ich möchte einiges aus deinem Beitrag hier zitieren und über meine Erfahrung hierzu schreiben.
Ich führe einen Single-Haushalt und kenne mich mit "Isolation" recht gut aus. Für mich finde ich das Single-Dasein völlig ok und komme somit auch sehr gut allein zu recht. Ich bin auch nicht der Mensch, der dauernd Leute um sich braucht. Ich habe auch noch nie in einer Beziehung (gemeinsam in einer Wohnung) gelebt - das wäre eine riesengroße Umstellung für mich. Was also meine heimischen Aktivitäten anbelangt, schränkt mich die Krise zur Zeit nicht ein. Deine von dir angesprochene "Einsamkeit" betrifft in meinem Fall andere Dinge. Soziale Kontakte außerhalb meiner Wohnung sind derzeit praktisch nicht vorhanden, was mir schon sehr wehtut. Quasi alle von mir geplanten Aktivitäten liegen auf Eis, bzw. wurden verschoben.Lisa-Weber hat geschrieben: Di 31. Mär 2020, 21:24 Corona und Trans — was macht es mit mir?
Was haben die beiden Dinge miteinander zutun — eigentlich nichts.
Aber das eine wirkt als Verstärker zum anderen.
Die Einsamkeit wurde noch mehr erhöht.
Ich habe mich wöchentlich mit Frau Myrczek (Gleichstellungsbeauftragte) ausgetauscht und war somit öfters in ihrem Büro - geht zur Zeit nicht. Projekte mit der eo plauen Galerie wurden auch ausgesetzt und ein Besuch in deren Büroräumen ist derzeitig auch nicht möglich, bzw. haben wir uns dafür entschieden, dies aufzuschieben. Weitere Beispiele könnte ich nun folgen lassen... Auch Besuche bei Bekannten/Freunden lassen ich gerade aus - einzig meine Mama (und Herbert) besuche ich regelmäßig, werde auch zu Ostern wieder nach Reichenbach fahren.
Auch wenn sich deine Zeilen hier negativ lesen, besonders der letzte Teil, so sehe ich eigentlich keine große Veränderung zu deinem "voherigen" Leben. Wenn du schreibst, daß du "vorher" auch einsam warst, aber nun gleichzeitig "selbstzufriedener" und "glücklicher" bist, dann ist das schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Darf ich dich fragen, was du bisher getan hast, um mit Leuten in Kontakt zu kommen und so einen gewissen Freundeskreis aufzubauen? Und wenn ich lese, daß es dir schwerfällt allein zu sein, dann sind dir persönliche Kontakte auch sehr wichtig, richtig?Lisa-Weber hat geschrieben: Di 31. Mär 2020, 21:24 Was hat mir mein Weg bisher gebracht.
Ich bin selbstzufriedener mit mir und definitiv glücklicher, aber genauso einsam wie bisher.
Bis auf deinen ersten Satz, sehe ich in den anderen Zeilen viele Ähnlichkeiten zu meiner Person. Soziale Kontakte zu knüpfen, fiel mir als CD eigentlich nicht schwer. Aber als Single fehlt es mir halt, genau wie dir, einen Partner an der Seite zu haben, wo man sich mal ausheulen kann, intimes oder über Probleme sprechen kann. Da muß ich sagen bin ich sehr froh meine Mama zu haben, denn sie ist meine Bezugsperson, wo ich auch mal ein paar Tränen lassen kann und ein Gespräch WUNDER helfen kann. Wie sieht es damit bei deiner Familie/Eltern aus?Lisa-Weber hat geschrieben: Di 31. Mär 2020, 21:24 Ich hatte nicht viele Soziale Kontakte, aber nun gar keine mehr.
Es fehlt mir die nähe zu Menschen und sie auch mal in den Arm nehmen zu können.
Es fehlt mir am meisten "der Mensch" an den ich mal meinen Kopf anlehnen kann"¦
Es fehlt mir die "Liebe" in meinem Leben"¦ - sie ist mir nicht vergönnt gewesen.
Um aus diesem Loch herauszukommen, muß man einfach Stärke zeigen, sonst hängt man da ewig fest. Das liest sich vielleicht ein wenig arrogant, aber nur durch einen starken Willen fast du wieder Vertrauen zu dir und hast den Mut auf andere Menschen zuzugehen. Aus eigener Erfahrung kann ich dir da nur sagen, es geht wirklich nichts über Leute, die zu dir stehen und die du selbst als wahre Freunde bezeichnen kannst. Mir fiel es nie schwer auf Leute zuzugehen (das wird dir jetzt wohl nichts nützen...), aber aus einem simplen Gespräch, kann eine wunderbare Freundschaft werden. Ich hoffe für dich, daß du das selbst bald erfahren wirst!!!Lisa-Weber hat geschrieben: Di 31. Mär 2020, 21:24 Ich hoffe ich finde wieder die Kraft die einst mal da war.
Den Mut zum Leben"¦, den Mut wieder auf Menschen zuzugehen"¦, den Mut helfende Hände zu fassen"¦
Jennifer