Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?
Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein? - # 65

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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ExuserIn-2023-06-22
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 961 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2023-06-22 »

Jaddy hat geschrieben: Mo 16. Nov 2020, 13:15 Meine Frage also: Was hätte "die Politik" vorausschauenderweise anders machen sollen?
Zum Beispiel hätten wie andere Staaten bereits 2003 Pandemie-Pläne erstellen können. Urlaube in Risikogebieten nicht erlauben. Wenn in z,B. Frankreich, Österreich und Tschechien die Ansteckungszahlen explodieren dann frühzeitig die Grenze schließen. Wenn die Politik merkt das es beim Bürger brodelt, dann mit mehr Transparenz und Bürgernähe arbeiten.
Meine Jasmine und ich sind nicht in Urlaub gefahren, haben keine Partys gemacht, auf Abstände geachtet und Maske getragen. Menschenansammlungen haben wir gemieden. Warum kann die Politik den Bürgern nicht vermitteln wie gefährlich das Virus ist? Diese Anti-Masken Demos gehen mir auf die Nerven. Warum kann die Politik in HotSpots die Alkoholverbote nicht ordnungsgemäß erlassen, damit sie vor Gericht nicht kassiert werden?
Menalee
Lavendellöwin
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 962 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Menalee hat geschrieben: Mo 16. Nov 2020, 14:40
Jaddy hat geschrieben: Mo 16. Nov 2020, 13:15 Meine Frage also: Was hätte "die Politik" vorausschauenderweise anders machen sollen?
Zum Beispiel hätten wie andere Staaten bereits 2003 Pandemie-Pläne erstellen können. Urlaube in Risikogebieten nicht erlauben. Wenn in z,B. Frankreich, Österreich und Tschechien die Ansteckungszahlen explodieren dann frühzeitig die Grenze schließen. Wenn die Politik merkt das es beim Bürger brodelt, dann mit mehr Transparenz und Bürgernähe arbeiten.
Meine Jasmine und ich sind nicht in Urlaub gefahren, haben keine Partys gemacht, auf Abstände geachtet und Maske getragen. Menschenansammlungen haben wir gemieden. Warum kann die Politik den Bürgern nicht vermitteln wie gefährlich das Virus ist? Diese Anti-Masken Demos gehen mir auf die Nerven. Warum kann die Politik in HotSpots die Alkoholverbote nicht ordnungsgemäß erlassen, damit sie vor Gericht nicht kassiert werden?
Menalee
Liebe Menalee...

ich weiss du und Jasmine habt euer Möglichstes getan um euch selbst und andere zu schützen, das ist mitfühlend
und dafür bin ich euch dankbar.

Aber-das was ihr von "der Politik" erwartet kann "die Politik" so gar nicht umsetzen.
Das müssen die Menschen selbst tun und es gab nun wirklich genug Informationen, Hinweise, Aufforderungen, Mahnungen
und was weiss ich nicht noch alles.
Ich halte auch sehr viel davon, das "die Politik" die Menschen zu mündigen Menschen macht, indem sie nicht nur verordnet,
sondern selber Entscheidungen fällen lässt. So wie ihr es für euch getan habt.
Ich muss nicht drauf warten, das mir jemand eine Veranstaltung verbietet, sondern schätze selbst ab, was geht und was nicht.
Ist es mir zu heikel, gehe ich nicht hin...

Ich muss sogar sagen, eine Untertanenmentalität ist genauso falsch wie das Verhalten von manchen die im Sommer
kreuz und quer durch die Gegend gefahren sind. Denn beides ist nicht der richtige Weg..
richtig ist selbst ein Gefühl für die Sache zu haben.

Zudem, kannst du niemand erreichen der sich nicht erreichen lassen möchte. Willst du verlangen das alle auf alle aufpassen?
Ich hoffe nicht...

