Krisen und Notlagen - Fragen von simi
Krisen und Notlagen - Fragen von simi - # 4

Jaddy
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3968
Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
Geschlecht: a_binär / a_gender
Pronomen: en/en/ens
Wohnort (Name): nahe Bremen
Hat sich bedankt: 280 Mal
Danksagung erhalten: 1225 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 46 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Anja hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 11:42Wieso fällt es den meisten hier so schwer, sich mal in die Partnerin hineinzuversetzen?
Oder, wenn ich das nicht kann, vielleicht einfach dann nix schreiben, anstatt andauernd von der "falschen" Seite...
Da wunderts mich dann auch nicht, das Carry bei solchen Beiträgen an "Schärfe" zulegt.
Nunja, das beschreibt ziemlich gut das Problem. Ich abstrahiere mal etwas:

A: "Ich hab da dieses riesige Problem mit meinem Partner"
B: "OK, ich sehe da ganz viele Vermutungen, Projektionen und Erwartungen (an deinen Partner)"
A: "Nein, das Problem ist mein Partner"
C: "Das Problem ist dein Partner, werd ihn los"
D: "Dein Partner ist nicht vertrauenswürdig, werd ihn los"
E: "Wenn er schon sowas macht, dann vermutlich auch (Horrorphantasie)"
B: "Es wäre vielleicht sinnvoll, das nicht ohne Not zu eskalieren"
F: "DU NIMMST A NICHT ERNST!"

-¯\_(ツ)_/-¯

Therapeut"¢innen wird eine Unterscheidung ihrer Neuzugänge beigebracht in Besuchende, Klagende und Klient"¢innen. Besuchende werden meist geschickt. "Geh mal da hin und hol dir Hilfe". Die haben kein Eigeninteresse an Hilfe und Lösungen. Du kannst ihnen ne Broschüre in die Hand drücken, oder ein oberflächliches Infogespräch führen. Klagende wollen auch keine Hilfe, sondern Bestätigung ihrer Welt- und Problemsicht, Mitleid, aber keine eine (positive) Veränderung. Prima Langzeiteinnahmequelle für Therapeut"¢innen. Klient"¢innen wollen ihr Leid vermindern, Hilfestellung, Alternativen, Zugang zu Lösungen. Es steht uns allen frei, welcher der drei Gruppen wir uns zuordnen oder mit beschäftigen wollen.
ExuserIn-2020-10-20
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 361
Registriert: Di 3. Dez 2019, 06:51
Geschlecht: mzf
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Nähe Lübeck
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 47 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Jaddy, was versuchst du da, Göthes Wahlverwandschaften umzuschreiben, um es auf Simi und ihren Partner übertragen zukönnen?

LG
Petra Sofie
Anja
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1788
Registriert: Di 26. Jan 2016, 09:45
Geschlecht: weiblich
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Buchholz in der Nordheide
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 48 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
Jaddy hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 13:06 Nunja, das beschreibt ziemlich gut das Problem. Ich abstrahiere mal etwas:

A: "Ich hab da dieses riesige Problem mit meinem Partner"
B: "OK, ich sehe da ganz viele Vermutungen, Projektionen und Erwartungen (an deinen Partner)"
A: "Nein, das Problem ist mein Partner"
C: "Das Problem ist dein Partner, werd ihn los"
D: "Dein Partner ist nicht vertrauenswürdig, werd ihn los"
E: "Wenn er schon sowas macht, dann vermutlich auch (Horrorphantasie)"
B: "Es wäre vielleicht sinnvoll, das nicht ohne Not zu eskalieren"
F: "DU NIMMST A NICHT ERNST!"
Und hier liegt meiner Meinung nach ein grundlegendes Missverständnis vor. Simi befindet sich emotional im freien Fall.
Hier mit solchen Analysen aufzuwarten ist ein typisch männliches Verhalten. Und dann noch der Vergleich zu Therapeuten.... :roll:
Hier geht es um Emotionen, da kann man nicht mal eben mit dem Schraubezieher bei.
Was helfen würde, zuhören und auf ihre Sorgen, Ängste und Nöte eingehen.
Ohne mit Lösungsvorschlägen um die Ecke zu kommen. Das funktioniert mit Emotionen nämlich nicht...

