Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?
Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein? - # 41

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Nora_7
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 601 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Toni Smith hat geschrieben: Fr 22. Mai 2020, 07:45 Eine befreundete Ärztin berichtet davon das in ihrer Klinik gar kein Personal getestet wurde damit kein Personal in Quarantäne landet, um Personalmangel zu vermeiden.
Bei uns wurden Tests bei Personal und Bewohnern in eingem großen Altenheim so lange verweigert, bis es 15 Infizierte und 4 Tote gab. So wollte man Personalmangel vermeiden. Dumm gelaufen. Da hätten Behörden schon viel früher eingreifen müssen, denn das war ja kein Einzelfall. Die Identifikation der Virenverteilung auf die Hauptherde ist insgesamt weitgehend misslungen. Immer noch. Dafür wird die gesamte Bevölerung mit den blöden Masken bestraft.

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Laila-Sarah
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 602 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Kerstin hat geschrieben: Do 21. Mai 2020, 22:25
Laila-Sarah hat geschrieben: Do 21. Mai 2020, 19:35 ..... Die Zahlen von z.B. New York sind auf dem Tisch und.....
Warum die Zahlen aus dem Ausland und nicht die eigenen?
Weil wir ja diskutieren ob die Eindämmung Sinn macht. In New York hat man die Eindämmung sehr lange vernachlässigt, hier hingegen nicht :)
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 603 im Thema

Beitrag von steffiSH »

Nora_7 hat geschrieben: Fr 22. Mai 2020, 10:16 Die Identifikation der Virenverteilung auf die Hauptherde ist insgesamt weitgehend misslungen. Immer noch. Dafür wird die gesamte Bevölkerung mit den blöden Masken bestraft.
So ist es, das hat aber auch einen politischen Grund:
Die Politiker sind gesellschaftlich gezwungen irgendwas zu tun. Also machen sie was und um Diskussionen zu vermeiden "warum ich und nicht der auch" sagen sie einfach Alle müssen Masken tragen
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ExuserIn-2020-10-20
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 604 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Jatzt wo die Lockerungen beginnen, und die Fallzahlen rückläufig bleiben, kommen die Alleswisser an Deck. Haben wir doch gleich gesagt alles nur Getue um das bißchen Grippe. Die vergessen nur es war kein vollständiger Lockdown, nur Beschränkungen die in Kraft traten, und erfolgreich waren. Das hatte genügt, um die Infektions und Todesfälle niedrig zu halten.

Jetzt ist es an der Zeit eine Rückschau zu halten.
Was war der effektivste Teil des ganzen Maßnahmepaketes ? Was war zu viel des Guten ? Was muß verbessert werden ?

Aber es ist nicht an der Zeit unbegründete Kritik herauszuposaunen, um alles das was erreicht wurde, als Unfug darzustellen.

LG
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 605 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Petra Sofie hat geschrieben: Fr 22. Mai 2020, 14:40 .........
Jetzt ist es an der Zeit eine Rückschau zu halten.
Was war der effektivste Teil des ganzen Maßnahmepaketes ? Was war zu viel des Guten ? Was muß verbessert werden ?
...............
Wenn sich unsere Regierung an Taiwan ein Beispiel nehmen würde, wäre das eine Option?
https://www.zeit.de/politik/ausland/202 ... uarantaene
Nachdenkliche Grüße, Jasmine
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 606 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

steffiSH hat geschrieben: Fr 22. Mai 2020, 11:50 Die Politiker sind gesellschaftlich gezwungen irgendwas zu tun. Also machen sie was und um Diskussionen zu vermeiden "warum ich und nicht der auch" sagen sie einfach Alle müssen Masken tragen
Hi...

das stimmt so nicht ganz..wenn es einen medizinisch beachtenswerten Grund
gibt, kann man sich von der Maskenpflicht befreien lassen.

https://www.kvberlin.de/20praxis/ne2005 ... flicht.pdf

und auf andere in ihrem Schutzbedürfnis ein bisschen Rücksicht zu nehmen
sollte nicht so schwer sein, oder?

Es geht nämlich primär darum und die Schutzbedürfnisse sind nicht bei allen gleich.
Da aber auf Freiwilligkeit in den seltesten Fällen gebaut werden kann, wurde die
"Pflicht" völlig zu Recht eingeführt.

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 607 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Genauso ultimativ archaisch ist die Registrierung in der Gastronomie. Bei jedem besuch wieder neu ein papierformular ausfüllen, Rückständiger geht es wirklich nicht mehr! Und im Fall der Fälle dürfen dann alle Angaben, alle Kontaktpersonen erstmal händisch eingetippt werden. Statt zumindest und z.B. einen QR-Code-Generator für die notwendigen Informationen anzubieten.

