Update
Sogyal Rinpoche schreibt in "Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben":
Da Vergänglichkeit für uns gleichbedeutend ist mit Schmerz, klammern wir uns verzweifelt an die Dinge, obwohl sie sich ständig ändern. Wir haben Angst loszulassen, wir haben Angst, wirklich zu leben, weil leben lernen loslassen lernen bedeutet.
Es liegt eine tragische Komik in unserem Festhalten: Es ist nicht nur vergeblich, sondern es beschert uns genau den Schmerz, den wir um jeden Preis vermeiden wollten.
War da bereits am Licht am Ende des Tunnels, so ist da aktuell nichts mehr ... nichts als eine unendliche Leere. Wirklich lieben bedeutet, auch loszulassen. Ich habe losgelassen, wissend, dass es mich zurückwerfen wird. Aber so ist das im Leben wohl ... Nach Sonnenschein kommt Regen ... und wer zu hoch hinausfliegt ... Nun, das bekam schon Ikarus zu spüren.
Auch wenn es ein altes Gedicht von mir ist, es ist gerade so aktuell wie damals, als ich es schrieb:
KLAGE
Ich hab' dich nie besessen,
mein Glück, mein Licht;
Ich möchte dich vergessen -
und kann es nicht!
Mein einz'ger Traum der Tage
lässt mir nicht Ruh';
Wovon ich träum' und klage,
bist immer Du.
Manch' schönes Auge kündet
mir süße Lust;
Doch all das Feuer zündet
mir nicht die Brust.
Ich hab' dich nie besessen,
mein Glück, mein Licht;
Ich möchte dich vergessen -
und kann es nicht!
Ich habe mich geöffnet, die Mauern um mich herum eingerissen und mich verletzlich gemacht. Nie wieder wollte ich sie aufbauen müssen, schon gar nicht höher und dicker als zuvor, aber ...
Grüße von einem traurigen Blümchen, dass einfach nicht mehr aufblühen will.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)