sie sich dann wegen mir unwohl fühlen könnte
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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maexine
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sie sich dann wegen mir unwohl fühlen könnte

Post 1 im Thema

Beitrag von maexine »

Mit einer ganzen Reihe von Denkansätzen eröffnet heute der Pressespiegel der Artikel: Südkurier


Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://static5.suedkurier.de/storage/i ... AdtQDH.jpg


Zitat:
"Weder männlich noch weiblich: Hauke Lenk aus Fischbach wünscht sich ein größeres Bewusstsein für nichtbinäre Geschlechtsidentitäten

Hauke Lenk ist 20 Jahre alt und hieß eigentlich einmal anders. Im vergangenen Jahr hat Hauke einen neuen Namen eintragen lassen, der nicht eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen ist. Im selben Zuge wurde Haukes Geschlechtseintrag aus dem Personenstandsregister entfernt. Diese Option besteht in Deutschland neben den Eintragungen männlich, weiblich und divers.

Dass sich soziales und biologisches Geschlecht in der aktuellen Gesellschaft kaum trennen lassen, merkt Hauke auch in anderem Kontext als bei Kleidung und Nagellack: „Auch wenn ich aktuell Testosteron nehme, möchte ich nie wie ein Mann wirken. Es gibt für mich nichts Schlimmeres als die Vorstellung, dass ich in einer dunklen Straße hinter einer Frau gehe und sie sich dann wegen mir unwohl fühlen könnte.""

-©by maexïne

PS: https://heinzjuergenvoss.de/
MiriamR
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Re: sie sich dann wegen mir unwohl fühlen könnte

Post 2 im Thema

Beitrag von MiriamR »

maexine hat geschrieben: Do 13. Aug 2020, 08:18 Im vergangenen Jahr hat Hauke einen neuen Namen eintragen lassen, der nicht eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen ist.
Hauke ist ein eindeutig männlicher Name....Hauptsächlich in Norddeutschland....
Wenn ich mich irren sollte, bitte ich um "Nachhilfe".


weiblichste Grüße

Miriam
Have fun.....always.
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Re: sie sich dann wegen mir unwohl fühlen könnte

Post 3 im Thema

Beitrag von Jaddy »

MiriamR hat geschrieben: Do 13. Aug 2020, 17:01 Hauke ist ein eindeutig männlicher Name....Hauptsächlich in Norddeutschland....
Wenn ich mich irren sollte, bitte ich um "Nachhilfe".
weiblichste Grüße
... was Hauke als Mensch nicht weniger abinär macht. Nur ein Name, der die richtige persönliche Resonanz erzeugt.

Es ist nicht so einfach mit den Namen, wie auch mit dem Passing. Solange in den Köpfen der Menschen, die uns sehen immer alles in entweder-oder sortiert wird, haben wir keine Chance, jemals durch Erscheinung oder Name als nicht-binär wahrgenommen zu werden. Es wird immer, mindestens in Gedanken, das "aber eigentlich bist du doch..." kommen so wie bei dir. Und das tut ganz und gar nicht gut.

Manche versuchen es mit neuen Namen, Worten, Kreationen. Ich kenne "h", "k*", "Pe_*", "Reneé_", bloss um nicht binär gegendert zu werden, aber die werden dann mit "das ist doch kein Name" lächerlich gemacht. "Wir" können es "euch" nicht recht machen. Und das wird solange gehen, bis es einfach mal akzeptiert und respektiert wird, auch wenn 1 es nicht versteht. So wie trans und schwul und pan und schwarz und alles.
Bildschirmfoto 2020-08-13 um 17.04.16.png
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Anne-Mette
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Re: sie sich dann wegen mir unwohl fühlen könnte

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Beitrag von Anne-Mette »

