Der philosophische Blick auf Corona
Der philosophische Blick auf Corona - # 2

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
edeka
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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 16 im Thema

Beitrag von edeka »

wenn man sich das folgende Bild (vom Bundesgesundheitsministerium !) anschaut:
[image]https://www.nachdenkseiten.de/upload/bi ... htLOgg.png[/image]
UND sich bewußt macht, daß die "Kapazität des Gesundheitssystems" kein Naturphänomen ist, SONDERN politisch gemacht,
DANN wird klar:
hätte die Politik durch entsprechende Maßnahmen (Personal und Krankenhausinfrastruktur) diese Linie HÖHER gesetzt, dann hätten wir heute gar kein Problem. Keine Einschränkungen , keine Wirtschaftskrise.

Hat Frau Merkel etwas dazu gesagt ? Hat sie konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsinfrastruktur, Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Erhöhung des Personalstands, Rückführung der Privatisierung angekündigt ?
Oder hat sie uns nur ermahnt und den Krankenschwestern nur 'danke' (flow) gesagt ?

Haben die Journalisten sie dafür kritisiert ?
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Jaddy
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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 17 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Ich weiss, aus welcher Ecke diese Verharmlosung kommt, daher dazu mal folgendes: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/ ... g-101.html

Die bisherigen Zahlen an Toten pro bestätigten Infektionen liegt global bei 0,3%. In Wuhan waren es 5% und in Italien aktuell 8%, weil a) recht spät behandelt, b) nur bei starkem Verdacht getestet wurde und b) das Gesundheitssystem schnell überlastet war und effektiv Menschen sterben lassen musste.

Das Virus ist neu. Im Gegensatz zur echten Grippe gibt es keine Immunität in der Bevölkerung, die bremsend wirken würde. Deshalb wird es mehr CoviD19 Fälle als nornale Influenza geben. Das RKI erwartet irgendwann eine Durchseuchung von 60-70% (sagt RKI) bevor die Herdenimmunität greift. Das lässt sich quasi nicht verhindern, ausser es gäbe irgendwann einen Impfstoff (Entwicklungszeit 1-2 Jahre), der flächendeckend eingesetzt würde. Haben wir aber nicht. D.h. aktuell würde sich diese Durchseuchung innerhalb von Wochen ergeben. Aktuell verdoppelt sich die Anzahl der Fälle alle 2,3 Tage - und das sind nur die getesteten. In D wäre also mindestens 48 Mio infiziert. Davon unter Berücksichtigung der in den Hot Spots ungetesteten also nicht erkannten Fälle 5-8% schwere Fälle (14% in Wuhan) macht mindestens 2,4 Mio Erkrankte (6,7 Mio bei 14%), die in Krankenhäusern bis auf die Intensivstation behandelt werden müssen. D hat im Normalbetrieb 30000 Intensivbetten, die aber auch nicht leer rumstehen, sondern mit anderen Fällen belegt sind. Ja, die 2,4 Mio kommen nicht alle gleichzeitig, aber die 30000er Marke wird rasch übersprungen werden. Und dann werden Entscheidungen getroffen, wer weiter versorgt wird und wer nicht.

_Wenn_ irgendwie mehr als 2 Millionen Schwerkranke technisch und personell bewältigt werden können (weil #FlattenTheCurve) _und_ die Sterberate nur bei 0,3% (der Infizierten) liegt, werden wir mindestens 144.000 Tote haben in den nächsten Monaten, nur wegen dieses Virus. Nach den aktuell verfügbaren Informationen ist das quasi unvermeidbar. Wir werden alle Fälle im näheren Umfeld haben. Und das sind angenommene Optimalbedingungen. Falls irgendetwas nicht optimal läuft, z.B. Kapazitätsengpässe bei der Behandlung, schnellere Verbreitung, doch mehr schwere Fälle (eher 14 als 5%), dann werden es mehr.

Die Verharmlosungen basieren also auf falschen Annahmen, die durch die bekannten Fakten widerlegt werden.

---

Nachtrag, gerade in einem meiner Discord: "Es kommt im echten Leben an. Der Onkel eines Arbeitskollegen ist schon positiv getestet, und dessen Freund - auch 55, gleicher Urlaubsort, keine Vorerkrankungen - liegt schon auf der Intensiv."
edeka
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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 18 im Thema

Beitrag von edeka »

Jaddy hat geschrieben: Fr 20. Mär 2020, 11:14 Die Verharmlosungen basieren also auf falschen Annahmen, die durch die bekannten Fakten widerlegt werden.
ich habe nichts verharmlost !
Und eingefügt habe ich nur eine Annahme (Skizze) aus der "Ecke" Bundesgesundheitsministerium, betreffs prinzipieller Verlauf.
Marlene K.
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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 19 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

ascona hat geschrieben: Fr 20. Mär 2020, 10:56 wenn man sich das folgende Bild (vom Bundesgesundheitsministerium !) anschaut:
[image]https://www.nachdenkseiten.de/upload/bi ... htLOgg.png[/image]
UND sich bewußt macht, daß die "Kapazität des Gesundheitssystems" kein Naturphänomen ist, SONDERN politisch gemacht,
DANN wird klar:
hätte die Politik durch entsprechende Maßnahmen (Personal und Krankenhausinfrastruktur) diese Linie HÖHER gesetzt, dann hätten wir heute gar kein Problem. Keine Einschränkungen , keine Wirtschaftskrise.

