BZ: Abstimmung im Bundestag : „Respekt statt Gängelung" - Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen
BZ: Abstimmung im Bundestag : „Respekt statt Gängelung" - Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen - # 2

Anne-Mette
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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 16 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Marielle hat geschrieben: Mo 22. Nov 2021, 19:50 Die im Zuge von TSG-Verfahren erstellten Gutachten werden in die Entscheidungsfindung zu med. Massnahmen nur übernommen, weil sie ja ohnehin vorliegen.
leider nutzen die MDKs fast jede Gelegenheit, Maßnahmen oder Hilfsmittel erstmal abzulehnen.
Zu den beiden Gutachten aus dem TSG-Verfahren heißt es zwar, "wenn vorhanden" sollen sie eingereicht werden,
sind sie allerdings nicht vorhanden, wird erstmal ein dickes Minuszeichen in das MDK-Gutachten geschrieben; denn die Gutachterinnen und Gutachter suchen nach jeder Stecknadel, die sie gegen Antragstellende verwenden können.
Die Krankenkassen können zwar auch eigene Entscheidungen treffen, die nicht im Einklang mit den MDK-Gutachten stehen; aber das kommt nicht so oft vor.

Gruß
Anne-Mette
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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 17 im Thema

Beitrag von Marielle »

Namd Anne-Mette,

das Problem kenne ich natürlich und will es auch in keiner Weise kleinreden. Grundsätzlich sind das Rechtliche und das Medizinische aber zwei verschiedene Bereiche, die man im (aktivistischen) Alltagsgeschäft nicht mehr als unbedingt nötig zusammenbringen sollte, wenn man in einem davon etwas erreichen möchte.

Allerdings ist mir grad ein Gedanke gekommen, den ich erstmal sachverständig abklopfen lassen möchte, bevor ich Unsinn schreibe.

Bis bald also, habs gut

Marielle
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Patricia
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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 18 im Thema

Beitrag von Patricia »

Anne-Mette hat geschrieben: Di 23. Nov 2021, 15:49 leider nutzen die MDKs fast jede Gelegenheit, Maßnahmen oder Hilfsmittel erstmal abzulehnen.
Zu den beiden Gutachten aus dem TSG-Verfahren heißt es zwar, "wenn vorhanden" sollen sie eingereicht werden,
sind sie allerdings nicht vorhanden, wird erstmal ein dickes Minuszeichen in das MDK-Gutachten geschrieben; denn die Gutachterinnen und Gutachter suchen nach jeder Stecknadel, die sie gegen Antragstellende verwenden können.
Dem möchte ich hier widersprechen. Die Gutachten sollten nicht eingereicht werden, denn DANN werden sie oft dazu genutzt um einen Grund für die Ablehnung zu finden. Es reicht oft ein deutlicher Hinweis, dass die VäPä-Gutachten laut der geltenden Begutachtungsrichtlinie definitiv nicht notwendig sind.

LG
Patricia die eig. nicht da ist ;-)
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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 19 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,
Marielle hat geschrieben: Di 23. Nov 2021, 19:48
das Problem kenne ich natürlich und will es auch in keiner Weise kleinreden. Grundsätzlich sind das Rechtliche und das Medizinische aber zwei verschiedene Bereiche, die man im (aktivistischen) Alltagsgeschäft nicht mehr als unbedingt nötig zusammenbringen sollte, wenn man in einem davon etwas erreichen möchte.
wenn ich diesen und den vorherigen Beitrag von Marielle lesen, dann werde ich richtig ärgerlich und kann mich gar nicht mehr beruhigen. Meine einzige Erklärung ist, dass da jemand schreibt, die das Thema nur aus der Theorie kennt.

Nur nochmal zu Erläuterung. Die VÄPÄ ist nur ein Teil der Gängelung während einer Transition. Jede die das durchlebt hat, die weiß genau, wovon ich spreche. Und in dieser Zeit ist es so, dass Frau genug mit sich selbst zu tun hat. Das ganze Leben wird auf den Kopf gestellt einschließlich einer zweiten Pubertät. All das ist schon schwierig genug, zumal die Umwelt (z.B. der Arbeitgeber) erwartet, dass man auch weiter funktioniert. Die derzeit existierenden Regelungen machen es doppelt schwer.