Das ist für mich im realen Leben übrigens ein deutlicher Unterschied zwischen Männern und Frauen, unabhängig von irgendeinem sozialen Konstrukt :wink:
Hat jemand ein Problem, geht eine Frau darauf ein, hört zu, tröstet, versucht einen emotional aufzufangen.
Ein Mann denkt eher lösungsorientiert, bietet verschiedene Wege an, die ihm dazu einfallen... So reden Mann und Frau häufig aneinander vorbei.

Und dieser Unterschied wird häufig auch in den Beiträgen deutlich. Die Herangehensweise verrät die Herkunft...
Wenn du Simi helfen möchtest, hätte ich einen Vorschlag: Weniger analytisches Denken, mehr fühlen )))(:

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
Laila-Sarah
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3296
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Geschlecht: TG
Pronomen: kontextuell bitte
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 40 Mal
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 49 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo,

ok also ... ich will es mal so ausdrücken ... dass ich ein Mr. Spock/Sheldon Cooper für Arme bin höre ich jetzt nicht zum ersten Mal von euch. Ich kapiere den Part: Du bist zu rationell und das Problem nicht und Emotionen kann man logisch nicht heilen. Jedoch begreife ich immer noch genau an einer einzigen Stelle nicht die Logik dahinter. Wo es bei mir hakt ist nicht das Verstehen, dass Angst und Schmerz verarbeitet werden müssen und es dafür Trost braucht. Wo es bei mir hakt ist der Zusammenhang zwischen der schmerzenden Annahme und der Wahrheit. Wenn die schmerzende Annahme viel schlimmer ist als die Wahrheit, dann kann man doch die Wahrheit nicht zurückhalten. "Komm du denkst es wäre so schlimm aber in 2 Monaten wird es nicht so aussehen. Ich weis es". Das ist die Information die erst Recht tröstet. Klar wird es nicht "Puff!" machen und alles Negative verpuffen lassen aber es ist die wichtige Hoffnung. Die Hoffnung, dass es stimmen wird obwohl man es nicht versteht, weil für viele Menschen so auch wahr geworden ist.

[Trost + Anteilnahme + Wahrheit] x so viele Wiederholungen wie Nötig. Anteilnahme gibt das Gefühl ernst genommen zu werden. Trost hilft gegen den Schmerz den man momentan empfindet aber die Wahrheit ist was es wieder richtet.

Und genau das Ausklammern der Wahrheit kapier ich nicht. Aber gut. Wahrscheinlich fehlt mir irgend etwas notwendiges dafür aber ich vermisse es auch nicht unbedingt.

VlG
The trick is to keep breathing

I have big dreams and a small world in between
ExUserIn-2026-04-08
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3889
Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
Pronomen:
Hat sich bedankt: 140 Mal
Danksagung erhalten: 1028 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 50 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hallo Carry und Jaddy,

wenn man genauer hinschaut, ist doch Eure Position gar nicht konträr. Carry hat die Emotion, die mit der Angst verbunden ist, gut erklärt. Es geht darum, hinter die Angst zu kommen um mit ihr fertig zu werden. Eine Lösung kann darin bestehen, dass Simi erkennt, dass die Wertung des Koffers überzogen war.

Ich wiederhole mich: Nach meiner Ansicht geht es aber um den Vertrauensverlust, wenn der Partner seine Geheimnisse hat und dies noch damit begründet, dass es sie nicht beträfe. Das geht doch gar nicht in einer Beziehung. Man muss auch nicht über alles reden, aber das Vertrauen, dass eine Beziehung braucht, muss man aufbauen und pflegen.

Ich hatte eine Freundin, die hatte als Phantasie, aber auch nur als Phantasie, Sex mit mehreren Männern zu haben. Da haben wir darüber geredet und es war gut. Aber als sie in einem anderen Kontext sagte, dass im Falle, dass ein Partner fremd (one night stand) ginge, er nichts seine/r Partner/in sagen aolle, um keine Belastung zu sein. Wie sollte ich da noch Vertrauen aufbauen können ? Solche Sätze sind in meinen Augen absolut toxisch für eine Beziehung. Vor allem in Beziehungen, die immer wieder auseinander gehen.