Hat Frau Merkel etwas dazu gesagt ? Hat sie konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsinfrastruktur, Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Erhöhung des Personalstands, Rückführung der Privatisierung angekündigt ?
Oder hat sie uns nur ermahnt und den Krankenschwestern nur 'danke' (flow) gesagt ?

Haben die Journalisten sie dafür kritisiert ?
Ja, es sind Fehler im Gesundheitssystem gemacht worden.
Ja, es sind und werden Maßnahmen ergriffen.
Nein, dass "Danke" ist keine leere Wothülse.
Nein, die Ermahnungen sind nicht falsch.
Nein, die Regierung ist nicht Schuld daran, wie wenig Pflege und Dienstleistung verdienen.

Wir alle legen die Richtlinien der Politik in Wahlen und durch Beteiligung oder Nichtbeteiligung an der Willensbildung fest. Wir alle legen durch unser Verhalten das Umgehen miteinander in der Gesellschaft fest.

Ich weiß, was ich möchte und für richtig halte. Du scheinst nur zu wissen, was alle anderen falsch machen und scheinst anzunehmen, dass Du kein Teil vom Ganzen bist und keine Verantwortung trägst.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 20 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin Leute,

...wir habe die Politiker gewählt und derzeit tun die ihren Job.
Die Bedingungen die wir haben, sind politisch so gewollt, siehe 2-Klassenmedizin.
Mal provokant: noch Fragen?
Lasst uns mal die Füße stillhalten und verantwortungsvolle und hilfsbereite Menschen bleiben.
Dann schaffen wir das; andere müssen es auch.

Grüße, Ulrike-Marisa :wink:
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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 21 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Jasmine hat geschrieben: Fr 20. Mär 2020, 08:56 .........
Wenn man keine Sozialkontakte hat braucht man sich natürlich auch nicht einzuschränken.
Und statt hier sinnlose Panik zu verbreiten solltest du dir Gedanken darüber machen wie es nach der "Krise" Gesellschaftlich weitergeht.
Denn in einem sind wir uns wohl alle einig, es geht hier nicht um ein paar Wochen, sondern Monate.
Und die Politclowns haben keine bessere Idee als die Gesellschaft zu Atomisieren.
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 22 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Jasmine hat geschrieben: Fr 20. Mär 2020, 10:27 Das RKI https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html hat gerade erklärt, warum Corona gefährlicher als eine Grippe ist erklärt.
Konnte ich dort nicht finden. Aber egal. Es geht darum, auf dem Teppich zu bleiben. Die empfohlenen Maßnahmen sind bei Grippe und Corona die gleichen. Hygiene und soziale Distanz auf Zeit. Mit Ausnahme von Schwangeren und Kindern, die bei Corona keine Risikogruppe darstellen, sind die Risikogruppen recht ähnlich.

Was nützt uns die ganze Panilmache der Leute ? Sie schadet, und zwar sehr. Sowohl im psychischen Bereich des Einzelnen , besonders Kindern, wie eine Kinderärztin im DLF hinwies, als auch wirtschaftlich gesehen. Die Krankheit bekommt man nicht in den Griff, in dem man Klopapier hortet (wo sind denn die ganzen Lieferungen hin ?), sondern mit Vernunft, Disziplin und Rücksicht.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 23 im Thema

Beitrag von Jaddy »

ascona hat geschrieben: Fr 20. Mär 2020, 11:22
Jaddy hat geschrieben: Fr 20. Mär 2020, 11:14 Die Verharmlosungen basieren also auf falschen Annahmen, die durch die bekannten Fakten widerlegt werden.
ich habe nichts verharmlost !
Und eingefügt habe ich nur eine Annahme (Skizze) aus der "Ecke" Bundesgesundheitsministerium, betreffs prinzipieller Verlauf.
Du warst auch gar nicht gemeint ;) (also mal abgesehen davon, dass die Nachdenkseiten (inzwischen) Teil der fringe community sind und auch immer mehr in Richtung Verschwörungsmythen gehen) Aber mal zu den Zahlen und der Idee, mit der richtigen Vorsorge wäre das alles kein Problem:

1. Zahlen. Ich nehme wieder die offiziellen Zahlen. 60-70% werden innerhalb von wenigen Wochen infiziert, die Dauer sind ca 14 Tage. 80e6 * 0,6 = 48e6. Zwischen 5-14% schwere Fälle = 2,4-6,7Mio benötigen Behandlung im Krankenhaus. Strecken wir über 6-8 Wochen = 600000 - 2,2 Mio ständig im Krankenhaus. Wir haben in D mit 30000/80 Mio (3,75 pro 10000) eine der besten Quoten an Intensivbetten pro Bevölkerung. Wie würde das aussehen, bei einer Ver20fachung (600000) oder gar Ver73fachung? Und wer würde diesen Vorhalt bezahlen wollen mit den monatlichen Beiträgen? Die Strategie #FlattenTheCurve ist doch eine sinnvolle Sache, solange es keine effektiven Medikamente zur Heilung oder Prophylaxe gibt.

2. Multiple Risiken. Jetzt ist es dieses Virus. Mit diesem spezifischen Bedarf an medizischen Einrichtungen (Beatmung, etc). Was wäre bei Virus, das auf das Herz geht? Auf den Darm? Auf das Gehirn? Was ist mit der Vorsorge für die vielen anderen Risiken? Wetterkatastrophen wie Hitze, Niederschlägen, Wassermangel? Chemieunfälle? Nukleare Katastrophen? Werden Krankenhäuser gebraucht oder Unterkünfte, Transport oder Lebensmittel? Wie viel soll denn vom verfügbaren Staatsgeld wo für Vorsorge investiert werden? Und wie würde das bewertet im Vergleich mit dem Bedarf von Bildung, Pflege, Kommunikation, Verkehr? Es ist leicht, im Nachhinein zu fordern, aber schwer vorauszusehen, was wirklich gebraucht wird.

Ich finde eine möglichst achtsame, auf flexible Reaktion ausgelegte Vorsorge durchaus eine gute Idee. Im Ernstfall die Pläne rausholen und sehen, was in genau dem Fall zu tun ist.
Jasmine
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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 24 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Kerstin hat geschrieben: Fr 20. Mär 2020, 11:49 ...............
Wenn man keine Sozialkontakte hat braucht man sich natürlich auch nicht einzuschränken.
Und statt hier sinnlose Panik zu verbreiten solltest du dir Gedanken darüber machen wie es nach der "Krise" Gesellschaftlich weitergeht.
Denn in einem sind wir uns wohl alle einig, es geht hier nicht um ein paar Wochen, sondern Monate.
Und die Politclowns haben keine bessere Idee als die Gesellschaft zu Atomisieren.
Hi liebe Kerstin,
Meine Sozialkontakte pflege ich im Moment per Skype oder Whatsapp oder per Telefon. Wenn ich spazierengehe z.B. mit Freundinnen dann mit dem notwendigen Abstand. Sinnlose Panik habe ich nicht verbreitet, das machen die im Fernsehen schon genug. Wenn Herr Ministerpräsident Laschet bereits sagt, es gehe um Leben und Tod, dann denke ich darüber nach und das ist meiner Meinung nach keine "sinnlose Panikmache". Wie es nach der Krise weitergehen soll, das ist Teil der Gespräche via Skype mit meinen Freundinnen. Ob es Wochen oder Monate dauert, ich kann es nicht ändern, aber ich nutze die mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten um eine Verbreitung des Coronavirus nicht zu fördern. Ich glaube nicht das die Gesellschaft atomisiert wird, meiner Meinung nach wird in diesen Tagen klar, was im Leben wirklich wichtig ist. Ich habe gerade die Pressekonferenz vom Ministerpräsident Söder gesehen, er hat die weiteren Maßnahmen bekanntgegeben. Ich habe den Ernst der Lage erkannt!
Ich meine dies nicht böse, liebe Grüße Jasmine
Zuletzt geändert von Jasmine am Fr 20. Mär 2020, 12:45, insgesamt 1-mal geändert.
edeka
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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 25 im Thema

Beitrag von edeka »

Marlene, ist ja kein Problem, wenn man politisch unterschiedlicher Meinung ist (wobei wir das ja nicht in allem sind), das muß man aushalten.
Aber den einen Satz (will den jetzt gar nicht zitieren), fand ich schon sehr traurig. Gerade wenn er von einem Mensch kommt, der sonst nicht unsympathisch ist.

