Hallo zusammen.
So langsam hängt mir das ganze Hickhack mit Corona zum Halse raus. Nicht, dass ich vernünfige Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung ablehne, sondern, dass es zunehmend schwerer wird manche Maßnahmen und viele Äußerungen von "Fachleuten" zu verstehen. Gerade die unterschiedlichen Prognosen, von totaler Verharmlosung bis hin zu Panikmache verunsichern mich schon extrem. Jeninas Post kann ic h da voll unterstützen:
Jenina hat geschrieben: Sa 11. Apr 2020, 11:19
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Es wird Zeit, dass im Bund und in den Ländern gegen diesen Wahnsinn vorgegangen wird.
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Manche der Maßnahmen, die eingeleitet werden, um die Ausbreitung zu verlangsamen, kommen mir dann eher wie Panikmache vor.
Einerseits wird empfohlen, sich an der frischen Luft zu betätigen, um Abwehrkräfte zu stärken und da da ja auch das Ansteckungsrisiko geringer ist als in geschlossenen Räumen, andererseits werden Möglichkeiten dazu begrenzt.
Einerseits wird geraten, möglichst viel Abstand zu anderen zu halten, andererseits wird der Nahverkehr ausgedünnt, so dass man sich in den wenigen vorhandenen Angeboten unwillkürlich näher kommt, da diese dann ja wieder mehr genutzt werden müssen.
Die Liste der Wiedersprüchlichkeiten lässt sich noch so um einiges erweitern.
Ein Erlebnis heute ließ mich da auch wieder mal den Kopf schütteln.
Da wir zu Hause momentan wieder stark am Bauen sind, lässt sich ein Einkauf im Baumarkt aller paar Tage auch nicht vermeiden. Vorige Woche standen bei Ho... in Jena noch zwei Personen am Eingang, zur Regelung der "Besucherströme" und zur "Desinfektion" der Einkaufswagen, wobei diese daraus bestand bei jedem x-ten Wagen mit 2-3 Sprühstößen Desinfektionsmittel auf die Griffstange, dann mal mit einem Putztuch darüber zu wischen. Heute war von der 2. Person schon nichts mehr zu sehen und die Verbleibende hatte damit zu tun, die den Einlass zu regulieren und auf den in Jena vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz zu bestehen.
Ein ähnlich wiedersprüchliches Erlebnis hatte ich dieser Tage an einer Tankstelle.
An der Kasse wurde eine riesige Plexiglasscheibe angebracht, um das Verkaufspersonal und die Kunden voneinander zu trennen. Keine 2 Meter daneben wurden dann Kaffee und Speisen von der selben Verkäuferin auf Tuchfühlung heraus gegeben, ohne irgend einen Schutz.
Wie schon geschrieben, ich habe vollstes Verständnis für sinnvolle Maßnahmen. Aber es sollte sich auch jeder mal Gedanken über das eigene Verhalten machen. Was ist gegen eine Schwatz mit dem Nachbarn oder Bekannten auf angemessene Distanz einzuwenden? Wem schadet es, wenn ich ausgedehnte Spaziergänge mache oder auch mal eine Radtour, ein Päuschen auf einer Bank eingeschlossen?
Zum anderen sehe ich auch zu, dass ich die Anzahl der Einkäufe einschränke und da auch möglichst wenig Kontaktpunkte habe. Alles lässt sich aber nicht vermeiden.
Nachdenkliche Grüße,
Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.