wie Smalltalk langweilen mich sehr. Die damit verbunden Regeln kenne ich im Prinzip zwar und kann damit auch umgehen, aber ich komme lieber gleich auf den Punkt. Als Frau ist das einfacher. Ich bin weniger zielgerichtet sondern lebe im Augenblick. Bin ich beispielsweise beim Shopping, freue ich mich über eine freundliche Bemerkung der Verkäuferin. Der einzige Zweck ist mein Dasein als Frau. Als Mann habe ich andere Anforderungen zu bewältigen. Da muss ich an viel mehr denken, Termine, Einkäufe, Beruf ... Das stresst mich mit zunehmendem Alter mehr. Einzig, wenn ich mich auf eine Sache konzentrieren kann, Hobby, am Haus arbeiten oder kochen bin ich ganz und voller Freude bei der Sache.
Ist das bei Autisten ähnlich ? Oder gibt es grundlegende Unterschiede im Erleben der Weiblichkeit ?
Noch ein anderer Aspekt. Die Diskussion um Autismus ist immer verbunden mit einer "Störung". Ich finde das schrecklich und erinnert mich an die Diskussion, ob Transgendersein pathologisch ist. Kaum hat man es von der Liste der Krankeiten gestrichen, sind auf einmal viele Menschen gesund. Krank machen die Lebensumstände und wenn wir Transgender Hilfe brauchen, dann ist das in diesem Bereich. Frei mach dem tollen Satz bei "Beinderten": Wir sind nicht krank, wir werden krank gemacht. Transgender ist keine Krankheit, sondern eine Eigenschaft, eine Qualität und eine Fähigkeit.
ich habe mit HSP (high sensitive person oder hochsensible Person) ähnliche Erfahrungen wie beim Autismus gemacht. Ich kann Dinge und Zusammenhänge erkennen, die andere nicht sehen. Auch das ist eine Eigenschaft, die mit der Verarbeitung von Informationen zu tun hat. Die notwendigen Filter, die die zu verarbeitenden Signale auf ein notwendiges Maß reduzieren, lassen einfach mehr Infos durch. Die Nichtanerkennung dieser Eigenschaft durch Andere ist eine Belastung und die Reizüberflutung lässt mich oftmals schneller ermüden. Für Andere ist das eine geringere Belastbarkeit. Sie haben aber auch keine Belastung wie ich zu tragen.
Autismus verstehe ich in diesem Sinn ähnlich. Durch eine andere Signalverarbeitung im Gehirn, haben Autisten Fähigkeiten, die andere nicht haben. Das bedingt zwangsläufig geringere Fähigkeiten auf anderen Gebieten. Was soll daran pathologisch sein ? Für mich haben Autisten keine "Störung", sondern sind besonders wertvolle Menschen. Sie werden massiv unterschätzt.
Ich bin davon überzeugt, wenn man die Gesellschaft im Allgemeinen in diesem Sinne weiter entwickelt und die Fähigkeiten von Transgender, HSP, Autisten und anders ansieht, nämlich ihre Fähigkeiten und ihre Einschränkungen, ist der Umgang untereinander friedvoller und befriedigender. Wir sind nicht "komisch", nur weil viele uns so sehen. Wir sind Klasse und brauchen nur etwas Rücksicht an anderer Stelle.
Ist das falsch gedacht ?
danke Michi für den Fred. Mit Asperger habe ich vermutlich zwar wenig zu tun, aber einige der typischen Punkte würde ich bei mir auch sehen. Was mich interessiert ist die Verbindung zwischen Asperger und Transgender. Ich habe für mich einmal festgestellt, dass ich meine Zeiten als Frau in besonderer Weise genieße und mich entspannt fühle. Das geht wohl einigen hier so. Als Ursache habe ich damals ausgemacht, dass ich en femme praktisch keinem äußeren Druck unterliege. Kein Mensch und keine "Regel" engt mich ein. Ich kann problemlos alle Rollen von der Hausfrau bis zur Prostituierten (nur zuhause) und vom Vamp bis zur Bürofrau leben. Und ich rede jetzt nicht von sexuellen Hintergründen, sondern einfach von meinem Dasein als Frau.