Hier hilft mMn nur eins: Hosen runter und völlige Offenheit und Ehrlichkeit, um das Vertrauen wieder aufzubauen. Und wenn der Eine nicht von sich aus kommt, kann der Andere bohren. Und wenn dann noch nichts passiert, muss man eben seine Konsequenzen ziehen.

Ob das für Simi hilfreich ist, muss sie selber entscheiden. Ich würde so handeln, wenn mir die Beziehung wichtig ist. Im Bedarfsfall müsste ich sie aber aufgeben.

Nochmals: der Koffer ist mMn nur der Anlass, nicht die Ursache ...
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Carry
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 276
Registriert: Mo 18. Nov 2019, 15:25
Geschlecht: w
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Marl
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 51 im Thema

Beitrag von Carry »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 14:08 Wo es bei mir hakt ist nicht das Verstehen, dass Angst und Schmerz verarbeitet werden müssen und es dafür Trost braucht. Wo es bei mir hakt ist der Zusammenhang zwischen der schmerzenden Annahme und der Wahrheit. Wenn die schmerzende Annahme viel schlimmer ist als die Wahrheit, dann kann man doch die Wahrheit nicht zurückhalten.
Welche Wahrheit denn?
Zum einen gibt es m.E.n. nicht DIE EINE Wahrheit, zum anderen liegt diese - auf Grund des Schweigens des Partners - ja auch noch unklar in der Zukunft - also entzieht sich diese unser aller Kenntnis. Im Moment haben wir ja keine weitere Information = ergo derzeit gibt es nur die schmerzende Annahme.

Klar, wenn jemand ein gebrochenes Bein hat, dann kann man natürlich sagen, dass man weiß, dass das in 6 Wochen verheilt sein wird (obwohl man das auch nicht 100%tig wissen kann, man geht davon aus auf Grund von Erfahrungen mit anderen Patienten / ob der Verlauf bei diesem Patienten dann ebenso so sein wird, kann man eigentlich auch nur annehmen) - wobei sich der Schmerz des Patienten dadurch nicht verringern wird. Er fasst allerhöchstens Hoffnung - dies funktioniert aber nur, weil er ja weiß, dass er ein gebrochenens Bein hat - wüsste er keine Diagnose, würde sich auch keine Hoffnung einstellen können.
"Wenn Du heute aufgibst, wirst Du nie wissen, ob Du es morgen geschafft hättest!"
Laila-Sarah
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3296
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Geschlecht: TG
Pronomen: kontextuell bitte
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 40 Mal
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 52 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Carry hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 15:55
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 14:08 Wo es bei mir hakt ist nicht das Verstehen, dass Angst und Schmerz verarbeitet werden müssen und es dafür Trost braucht. Wo es bei mir hakt ist der Zusammenhang zwischen der schmerzenden Annahme und der Wahrheit. Wenn die schmerzende Annahme viel schlimmer ist als die Wahrheit, dann kann man doch die Wahrheit nicht zurückhalten.
Welche Wahrheit denn?
Zum einen gibt es m.E.n. nicht DIE EINE Wahrheit, zum anderen liegt diese - auf Grund des Schweigens des Partners - ja auch noch unklar in der Zukunft - also entzieht sich diese unser aller Kenntnis. Im Moment haben wir ja keine weitere Information = ergo derzeit gibt es nur die schmerzende Annahme.

