Christopher Street Day 2021: Nach dem Zenit?
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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Marlene K.
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Christopher Street Day 2021: Nach dem Zenit?

Post 1 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich stelle Euch hier einen Artikel aus der TAZ vor, an dem ich mich reibe:
https://taz.de/Christopher-Street-Day-2021/!5789107/
Er ist von Jan Feddersen.
...
Die CSDs sind womöglich, was die Fokussierung der Bewegung auf trans und Queerfragen (Schwules wird ja mehr und mehr als fundamental antiqueer verstanden) anbetrifft, deshalb kraftlos geworden, weil es an konkreten Zielen fehlt: Die Reform des Transsexuellengesetzes soll es sein? Okay, aber doch nicht so fundamental, wie die aktivistischen Vorschläge im Bundestag schon scheiterten.
...
Trans Aktivismus, und das ist der Unterschied zu den CSDs mit Aids-Aufklärung und bürgerrechtlichen Forderungen nach der Ehe für alle, hat kein Angebot zu machen, außer Opfer zu sein und zu klagen, dass die Verhältnisse alle noch sehr schlimm sind. Der trans Aktivismus rund um die CSDs weiß nicht, Menschen positiv für sich einzunehmen, den Mainstream zu "šverführen"˜, mit "šLiebe"˜ zu locken, nicht mit Shit-­-­-­storms bei Verletzung von szeneastischen Sprachcodes.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Marlene K.
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Re: Christopher Street Day 2021: Nach dem Zenit?

Post 2 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Hier sind die Antworten, die ich über Facebook ( ich weiß, böse, böse... ) geschrieben habe:
Danke für die wiederholte Erzählung, dass alle trans Menschen sich nur als Opfer sehen und queeres Selbstverständnis dem schwulen oder lesbischen Selbstverständnis widersprechen
Sie bleibt trotz der Wiederholung für mich falsch. Es mag Menschen geben, die sich, so wie Du zuschreibst, nur über eine eingeengte Identität verstehen. Für mich und viele andere trifft dies nicht zu. Ich brauche diese Schubladen zur Selbstbeschreibung nicht und erlaube meinem Gegenüber sich als hetreo, schwul oder lesbisch, trans, inter oder cis, farbig, weiß oder afrikanisch oder europäisch zu beschreiben ohne dass ich dies als Angriff auf meine Identität verstehe ...und all dies kann ein Mensch, der sich als queer versteht, auch sein. Diese Offenheit ist für mich eine konkrete Forderung sowohl an komplett heteronormative lebende Menschen als auch in Einzelfragen von dieser Norm abweichenden Menschen. Die ist für mich eine liebevolle und verführerische Erzählung, die es mit Leben zu füllen gilt ...und die Fortschreibung von 40 Jahren schwulem und queeren Kampf, den ich gelebt habe. Ich hoffe, dass wir es schaffen, den queeren Kampf wieder radikaler und verführerischer zu machen, gemeinsam, egal ob wir Transvestiten und schwul, oder Lederkerl und butch, trans und heterosexuell ( ist das jetzt schwul/ lesbisch oder "normal"? Ist die Frage wichtig? ) oder sonstwie queer sind.
Ich weiß, dass ich nur "wie Patsy la Love l'amour" und keine Frau bin und es nur um Verteilungskämpfe um finanzielle Mittel geht, wie Du mir ja im persönlichen Gespräch gesagt hast. Für mich geht es um Respekt und Solidarität und darum, Mittel zu erkämnpfen und sie gemeinsam sinnvoll einzusetzen.
Marlene

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Re: Christopher Street Day 2021: Nach dem Zenit?

Post 3 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

da schießt aus meiner Sicht jemand kräftig über das Ziel hinaus.

Berechtigt finde ich die Kritik, auf welche Art und Weise viele Auftreten. Opfergehabe und Anklage für vermeintlich schwerwiegende sprachliche Verfehlungen. Ich halte das für den völlig falschen Weg.

Die Homosexuellen konnten mit einem positiven Symbol punkten: Liebe. Versteht jeder, kann jeder nachvollziehen und findet jeder gut.

Daher bin ich der Überzeugung, dass wir durchaus etwas zu bieten haben. Nämlich Freiheit. Die Freiheit sich von unnützen Zwängen zu befreien und sein zu können, wie jeder eben so ist.

Mit solchen Botschaften sollten wir nach Außen gehen, auch bei den CSD's. Dann wird deutlich werden, wie kraftvoll unsere Bewegung tatsächlich ist.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

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Re: Christopher Street Day 2021: Nach dem Zenit?

