Über das Crossdressing:
Es gibt zwei Identitäten, die sich jetzt auch nicht mehr trennen lassen. Sie haben auch ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Ich möchte den männlichen sowie den weiblichen Namen lieber für mich behalten, denn das wäre mir jetzt zu privat. Deshalb nenne ich sie ab sofort einfach I1 (männlich) und I2 (weiblich), wenn es niemanden stört.
Wenn ich eine Frau bin, dann kleide ich mich konsequent und bin jedenfalls bemüht, auch so konsequent wie möglich in diese Rolle zu schlüpfen. Ich gebe dann in der Öffentlichkeit auch nur meinen weiblichen Namen preis. Außerdem kleide ich mich sehr feminin, auch im Kleid und mit Make-Up. Die Perücke sieht um einiges besser aus als meine alte Perücke, mit der es damals mal begonnen hat. Aber es weiß auch fast niemand, der mich kennt, von der Sache, nur engste Freunde eigentlich. Das ist auch nicht verwerflich für mich.
Über I1:
I1 ist generell Einzelgänger, aber selten einsam. Er ist empathisch und kreativ. Seine Interessen und auch seine Talente liegen meist abseits von dem, was der männlichen Bevölkerung oft zugeschrieben wird. Fußballspiele, Autos oder Motorräder interessieren ihn nicht. Handwerkliches oder technisches Geschick sucht man bei ihm vergebens. Mit Frauen versteht er sich sowieso besser. Was Menschen unter Männlichkeit verstehen, interessiert ihn heute kaum noch. Er fühlt sich einfach männlich und hat kein Bedürfnis, das zu erläutern.
Über I2:
I2 ist eine Frohnatur. Sie geht gerne auf Partys und liebt es zu tanzen. Dabei beschränkt sie sich auf LGBT-Einrichtungen. Bisher hat man sie meistens spät abends oder nachts gesichtet. Sie interessiert sich nur für Frauen, genau wie I1. Ingesamt hat sie deutliche Gemeinsamkeiten mit I1, aber die Interessen können auch mal abweichen.
Ich hoffe, das war nicht zu ausführlich und genügt für einen ersten Überblick.