Hier lese und höre ich, dass Asperger oder Autisten im Allgemeinen großen Stress im Umgang mit anderen Menschen haben. Den habe ich als Mann in Grenzen auch. Ich glaube nicht, dass es mir an Empathie fehlt, aber Dinge wie Smalltalk langweilen mich sehr. Die damit verbunden Regeln kenne ich im Prinzip zwar und kann damit auch umgehen, aber ich komme lieber gleich auf den Punkt. Als Frau ist das einfacher. Ich bin weniger zielgerichtet sondern lebe im Augenblick. Bin ich beispielsweise beim Shopping, freue ich mich über eine freundliche Bemerkung der Verkäuferin. Der einzige Zweck ist mein Dasein als Frau. Als Mann habe ich andere Anforderungen zu bewältigen. Da muss ich an viel mehr denken, Termine, Einkäufe, Beruf ... Das stresst mich mit zunehmendem Alter mehr. Einzig, wenn ich mich auf eine Sache konzentrieren kann, Hobby, am Haus arbeiten oder kochen bin ich ganz und voller Freude bei der Sache.
Ist das bei Autisten ähnlich ? Oder gibt es grundlegende Unterschiede im Erleben der Weiblichkeit ?
Noch ein anderer Aspekt. Die Diskussion um Autismus ist immer verbunden mit einer "Störung". Ich finde das schrecklich und erinnert mich an die Diskussion, ob Transgendersein pathologisch ist. Kaum hat man es von der Liste der Krankeiten gestrichen, sind auf einmal viele Menschen gesund. Krank machen die Lebensumstände und wenn wir Transgender Hilfe brauchen, dann ist das in diesem Bereich. Frei mach dem tollen Satz bei "Beinderten": Wir sind nicht krank, wir werden krank gemacht. Transgender ist keine Krankheit, sondern eine Eigenschaft, eine Qualität und eine Fähigkeit.
ich habe mit HSP (high sensitive person oder hochsensible Person) ähnliche Erfahrungen wie beim Autismus gemacht. Ich kann Dinge und Zusammenhänge erkennen, die andere nicht sehen. Auch das ist eine Eigenschaft, die mit der Verarbeitung von Informationen zu tun hat. Die notwendigen Filter, die die zu verarbeitenden Signale auf ein notwendiges Maß reduzieren, lassen einfach mehr Infos durch. Die Nichtanerkennung dieser Eigenschaft durch Andere ist eine Belastung und die Reizüberflutung lässt mich oftmals schneller ermüden. Für Andere ist das eine geringere Belastbarkeit. Sie haben aber auch keine Belastung wie ich zu tragen.
Autismus verstehe ich in diesem Sinn ähnlich. Durch eine andere Signalverarbeitung im Gehirn, haben Autisten Fähigkeiten, die andere nicht haben. Das bedingt zwangsläufig geringere Fähigkeiten auf anderen Gebieten. Was soll daran pathologisch sein ? Für mich haben Autisten keine "Störung", sondern sind besonders wertvolle Menschen. Sie werden massiv unterschätzt.
Ich bin davon überzeugt, wenn man die Gesellschaft im Allgemeinen in diesem Sinne weiter entwickelt und die Fähigkeiten von Transgender, HSP, Autisten und anders ansieht, nämlich ihre Fähigkeiten und ihre Einschränkungen, ist der Umgang untereinander friedvoller und befriedigender. Wir sind nicht "komisch", nur weil viele uns so sehen. Wir sind Klasse und brauchen nur etwas Rücksicht an anderer Stelle.
Ist das falsch gedacht ?
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
-
Michi
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 5939
- Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
- Pronomen: sie
- Forum-Galerie: gallery/album/11
- Hat sich bedankt: 687 Mal
- Danksagung erhalten: 846 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
Hallo Vicky,Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 10:36 Was mich interessiert ist die Verbindung zwischen Asperger und Transgender. [...]
eine Verbindung in dem Sinne sicherlich nicht. Ich würde eher von Ähnlichkeiten in einzelnen Aspekten sprechen. Worauf du hier konkret abzielst, ist wohl der Punkt, dass beide eine Rolle spielen, die Rolle des angepassten Menschen, der die an ihn gestellten Erwartungen erfüllt. Bei Transgender ist das die auf Grund der Biologie erwartete Geschlechterrolle, und bei Autisten kompatibles Sozialverhalten. Autisten bezeichnen das oft auch als Masking (deutsch: Maskieren), weil man sein eigenes Sein quasi unter der Maske eines angepassten Menschen versteckt.