Post 4 im Thema

Beitrag von Cybill »

Es gibt eines dabei nicht zu vergessen:

Feddersen beschreibt das Bild, das "wir" beim Bürger hinterlassen.

Ich selbst sehe mich nicht als Opfer, sondern eben als Frau mit einer ungewöhnlichen Geschichte an. Bei allen herrschenden Missständen und gefühlten Zumutungen, die uns in den Weg gelegt werden, um zu einem bestmöglichen Geist/Körper-Verhältnis zu gelangen, so haben wir in diesem Land die Möglichkeit das zu tun. Auch wenn es manchmal eben nicht so einfach ist. Aber wir leben in einem Rechtsstaat und haben damit die besten Chancen um an die notwendigen Leistungen zu kommen.

Darüber hinaus bitte ich darum einen weiteren Aspekt nicht aus den Augen zu verlieren:
Jan Feddersen repräsentiert einen Teil der Queeren Gemeinschaft, der in den vergangenen Jahren immer mehr in seiner Macht beschränkt wurde - den homosexuellen Mann. Erst musste er Raum an die Lesben abgeben, dann an die Transen und das Ganze undefinierte Volk will auch mitreden.
Denn merke wohl: auch der Schwule ist in erster Linie ein Mann.

Schönen Sonntag!

Cybill
Zuletzt geändert von Cybill am So 1. Aug 2021, 17:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Marlene K.
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Re: Christopher Street Day 2021: Nach dem Zenit?

Post 5 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Cybill hat geschrieben: So 1. Aug 2021, 09:54 Es gibt eines dabei nicht zu vergessen:

Feddersen beschreibt das Bild, das "wir" beim Bürger hinterlassen.

....

Schönen Sonntag!

Cybill
Danke für die Antwort, liebe Cybill...

Nur den ersten Satz, dem Du selber ja widersprichst, muss ich zurück weisen. Feddersen beschreibt das Bild, von dem er glaubt, dass wir das beim "Bürger" hinterlassen sollen ...und teilt dies mit vielen anderen, sei es Bild oder FAZ, Til Amelung oder Alice Schwarzer.
Marlene

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Re: Christopher Street Day 2021: Nach dem Zenit?

Post 6 im Thema

Beitrag von Cybill »

Nein Marlene,

Jan Feddersen ist sehr repräsentativ für "den Bürgernden" - wie bereits festgestellt: in aller erster Linie Mann.

Ich denke es ist wichtig, dass wir uns mal bewusst werden, dass unsere "Probleme" noch nicht einmal 1% der Bevölkerung betreffen. Wir neigen dazu uns in unserer Blase aufzuhalten und das ist immer selbstbestärkend.
Für uns persönlich sind unsere Leiden sehr dramatisch. Genau so wenig, wie ein Mensch mit biologisch verankerter Geschlechtsidentität einen anderen mit diesem Problem verstehen kann, genauso wenig sind unsere Probleme für die Mehrheit relevant. Die haben andere Probleme, was nicht heißt, dass es hier nicht auch Schnittmengen gibt.

Es mag weh tun, aber wir sind nun einmal nicht der Nabel der Menschheit.

Sorry

Cy
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Anke
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Re: Christopher Street Day 2021: Nach dem Zenit?

Post 7 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

Cybill, Du hast natürlich recht, wir sind nicht der Nabel der Welt. Doch es spielt keine Rolle, wie viele wir sind oder wie groß der Anteil an der Gesamtbevölkerung ist. Es gibt eben einige Dinge, die nicht in Ordnung sind und auf die sollte aufmerksam gemacht werden.

Dazu ist es eben erforderlich, dass wir gut organisiert sind und eine gute Strategie verfolgen. Andere Gruppen haben das erfolgreich vorgemacht,

Beispiel: Die Lokführer. Davon gibt es vermutlich auch kaum mehr, als von uns. Trotzdem haben sie sich Gehör verschafft und praktisch jeder hat über sie gesprochen.

Damit möchte ich nicht ausdrücken, dass wir das so machen sollen, wie die Lokführer. Mir geht es darum deutlich zu machen, dass auch sehr kleine Gruppen sich effektiv durchsetzen können. Uns fehlt nur die richtige Organisation und ein kluges Vorgehen.