Klar, wenn jemand ein gebrochenes Bein hat, dann kann man natürlich sagen, dass man weiß, dass das in 6 Wochen verheilt sein wird (obwohl man das auch nicht 100%tig wissen kann, man geht davon aus auf Grund von Erfahrungen mit anderen Patienten / ob der Verlauf bei diesem Patienten dann ebenso so sein wird, kann man eigentlich auch nur annehmen) - wobei sich der Schmerz des Patienten dadurch nicht verringern wird. Er fasst allerhöchstens Hoffnung - dies funktioniert aber nur, weil er ja weiß, dass er ein gebrochenens Bein hat - wüsste er keine Diagnose, würde sich auch keine Hoffnung einstellen können.
Na es ist erwiesen, dass der "emotionale freie Fall" (so wie ihr es nennt) innerhalb einiger Tage und spätestens in einigen Monaten legt. Danach man mit diesem Thema als Partnerin viel sachlicher umgehen kann. Und daraus ein Weg entwickelt. Gemeinsam oder nicht steht offen. Aber der Tumult hört immer auf und man sieht es als was es ist. Nicht mehr und nicht weniger. Und nüchtern betrachtet ist es kein Weltuntergang. Wenn dies erwiesen ist so kann man es Wahrheit nennen.
The trick is to keep breathing

I have big dreams and a small world in between
Carry
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 276
Registriert: Mo 18. Nov 2019, 15:25
Geschlecht: w
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Marl
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 53 im Thema

Beitrag von Carry »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 16:26 Danach man mit diesem Thema als Partnerin viel sachlicher umgehen kann.
Aber zur Zeit wissen wir doch noch gar nicht, um was für ein "Thema" es sich handelt...also womit soll man da derzeit umgehen?
Da Simis Partner derzeit (noch?) nicht spricht und nicht mal einen Hinweis gegeben hat, bleibt zu allererst mal der Vertrauensbruch, da gibt es (noch) nichts, womit man mit der Zeit umgehen lernen kann...

Ich merke aber, es ist wirklich schwierig für Dich, diese Emotionalität nachzuvollziehen, oder!? Fühlt sich tatsächlich gerade so an, als würde ich versuchen, einem Vulkanier zu erklären, wie sich Gefühle anfühlen... :wink:
"Wenn Du heute aufgibst, wirst Du nie wissen, ob Du es morgen geschafft hättest!"
Anja
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1788
Registriert: Di 26. Jan 2016, 09:45
Geschlecht: weiblich
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Buchholz in der Nordheide
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 54 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 16:26 Na es ist erwiesen, dass der "emotionale freie Fall" (so wie ihr es nennt) innerhalb einiger Tage und spätestens in einigen Monaten legt. Danach man mit diesem Thema als Partnerin viel sachlicher umgehen kann.
Es ist erwiesen? Das kommt ja wohl sehr auf den einzelnen Menschen an.
Genauso "erwiesen" ist ja auch die Tatsache, das Partnerinnen sich durchaus trennen deswegen, von wegen sachlicher Umgang in ein paar Monaten.
Und selbst wenn das der Fall sein sollte, das Simi in ein paar Monaten besser damit umgehen könnte, inwieweit hilft ihr das in ihrer aktuellen akuten Notlage?

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
Laila-Sarah
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3296
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Geschlecht: TG
Pronomen: kontextuell bitte
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 40 Mal
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 55 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Carry hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 16:33 Ich merke aber, es ist wirklich schwierig für Dich, diese Emotionalität nachzuvollziehen, oder!? Fühlt sich tatsächlich gerade so an, als würde ich versuchen, einem Vulkanier zu erklären, wie sich Gefühle anfühlen... :wink:
Eher so wie Sheldon Cooper für Seifenopern zu begeistern. Ich kann mich mit Emotionen nicht durch die Welt navigieren und brauche meine Logik als Kompass. Ab einer gewissen Dosis Emotionen kommt der Notaus und die Logik reist das Ruder an sich xD
The trick is to keep breathing

I have big dreams and a small world in between
Laila-Sarah
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3296
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Geschlecht: TG
Pronomen: kontextuell bitte
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 40 Mal
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 56 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Anja hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 16:36 Moinsen (moin)
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 16:26 Na es ist erwiesen, dass der "emotionale freie Fall" (so wie ihr es nennt) innerhalb einiger Tage und spätestens in einigen Monaten legt. Danach man mit diesem Thema als Partnerin viel sachlicher umgehen kann.
Es ist erwiesen? Das kommt ja wohl sehr auf den einzelnen Menschen an.
Genauso "erwiesen" ist ja auch die Tatsache, das Partnerinnen sich durchaus trennen deswegen, von wegen sachlicher Umgang in ein paar Monaten.
Und selbst wenn das der Fall sein sollte, das Simi in ein paar Monaten besser damit umgehen könnte, inwieweit hilft ihr das in ihrer aktuellen akuten Notlage?