Das Problem ist, dass dieses Masking viel Kraft kostet, die dann für anderes fehlt, und die persönliche Leistungsfähigkeit einschränkt. Und wenn ich keine Kraft mehr habe, kann ich das Masking nicht mehr aufrecht erhalten, falle aus der erwarteten Rolle, und ziehe mir Unverständnis und Ablehnung meiner Mitmenschen zu. Man kann das ein wenig damit vergleichen, dass man mit einem Auto unterwegs ist. Der Tankinhalt sollte normalerweise für 600 Kilometer reichen, aber bei Autisten ist er schon nach 500 oder 400 Kilometern leer, weil sie zusätzlich einen schweren Anhänger hinter sich her ziehen, und so mehr Gas geben müssen.
Und so ist es vergleichbar auch bei Transgender. Ich kann da aus eigenem Erleben vergleichen/berichten, habe nämlich 2 schwere Anhänger an meinem Auto hängen, die ich ständig mit ziehe. Im Frau-Modus geht es mir spürbar besser, weil ich dann einen der beiden Anhänger abhängen kann.
Es gibt natürlich einige Punkte, bei denen nicht nur Autisten Probleme haben, sondern auch andere, wie z.B. Menschen mit AD(H)S oder Transgender. Aber auch bei sogenannten normalen Menschen treten hier und da einzelne Punkte als Problem in Erscheinung. Ein Gradmesser für Autismus ist, wie viele dieser Punkte es sind.Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 10:36 Hier lese und höre ich, dass Asperger oder Autisten im Allgemeinen großen Stress im Umgang mit anderen Menschen haben. [...] bin ich ganz und voller Freude bei der Sache.
Das ist schwer zu beantworten, weil man als Autist genau so wenig "weiß", wie sich ein NT fühlt, wie ein Transgender nicht "weiß", wie sich eine Cis-Frau fühlt.Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 10:36 Ist das bei Autisten ähnlich ? Oder gibt es grundlegende Unterschiede im Erleben der Weiblichkeit ?
Und ich dann erst .. woher soll ich wissen, wie sich eine Cis-Autistin fühlt?!
Das sehe ich auch problematisch. Wenn, dann ist es doch der Leidensdruck, weil ein Mensch nicht sein kann, wie er ist, der die Probleme verursacht.Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 10:36 Noch ein anderer Aspekt. Die Diskussion um Autismus ist immer verbunden mit einer "Störung". [...]
Ja, da gibt es Überschneidungen, wie auch bei Autismus und AD(H)S. Es sind eben Spektren.Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 10:36 ich habe mit HSP (high sensitive person oder hochsensible Person) ähnliche Erfahrungen wie beim Autismus gemacht. Ich kann Dinge und Zusammenhänge erkennen, die andere nicht sehen. [...]
Ich selbst nehme in dieser ständigen Reizüberflutung auch vieles wahr, was an NTs komplett vorbei geht. Im Beruf ist das oft ein Vorteil für mich, aber man erntet auch viel Unverständnis, wenn die Kollegen von Tempo und Tiefe des Erkenntnisgewinns überfordert sind, und Vorschläge vorschnell als falsch ablehnen. Im Alltag ist das Unverständnis noch höher, weil die Interessen noch viel mehr divergieren.
Das ist wohl so. Aber es geht viel zu langsam voran, und darum besteht die reale Gefahr, dass sich die Menschheit auslöscht, bevor Menschen mit besonderen Eigenschaften voll und ganz angenommen werden, und all ihre Fähigkeiten einbringen können.Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 10:36 Ich bin davon überzeugt, wenn man die Gesellschaft im Allgemeinen in diesem Sinne weiter entwickelt [...]
