nach langer Mitleserschaft will ich mich hier auch einmal "outen". Bin 53 Jahre, habe Frau, 2 Kinder (11 und
Meine Frau kannte ich schon vom Sehen, gefunkt hat es vor 19 Jahren im Karneval, Sie als Funkemariechen/ ich als Bauarbeiter mit Träger-Latzhose. In unserer ersten Nacht ließ ich dann die Hüllen fallen und dann stand ich vor Ihr in einer FSH (40 den). Natürlich habe ich Sie dann Zug um Zug eingeweiht, weil ich wissen wollte, ob ich nach 5 Jahren ohne Freundin dann immer noch für Sie begehrlich war. Für Sie war es damals sicher ungewöhnlich aber auch interessant und hatte so etwas "Verbotenes" an sich, ein Geheimnis nur für uns 2 halt. Sie blieb an meiner Seite bis heute. Auch konnte ich mich noch nicht so deutlich erklären (wer kann das schon...) wie heute, alles war natürlich noch verschroben und diffus...
Angefangen hat alles mit ca. 8 Jahren und einem High-Heels-Fetisch, je steiler desto besser. Habe damals meine ersten Absatzsandalen von meiner Mutter "organisiert" und im Keller versteckt, immer wieder anprobiert und war fasziniert... und das endete bei 10 cm Plateau und 22 cm Absatz. Heute erinnert daran nur mein leichter Hallux-Valgus, daher ist zur Zeit bei 5 cm für mich Schluß. Es soll bei 1,84 m Körpergröße halt auch vom Gesamtbild stimmig sein, ein Leuchtturm bin ich sowieso unter den anderen Mädels.
Irgendwann kam eine FSH dazu, irgendwann ein schmaler Rock und Zug um Zug der Rest bis zur Perücke. Ja, und irgendwann vorm Spiegel, nach dem einsamen Höhepunkt, war diese Ur-Scham verschwunden und ich wollte mich nur noch so kleiden, weil ich es für mich zunehmend als "richtig" empfand. Lange fließende Stoffe mit feiner Haptik und manchmal auch figurbetont; leuchtende Farben aufeinander abgestimmt mit Kombinationen aus Oversized und hauteng. Ich will das weiche seidige Gefühl einer FSH auf der Haut meiner frischrasierten Beine sowie den Hauch des Windes unter dem Rock nicht mehr missen wollen.
Es folgten viele, viele Jahre im Kampf mit mir selber. Was bin ich und wer bin ich wirklich ? Ich habe mich in die Arbeit gestürzt, Kinder gezeugt, Haus gebaut, Baum gepflanzt - halt das ganze Zeug. Irgendwie auch um die Erwartungen aller anderen zu erfüllen und nur um nicht wirklich über meine Bedürfnisse nachdenken zu müssen.
Irgendwann habe ich mich einfach nicht mehr getraut, meine Gefühle und Bedürfnisse zu artikulieren aus Angst, das meine Frau registriert, wie sehr und unaufhörlich mich der Drang zu einer Verwandlung in Christiane mich beschäftigt. Auch ich konnte diese Sehnsucht damals auch überhaupt nicht einordnen, fühlte ich damals pervers, schlecht und egozentrisch.
So, bevor ich hier einige langweile (da Sie es gut nachvollziehen können) mach ich hier unter "Vorstellung" erst mal Schluß und freue mich, jetzt auch ein aktives Mädel in einer ziemlich bunten, herzlichen und nachdenklichen Truppe zu werden. Glaubt mir, ich habe Eure Threads verschlungen und sie gaben und geben mir derzeit viel Halt in einer existenziell prekären Situation. Fühlt Euch alle virtuell ganz lieb umarmt und lasst mich bitte, bitte ein Teil von euch werden.
Ganz liebe Grüße von Christiane