Für die schwulen Männer ist der CSD Zenit sicherlich überschritten. Die haben ja auch praktisch alles erreicht, was sie auf dem Zettel haben. Klar, es gibt immer noch ein paar Randgruppen (z.B. AFD und andere Rechtsradikale) die es nicht begriffen haben und es vermutlich können. Doch der Großteil der Bevölkerung geht doch mittlerweile sehr entspannt mit Homosexuellen um und heiraten dürfen sie ja nun auch. Also wofür noch kämpfen?

Und natürlich begreifen die schwulen Männer kaum, dass unsere Themen anders gelagert und daher auch anders behandelt werden müssen, als ihre. Wer den Begriff Transition nur als Wort kennt, dem ist gar nicht klar, was das tatsächlich bedeutet. Wir brauchen unsere eigenen Methoden und unseren eigenen Ansatz, um es letztendlich auch der Politik klar zu machen.

Liebe Grüße

Anke
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Re: Christopher Street Day 2021: Nach dem Zenit?

Post 8 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Cybill hat geschrieben: So 1. Aug 2021, 12:23 Nein Marlene,

Jan Feddersen ist sehr repräsentativ für "den Bürgernden" - wie bereits festgestellt: in aller erster Linie Mann.

Ich denke es ist wichtig, dass wir uns mal bewusst werden, dass unsere "Probleme" noch nicht einmal 1% der Bevölkerung betreffen. Wir neigen dazu uns in unserer Blase aufzuhalten und das ist immer selbstbestärkend.
Für uns persönlich sind unsere Leiden sehr dramatisch. Genau so wenig, wie ein Mensch mit biologisch verankerter Geschlechtsidentität einen anderen mit diesem Problem verstehen kann, genauso wenig sind unsere Probleme für die Mehrheit relevant. Die haben andere Probleme, was nicht heißt, dass es hier nicht auch Schnittmengen gibt.

Es mag weh tun, aber wir sind nun einmal nicht der Nabel der Menschheit.

Sorry

Cy
Liebe Cybill,
ich hoffe doch nicht, dass Du denkst, dass ich uns, respektive mich, für mehr als den Mittelpunkt meiner Welt halte und nicht weiß, dass dies nicht "die Welt" ist...

...und ich bleibe dabei: Herr Feddersen spricht nicht für die Mehrheit der Bürger, nicht einmal der Männer. Er arbeitet, gerade bei den "Queer Nations", mit Terfs zusammen. Die Diskussion, die er hier gestartet hat zielt auch nicht auf "die Bürger" sondern rein auf die queere Community, für die er die Deutungshoheit beansprucht und die er spalten will.

Dies werde ich immer zurückweisen. Weder Herr Feddersen noch irgend ein anderer Mensch, auch keine*r von uns, hat hier die Deutungshoheit. Wie in allen Diskussionen, sofern sie demokratisch sind, geht es um Aushandlung und Kompromiss.

Genau diesen und gegenseitigen Respekt fordere ich ...und sollten wir fordern, egal ob wir 1% oder 10% der Bevölkerung sind.

Übrigens hat "Bürger*in" bis zum Anfang der 80er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts versucht die Schwulenbewegung mit den selben Zahlenspielen mundtot zu machen... mit ungefähr den selben Schätzungen.

Liebe Grüße

Marlene
Marlene

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Re: Christopher Street Day 2021: Nach dem Zenit?

Post 9 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Passend hierzu der weitere Austausch auf Facebook zwischen mir und Herrn Feddersen:
Jan Feddersen:
Marlene Komitsch(,) Mittel, wofür - und wohin sollen sie führen? Bzw.: Was ist das Ziel?
Marlene Komitsch:
Jan Feddersen(, w)er lesen kann, kennt die Antwort. Zu einem gemeinsamen Eintreten für queere Rechte unter solidarischer Aushandlung der unterschiedlichen, manchmal widersprüchlichen Interessen. Ich denke doch, dass ich finanzielle Mittel nicht wirklich erklären muss. Ich verstehe darunter Geld in allen seinen Formen und Auswirkungen.
Und ein Nebengeplänkel, dass ich ohne Namen hier nur zur Klärung meiner Position wiedergebe:
N.N.
Marlene Komitsch(, w)ird das Ganze aber dadurch nicht arg beliebig,wenn wir sagen, alle sind queer?
Marlene Komitsch
N.N.(, n)ein. Ich bin queer, trans und Männer begehrend ( ob jemand dies als schwul oder heterosexuell liest ist für mich egal ). Andere sind queer und schwul, so wie ich Jan Feddersen, ironischerweise im Vorstand der Organisation die sich Queer Nations nennt, lese und so weiter... Alle Äpfel und Birnen sin Obst, aber nicht jedes Obst ist ein Apfel...
Marlene

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Re: Christopher Street Day 2021: Nach dem Zenit?