Alles Liebe Marie (flo)

ah PS..wir werden dieses Jahr, wie die letzten Jahre einen schönen Weihnachtsabend zu 2t haben, so wie viele Abende dieses
Jahr, wer will mir was wegnehmen oder zugestehen? Manche aus "der Politik" haben echt eine seltsame Denkweise...
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Jaddy
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 963 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Menalee hat geschrieben: Mo 16. Nov 2020, 14:40
Jaddy hat geschrieben: Mo 16. Nov 2020, 13:15 Meine Frage also: Was hätte "die Politik" vorausschauenderweise anders machen sollen?
Zum Beispiel hätten wie andere Staaten bereits 2003 Pandemie-Pläne erstellen können. Urlaube in Risikogebieten nicht erlauben. Wenn in z,B. Frankreich, Österreich und Tschechien die Ansteckungszahlen explodieren dann frühzeitig die Grenze schließen. Wenn die Politik merkt das es beim Bürger brodelt, dann mit mehr Transparenz und Bürgernähe arbeiten.
Meine Jasmine und ich sind nicht in Urlaub gefahren, haben keine Partys gemacht, auf Abstände geachtet und Maske getragen. Menschenansammlungen haben wir gemieden. Warum kann die Politik den Bürgern nicht vermitteln wie gefährlich das Virus ist? Diese Anti-Masken Demos gehen mir auf die Nerven. Warum kann die Politik in HotSpots die Alkoholverbote nicht ordnungsgemäß erlassen, damit sie vor Gericht nicht kassiert werden?
Also Pandemieplan 2003 gab und gibt es doch: https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale ... eutschland Wurde mehrfach angepasst und diente jetzt als Grundlage für die aktuellen Massnahmen. Deshalb lag ja schon so viel in den Schubladen.

Die Grenzen zu schliessen wäre reiner Aktionismus gewesen, weil das Virus längst bundesweit verbreitet war. Spätestens als die Skitouristen aus Österreich wieder nach Hause kamen. Deshalb wurde das nach anfänglicher Panikreaktion auch ganz schnell wieder aufgegeben. So dicht kannst du ein Land wie Deutschland mitten in Europa nicht machen.

Übrigens nochmal: Dafür klappt das hier erstaunlich gut! Guck dir das an:
Fälle pro 1Mio.png
Tote pro Mio.png
akt 7 Tage pro 100Tsd.png
(Quellen: https://kachelmannwetter.com/de/corona- ... 0000z.html)

Und das mit vergleichsweise moderaten Regeln im Vergleich zu Frankreich, Spanien, Italien, Österreich und sogar Schweden (jetzt).

Gleichzeitig fand ich die Informationen ziemlich umfangreich. Es gab jede Menge Artikel, Sendungen, Podcasts. Ich hab mehr über Statistik, Aerosole und Impfstoffe gelernt als ich je vorher wusste. Auch Vergleiche mit anderen Ländern, die ganz andere Ansätze hatten, aber auch andere Gegebenheiten. Im Detail finde ich persönlcih einige Regelungen nicht so gut. Schulen und Kitas quasi unverändert zu öffnen beispielsweise. Ich weiss aber auch, dass da noch andere Abwägungen hinterstehen. Schliessungen würden gerade ärmere Familien überproportional belasten, müssten also jetzt mit Ausgleichszahlungen gekontert werden, aber prekär Beschäftigte sind dann den Job auch für danach los. Alles nicht so straight forward.

Ich hab auch so einen ähnlichen Frust wie Du. Bunny und ich sitzen hier auch seit März daheim. Normalerweise hätten wir vier mehrtägige Treffen gehabt, wo wir mit 70-90 lieben Menschen Energie tanken, kuscheln, eng zusammen sind. Das sind unsere Urlaube. Die brauchen wir eigentlich. Nichts davon hat stattgefunden, weil die Konsequenzen nicht tragbar waren. Unsere peer group und wir gehören auch den 40% Risikogruppen. Keine Stammtische, keine SHG, keine privaten Treffen. Mehrere Fortbildungen weggefallen, Kinobesuche, gemütliche Essen, bei mir auch 80% Jahresumsatz.