Moin, (ist immer geschlechtsneutral (smili) )
Jaddy hat geschrieben: Do 13. Aug 2020, 17:19 haben wir keine Chance, jemals durch Erscheinung oder Name als nicht-binär wahrgenommen zu werden.
Die Begriffe "Mann" und "Frau" haben sich dermaßen manifestiert, dass sie als "Normalfall" angesehen werden, denke ich.
Dazu gehören "Vater" und "Mutter".
Eine Auflösung dieser Rollen und Bezeichnungen ist sicherlich nur über einen längeren Zeitraum hinweg möglich - oder vielleicht gänzlich unmöglich.
Eine erste Stufe wäre vielleicht das gleichberechtigte "Non-Binär", Divers, Intersexuell neben Frau und Mann.
Viele Menschen definieren sich über die Geschlechtsbezeichnung und/oder über die Funktion als Mutter oder Vater.
Eine Auflösung würde ihnen eine sehr wichtige Funktion ihres Lebens nehmen, vielleicht sogar eine Grundlage völlig entziehen.
Insofern wird es auch weiterhin heftige Abwehrkämpfe geben, die von einigen polarisierenden Einzelpersonen, aber auch Gruppen und Parteien forciert werden.
Wir werden nicht darum herum kommen, weiterhin durch "tätige Öffentlichkeitsarbeit" und Artikel, die verständlich sind, für mehr Offenheit zu werben, um schließlich auch etwas zu erreichen.

Selbst freiheitliche Erziehung und Selbstbestimmung hält manche Menschen nicht davon ab, nach dem Geschlecht einzuteilen und zu beurteilen.
Ein Beispiel aus meinem Leben: meine Enkel nennen mich Oma. Sie dürfen mich selbstverständlich auch mit dem Vornamen ansprechen.
Selbst, dass "zwei Omas" bis zum Tod meiner Frau hier im Hause waren, haben sie für sich akzeptiert und sogar gut gefunden.
Mit Belehrungen über Nonbinärität halte ich mich zurück und würde eher anlassbetont darüber sprechen.

Herzliche Grüße
Anne-Mette
oma-und-oma.jpg
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Jaddy
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Re: sie sich dann wegen mir unwohl fühlen könnte

Post 5 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Volle Zustimmung, Anne-Mette, jedoch möchte ich eines klar stellen:
Anne-Mette hat geschrieben: Do 13. Aug 2020, 19:03 Eine Auflösung würde ihnen eine sehr wichtige Funktion ihres Lebens nehmen, vielleicht sogar eine Grundlage völlig entziehen.
So is das. Bei ihnen und bei mir. Nur anders. Ich persönlich und soweit ich weiss auch alle nicht-binären Menschen in meiner Umgebung möchten da anderen nichts nehmen, auflösen oder abschaffen. Gerade weil ich das Gefühl der Nicht-Zugehörigkeit kenne, würde ich nie einem Menschen das Gefühl nehmen wollen oder Geschlechter generell abschaffen. Wer sich als Mann, Frau, Mutter, Vater, Sohn, Schwester oder was-auch-immer fühlt, soll das auf jeden Fall beibehalten, wenn es gut tut. Falls nicht, nun, ich bin kontaktierbar.

Mein Problem ist immer nur, wenn _ich_ von anderen da einsortiert werde, alles ausserhalb verneint wird, usw. Ich denke, der Vergleich mit Religionszugehörigkeit trifft es am ehesten. Wenn ich mich als Atheist oute, möchte ich einfach so respektiert werden. So wie ich ihre Überzeugungen auch respektiere, sofern sie sie anderen nicht aufnötigen.

Aber mein ausserhalb-stehen wird eben zu häufig nicht respektiert. "Aber du musst doch an etwas glauben" (nein). "Aber eigentlich bist du doch xxx erzogen" (nein, wirklich nicht). "Also ist Atheist auch eine Religion" (nein). Und analog beim Gender.

Alles was ich möchte ist, dass wir mit unseren jeweiligen Religionen und Gendern friedlich koexistieren. Und dann mal schauen, was sich daraus ergibt. Dazu gehört einfach, dass die Weltsichten und Gefühlswelten anderer erst mal als möglich und für sie valide respektiert wird.