Das Rechtliche und das Medizinische als verschiedene Bereiche. Lustige Idee, wenn es nicht so traurig wäre. Ist aber Unfug. Beides spielt so stark ineinander, dass sich das überhaupt nicht trennen lässt. In der theoretischen Betrachtung mag das noch gehen, in der Realität nicht. Zum Beispiel agieren die Krankenkassen und ihre MDK'en in einem nur grob geregelten Bereich faktisch wie ein Gesetzgeber. Schlimmer noch, erst werden gängelnde Richtlinien in die Welt gesetzt und anschließend sind es die selben Organisationen, die ihre Umsetzung auslegen. Ich nenne das Willkür. Das hat auch mit Medizin nichts zu tun. Hier geht es nur ums Geld.

Und hat die genannte Autorin mal darüber nachgedacht, dass nach Abschaffung des TSG und der dort verankerten Gutachten, die Kassen und MDK'en die Gutachten über die Richtlinien wieder einführen könnten? Dann hätten wir mit Zitronen gehandelt und praktisch nichts erreicht.

Wie es scheint haben hier die sogenannten Aktivistinnen wohl den Bezug zur Wirklichkeit verloren.

Dazu kommt, dass es doch sinnvoll ist Themen ganzheitlich zu betrachten und anzugehen. Mir leuchtet überhaupt nicht ein, warum hier per Salamitaktik (oder soll ich es Flickschusterei nennen) nur Fragmente angegangen werden. Wie lange warten wir dann, bis auch die anderen Themen angegangen werden? Zumal wie schon ausgeführt, die Themen miteinander zusammenhängen. Wenn ich an der einen Seite ziehe, dann verändern sich die anderen Seiten. Doch scheint es mir, dass gerade bis zur Nasenspitze gedacht wird, wo ein weiter und gesamtheitlicher Blick notwendig ist. Scheint aber im "aktivistischen Alltag" einfacher und bequemer zu sein.
Marielle hat geschrieben: Di 23. Nov 2021, 19:48 Allerdings ist mir grad ein Gedanke gekommen, den ich erstmal sachverständig abklopfen lassen möchte, bevor ich Unsinn schreibe.
Zu spät, schon passiert.

Aufgebrachte Grüße

Anke

P.S.: Das meine Transition schon eine Weile hinter mir liegt, bin ich nicht mehr unmittelbar betroffen. Doch es macht mich richtig wütend, wenn andere diesen ganzen Mist nur deshalb weiter durchmachen müssen, weil das Thema falsch angegangen wird.
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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 20 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Morgen Anke,
Mir leuchtet überhaupt nicht ein, warum hier per Salamitaktik (oder soll ich es Flickschusterei nennen) nur Fragmente angegangen werden.
Weil es nur so und nicht anders läuft. Das erschliesst sich einem sehr schnell, wenn man sich auf politischer Ebene für das Thema engagiert. Es ist keine Theorie, sondern praktische Erfahrung.

Selbstverständlich kann man einen betroffenheitsmotivierten Wunschzettel einen komplexen Forderungskatalog auf den Tisch legen, mit dem Fuss aufstampfen und sagen, dass man Veränderungen -d.h. Verbesserungen- nur dann akzeptiert, wenn alles zusammen und alles optimal geregelt wird. Das haben einige Leute bzw. Vereine sehr lange getan - und damit genau nichts erreicht. Ausser dem Umstand, dass sie irgendwann als Gesprächspartner*innen nicht mehr ernst genommen wurden. Das müsste dir bekannt sein.