Und trotzdem müssen wir jetzt mit den gleichen Einschränkungen leben wie jene, die auf Malle Party gemacht haben oder sich immer noch mutwillig über alles hinwegsetzen und das Problem für alle verlängern. Isso. Ich finde die Demos auch gefährlich und bescheuert, weil mit Naturgesetzen eben nicht diskutiert werden kann. Am liebsten würde ich die Leute ne Verzichtserklärung auf medizinische Hilfe unterschreiben lassen. Dann dürfen die alle mal ungeschützt auf ner Covid-Isolierstation hospitieren und kriegen als Belohnung ne 6wöchige Kreuzfahrt, damit sich das rein biologisch erledigt. Glücklicherweise ist das nur eine kleine, leider sehr laut krakeelende Minderheit. Siehst du ja hier auch im Forum. Drei bis vier immer gleiche Stimmen, von denen reiner Unfug und nichts konstruktives kommt. Auch wenn diese Demos medial überproportional dargestellt werden sind das nur wenige Prozente. Das können wir aushalten und sinnvollerweise ignorieren, bzw nur dort Kontra geben, wo es wirklich über die Stränge schlägt.

Alles klagen nutzt eben nix, weil die Ursache nicht durch Meinung oder Diskussion zu beseitigen ist. Nur durch gemeinsam achtsames Verhalten. Bunny und ich richten uns stattdessen ein mit dem was geht. Nicht nur was erlaubt ist, sondern was verantwortbar. Bei Erkältungssymptomen nicht zu Muttern oder zum einkaufen. Viele Onlinetreffen. Wenige, einzelne Treffen mit Vorsichtsmassnahmen. Neue Dinge machen. Unsere Wellensittiche konnten brüten - weil wir zu Idealzeit mal nicht im Uraub waren. Bunny fährt Rennradtouren. Es geht immer noch eine Menge. Und es wird auch wieder besser. Je eher wir uns damit arrangieren, umso besser.
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Mirjam
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 964 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Ich gebe dir wieder mal in vielen Punkten recht Jaddy. Nur hier
Jaddy hat geschrieben: Mo 16. Nov 2020, 15:48 Schulen und Kitas quasi unverändert zu öffnen beispielsweise. Ich weiss aber auch, dass da noch andere Abwägungen hinterstehen. Schliessungen würden gerade ärmere Familien überproportional belasten, müssten also jetzt mit Ausgleichszahlungen gekontert werden, aber prekär Beschäftigte sind dann den Job auch für danach los. Alles nicht so straight forward.
fehlt noch ein ganz wesentlicher Aspekt, warum die Schulen so lange als irgend möglich offen bleiben sollten: Gerade Kinder und Jugendliche aus sogenannten "bildungsfernen Schichten" leiden ja am meisten darunter, wenn der Unterricht nicht an der Schule stattfindet, sondern online. Wer schaut denn bei denen zu Hause mal hin, ob die jetzt wirklich mitmachen oder vielleicht doch nebenher was anderes tun? Wer kann auch mal was erklären? Wie sieht es ganz generell mit sozialem Lernen aus (das gilt jetzt sogar für alle Schüler_innen)? Das geht virtuell einfach nicht. Und wenn da zu viel "fehlt", lässt sich das später auch nicht so ohne Weiteres wieder ausbügeln. -- Sorry, da kommt einfach die Pädagogin in mir durch ...

LG, Mirjam
Michi
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 965 im Thema

Beitrag von Michi »

Menalee hat geschrieben: Mo 16. Nov 2020, 02:06 Neuseeland, Japan, Südkorea und Australien wären da zu nennen.
Hallo Menalee,

Neuseeland, Japan und Australien haben eine sehr offensichtliche Gemeinsamkeit mit Taiwan .. es sind Inseln, deren Grenzen, wie ich schon schrieb, sehr gut zu kontrollieren sind.

Und selbiges gilt auch für Südkorea. Auf einer Halbinsel gelegen, und ausschließlich an Nordkorea grenzend, dass eine nahezu undurchdringliche Grenze hat, gleicht Südkorea faktisch ebenfalls einer Insel.