Jaddy, "kein Problem" meinte ich nicht, das war falsch ausgedrückt, sorry. Aber so wie prinzipiell die Kurve stimmt - also die Strategie 'FlattenTheCurve', so ist klar, daß bei besserer Vorsorge die Probleme deutlich geringer wären. Natürlich wird man nicht die Spitze der Kurve erwischen - das wäre vom Aufwand dann auch wieder zuviel.
Wichtig war mir aufzuzeigen, daß das Gesundheitssystem vorher schon - zumindest was die Personalbelastung anbelangt - am Anschlag war, der "Rationalisierungs-" Druck zuletzt durch eine Studie der Bertelsmann Stiftung auch noch erhöht wurde, und das sehr wohl in Verantwortung der Regierung liegt.
Jetzt sinnvolle Maßnahmen zur Bewältigung der Corona Krise werden getroffen und sind nötig (ob davon jetzt alles richtig ist, kann man darüber streiten, aber da bin ich nicht rechthaberisch (smili) ). Notwendige Maßnahmen für die Zukunft sehe ich keine. Wir werden sehen ...
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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 26 im Thema

Beitrag von rika »

Ich gehe mal auf die Ausgangsüberschrift ein, nachdem ich eine halbe Stunde im Garten gesessen habe.

Die Falter sind schon früh in der Luft, Amseln pfeifen um die Wette, der Kater kam angeschnurrt und die Goldfische sind auch noch im Teich. All denen ist dieses Menschenleid wahrscheinlich völlig egal, da sie nun mal nicht zum Friseur gehen und auch keine Statistiken lesen. Eigentlich sind sie zu beneiden - außer der Kater: der ist zu alt und zu langsam, um sich selbst zu ernähren. Er braucht seine Dienerin zum Öffnen der Futterschalen.

Es ist eine wundersame Ruhe außer dem besagten "Lärm" der Tiere und dem des Windes in den Bäumen.

Aber halt! Da fehlt doch etwas! Die Flugzeuge im Landeanflug nach Frankfurt!

Man hört auch kaum Autos fahren, wobei dies hier im Rotkehlchenweg unmittelbar auch nicht stattfindet. Fast ist es sonntäglich still und das ohne die Motorräder unten im Mühlengrund, die (noch) nicht unterwegs sind.

Im Rewe halten sich die Kunden an die Abstandslinien und niemand meckert. Einziger optischer Störfaktor: der "Security"-Mann an den Kassen, der wahrscheinlich Hamsterkäufe vermeiden soll.

Fazit: das Virus hat nichts Gutes weil es Menschen in Angst und Schrecken versetzt, krank macht und sie sogar hinrafft. Aber es bewirkt, dass Politiker/innen plötzlich sachbezogen agieren und wir alle einmal etwas langsamer werden.

rika
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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 27 im Thema

Beitrag von Jaddy »

rika hat geschrieben: Fr 20. Mär 2020, 14:10 Fazit: das Virus hat nichts Gutes weil es Menschen in Angst und Schrecken versetzt, krank macht und sie sogar hinrafft. Aber es bewirkt, dass Politiker/innen plötzlich sachbezogen agieren und wir alle einmal etwas langsamer werden.
Ich bin auch völlig baff und positiv überrascht, wie zumindest aktuell alles sehr ruhig, sachlich und maßvoll aus der Exekutive kommt, basierend auf Expert"¢innenwissen, etc. Also mal auf die Fachleute gehört und mit Ruhe und Augenmass agierend. Von den üblichen Schreihälsen und Scharfmachenden nehme ich gerade kaum was wahr. Eine bisher sehr beeindruckende Sache.
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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 28 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

ascona hat geschrieben: Fr 20. Mär 2020, 12:41 Marlene, ist ja kein Problem, wenn man politisch unterschiedlicher Meinung ist (wobei wir das ja nicht in allem sind), das muß man aushalten.
Aber den einen Satz (will den jetzt gar nicht zitieren), fand ich schon sehr traurig. Gerade wenn er von einem Mensch kommt, der sonst nicht unsympathisch ist.
Liebe Ascona,
ja, mein letzter Satz war, bewusst, deutlich formuliert. Die zugefügte Antwort von Dir an Jaddy rückt ja einige Aussagen des ersten Beitrags von Dir in eine andere Perspektive.

Es tut mir leid, dass meine Wertung Deines ersten Post und die daraus gezogenen Vermutung Dir weh getan hat. Es freut mich, dass ich mich anscheinend irre.
Marlene

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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 29 im Thema

Beitrag von jessy83 »

Wenigstens einen positiven Aspekt hat die Pandemie:
Man hört und liest nichts mehr vom Umwelttussi Greta!
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Re: Der philosophische Blick auf Corona

Post 30 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

jessy83 hat geschrieben: Do 26. Mär 2020, 11:44 Wenigstens einen positiven Aspekt hat die Pandemie:
Man hört und liest nichts mehr vom Umwelttussi Greta!
Neee...
es gibt schon Themen wo es auf einmal sehr still ist-aber nicht bei Greta

https://www.focus.de/gesundheit/news/gr ... 11099.html

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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