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
-
Micha
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 82
- Registriert: Di 19. Okt 2021, 00:23
- Geschlecht: nach Gefühl
- Pronomen: wahlweise
- Wohnort (Name): Reinbek
- Hat sich bedankt: 65 Mal
- Danksagung erhalten: 30 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
Ohh, jetzt schon so viel Text!?
Ich hatte schon mal was dazu geschickt, ist verschwunden (Mette?).
Tatsache ist, ich bin verzweifelt. Dazu später.
Wie erfolgt die Festlegung: Asperger*in? Autist*in? (*lasse ich ab jetzt weg).
Sollte es eine "Schublade" geben, muss diese riesengroß sein für das riesige Spektrum. Ich empfinde bei diesem Einordnen ein Stigmatisieren.
Nobody is perfect! Wir haben ja alle einen KNACKS weg, verglichen mit der Idealität. Und selbst diese ist bestreitbar. [Jesus soll einmal gesagt haben, wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein (Steinigung zu Damaskus?)]
Jetzt zur Tatsache. Zwei mir nahestehende Personen empfinde ich dem Spektrum "Asperger" zugeneigt. Mein Empfinden wird von anderen Personen geteilt. Daher forsche ich dem nach, was ich nicht verstehe.
Es ist oft so, dass ich mich wie vor dem Kopf geschlagen fühle, bei ihren Äußerungen oder Handlungen, die von meinem Empfinden von Ethik, Moral, Fairniss stark abweichen. Als "Rache?" oder Spiegel handelte ich genau so (unneutraler Beobachter) und versuchte es zu erklären. Totales Unverständnis mit der Folge tiefen Zerwürfnisses ergaben sich.
Ich versuche mein Verhalten weitgehend an diese Personen zu adaptieren, um diese Punkte zu vermeiden. Deutlich gesagt, langsam gehe ich dabei "vor die Hunde", ständiges Anpassverhalten. Machen tue ich das nur, weil ich die beiden mag. Die eine Person ist auch CrossDresser — die andere meine Frau. Hab lang gezögert, dies zu schreiben — weil, manche hier kennen meine Frau. Diese bitte ich um maximale Toleranz und Nachsicht.
Einige Eigenschaften machen mir das Zusammensein mit ihnen sehr schwer. Unnachgiebige Regeln, Beratungsresistenz, Besserwisserei, abrupte Wechsel der Beziehungsebenen. Beide zeigen mir einen Vogel, wenn ich ihnen meine Vermutung des Asperger nahelege. Jede* sagt, sie seien HSP (high sensitive person), ich interpretiere falsch. Bei den workshops dazu war ich dabei, kann auch stimmen. Dazu kommt eine jeweilige Hochbegabung.
Einer Paartherapeutin erzählte ich meine Vermutung. Sie war dann mit den Themen Asperger und Crossdresser total überlastet.
Da steh"˜ ich nun, ich armer Tor,
Und bin so klug als wie zuvor!
Hm, so ist das.
Zu Michis Eröffnungsfred, stellt Fragen! Meine Beschreibung ist eine einzige Frage. So bitte ich, das zu verstehen.
Seid ganz lieb gegrüßt, Stina
Ich hatte schon mal was dazu geschickt, ist verschwunden (Mette?).
Tatsache ist, ich bin verzweifelt. Dazu später.
Wie erfolgt die Festlegung: Asperger*in? Autist*in? (*lasse ich ab jetzt weg).
Sollte es eine "Schublade" geben, muss diese riesengroß sein für das riesige Spektrum. Ich empfinde bei diesem Einordnen ein Stigmatisieren.
Nobody is perfect! Wir haben ja alle einen KNACKS weg, verglichen mit der Idealität. Und selbst diese ist bestreitbar. [Jesus soll einmal gesagt haben, wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein (Steinigung zu Damaskus?)]
Jetzt zur Tatsache. Zwei mir nahestehende Personen empfinde ich dem Spektrum "Asperger" zugeneigt. Mein Empfinden wird von anderen Personen geteilt. Daher forsche ich dem nach, was ich nicht verstehe.
Es ist oft so, dass ich mich wie vor dem Kopf geschlagen fühle, bei ihren Äußerungen oder Handlungen, die von meinem Empfinden von Ethik, Moral, Fairniss stark abweichen. Als "Rache?" oder Spiegel handelte ich genau so (unneutraler Beobachter) und versuchte es zu erklären. Totales Unverständnis mit der Folge tiefen Zerwürfnisses ergaben sich.