Die Unterstellung, dass die beiden Bereiche in der politischen Arbeit nicht zusammen bedacht würden, ist schlicht falsch. Selbstverständlich werden Wirkungen und Abhängigkeiten geprüft, bewertet und berücksichtigt. Sie werden aber nicht -siehe oben- zu unlösbaren Knäulen verwoben, mit denen man sich nur lächerlich macht. Schau dazu gern mal in den Gesetzentwurf der Grünen, den du weiter oben genannt hast. Dort wird das Medizin-Thema zum GBA ausgelagert. Ich kenne niemanden, der das für eine gute Idee hält, aber einige, die versuchen daran etwas zu verbessern (SGB V). Das ist allerdings ganz hartes Brot.


Im übrigen ist jede*r dazu eingeladen, sich selbst aktiv einzubringen.

Hab es gut

Marielle
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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 21 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Ich glaube, es ist schwierig, eine Regelung zu schaffen, die der gesamten Bandbreite an Forderungen gerecht wird.
Im Thema "Intergeschlechtlichkeit" habe ich schon geschrieben, dass es Guppen mit besonderen Bedürfnissen, auch (med) Behandlungsbedürfnissen gibt, die in einigen Forderungen "einer breiten Queer-Comminity" untergehen oder nicht die Berücksichtigung erfahren, die notwendig wäre.
Bei aller "Gleichheit" gibt es deutliche Unterschiede, was die Bedürfnisse angeht.
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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 22 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,
Marielle hat geschrieben: Mi 24. Nov 2021, 10:10
Im übrigen ist jede*r dazu eingeladen, sich selbst aktiv einzubringen.
theoretisch ja, praktisch nein. Wer nicht zum Berliner Klüngel gehört oder in den starken Gruppen vernetzt ist, hat praktisch keine Chancen. Bei der Gründungsbversammlung zum Bundesverband wurde erst lang und breit debattiert, dass von einer Gruppe nicht zu viele im Vorstand vertreten sind. Und anschließen ist genau das passiert. Und ich erinnere an die Arbeitsgruppe Presse beim Bundesverband. Da haben wir wochenlang darauf gedrungen aktiv werden zu können, bis wir entnervt aufgegeben haben. Auf ein zweites Ergebnis dieser Art habe ich offen gestanden keine Lust.

Da Marielle ja ganz genau weiß wie es geht und alles im Griff zu haben scheint, werde ich mich jetzt aus diesen Themen endgültig verabschieden und dazu keine Beiträge mehr schreiben. Dann können die Aktivistinnen ungestört weitermachen.

Liebe Grüße

Anke
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Jasmine
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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 23 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Ich würde das TSG streichen und alles in die einzelnen Fachgebiete aufteilen. Weil sonst schafft man da wahrscheinlich keine Einigung. Aber irgendwo muss ein Anfang gemacht werden. Die VÄ/PÄ wäre für viele schon mal ein ganz großer Schritt. Und dann könnten die Politiker den nächsten Schritt gehen.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 24 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Jasmine hat geschrieben: Mi 24. Nov 2021, 11:35 Die VÄ/PÄ wäre für viele schon mal ein ganz großer Schritt. Und dann könnten die Politiker den nächsten Schritt gehen.
hmmm, ja...

wobei bei der bisherigen Praxis meiner Meinung nach die Honorierung der Gutachter das Problem war/ist,
Für eine Begutachtung darf der Gutachter sich 120 Euro/Stunde honorieren. Je länger Gutachter brauchen möchte,
umso höher sind die Kosten-das wird schon hier und da mal kräftig ausgenutzt wie man hört...
eine zeitliche Begrenzung, z.B., das Schreiben erstellen gibts eben nicht-dafür noch Ersatz für besondere Aufwendungen usw.

eine Minimalforderung könnte also sein, da die Kosten in einen erträglichen Rahmen zu senken.
Aber es wollen halt alle immer dicke Bretter bohren...

Naja..