Post 10 im Thema

Beitrag von Cybill »

Liebe Marlene,

das Thema hatten wir bereits erschöpfend diskutiert. J. F. ist für dich vermutlich genauso ein Trigger, wie für mich gewisse Leute.

Dennoch bitte ich dich darum, einfach mal einen Schritt zur Seite zu machen und die Lage als Beobachterin zu sehen. Da ist auf der einen Seite die bunte Bubble mit ihren Forderungen, die die Mehrheit der Bevölkerung nicht interessieren, denn die hat ihre ganz eigenen Probleme - von H4 bis Oligarchenarmut von Liebeskummer bis Homeschooling und was da noch alles ist...
Diese Menschen identifizieren sich eher mit einem J. F. als mit uns.

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Jasmine
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Re: Christopher Street Day 2021: Nach dem Zenit?

Post 11 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Cybill hat geschrieben: Di 3. Aug 2021, 09:52 ...............Da ist auf der einen Seite die bunte Bubble mit ihren Forderungen, die die Mehrheit der Bevölkerung nicht interessieren, ..............
Und was machen Minderheiten in solch einem Fall? Demonstrieren.
Cybill hat geschrieben: Di 3. Aug 2021, 09:52 ........... von H4 bis Oligarchenarmut von Liebeskummer bis Homeschooling und was da noch alles ist...
und diese Probleme hat
Cybill hat geschrieben: Di 3. Aug 2021, 09:52 ............die bunte Bubble ...............
nicht?
Liebe Cybill, ich möchte dich nicht kritisieren (dr) aber irgendwie kam ich hier nicht ganz klar. Vielleicht kannst du mir dass mal erklären. (he)
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Re: Christopher Street Day 2021: Nach dem Zenit?

Post 12 im Thema

Beitrag von Cybill »

Liebe Jasmine,

Ich denke, dass es ziemlich klar ist, dass auch die bunte Bubble Schnittmengen mit den Problemfeldern aller anderen haben, deshalb habe ich das nicht noch einmal aufgeführt.

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Re: Christopher Street Day 2021: Nach dem Zenit?

Post 13 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Cybill hat geschrieben: Di 3. Aug 2021, 09:52 Liebe Marlene,

das Thema hatten wir bereits erschöpfend diskutiert. J. F. ist für dich vermutlich genauso ein Trigger, wie für mich gewisse Leute.

Dennoch bitte ich dich darum, einfach mal einen Schritt zur Seite zu machen und die Lage als Beobachterin zu sehen. Da ist auf der einen Seite die bunte Bubble mit ihren Forderungen, die die Mehrheit der Bevölkerung nicht interessieren, denn die hat ihre ganz eigenen Probleme - von H4 bis Oligarchenarmut von Liebeskummer bis Homeschooling und was da noch alles ist...
Diese Menschen identifizieren sich eher mit einem J. F. als mit uns.

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Liebe Cybill,
ich denke nicht, dass ich mich von Herrn Feddersen zu sehr triggern lasse.

Ich denke aber auch nicht, dass es die Aufgabe eines Kulturredakteur und Redakteur für queere Fragen in einer nicht ganz unbedeutenden Zeitung ist, dass gesunde Volksempfinden abzubilden. Ich denke, dass bedient doch hinreichend die andere Zeitung mit vier Buchstaben oder eine andere alternative Partei als die, deren Hauspostille die TAZ angeblich ist.

Übrigens beschäftigt die Mehrheit auch nicht die Probleme von schwulen Männern oder lesbischen Frauen. Da denkt die Mehrheit auch, die sollten doch endlich mal zufrieden sein... und sich nicht so wichtig nehmen. Das hat ja Anke auch schon benannt.

Ich weise noch mal darauf hin, dass Herr Feddersen in diesem und anderen Artikeln die von ihm definierte schwule und lesbische Welt gegen die queere, sprich die trans und inter Welt, verteidigt. Auch viele Schwule und Lesben sehen das wie ich ganz anders.

...und ich erlaube mir auch dieses Thema als nicht hier oder in der breiteren Öffentlichkeit als ausdiskutiert und gelöst zu sehen. Dafür sprechen mir und Dir zu viele Menschen unsere Identität ab, innerhalb und außerhalb der für mich nicht so bunten Bubble.

Marlene
Marlene

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