Cybill hat geschrieben: So 1. Aug 2021, 12:23
Nein Marlene,
Jan Feddersen ist sehr repräsentativ für "den Bürgernden" - wie bereits festgestellt: in aller erster Linie Mann.
Ich denke es ist wichtig, dass wir uns mal bewusst werden, dass unsere "Probleme" noch nicht einmal 1% der Bevölkerung betreffen. Wir neigen dazu uns in unserer Blase aufzuhalten und das ist immer selbstbestärkend.
Für uns persönlich sind unsere Leiden sehr dramatisch. Genau so wenig, wie ein Mensch mit biologisch verankerter Geschlechtsidentität einen anderen mit diesem Problem verstehen kann, genauso wenig sind unsere Probleme für die Mehrheit relevant. Die haben andere Probleme, was nicht heißt, dass es hier nicht auch Schnittmengen gibt.
Es mag weh tun, aber wir sind nun einmal nicht der Nabel der Menschheit.
Sorry
Cy
Liebe Cybill,
ich hoffe doch nicht, dass Du denkst, dass ich uns, respektive mich, für mehr als den Mittelpunkt meiner Welt halte und nicht weiß, dass dies nicht "die Welt" ist...
...und ich bleibe dabei: Herr Feddersen spricht nicht für die Mehrheit der Bürger, nicht einmal der Männer. Er arbeitet, gerade bei den "Queer Nations", mit Terfs zusammen. Die Diskussion, die er hier gestartet hat zielt auch nicht auf "die Bürger" sondern rein auf die queere Community, für die er die Deutungshoheit beansprucht und die er spalten will.
Dies werde ich immer zurückweisen. Weder Herr Feddersen noch irgend ein anderer Mensch, auch keine*r von uns, hat hier die Deutungshoheit. Wie in allen Diskussionen, sofern sie demokratisch sind, geht es um Aushandlung und Kompromiss.
Genau diesen und gegenseitigen Respekt fordere ich ...und sollten wir fordern, egal ob wir 1% oder 10% der Bevölkerung sind.
Übrigens hat "Bürger*in" bis zum Anfang der 80er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts versucht die Schwulenbewegung mit den selben Zahlenspielen mundtot zu machen... mit ungefähr den selben Schätzungen.
Liebe Grüße
Marlene