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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 25 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

EmmiMarie hat geschrieben: Mi 24. Nov 2021, 12:21 wobei bei der bisherigen Praxis meiner Meinung nach die Honorierung der Gutachter das Problem war/ist,
Das ist vielleicht eines der Probleme, aber sicherlich nicht das einzige. In begründeten Fällen kann Prozesskostenhilfe gewährt werden.
Es geht auch um diskriminierende Fragen, z.B. zum Masturbationsverhalten.
Diese Frage sollte mal Führerscheinneulingen gestellt werden; das wäre die Empörung sicherlich groß.
Dabei: Selbstbefriedigung am Steuer könnte durchaus gefährlich sein...

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ich glaube, dass eine Selbstbeschreibung "ohne Inhalt" auch ein Problem sein könnte.
Es geht nicht mehr um Transidentität/Transsexualität - was auch immer, sondern darum, dass nach Streichung/Reform jeder Mensch seine geschlechtliche Selbstbeschreibung veramtlichen kann,
auch wenn er oder sie nicht vorhaben sollte, diese mit Inhalten zu füllen, also "danach zu leben". (ich weiß, das klingt etwas daneben).
Ich habe den E'indruck gewonnen, dass es z.B. für eine Aufnahme in einem Frauenhaus wichtig wäre, "als Frau zu leben".

Dabei geht es doch erstmal um Abschaffung oder Reform des TSG; doch wenn es transidenten/transsexuellen Menschen erlaubt wäre, mit einem einfachen Antrag Name und Geschlecht in den Papieren ändern zu lassen,
würden sicherlich recht bald andere Gruppen auch dieses Recht für sich in Anspruch nehmen wollen.
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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 26 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Anne-Mette hat geschrieben: Mi 24. Nov 2021, 12:28 Es geht auch um diskriminierende Fragen, z.B. zum Masturbationsverhalten.
Sicher Anne-Mette,

aber auch da geht es wieder um die Gutachter und zwar um deren persönliches Verhalten.
Und an der Stelle sollte, finde ich, sich jede Person fragen wie sie selber behandelt werden möchte.
Muss man das wirklich extra verlangen?
Was ist eigentlich falsch?

Als ich für die Indikation zur HRT bei der Person war, die auch an den Gutachten beteiligt war,
hat sie mich nach meiner Unterwäsche gefragt und ich dann ob sie schauen möchte.
Sowas brauchte sie mich also nicht mehr fragen..ausserdem rede ich an machen Stellen mehr
als manche hören wollen, aber das ist ein anderes Thema

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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 27 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Anne-Mette hat geschrieben: Mi 24. Nov 2021, 12:28 würden sicherlich recht bald andere Gruppen auch dieses Recht für sich in Anspruch nehmen wollen.
Hmm, eine Freundin von uns hat ihren Vornamen (ehemals Christiane = Nane), aus traumatischen Gründen
ändern lassen-und es gibt noch ein paar Gründe, religiöse zum Beispiel.
Also ist die Namensänderung doch sowieso schon für alle theoretisch offen, oder sehe ich das falsch?


Der Personenstand ist ja ein anderes Kapitel.
Anne-Mette hat geschrieben: Mi 24. Nov 2021, 12:28 Ich habe den Eindruck gewonnen, dass es z.B. für eine Aufnahme in einem Frauenhaus wichtig wäre, "als Frau zu leben".
Mhm..und schon werden wieder welche fragen, wie sieht das aus, wo fängt es an, wo hört es auf und wo gehen Menschen
"ohne" Geschlecht hin? Muss der Ausweis geändert sein? Darf ich auch eine Hose tragen?
Richtig ist, Frauenhäuser sind für Frauen...
Anne-Mette hat geschrieben: Mi 24. Nov 2021, 12:28 Ich glaube, dass eine Selbstbeschreibung "ohne Inhalt" auch ein Problem sein könnte.
Eine Selbstbeschreibung ohne Inhalt ist keine Selbstbeschreibung. Punkt.
Kein erkennbarer Grund, ist kein Grund.
Also lohnt es sich auch nicht darüber zu reden oder gar zu streiten.
Anne-Mette hat geschrieben: Mi 24. Nov 2021, 12:28 (ich weiß, das klingt etwas daneben).
Nein klingt es nicht...denn ein Buddhist ohne Praxis ist auch kein Buddhist,
oder ein Christ Christ oder, oder...

es ist einfach nicht so leicht..
deswegen sage ich ja inzwischen das trans* nur ein gewisser Zeitpunkt ist.
Dann bist du was du bist...(bis vielleicht wieder ein neuer Impuls kommt)

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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 28 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo zusammen, Hallo Anne-Mette,

zu dem Beitrag bzw. zu dem Gedanken von gestern Abend habe ich zwischenzeitlich ein paar Infos eingeholt.

