Gern möchte ich mit Hinweisen aus einer kleinen Mediendurchsicht einige Gedanken vorstellen. Einander helfen,
"Daneben haben Zweite-Welle-Feministinnen wie Alice Schwarzer oft nur ein sehr bestimmtes Bild von Frau im Kopf: weiß, mittelständisch, schlank und ohne Behinderung. Migrantische Erzählungen, alleinerziehende, arbeitslose Mütter, Homo- und Transfeindlichkeit, gepaart mit Sexismus-, Rassismus-, und Klassismuserfahrungen, ostdeutsche -»Frauen-«-bilder, die auf westdeutsche Definitionen von Feminismus prallten, sexpositive Selbstermächtigung - all das findet in den Diskussionen des Zweite-Welle-Feminismus kaum statt. Natürlich sind nicht alle so, und die Trennung zwischen Zweiter und Dritter Welle verläuft fließend.
Es ist aber einer der wichtigsten Bestandteile von Empowerment zu merken, nicht allein mit dem Schmerz zu sein. Zu realisieren, dass andere Menschen die gleichen Erfahrungen machen. Sich zu verbünden und daraus Kraft zu schöpfen. Erst, als der Feminismus begann, queer und intersektional zu werden, also als er weniger biologistisch wurde und auch Mehrfachdiskriminierungen mitbedachte, haben wir gemerkt, dass wir tatsächlich gemeinsame Sache machen können. Um feministisch kämpfen zu können - also gegen Femizid und sexualisierte Gewalt, den Gender-Pay-Gap und den Care-Work-Gap, Abtreibungsverbot oder zermürbende Diskriminierung im Alltag - braucht es, obwohl Menschen mit Gebärmutter und Vulva zum größten Teil von diesen zerstörerischen gesellschaftlichen Mechanismen betroffen sind, keine Gebärmutter und keine Vulva.
Und da hört der Feminismus für uns nicht auf: Wir kämpfen für eine Arbeitszeitverkürzung bei gleichbleibendem Gehalt, Klimagerechtigkeit, Barrierefreiheit und vieles mehr. Wer von Diskriminierung betroffen ist, sollte nicht darauf reduziert werden, sondern Sichtbarkeit und Stimme bekommen. Bis heute löst viel von dem, was am 8. März passiert, was auf den Demos und Veranstaltungen gesagt wird, Unbehagen in uns aus. Feministische Kämpfe sind für uns keine -»Frauenkämpfe-«. Der 8. März hat für uns nicht so viel mit -»Frau-«-Sein zu tun, sondern viel mehr mit Feminismus, und zwar intersektionalem Feminismus. Und wir müssen nicht als Frau gelesen werden, uns als Frau definieren - keine Frau sein, um da mitzukämpfen." --- neues-deutschland.de/artikel/1133910 ---
Solidarisieren, um sich gegenseitig zu unterstützen, kann sich auch auf ganz eigenen Wegen geschehen. Hier ein, wenn auch recht populärer Ansatz;
"The Diva in me - Neue Realityserie: Dragqueens helfen Frauen
In der Show nehmen sich laut RTL "drei schillernde Drag Queens" der Herausforderung an, "acht Frauen ihr verlorenes Selbstbewusstsein zurückzugeben — und ihre innere Diva zu wecken". In jeder Folge der neuen Makeover-Reality-Show soll sich das Drag-Trio auf eine persönliche Reise mit einem Schützling begeben. Die betroffenen Frauen sollen ihre Träume und Wünsche äußern und sich schlussendlich "in eine umwerfende, stolze Drag Queen" verwandeln.
Das Konzept erinnert an die amerikanische Show "RuPaul's Drag U", von der zwischen 2010 und 2012 insgesamt 26 Folgen im LGBTI-Sender Logo gezeigt worden waren. In der Show halfen "Professorinnen" der "Drag University" Frauen dabei, sich wieder selbst zu schätzen und zu lieben. Bei den "Professorinnen" handelte es sich um ehemalige Kandidatinnen von "RuPaul's Drag Race" (queer.de berichtete). Die Sendung verwendete damals auch Begriffe wie "innere Diva", die jetzt im RTL-Pressetext zu lesen sind." --- tvnow---
Wie feiert ihr diesen Tag?
Einen großartigen Tag mit viel "innere Diva -Empowerment"
wünscht eure maexine
ps: https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Frauentag