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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 608 im Thema

Beitrag von Jaddy »

-Alexandra- hat geschrieben: Fr 22. Mai 2020, 00:54Maulkorbpflicht
Meinst du das Wort so wie die "Anti-Corona"-Agitatoren? Also als Gängelung der Bevölkerung? Vorsicht bei der Übenahme von Begriffen aus anderen Gruppen. Mit den Begriffen werden auch deren Narrative weitergetragen. Quasi eine memetische Infektion, gegen die auch nur Abstand und Abgrenzung hilft. Es ist eben nicht "-phobie" oder "-kritisch", sondern in der Regel pur und einfach "-feindlich".
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 609 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-03-18 »

Hallo Jaddy,

Ich denke aus meinem recht langen Text kann man gut rauslesen was ich mit dem Wort meine, bzw was ich von der Verordnung halte.
Den Begriff Maulkorb benutze ich allerdings schon seit Wochen. Ist mir spontan eingefallen als das Thema vor ein paar Wochen aufkam. Habe ich also von niemandem übernommen. Manchmal kürze ich das Wort auch ab und sage Mauli dazu :D
was sind denn Agitatoren, Narrative und memetisch?
Zuletzt geändert von ExuserIn-2022-03-18 am Fr 22. Mai 2020, 23:46, insgesamt 1-mal geändert.
Marielle
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 610 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Abend Nora_7,
Nora_7 hat geschrieben: Fr 22. Mai 2020, 10:16Bei uns wurden Tests bei Personal und Bewohnern in eingem großen Altenheim so lange verweigert, bis es 15 Infizierte und 4 Tote gab. So wollte man Personalmangel vermeiden. ...
Was du schilderst ist strafrechtlich relevant. Bestimmt hast du eine entsprechende Anzeige erstattet und deine Angaben zu Protokoll nehmen lassen. Das finde ich super. Nicht so ganz folgen kann ich dir, wenn du das tragen einer einfachen Stoffmaske vor Mund und Nase, die dem Minimalschutz anderer Menschen dient, als Bestrafung bezeichnest. Da scheint dir der Maßstab etwas verrutscht zu sein und mir ein Hinweis auf Jaddys Ausführungen sinnvoll.

Liebe Grüße

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
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But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 611 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Das Personal nicht zu testen, ist nicht strafbar. Muss erst per behördlicher Anordnung beim Auftreten von Fällen erfoilgen

Stoffmaske - hier ein Zitat: Die wirtschaftliche Lage der Gastronomie ist weiterhin hochgradig existenzgefährdend - zwangsweise deutlich geringe Auslastung, wesentlich höherer Aufwand. Ich mache das "Maske auf (Ankunft, Toilette), Maske ab (Tisch)" nicht mit. Noch schlimmer im Hotel - Flure, Rezeption, Gang zu was auch immer - Maske, Maske. Beim Einkaufen: Kassierein hinter Glas plus Maske plus Maske vom Kunden. ich habe nichts bisher über infizierte Kassiereinnen erfahren können. seit Es gibt auch keine Daten, die einen zusätzlichen Schutz im Alltag durch Amateurmasken bestätigen - nur Labortests. Denn es ist auch zu prüfen: wie viele der neu infizierten kommen überhaupt aus einem für mich und den regionalen Betrieb relevanten Umfeld? Mein gesamtes Umfeld ist immer Corona-frei gewesen. Durch allgemein Nachrichten wie " 4 neue Fälle in XY" läßt sich absolut kein konkretes Risiko für die Bevölkerung ableiten. Stattdessen wird eine gewaltige Angst durch Schüren von Unsicherheit erzeugt. Diese Verängstlichen werden nach den vielen berichten über - natürliche - Keime in der ausgeatmeten Luft wohl auch später nur mit Maske rumlaufen, wie die Chinesen im Winter. Nein Danke. Und mit dieser Art Einschränkungen wird ein echter Wiederaufschwung eher unwahrscheinlich. Die Zielgenauigkeit der Maske ist extrem gering, dafür die Belastung um so höher 80 mio Deutsche müssen für 900/Tag Fälle aus i.d.R. definierten Zielgruppen Maske tragen. Das ist zu beginn einer Pandemie sinnvoll - wurde aber nicht gemacht. Dafür jetzt

ich gehe derzeit nur das Nötigste einkaufen - man erkennt keine Personen hinter der Maske, keine Mimik. Shopping-Erlebnis - nein Danke? Online ist entspannter.