Diesen Luxus haben wir nicht. Deutschland ist ein Binnenland, und nicht zuletzt dank des Schengenabkommens rundherum offen. Als die Zahlen jetzt im Herbst langsam wieder hochgingen, konnte man sehr gut sehen, wie sich das Infektionsgeschehen von den Bundesgrenzen her ins Landesinnere entwickelte. Das Virus reist mit den Menschen, die unvernünftig genug sind, sich öfter und weiter als tatsächlich nötig von ihrem Wohnort zu entfernen. Und da reichen bereits wenige, um die Bemühungen der Mehrheit zunichte zu machen. Wir haben auch so eine uneinsichtige und egoistische Person in unserer Familie, die alles für Verschwörung und Schwachfug hält.


Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Inga
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 966 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, miteinander,

erst einmal Dank an Jaddy für die umfangreichen gut fundierten Darstellungen. Bei Zahlen und Karten gucke ich gerne genauer hin und wir stehen insgesamt in Deutschland wirklich ganz gut da. eine Position, die wir uns nicht versauen sollten.

Mich wundert schon, dass der Identifizierung, Einkreisung und Isolierung der Infizierten so wenig Aufmerksamkeit gegeben wurde und wird: Die Testkapazitäten reichen kaum aus, die Nachverfolgung der Kontaktierten Personen und die Einzelfallberatung sind völlig unzureichend, weil unterbesetzt für einen Massenansturm. Da hätte sich die Kommunen, die ja öffentliche Arbeitgeber sind, schon eher drum kümmern können, als unbedingt noch einmal die jährliche Tarifrunde im öffentlichen Dienst in den Krisenzeiten durchzudrücken. Als die Erkenntnis unter den öffentlichen Arbeitgebern dämmerte, gab es ja auch schnell Verhandlungen und Abschluss.

Mir fehlen mir die Mengen an Mut machenden Tipps und Ideen, wie man die schwierige Zeit des Alleinseins auch durchstehen kann und auch manch gute Seite abgewinnen kann. Da ist im Sommer in den Redaktionen etwa zu wenig gesammelt worden aus den Erfahrungen der ersten Welle.

Aus meinem Arbeitsfeld im öffentlichen Nahverkehr habe ich nun auch mitbekommen, dass die banalen Schutzempfehlungen "Auf Abstand achten", "Maske tragen" und "überflüssige Kontakte reduzieren" offensichtlich nicht schaden, in den Belegschaften die Infektionszahlen unterm Bundesdurchschnitt niedrig zu halten. Wenn alle sich daran halten, ist die tatsächliche Ansteckungsgefahr schon weniger bedrohlich. Stressig sind unter den Fahrgästen (was wären wir auch ohne sie!) vielmehr die überzeugten Maskengegner die ungefragt ihre Aerosole ungefiltert verteilen, und gar nicht respektieren wollen, das man selber auf Abstand steht und den Atem nicht im Gesicht spüren mag. Das ist die angespannte mentale Atmosphäre aus Herumgiften und Besserwisserei, Unbekümmertheit und übertriebene Ängstlichkeit andererseits , die Effekthascherei der Medien, die einen psychisch schon beansprucht. Da sind natürlich alle Unsicherheiten, wie ob der Zug morgen oder übermorgen noch fährt, wenn nur noch wenige auf dem Wege zur Arbeit oder nach Schichtende unterwegs sind. Da sind die Sorgen, wovon leben, wenn auch diese Jobs reduziert werden, Hartz-IV nicht zu kriegen ist und die Krankenkasse um hohe Beitragsnachzahlungen für Corona-bedingte Ausfallszeiten bittet. Da sind die vielen Obdachlosen und Armen, die sich in ihrer Verzweiflung die wenigen Anderen, Reisende und Beschäftigte Tag für Tag immer wieder anbetteln nach wenigstens ein paar Cents. Und würde ich jedem etwas geben, wäre ich übermorgen wahrscheinlich auch unter ihnen. Diese Armut auf offener Straße schlägt mir schon mehr auf die Stimmung als die Infektionsrate. Denn auch da scheinen im Sommer Politik und Verwaltungen zu wenig Vorbereitungen getroffen zu haben und die Medien sich im Zweifelsfrage weniger für Hilfe zum leben zu interessieren.

