einander helfen - Weltfrauentag 2020
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maexine
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einander helfen „ Weltfrauentag 2020

Post 1 im Thema

Beitrag von maexine »

Zum nunmehr 99 mal wiederkehrend am 8. März ist morgen Weltfrauentag 2020.

Gern möchte ich mit Hinweisen aus einer kleinen Mediendurchsicht einige Gedanken vorstellen. Einander helfen,

"Daneben haben Zweite-Welle-Feministinnen wie Alice Schwarzer oft nur ein sehr bestimmtes Bild von Frau im Kopf: weiß, mittelständisch, schlank und ohne Behinderung. Migrantische Erzählungen, alleinerziehende, arbeitslose Mütter, Homo- und Transfeindlichkeit, gepaart mit Sexismus-, Rassismus-, und Klassismuserfahrungen, ostdeutsche -»Frauen-«-bilder, die auf westdeutsche Definitionen von Feminismus prallten, sexpositive Selbstermächtigung - all das findet in den Diskussionen des Zweite-Welle-Feminismus kaum statt. Natürlich sind nicht alle so, und die Trennung zwischen Zweiter und Dritter Welle verläuft fließend.

Es ist aber einer der wichtigsten Bestandteile von Empowerment zu merken, nicht allein mit dem Schmerz zu sein. Zu realisieren, dass andere Menschen die gleichen Erfahrungen machen. Sich zu verbünden und daraus Kraft zu schöpfen. Erst, als der Feminismus begann, queer und intersektional zu werden, also als er weniger biologistisch wurde und auch Mehrfachdiskriminierungen mitbedachte, haben wir gemerkt, dass wir tatsächlich gemeinsame Sache machen können. Um feministisch kämpfen zu können - also gegen Femizid und sexualisierte Gewalt, den Gender-Pay-Gap und den Care-Work-Gap, Abtreibungsverbot oder zermürbende Diskriminierung im Alltag - braucht es, obwohl Menschen mit Gebärmutter und Vulva zum größten Teil von diesen zerstörerischen gesellschaftlichen Mechanismen betroffen sind, keine Gebärmutter und keine Vulva.

Und da hört der Feminismus für uns nicht auf: Wir kämpfen für eine Arbeitszeitverkürzung bei gleichbleibendem Gehalt, Klimagerechtigkeit, Barrierefreiheit und vieles mehr. Wer von Diskriminierung betroffen ist, sollte nicht darauf reduziert werden, sondern Sichtbarkeit und Stimme bekommen. Bis heute löst viel von dem, was am 8. März passiert, was auf den Demos und Veranstaltungen gesagt wird, Unbehagen in uns aus. Feministische Kämpfe sind für uns keine -»Frauenkämpfe-«. Der 8. März hat für uns nicht so viel mit -»Frau-«-Sein zu tun, sondern viel mehr mit Feminismus, und zwar intersektionalem Feminismus. Und wir müssen nicht als Frau gelesen werden, uns als Frau definieren - keine Frau sein, um da mitzukämpfen." --- neues-deutschland.de/artikel/1133910 ---

Solidarisieren, um sich gegenseitig zu unterstützen, kann sich auch auf ganz eigenen Wegen geschehen. Hier ein, wenn auch recht populärer Ansatz;

"The Diva in me - Neue Realityserie: Dragqueens helfen Frauen

In der Show nehmen sich laut RTL "drei schillernde Drag Queens" der Herausforderung an, "acht Frauen ihr verlorenes Selbstbewusstsein zurückzugeben — und ihre innere Diva zu wecken". In jeder Folge der neuen Makeover-Reality-Show soll sich das Drag-Trio auf eine persönliche Reise mit einem Schützling begeben. Die betroffenen Frauen sollen ihre Träume und Wünsche äußern und sich schlussendlich "in eine umwerfende, stolze Drag Queen" verwandeln.

Das Konzept erinnert an die amerikanische Show "RuPaul's Drag U", von der zwischen 2010 und 2012 insgesamt 26 Folgen im LGBTI-Sender Logo gezeigt worden waren. In der Show halfen "Professorinnen" der "Drag University" Frauen dabei, sich wieder selbst zu schätzen und zu lieben. Bei den "Professorinnen" handelte es sich um ehemalige Kandidatinnen von "RuPaul's Drag Race" (queer.de berichtete). Die Sendung verwendete damals auch Begriffe wie "innere Diva", die jetzt im RTL-Pressetext zu lesen sind." --- tvnow---

Wie feiert ihr diesen Tag?

Einen großartigen Tag mit viel "innere Diva -Empowerment"

wünscht eure maexine


ps: https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Frauentag
Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... rg1910.jpg

Clara Zetkin (links) mit Rosa Luxemburg (1910)
geraldine
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Re: einander helfen „ Weltfrauentag 2020

Post 2 im Thema

Beitrag von geraldine »

Herzlichen Glückwunsch,
zum Internationalen Frauentag!
L G Geraldine
Svetlana L
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Re: einander helfen „ Weltfrauentag 2020

Post 3 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

maexine hat geschrieben: Sa 7. Mär 2020, 08:49 Wie feiert ihr diesen Tag?
Wie's der Zufall so will, habe ich mich heute vor vier Jahren vor meinen Kindern geoutet. Damals war es gleichzeitig unser Abschied in den Urlaub und wir haben Essen vom Inder geholt und zu Hause zusammen gegessen. Nach dem Essen habe ich eine kleine Rede gehalten und den Kindern gesagt, was Sache ist. Seitdem ist der 08. März für uns nicht nur Weltfrauentag, sondern auch Svetlanas Coming-out-Tag. An diesem Tag gibt es immer (jetzt schon traditionell :lol: ) indisches Essen. Wir sind gerade eben fertig geworden und ich bin sooooo pappsatt ;-) Und wie schon vor vier Jahren ist es auch wieder unser Abschied in den Urlaub, denn am Freitag geht's endlich wieder für vier Wochen nach Usedom (yes)
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Svetlana

As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
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Jaddy
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Re: einander helfen „ Weltfrauentag 2020

Post 4 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Ein interessanter Beitrag dazu im DLF:
"Ein Anti-Patriarchatstag würde neue Perspektive eröffnen"
Der Internationale Frauentag sei eine Art Muttertag, der nicht das Kernproblem thematisiere, beklagt die Direktorin des Center for Intersectional Justice Emilia Roig im Dlf. Sie schlägt einen Anti-Patriarchatstag vor. Denn auch Frauen würden das Patriarchat tragen und auch Männer würden darunter leiden.
https://www.deutschlandfunk.de/kritik-a ... _id=471977
Jasmine
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Re: einander helfen „ Weltfrauentag 2020

Post 5 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Ich habe das Gefühl, das die soziale und mitfühlende Rolle immer noch auf Frauen abgewälzt wird. Wie lange wird in Deutschland für die Gleichberechtigung gekämpft? Klar haben wir eine Bundeskanzlerin und eine Frau von der Leyen in hohen Ämtern, aber wie sieht die Gleichberechtigung bei den Bürgerinnen im täglichen Leben aus?
Die Rede des Bundespräsidenten fand ich auch nicht so besonders. http://www.bundespraesident.de/SharedDo ... 6.2_cid378
Mir hätte es besser gefallen, wenn er sich klar und unmißverständlich für das Ende des Patriarchats und ein ausgewogenes, gleichberechtigtes Miteinander eingesetzt hätte. Warme Worte jedes Jahr bringen nicht viel! Klingt vielleicht ein wenig kämpferisch, ist aber meine persönliche Meinung.
Liebe Grüße Jasmine
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