Der Maulkorb ist am 24.4. eingeführt worden, da waren die Neuinfektionen schon rückläufig. I.d.R. wurde Abstand aeingehalten, Ich war im März/April viel Einkaufen, weil wir die Zeit für größere Renovierungen genutzt haben - niemand hat sich beim Einkaufen angesteckt. Inzwischen hat sich die Situation hier weiter positiv verändert. Dennoch Immer wieder Einschränkungen für ALLE. Stattdessen sollte man zielorientiert die Ursachen beseitigen -soziale Randgruppen, Massenunterkünfte, Corona Party Hotspots. Nur weil das nicht erfolgt, soll das Volk bis auf alle Zeit (es gibt kein mir bekanntes Ausstiegskriterien) spaßfrei mit Maske leben - nein Danke!!!!! Das Virus selbst wird man so rasch nicht zum Aussterben bringen.

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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 612 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Ich muss ein Geständnis machen, aufgrund Jugendlichen Leichtsinnes habe ich mich mit Partner und Mutter in ein Dönerladen begeben. Das da null auf irgendwas geachtet wurde, war schon komisch. Zwar liefen die Leute schon mit mundschutz rein und nahmen Bestellungen mit aber es wurde halt keine Liste geführt. Wie es mit der Hygiene beim Geschirr bestellt ist, ist auch fraglich und ich bin ja generell kein Fan von Salaten im Restaurant (seit dem ich da mal gearbeitet habe).
Also unsere türkischen, arabischen Mitbürger sind da nicht so riguros mit der Einhaltung. Der Mann hinterm Tresen gab zwar Anweisungen wegen mindestabstand aber das wars dann auch. Gut war, es war gut belüftet und es gab nicht viel Besuch.
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 613 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Zu den Corona Fällen. In meinem unmittelbaren Umfeld hatte ich einen Fall. 19 keine schweren Symptome aber eindeutige. Bei dem ich mich auch locker hätte anstecken können. Dann sind noch mittlerweile unzählige Fälle von 5 bis über 10 mit denen ich über mindestens eine Mittelsperson zu tun hatte. Überwiegend älter wie 50, kein Wissen über deren Verlauf.
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 614 im Thema

Beitrag von Jaddy »

