Es ist ja nun doch recht viel geschehen binnen eines Jahres. Je häufiger Topsy auftritt, desto mehr fühlt sie sich zuhause. Irgendwann ist mir bewusst geworden: Topsy ist gekommen, um zu bleiben. Und so beginnt es.
Topsy ist jung, lebensfroh, durchgeknallt, elegant, lesbisch, eine Partymieze, Wanderin, Bibliothekarin. Ihr Krafttier ist die schwarze Katze. Sie liebt vollmondbeschienene Sommernächte.
Und den Sommer. Und den Frühling. Der hat ja inzwischen begonnen und zum Wochenanfang ist es tatsächlich auch mal warm gewesen. Da Topsy gerne die Gelegenheit ergreift (denn sie könnte ja etwas verpassen), hat sie heute einen ersten Frühlingsspaziergang unternommen.
Erstmals im neuen Wander-Outfit habe ich mich in die Freiheit begeben - es ging geradewegs durch die Stadt, noch nicht in die Wildnis. Ich war beinahe schon zu warm gekleidet, aber wer im Sommer geboren ist, friert im Frühjahr eben schneller. Und überhaupt trage ich schon längst Sommerfarben.
Nun, der Frühling treibt die Leute nach draußen, das ist mir nicht entgangen. Natürlich hab ich es vermieden, menschlichen Geschöpfen zu nahe zu kommen und hoffe, es überlebt zu haben (Inzidenz hier eher niedrig). Allgemein - auch in anderer Hinsicht - ergaben sich keine negativen Erlebnisse bzw. unangenehme Begegnungen. Eine sehr schöne Szene spielte sich an einem Ententeich ab, als eine junge Familie gegenwärtig war. Da Kinder nun einmal gerne mit dem Finger auf Personen zeigen und somit auch mal wissen wollen, wer da plötzlich so mit der Kamera um den Teich schleicht, wurde ich von der Mutter als "eine Frau, die fotografiert" beschrieben. Und das ist doch eigentlich alles, was ich in diesem Moment sein möchte: Eine Frau, die fotografiert.
Liebe Grüße
Topsy