Hallo,
Marielle hat geschrieben: Di 23. Nov 2021, 19:48
das Problem kenne ich natürlich und will es auch in keiner Weise kleinreden. Grundsätzlich sind das Rechtliche und das Medizinische aber zwei verschiedene Bereiche, die man im (aktivistischen) Alltagsgeschäft nicht mehr als unbedingt nötig zusammenbringen sollte, wenn man in einem davon etwas erreichen möchte.
wenn ich diesen und den vorherigen Beitrag von Marielle lesen, dann werde ich richtig ärgerlich und kann mich gar nicht mehr beruhigen. Meine einzige Erklärung ist, dass da jemand schreibt, die das Thema nur aus der Theorie kennt.
Nur nochmal zu Erläuterung. Die VÄPÄ ist nur ein Teil der Gängelung während einer Transition. Jede die das durchlebt hat, die weiß genau, wovon ich spreche. Und in dieser Zeit ist es so, dass Frau genug mit sich selbst zu tun hat. Das ganze Leben wird auf den Kopf gestellt einschließlich einer zweiten Pubertät. All das ist schon schwierig genug, zumal die Umwelt (z.B. der Arbeitgeber) erwartet, dass man auch weiter funktioniert. Die derzeit existierenden Regelungen machen es doppelt schwer.
Das Rechtliche und das Medizinische als verschiedene Bereiche. Lustige Idee, wenn es nicht so traurig wäre. Ist aber Unfug. Beides spielt so stark ineinander, dass sich das überhaupt nicht trennen lässt. In der theoretischen Betrachtung mag das noch gehen, in der Realität nicht. Zum Beispiel agieren die Krankenkassen und ihre MDK'en in einem nur grob geregelten Bereich faktisch wie ein Gesetzgeber. Schlimmer noch, erst werden gängelnde Richtlinien in die Welt gesetzt und anschließend sind es die selben Organisationen, die ihre Umsetzung auslegen. Ich nenne das Willkür. Das hat auch mit Medizin nichts zu tun. Hier geht es nur ums Geld.
Und hat die genannte Autorin mal darüber nachgedacht, dass nach Abschaffung des TSG und der dort verankerten Gutachten, die Kassen und MDK'en die Gutachten über die Richtlinien wieder einführen könnten? Dann hätten wir mit Zitronen gehandelt und praktisch nichts erreicht.
Wie es scheint haben hier die sogenannten Aktivistinnen wohl den Bezug zur Wirklichkeit verloren.
Dazu kommt, dass es doch sinnvoll ist Themen ganzheitlich zu betrachten und anzugehen. Mir leuchtet überhaupt nicht ein, warum hier per Salamitaktik (oder soll ich es Flickschusterei nennen) nur Fragmente angegangen werden. Wie lange warten wir dann, bis auch die anderen Themen angegangen werden? Zumal wie schon ausgeführt, die Themen miteinander zusammenhängen. Wenn ich an der einen Seite ziehe, dann verändern sich die anderen Seiten. Doch scheint es mir, dass gerade bis zur Nasenspitze gedacht wird, wo ein weiter und gesamtheitlicher Blick notwendig ist. Scheint aber im "aktivistischen Alltag" einfacher und bequemer zu sein.
Marielle hat geschrieben: Di 23. Nov 2021, 19:48
Allerdings ist mir grad ein Gedanke gekommen, den ich erstmal sachverständig abklopfen lassen möchte, bevor ich Unsinn schreibe.
Zu spät, schon passiert.
Aufgebrachte Grüße
Anke
P.S.: Das meine Transition schon eine Weile hinter mir liegt, bin ich nicht mehr unmittelbar betroffen. Doch es macht mich richtig wütend, wenn andere diesen ganzen Mist nur deshalb weiter durchmachen müssen, weil das Thema falsch angegangen wird.
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g