OK, das hat sich jetzt weit entfernt vom Artikel, aber ist wirklich das Grundproblem für Menschen ausserhalb der binären Genderpole.
Magdalena
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Re: sie sich dann wegen mir unwohl fühlen könnte

Post 6 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Ein neutrales Hallo an alle,

sehr lange ist die Rolle Mann und Frau mit Vorstellungen und dem Stand in der Gesellschaft verbunden. Es leiteten sich daraus Aufgaben ab, welche zu erbringen waren. Der Mann als Haushaltsvorstand und Ernährer der Familie. Die Frau zuständig für die Familie, sprich Kindererziehung, Küche und Kirche.

Das Frauernwahlrecht, wie lange gibt es das erst. Noch in den fünfziger Jahren brauchte die Frau eine Erlaubnis vom Ehemann um eine Arbeit aufzunehmen.

Jetzt sind wir da ein ganzes Stück weiter. Und so denke ich, wird sich das Rad weiterdrehen. Und in vielen Köpfen ist das Bild von Mann und Frau tief verankert.
Ich behaupte mal auch hier im Forum. Warum zeigen so viele hier ihre weiblichen Seiten und geben sich weibliche Namen. Sehr bewusst sogar, um zum Ausdruck zu bringen, seht her, auch ich bin eine Frau und kein Mann.
Ich schließe mich da nicht aus. Ich freue mich, wenn ich unterwegs als Frau gelesen werde. Es ist mir dann eine Bestätigung meines eigenen Empfindens.

Ich verstehe, dass andere eben nicht so eindeutig zugeordnet werden wollen. Es gibt sehr viel dazwischen. Und wir alle müssen noch viel dazulernen.

Wichtig ist aber Respekt entgegen zu bringen und offen und ohne Vorurteile miteinander umzugehen.
Wir müssen auch noch viel Aufklärungsarbeit leisten.
Als ich mich vor einigen Jahren in der Firma outen musste, musste ich viele Fragen beantworten. Ist es ein Hobby? Machst du das schon länger? Was hast du noch vor? Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die Liste ließe sich noch unendlich lang fortsetzen.

Es war einfach so, sie hatten davon mal gehört oder gelesen. Doch was sich dahinter verbirgt, wie es sich fühlt, wussten sie nicht. Welcher Leidensdruck damit verbunden ist, können sie sich nicht vorstellen. Woher auch. Es war in dem Moment meine Aufgabe, es ihnen zu erklären. Und so konnte ich im Kleinen ein wenig zum Verständnis meiner Situation beitragen.

Wie und was Andere fühlen, kann ich vielleicht verstehen. Ich kann für Akzeptanz werben. Doch ein Stück weit geht jeder seinen Weg alleine. Dann ist es gut Menschen zu erreichen, die gleiche Vorzeichen haben. Gemeinsam dann etw.as zu erreichen. Und je größer die Gruppe wird, wird sie beachtet. Ob es der Gruppe gelingt Veränderungen zu erreichen, ist ein anderes Feld.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
Jasmine
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Re: sie sich dann wegen mir unwohl fühlen könnte

Post 7 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Wer sollte sich für mich unwohl fühlen? Bin ich dafür verantwortlich? Ich denke eher die Politik wäre gefordert mal den Zahn der Zeit zu erkennen. Nicht immer nur weiter so und bei Problemen reagieren. Die Politik sollte vielmehr zukunftsweisend agieren.
Gerade erst sind neben mir neue Nachbarn eingezogen. Ich und meine Menalee stellten uns ihnen vor und es entsteht ein freundschaftliches, gutes nachbarschaftliches Verhältnis. Klar kamen ein paar korrekt gestellte Fragen, die ich gerne beantwortete. Also denke ich das die Bevölkerung viel weiter ist als es die Politik den Bürgern /innen zutraut.
LG Jasmine
Sonnenuhr
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Re: sie sich dann wegen mir unwohl fühlen könnte

Post 8 im Thema

Beitrag von Sonnenuhr »

Die Politik ist befangen und auf den eigenen Vorteil, also den der Politiker, der Wirtschaft und Eliten, bedacht.

Von daher müssen die Leute auf der Straße Politik machen und Druck ausüben, die, die es nicht sind.
Neue Aktionsgruppe gegen das Transsexuellengesetz - https://t.me/NoTSG030
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