Ich versuche mein Verhalten weitgehend an diese Personen zu adaptieren, um diese Punkte zu vermeiden. Deutlich gesagt, langsam gehe ich dabei "vor die Hunde", ständiges Anpassverhalten. Machen tue ich das nur, weil ich die beiden mag. Die eine Person ist auch CrossDresser — die andere meine Frau. Hab lang gezögert, dies zu schreiben — weil, manche hier kennen meine Frau. Diese bitte ich um maximale Toleranz und Nachsicht.
Einige Eigenschaften machen mir das Zusammensein mit ihnen sehr schwer. Unnachgiebige Regeln, Beratungsresistenz, Besserwisserei, abrupte Wechsel der Beziehungsebenen. Beide zeigen mir einen Vogel, wenn ich ihnen meine Vermutung des Asperger nahelege. Jede* sagt, sie seien HSP (high sensitive person), ich interpretiere falsch. Bei den workshops dazu war ich dabei, kann auch stimmen. Dazu kommt eine jeweilige Hochbegabung.
Einer Paartherapeutin erzählte ich meine Vermutung. Sie war dann mit den Themen Asperger und Crossdresser total überlastet.
Da steh"˜ ich nun, ich armer Tor,
Und bin so klug als wie zuvor!
Hm, so ist das.
Zu Michis Eröffnungsfred, stellt Fragen! Meine Beschreibung ist eine einzige Frage. So bitte ich, das zu verstehen.
Seid ganz lieb gegrüßt, Stina
-
Sabrina Verena
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2144
- Registriert: Sa 11. Aug 2012, 23:58
- Geschlecht: genderfluid
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Rechts vom Neckar
- Hat sich bedankt: 141 Mal
- Danksagung erhalten: 206 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
Durchaus interessantes Thema.
Zuweilen die Begriffe Autist und Asberger immer wieder mißbraucht werden, und somit auch falsche Bilder in die Köpfe Unwissender implementiert werden.
Speziell zu Asberger Betroffenen kann ich nichts sagen. Ich hatte aber mit Autisten in einer Wohngruppe zu tun gehabt.
Wo ich bei der Betreuung und psychologischen Begleitung mitgewirkt hatte.
Einige hatten noch andere seelische oder auch geistige Abweichungen vom sogenanntem Normalem.
(Schizophrenie, Down- Syndrom, Epilepsie)
Aber auch ohne diese "Zusätze" gilt, Jede/r Betroffene ist einzigartig und es gibt keine Patentrezepte.
Auf Jede/n muss man sich individuell einstellen.
Das machte die Tätigkeit als Erziehungshelfer interessant aber auch schwierig.
Ich finde, dass Dustin Hoffman in Rainman einen Autisten sehr gut dargestellt hatte.
Für die Rolle hatte er sich die Zeit genommen mit Autisten eine Zeit lang zusammen zu leben.
LG Verena
Zuweilen die Begriffe Autist und Asberger immer wieder mißbraucht werden, und somit auch falsche Bilder in die Köpfe Unwissender implementiert werden.
Speziell zu Asberger Betroffenen kann ich nichts sagen. Ich hatte aber mit Autisten in einer Wohngruppe zu tun gehabt.
Wo ich bei der Betreuung und psychologischen Begleitung mitgewirkt hatte.
Einige hatten noch andere seelische oder auch geistige Abweichungen vom sogenanntem Normalem.
(Schizophrenie, Down- Syndrom, Epilepsie)
Aber auch ohne diese "Zusätze" gilt, Jede/r Betroffene ist einzigartig und es gibt keine Patentrezepte.
Auf Jede/n muss man sich individuell einstellen.
Das machte die Tätigkeit als Erziehungshelfer interessant aber auch schwierig.
Ich finde, dass Dustin Hoffman in Rainman einen Autisten sehr gut dargestellt hatte.
Für die Rolle hatte er sich die Zeit genommen mit Autisten eine Zeit lang zusammen zu leben.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.
Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.
Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
Lakota Sioux
Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.
Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
Lakota Sioux
-
Michi
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 5939
- Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
- Pronomen: sie
- Forum-Galerie: gallery/album/11
- Hat sich bedankt: 687 Mal
- Danksagung erhalten: 846 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
Hallo Verena,Sabrina Verena hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 14:53 Ich finde, dass Dustin Hoffman in Rainman einen Autisten sehr gut dargestellt hatte.
das sehe ich wie nicht wenige Betroffene etwas anders. Gewiss hat er einen Autisten dargestellt, aber einen ziemlich extremen und nicht so typischen Fall. Da könnte man genau so gut schreiben, Olivia Jones (die ich ausgesprochen gut finde) hätte einen Crossdresser sehr gut dargestellt. Dabei repräsentiert sie als Drag Queen nur eine sehr extreme Ausprägung.
Ich hoffe, die Analogie war einigermaßen verständlich.
Und BTW heißt es immer noch Asperger .. mit P, nicht mit B.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
-
Michi
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 5939
- Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
- Pronomen: sie
- Forum-Galerie: gallery/album/11
- Hat sich bedankt: 687 Mal
- Danksagung erhalten: 846 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
So, nun will ich mal weitere Videos anbieten ...
Ich muss zugeben, dass ich bei der Auswahl wieder anfing, in die Perfektion abzurutschen, und ich mich dementsprechend schwer tat.
Also stelle ich jetzt einfach mal etwas rein .. ohne eine Wertung durch die Reihenfolge. Es sind unterschiedliche Ansätze, und ich möchte vorzugsweise die Betroffenen selbst zeigen.
Ich muss zugeben, dass ich bei der Auswahl wieder anfing, in die Perfektion abzurutschen, und ich mich dementsprechend schwer tat.
Also stelle ich jetzt einfach mal etwas rein .. ohne eine Wertung durch die Reihenfolge. Es sind unterschiedliche Ansätze, und ich möchte vorzugsweise die Betroffenen selbst zeigen.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
-
Michi
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 5939
- Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
- Pronomen: sie
- Forum-Galerie: gallery/album/11
- Hat sich bedankt: 687 Mal
- Danksagung erhalten: 846 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
-
Michi
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 5939
- Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
- Pronomen: sie
- Forum-Galerie: gallery/album/11
- Hat sich bedankt: 687 Mal
- Danksagung erhalten: 846 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
-
Lorelai74
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 746
- Registriert: So 7. Jan 2018, 21:14
- Geschlecht: Abgeschafft
- Pronomen: Xier
- Wohnort (Name): Raum Leonberg -Stgt
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
Hi,
Die Darstellung in Rainmen orientiert sich an dem, was FRÜHER "Frühkindlicher Autismus" oder Kanner-Syndrom benannt wurde - in Abgrenzung zu Asperger Syndrom.
Wie Michi schon sagt, Ist seine Darstellung sehr spezifisch, vor allem die Darstellung der Spezialfähigkeit hat dazu geführt dass neuronormale Menschen Menschen mit Autismus oft fragen: "Und was ist deine Spezialfähigkeit?"
Auch die Darstellung von Spock in Star Trek wird übrigens gerne mit Menschen mit Autismus verglichen.
Heute - mit DSM5 und ICD 11 als Diagnosekataloge - wird Kanner und Aspergersyndrom als Benennung/zur Diagnosestellung eigentlich nicht mehr benutzt. Die Kategorie und unter Kategorien in beiden Werken sind Autismusspektrumstörung. Unterschiedenen werden in ICD 11 dann noch Unterschiede in der Kognitiven Entwicklung und bei der Sprache.
Hier kommt auch das Wort Störung her @Vicky-Rose.
Aus Medizinischer Sicht, und nur aus dieser, ist Autismus und ADHS als Störung beschrieben. Darauf beruht das es im Krankenkassensystem auch Therapien und Medikamente gibt.
ND Menschen nutzen meistens nurAutismusSpektrum oder ADHSSpektrum ohne Störung anzuhängen.
Viele Grüße
Lori
Die Darstellung in Rainmen orientiert sich an dem, was FRÜHER "Frühkindlicher Autismus" oder Kanner-Syndrom benannt wurde - in Abgrenzung zu Asperger Syndrom.