-Alexandra- hat geschrieben: Fr 22. Mai 2020, 23:35was sind denn Agitatoren, Narrative und memetisch?
Let me google that for you... (ja, der ist etwas gemein ;) aber ich werde mich bemühen, weniger Fremdwörter zu benutzen):
  • Agitation
    Die politische Agitation (lat. agitare "šaufregen"˜, "šaufwiegeln"˜) steht für:
    • (abwertend) die meist aggressive Beeinflussung anderer in politischer Hinsicht. Der Begriff wird in der Umgangssprache, aber auch in journalistischen Kommentaren bisweilen abwertend benutzt. Der Agitator wird oft gleichgesetzt mit einem Aufwiegler, Anstifter, Hetzer und Unruhestifter (siehe Demagoge);
    • politische Aufklärungsarbeit oder Werbung für politische oder soziale Ziele.
    Ein Agitator will insbesondere durch motivierende, anspornende oder aufrührerische Reden und Veröffentlichungen eine größere Anzahl an Menschen zu einer gemeinsamen Aktion oder Reaktion bewegen (meist im Hinblick auf einen politischen Gegner).
    [...]
    Der Begriff "Agitation" war zwar vorübergehend positiv besetzt, während "Propaganda" tendenziell pejorativ benutzt wird, aber ebenso wie Propaganda als ursprünglich positive Bezeichnung bei den demokratischen Parteien weitgehend außer Gebrauch gekommen ist.[3] Im herrschenden Sprachgebrauch ist Propaganda oft Propaganda für etwas (z. B. ein Regime), Agitation hingegen meist Agitation gegen irgendwelche Missstände oder ihre (vermeintlichen oder wiederum propagandistisch als solche bezeichneten) Verursacher. Obwohl von gleicher etymologischer Herkunft (agitare = "treiben"), wird, um Agitation negativ zu konnotieren, oft das deutsche Wort "Hetze" benutzt.
  • Narrativ
    Als Narrativ wird seit den 1990er Jahren eine sinnstiftende Erzählung bezeichnet, die Einfluss hat auf die Art, wie die Umwelt wahrgenommen wird. Es transportiert Werte und Emotionen, ist in der Regel auf einen Nationalstaat oder ein bestimmtes Kulturareal bezogen und unterliegt dem zeitlichen Wandel. In diesem Sinne sind Narrative keine beliebigen Geschichten, sondern etablierte Erzählungen, die mit einer Legitimität versehen sind. Bekannte Beispiele sind der Mythos vom Tellerwäscher zum Millionär und der Aufruf zum Wettlauf zum Mond, der in den USA starke Kräfte gebündelt und die Nation hinter einer Idee versammelt hat. Bestimmendes Element hinter einem Narrativ ist weniger der Wahrheitsgehalt, sondern ein gemeinsam geteiltes Bild mit starker Strahlkraft.
    Viele Verschwörungsmythen folgen Narrativen, z.B. "böse Eliten / geheime strippenziehenden Gruppen". Auch die Reichsbürgermythen, "Impfgegner", "Umvolkung" usw.
  • Mem(e)
    Das Mem (Neutrum; Plural: Meme) ist Gegenstand der Memtheorie und bezeichnet einen einzelnen Bewusstseinsinhalt, zum Beispiel einen Gedanken. Es kann durch Kommunikation weitergegeben und damit vervielfältigt werden und wird so soziokulturell auf ähnliche Weise vererbbar, wie Gene auf biologischem Wege vererbbar sind. Ganz entsprechend unterliegen Meme damit einer soziokulturellen Evolution, die weitgehend mit denselben Theorien beschrieben werden kann.
    [...] Die Übertragung des Mems durch Kommunikation ist dabei nicht als Kopie ("Blaupause") eines Gedankens von Gehirn zu Gehirn zu verstehen, sondern — indem der wesentliche Kern der Botschaft erfasst und weitergegeben wird — eher wie ein "Backrezept" zur Reproduktion desselben Gedankens.
    [...] Seit der Jahrtausendwende wird der Begriff auch — oftmals in seiner englischen Schreibweise Meme — für Internetphänomene verwendet, die sich in sozialen Medien "viral" verbreiten.
Zusammengefasst: Mit jedem Wort werden auch immer die ganzen angrenzenden und verknüpften Bedeutungen transportiert, verbreitet, verfestigt. Viele Begriffe sind mit spezifischen politischen/gesellschaftlichen Einstellungen verknüpft, die sie damit automatisch bewerben und möglicherweise zum Allgemeingut machen:
"¢ "Fräulein" = unverheiratet, noch zu haben, legitim anzubaggern
"¢ "Gastarbeiter" = soll dann irgendwann auch wieder gehen
"¢ Die üblen Begriffskombinationen aus der "Bild" ("Pleitegriechen") und der rechten Ecke, die ich hier nicht wiedergeben möchte

Beim "Maulkorb" wird in der "Anti-Corona" Gruppe die Nebenbedeutung als gewaltsame Beschränkung der Freiheitsrechte genutzt ("Unterdrückung!!!") - nicht der Schutz anderer vor einer Krankheit.

Die Analogie könnte noch weiter getrieben werden. Auf der einen Seite die Mund-Nasen-Bedeckung als Höflichkeit aus Einsicht, dass 1 möglicherweise selbst gefährlich ist(1) / falsch liegt in der eigenen Meinung(2), auf der anderen Seite der aggressive Narzissmus(3), der die eigene Meinung auch über das Wohlbefinden, möglicherweise Leben, anderer stellt.

Übrigens empfehle ich als Alternative "Schnutenpulli" :) (op platt säch se og Snutlappen)

---

(1) Die meisten Infektionen passieren durch infizierte Menschen bevor sie selbst erkranken. Menschen mit milden Verläufen - "ach, nur ne Erkältung, haha" - können viele andere währendessen anstecken.
(2) Nein, es ist nicht "nur ne Grippe". Es sterben nicht nur Menschen Ü80. Es schleicht nicht einfach aus, sondern wegen der Schutzmaßnahmen. Ohne Lockdown hätten wir möglicherweise ähnliche Katastrophenwochen wie in Italien, Spanien, UK, New York. Ich spare mir die Links dazu, aber ich habe sie hier, wenn wer möchte.
(3) Der Ausdruck Narzissmus steht alltagspsychologisch und umgangssprachlich im weitesten Sinne für die Selbstverliebtheit und Selbstbewunderung eines Menschen, der sich für wichtiger und wertvoller einschätzt, als urteilende Beobachter ihn charakterisieren. In der Umgangssprache wird eine stark auf sich selbst bezogene Person, welche anderen Menschen geringere Beachtung als sich selbst schenkt, als Narzisst bezeichnet.
Lea Michele
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 615 im Thema

Beitrag von Lea Michele »

Hallo,

nun hier ein Artikel der die Fremdwörter in Beziehung setzt!

https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpol ... obal-de-DE

Liebe Grüße Lea Michele
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
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