Ja, es gibt viele kleine Widerprüche: Privat soll ich auf Reisen verzichten, beruflich reise ich Tag für Tag durchs ganze Land (und das meine ich durchaus wörtlich). Als Angehöriger einer Risikogruppe soll ich wegen der möglichen Folgen einer Infektion eigentlich gar nicht publikumsnah arbeiten. Eine Versorgung als durch diese Arbeit wird mir auf anderem Wege in unserem Sozialstaat einfach nicht zugestanden. Da gibt es schlichtweg noch immer die bekannten Lücken und Gräben im sozialen Netz, die nicht überbrückt werden. Ach ja, auch das hätte man im Sommer angehen können. Im Frühjahr darauf hingewiesen, erst im November gibt es erste zaghafte Versuche, etwas für den Lebensunterhalt der Soloselbständigen zu tun.(Und wenn man wieder genauer hinguckt, ist es verdammt dürftig, was der Wirtschaftsminister bis jetzt formuliert hat. Wenigstens traut er sich nicht mehr, dies noch als "Sofort"-Hilfe zu bezeichnen. Ist vielleicht auch schon ein Schimmer von Respekt)

Ob Bund und Länder wirklich etwas bewirken, mit ihrem wortreichen Tauziehen in den Medien auf die Verbreitung des Virus zu reagieren, oder ihre Kräfte und Ressourcen nicht für anderes verwenden sollten, darüber werde ich heute Nacht beim Einschlafen nachdenken. Schlaue Journalisten werden es wahrscheinlich mit ihren Kommentaren noch anheizen.

Jetzt wollte ich aber noch meinen femininen Seiten widmen. Darum...
Gute Nacht und liebe Grüße
Inga
ExuserIn-2022-03-18
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 967 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-03-18 »

Hallo,
Meine Mutter hat schon seit längerem eine geplante OP, die jetzt diese Woche gemacht wird. Da sie Angst vor der Narkose hat und nach der OP nicht alleine sein will, war eigentlich geplant, dass wir mit meiner Mutter ins Krankenhaus fahren, dass wir bei ihr sind, wenn sie aus dem Aufwachraum kommt und sie anschließend jeden, oder jeden 2. Tag kurz besuchen.
Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es gewesen wäre, wenn bei meiner ersten OP 2019 niemand vorher und nachher da gewesen wäre:(
Zum Glück hab ich heute mal interessehalber auf die Internetseite von der Lubos-Klinik in Pasing geschaut und war ziemlich schockiert, als ich gelesen hab, dass die "uneingeschränktes Besuchsverbot" da stehen haben :(
Ganz toll, dass meine Mutter, das jetzt ohne ihre Töchter durchstehen muss :(
Und dann schreiben die auf ihrer Internetseite noch so einen Schmarrn, wie, dass der Mensch bei ihnen Im Vordergrund steht und alles ganz toll ist usw :/ Für mich liest sich das einfach nur nach Heuchelei. genauer gesagt find ichs unmenschlich. In anderen Kliniken gehts ja auch mit Coronatest, Hygienezeugs und 1 Stunde Besuchszeit.
Naja, isja anscheinend egal wie es den Patienten und Angehörigen damit geht.
Uns wird wahrscheinlich nur telefonieren bleiben, weil für eine gescheite Videoübertragung sind unsere Smartphones zu alt und mit unserem langsamen Internet - eh keine Chance...
Wir werden halt das Beste draus machen (bleibt uns ja eh nichts anderes übrig) aber wenn 3 Tage vor einer OP schon Tränen fließen, glaube ich nicht, dass das gut ist.
Corona über alles, so kommt mir das langsam vor :?
Selbst hier im Forum streiten ja schon die "Corona-Sheriffs" mit Menschen, die das ganze leugnen (find ich auch nicht gut) ,aber auch mit denen, die einfach nur ihre Meinung dazu äußern. Und das ganze wird dann diskutieren genannt, obwohl es oft einfach nur arrogant und allwissend rüberkommt :( Teilweise artet das ganze von beiden Seiten her ja schon fast in beschimpfen aus o.O
Mir ist es egal, wenn ich mich damit jetzt bei manchen unbeliebt machen sollte, aber mir hats schon mal besser gefallen hier im Forum.