Wie Michi schon sagt, Ist seine Darstellung sehr spezifisch, vor allem die Darstellung der Spezialfähigkeit hat dazu geführt dass neuronormale Menschen Menschen mit Autismus oft fragen: "Und was ist deine Spezialfähigkeit?"
Auch die Darstellung von Spock in Star Trek wird übrigens gerne mit Menschen mit Autismus verglichen.
Heute - mit DSM5 und ICD 11 als Diagnosekataloge - wird Kanner und Aspergersyndrom als Benennung/zur Diagnosestellung eigentlich nicht mehr benutzt. Die Kategorie und unter Kategorien in beiden Werken sind Autismusspektrumstörung. Unterschiedenen werden in ICD 11 dann noch Unterschiede in der Kognitiven Entwicklung und bei der Sprache.
Hier kommt auch das Wort Störung her @Vicky-Rose.
Aus Medizinischer Sicht, und nur aus dieser, ist Autismus und ADHS als Störung beschrieben. Darauf beruht das es im Krankenkassensystem auch Therapien und Medikamente gibt.
ND Menschen nutzen meistens nurAutismusSpektrum oder ADHSSpektrum ohne Störung anzuhängen.
Viele Grüße
Lori
Männlich / Weiblich: das sind doch bürgerliche Kategorien.
-
Michi
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 5939
- Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
- Pronomen: sie
- Forum-Galerie: gallery/album/11
- Hat sich bedankt: 687 Mal
- Danksagung erhalten: 846 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
-
Sabrina Verena
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2144
- Registriert: Sa 11. Aug 2012, 23:58
- Geschlecht: genderfluid
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Rechts vom Neckar
- Hat sich bedankt: 141 Mal
- Danksagung erhalten: 206 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
Hallo!MichiWell hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 15:05Hallo Verena,Sabrina Verena hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 14:53 Ich finde, dass Dustin Hoffman in Rainman einen Autisten sehr gut dargestellt hatte.
das sehe ich wie nicht wenige Betroffene etwas anders. Gewiss hat er einen Autisten dargestellt, aber einen ziemlich extremen und nicht so typischen Fall. Da könnte man genau so gut schreiben, Olivia Jones (die ich ausgesprochen gut finde) hätte einen Crossdresser sehr gut dargestellt. Dabei repräsentiert sie als Drag Queen nur eine sehr extreme Ausprägung.
Ich hoffe, die Analogie war einigermaßen verständlich.
Und BTW heißt es immer noch Asperger .. mit P, nicht mit B.![]()
Liebe Grüße
Michi
Dazu möchte ich noch mal was anmerken.
Bei uns in der Wohngruppe, waren zwei dabei, die durchaus in die Richtung von Rainman gingen.
Ich erwähnte ja, Jede/r ist einzigartig.
Und Dustin stellt den Autisten so dar, wie er es wahrgenommen hatte.
Mir wurde der Film sogar von dem Psychologen, mit dem ich zusammen gearbeitet hatte empfohlen.
Was Beroffene betrifft, da gibt es das Buch von Dietmar Zöller: "Wenn ich mit Euch reden könnte".
Auch das ist nur ein Einzelfall, aber von einem Betroffenen.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.
Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.
Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
Lakota Sioux
Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.
Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
Lakota Sioux
-
ExUserIn-2026-04-08
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3887
- Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 140 Mal
- Danksagung erhalten: 1028 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
Danke Lori,Lorelai74 hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 15:28 Hier kommt auch das Wort Störung her @Vicky-Rose.
Aus Medizinischer Sicht, und nur aus dieser, ist Autismus und ADHS als Störung beschrieben. Darauf beruht das es im Krankenkassensystem auch Therapien und Medikamente gibt.