Zur Erläuterung: Im Grunde könnte man die jetzt gerichtlich geforderten Gutachten auch selbst erstellen lassen, wie bisher selbst bezahlen und sie dann an die KK geben. Dann würde sich nichts relevantes ändern, wenn die Gutachten entfallen sollten. Die Befürchtung, die ich hatte, dass durch Wegfall der TSG-Gutachten in den Fällen tatsächlich ein Nachteil entstehen könnte, in denen diese Gutachten unter den jetzigen Bedingungen durch die Verfahrenskostenhilfe bezahlt werden, teilen die Befragten nicht.

Es ist schon jetzt nicht zwingend, dass die TSG-Gutachten in den medizinischen Prozess eingehen (wie Patricia schrieb), sie werden aber von den KKen gern verlangt, weil sie damit eigene Kosten sparen können. Wenn es die TSG-Gutachten nicht mehr gibt, können sie auch nicht mehr eingefordert werden. Die Ermittlung der Grundlagen für die Kostenübernahme liegt dann, wie jetzt eigentlich auch, bei den KKen. Und sie müssen diese Ermittlung selbst bezahlen.

Durch den Entfall der TSG-Gutachten würde im medizinischen Bereich tatsächlich nichts besser, aber eben auch nichts schlechter.

Btw: Es steht drin! Das TSG kommt weg und wird durch ein Selbstbestimmungsgesetz ersetzt.

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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 29 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

doch noch ein Beitrag von mir. Im Koalitionsvertrag steht folgendes:

"Wir werden das Transsexuellengesetz abschaffen und durch ein Selbstbestimmungsgesetz ersetzen. Dazu gehören ein Verfahren beim Standesamt, das Änderungen des Geschlechtseintrags im Personenstand grundsätzlich per Selbstauskunft möglich macht, ein erweitertes und sanktionsbewehrtes Offenbarungsverbot und eine Stärkung der Aufklärungs- und Beratungsangebote.

Die Kosten geschlechtsangleichender Behandlungen müssen vollständig von der GKV übernommen werden.


Zum einen freue ich mich über diese Sätze und bin auf die Umsetzung gespannt. Zum anderen scheinen die Koalitionspartner weiter zu sein als manche Aktivisten.

Liebe Grüße

Anke
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Re: BZ: Abstimmung im Bundestag : "Respekt statt Gängelung“ „ Grüne und FDP wollen Transsexuellengesetz ersetzen

Post 30 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Anke hat geschrieben: Mi 24. Nov 2021, 15:53 Hallo,

doch noch ein Beitrag von mir. Im Koalitionsvertrag steht folgendes:

"Wir werden das Transsexuellengesetz abschaffen und durch ein Selbstbestimmungsgesetz ersetzen. Dazu gehören ein Verfahren beim Standesamt, das Änderungen des Geschlechtseintrags im Personenstand grundsätzlich per Selbstauskunft möglich macht, ein erweitertes und sanktionsbewehrtes Offenbarungsverbot und eine Stärkung der Aufklärungs- und Beratungsangebote.

Die Kosten geschlechtsangleichender Behandlungen müssen vollständig von der GKV übernommen werden.


Zum einen freue ich mich über diese Sätze und bin auf die Umsetzung gespannt. Zum anderen scheinen die Koalitionspartner weiter zu sein als manche Aktivisten.

Liebe Grüße

Anke
Danke für die Info, ist doch ein Schritt in die richtige Richtung.

LG Jasmine
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