LG, Alexandra
christine44
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 968 im Thema

Beitrag von christine44 »

Selbst hier im Forum streiten ja schon die "Corona-Sheriffs" mit Menschen, die das ganze leugnen (find ich auch nicht gut) ,aber auch mit denen, die einfach nur ihre Meinung dazu äußern. Und das ganze wird dann diskutieren genannt, obwohl es oft einfach nur arrogant und allwissend rüberkommt :( Teilweise artet das ganze von beiden Seiten her ja schon fast in beschimpfen aus o.O
Das ist leider so. Die Befürchtung hatte ich bereits im März/April. Das sich in der Krise der Charakter zeigt müsste ich mir an den Kopf werfen lassen. Es gibt bei Einigen nur noch schwarz oder weiß und keine Abwägung mehr. Da ist an Diskussionen wie wir sie kennen nicht zu denken. Entweder es läuft auf Corona ist alles Quatsch raus oder auf willst du das die Leute sterben. Alle anderen Aspekte werden mit diesen Totschlag Argumenten beiseite gewischt. Traurig!
Laura R
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 969 im Thema

Beitrag von Laura R »

Ja Corona ( ist ja ursprünglich ein Name für ein Bier) ist eine Herausforderung an uns alle. Es ist halt traurig das es nicht zu einem gemeinsamen Handeln kommt, 16 Bundesländer und fast 16 verschiedene Handlungen. Meiner Persönlichen Meinung nach sollte ein Personenkreis den Hut aufhaben und uns durch diese Krise bringen und das kann nur unsere Regierung sein mit Unterstützung des Parlaments. Diese Volksvertreter sollten mal ihren parteipolitischen Kleinkrieg lassen und an einem Strang ziehen, dann klappt das alles noch besser. Ein Volk ein Staat so soll es sein. Dieses kleinkarierte Kräfteringen ist es doch was nervt. Wenn alles mal irgendwann vorbei ist können wir uns auf die Schultern klopfen und sagen wir haben zusammen geschafft. Das ist meine Wunschvorstellung.
Bleibt gesund
Liebe Grüße
Laura
Ich bin wie ich bin und weiß wer ich bin. Das gut so!
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 970 im Thema

Beitrag von edeka »

christine44 hat geschrieben: Mi 18. Nov 2020, 07:23 Es gibt bei Einigen nur noch schwarz oder weiß und keine Abwägung mehr. Da ist an Diskussionen wie wir sie kennen nicht zu denken. Entweder es läuft auf Corona ist alles Quatsch raus oder auf willst du das die Leute sterben. Alle anderen Aspekte werden mit diesen Totschlag Argumenten beiseite gewischt. Traurig!
Das habe ich auch gemerkt, deshalb halte ich mich auch aus dieser Diskussion raus.
Ja, ich interessiere mich eigentlich schon gar nicht mehr für das Thema, es gibt nämlich auch noch andere grosse Probleme.

Jetzt habe ich aber zufällig eine Dokumentation entdeckt, die nicht in das schwarz/weiß Schema passt, die nicht oberlehrerhaft daher kommt, sondern unaufgeregt ---))) . Deshalb will ich es euch zukommen lassen.
Sie kam auf ARTE (vielleicht wirkt das auf einige hier glaubwürdig...) und ist vom 10. November, also ziemlich aktuell.

Das ist die Inhaltsangabe:
Seit Anfang 2020 fordert das Corona-Virus die Welt heraus. Die Regierungen Europas reagierten zunächst mit einem Lockdown. Allein Schweden setzt bis heute auf Freiwilligkeit. Zu Recht? Oder bewährt sich gar dieser Weg? Die Doku vergleicht den Kurs Deutschlands, Frankreichs und Schwedens im Gesundheitswesen, in Wirtschaft und Gesellschaft - und zeigt auch die Rolle der Medien.