ND Menschen nutzen meistens nurAutismusSpektrum oder ADHSSpektrum ohne Störung anzuhängen.
für mich ist der Begriff "Störung" prinzipiell problematisch, denn er suggeriert, dass etwas nicht "in Ordnung" ist. Aber so lange Dritte davon nicht ernsthaft betroffen sind, sehe ich persönlich das was man Authismus nennt, nicht als Störung, sondern als normalen, wenn vielleicht auch seltene persönliche Eigenschaften. Es würde mMn viel helfen, wenn die Verhaltensweisen durch Dritte und der Gesellschaft durch Aufklärung akzeptiert werden. Man kann nicht davon ausgehen, dass das verstanden wird, aber das ist ja kein Grund für Respektverweigerung. Authismus als Problem fängt für mich da an, wo der Betroffene unter der Tatsache leidet.
Darin liegen für mich viele Parallelen zum Transgender-Dasein. Ich leide nicht, weil ich transgender bin, sondern weil ich so lange Probleme hatte, das für mich anzuerkennen oder wenn ich durch meine Umwelt so eingeengt werde, dass ich leide. Aber das ist kein medizinisches Problem. Oder ist das falsch gedacht ? Was würde passieren, wenn Autisten im Kontakt ganz "normal" behandelt würden, wenn man also einfach akzeptiert, dass sie im Bereich soziale Kontakte "anders" sind. Dann bräuchten sie sich nicht oder weniger anzupassen und der Stress wäre massiv kleiner.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
-
Blossom
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3967
- Registriert: Sa 18. Jan 2020, 21:09
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Waltrop
- Hat sich bedankt: 180 Mal
- Danksagung erhalten: 46 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
Dann ist es faktisch ein seelisches Problem und insofern es dein Leben behindert, behandlungsbedürftig, als ein medizinisches.Vicky_Rose hat geschrieben: Sa 8. Jan 2022, 18:06 Aber das ist kein medizinisches Problem. Oder ist das falsch gedacht ?
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
-
ExUserIn-2026-04-08
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3887
- Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 140 Mal
- Danksagung erhalten: 1028 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
Das ist jetzt nur eine Interpretationsfrage. Ich meine damit, dass ich Autismus selber nicht als medizinisches Problem. Das Leiden stammt nicht aus dem Autismus. Aber das Leiden ist natürlich insofern "behandlungswürdig", als es im Sinne eines "Starkmachen gegen äußere Einflüsse" zu sehen ist. Aber das Problem dahinter ist mMn ein gesellschaftlich-soziales Problem.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
-
Blossom
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3967
- Registriert: Sa 18. Jan 2020, 21:09
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Waltrop
- Hat sich bedankt: 180 Mal
- Danksagung erhalten: 46 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Asperger„Syndrom
nach aktuellem Wissensstand ist Autismus ja nicht heilbar, wobei aber durch therapeutische und pädagogische Förderung und Unterstützung durchweg positive Veränderungen möglich sind. So waren wir mit dem Jungen meiner ehemaligen Lebensgefährtin regelmäßig zur Kommunikationsförderung und u.a. auch Reittherapie.Vicky_Rose hat geschrieben: Sa 8. Jan 2022, 18:43 Das ist jetzt nur eine Interpretationsfrage. Ich meine damit, dass ich Autismus selber nicht als medizinisches Problem.
Behandlungsbedürftig waren in seinem Fall seine Aggressionen und Wutanfälle. Wurde damals mit Aripiprazol behandelt. Das ist ein Antipsychotikum. Eigentlich wird es zur Behandlung ernster psychischer Störungen wie Paranoia eingesetzt, aber auch zur Behandlung von Verhaltensproblemen bei Menschen mit ASS (Autismus-Spektrum-Störungen).
Aktuell versorgen ich in meiner Wohngruppe eine Autistin mit enormen Agressionsverhalten, sowohl selbstverletzend als auch Dritten gegenüber. Auch hier werden Psychopharmaka eingesetzt und eine med. Behandlung ist erforderlich. Doch haben wir auch einen Autisten, der im Umgang nahezu unauffällig ist - eher durch bestimmte "Rituale" auffällt -und sich fast ausschließlich selbst versorgt und kaum unserer Hilfe bedarf. Das Spektrum ist halt extrem groß.Vicky_Rose hat geschrieben: Sa 8. Jan 2022, 18:06 Aber so lange Dritte davon nicht ernsthaft betroffen sind, sehe ich persönlich das was man Authismus nennt, nicht als Störung, sondern als normalen, wenn vielleicht auch seltene persönliche Eigenschaften.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)