In den Medien entsteht täglich ein Bild des Schreckens und der Gefahr. Hat die Politik Frankreichs und Deutschlands mit der deutlichen Beschränkung von Freiheiten der Bürger überreagiert und eine Situation geschaffen, die sich nur schwer wieder zurückdrehen lässt? Reicht es wiederum aus, im Wesentlichen auf Aufklärung, Eigenverantwortung und Freiwilligkeit zu setzen wie die schwedische Regierung?
Die ARTE-Autorinnen haben in den drei Ländern ganz unterschiedliche Menschen aus Wissenschaft und Gesellschaft getroffen und befragt: Risiko-AnalytikerInnen, AktivistInnen, LehrerInnen, ÄrztInnen und JuristInnen. Dabei stehen die sich abzeichnenden Folgen für die Krankenversorgung, für die Menschen in Altenheimen und an den Schulen im Fokus. Diskutiert werden auch mögliche Schäden für den Rechtsstaat durch die Notstandsgesetze. Etwas schält sich heraus: Durch Corona haben sich bestehende Risse in der französischen Gesellschaft vertieft, in Deutschland sind neue entstanden. Allein Schweden scheint frei von unversöhnlichen Gegensätzen. Versuch einer Bestandsaufnahme bei ARTE.
und hier ist die Sendung als youtube:
Anne-Mette
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 971 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

im "Nachtcafé" gestern:

Dass ihr Vater im Frühjahr an Corona erkrankt war, dessen war sich Susanne Dürr zunächst nicht bewusst. Erst als er in ihren Armen zusammenbrach und die Ärzte Covid-19 diagnostizierten, begann ein Kampf auf Leben und Tod. Die Corona-Bestimmungen machten es unmöglich, den Sterbenden im Krankenhaus zur Seite zu stehen. "Ich wünsche mir, dass meine Geschichte allen Verharmlosern von Corona eine Mahnung ist."


https://www.swrfernsehen.de/nachtcafe/n ... n-100.html

Gruß
Anne-Mette
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 972 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Aus den USA wird von schwer CoViD19 erkrankten, überzeugten Leugnern berichtet, die im Angesicht des baldigen Sterbens noch "das kann alles nicht wahr sein" von sich geben. Keine Ahnung, ob es so derart realitätsferne Menschen hier auch gibt.

Bei uns kommen die Einschläge näher. Jedenfalls im Freundykreis. Ganze Familie, Eltern mit Kind(7), in Berlin Spandau. Kein Wunder bei den Zahlen. Mehrere Verdachtsfälle, ebenfalls in Berlin, die aber Schwierigkeiten haben, Tests zu bekommen. Bei Inzidenzen von >400 in einigen Altersgruppen in B kein Wunder. Und falls ein einen Test bekommt wird das Ergebnis für 5 Tage später angekündigt.

Bleibt also nur der pandemische Imperativ: Handle stets so, als ob du und alle anderen infektiös wären.
VanessaB
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 973 im Thema

Beitrag von VanessaB »

Hallo,

es schränkt mich nicht ein, sondern verändert mein Leben und meinen Umgang mit Dingen und Menschen ... COVID ist allgegenwärtig und die Einschläge bei uns in der Verwaltung kommen nicht nur näher, sondern sind bereits da. Hausmeister, Kindergärtner, Schulkinder ... all das ist real und bestimmt natürlich auch mein Leben.
Auch wenn es grundsätzlich (noch) erlaubt ist, führen wir unseren Impro-Theaterkurs Im Zoom-Meeting durch und finden dort ganz neue Rahmenbedingungen und auch neue Formen. Das ist nicht nur traurig, sondern auch spannend.
Jetzt habe ich auch mein letztes Tantramodul am kommenden Wochenende abgesagt. Bei den noch immer hohen Infektionszahlen, kann ich mir das einfach nicht erlauben, auch wenn es gesetzlich erlaubt ist, weil es sich um eine Ausbildung handelt und es sogar einen ausgefeilten Infektion-Schutz-Plan gibt.

Am Ende geht es meiner Meinung nach hier auch um gesellschaftliche Solidarität und soziale Verantwortung.

Alles Liebe
Van
Beratung - Mediation - Coaching - oder einfach nur OHRZEIT in Kiel

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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 974 im Thema

Beitrag von Simone_CD »

Kein gezapftes Bierchen(seufz) (ag)
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 975 im Thema

Beitrag von Michi »

Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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