Grüße
die Anja
Du meinst also, der "emotionale freie Fall" ginge für manche Menschen ewig weiter und diese Aussicht ist ein ganz klares Argument dafür sich in ein kollektives emotionales Drama zu schaukeln, weil es dann auch wirklich weiterhilft? Ich sehe es halt ein wenig anders. Ich finde es als den am wenigsten konstruktiven Ansatz.
The trick is to keep breathing

I have big dreams and a small world in between
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 27024
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 182 Mal
Danksagung erhalten: 2020 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 57 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ganz allgemein; ich möchte nicht, dass sich jemand angegriffen fühlt.
Es wäre sicherlich gut, wenn simi irgendwie erkennen könnte, dass die vielen Beiträge noch etwas mit ihren Fragen und Anliegen zu tun haben.
Vielleicht sollten wir ihr erst einmal die Zeit geben, das alles zu lesen und zu verarbeiten, was seit ihremeigenen letzten Beitrag geschrieben worden ist.

Herzliche Grüße
Anne-Mette
Lavendellöwin
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3224
Registriert: Do 6. Sep 2018, 15:56
Geschlecht: weiblich
Pronomen:
Hat sich bedankt: 485 Mal
Danksagung erhalten: 796 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 58 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 16:45 Eher so wie Sheldon Cooper für Seifenopern zu begeistern. Ich kann mich mit Emotionen nicht durch die Welt navigieren und brauche meine Logik als Kompass. Ab einer gewissen Dosis Emotionen kommt der Notaus und die Logik reist das Ruder an sich xD

Hi Laila...

ich hoffe du weisst, das ich das vorhin nicht böse gemeint hab..oder das ich dich in eine Schublade stecke..
nein, ich mag dich sogar richtig gerne!
Du trägst beide "Seelen" in deiner Brust und klar deshalb passiert was du oben beschreibst-völlig ähm logisch! :lol:

Was du manchmal schreibst, erinnert mich teilweise an mich vor der HRT..da habe ich mich auch teils zwanghaft an
Logik geklammert-das ist aber langsam Lichtjahre weg-hmm, ja ich mochte Spock, er hat mir geholfen meine Rolle
zu spielen..

aber nicht mehr und bin sooooo sehr froh, das die Geister das Haus verlassen..
lass dich doch mal fallen, ich bin mir sicher du würdest dich nicht schlecht damit fühlen.

Das wird jetzt off topic..deswegen..

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Jaddy
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3968
Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
Geschlecht: a_binär / a_gender
Pronomen: en/en/ens
Wohnort (Name): nahe Bremen
Hat sich bedankt: 280 Mal
Danksagung erhalten: 1225 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 59 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Anja, das reicht mir jetzt mit deinen ständigen binären Zuschreibungen mir gegenüber. Ich bin genauso nicht-binär, wie du weiblich bist. Oder nicht-männlich. Egal was du dir durch diese ständigen Klischeewiederholungen abholst, mach das mit anderen, wenn die das zulassen. Auf mich wirkt das genauso verletzend wie jede Misgenderung oder jedes Deadnaming dir gegenüber.

Die Unterscheidung Besuchende, Klagende, Klient"¢innen habe ich von meinem Bunny gelernt, und sie in ihrer therapeutischen Ausbildung. Ruf sie an, schick ihr ne Mail, frag sie. Und dann informiere dich mal über ressourcen- und lösungsorientierte Angebote, vor allem im Gegensatz zu endlosen Analysen und Gesprächstherapien.

Mag sein, dass meine Bereitschaft, das Leid zu würdigen (auch Therapeut"¢innensprache) öfter nicht hinreichend ist. Diese Beurteilung akzeptiere ich höchstens von der jeweiligen Person, d.h. weder von dir, Anja, noch von Carry, die ihr sehr gut eure eigenen Befindlichkeiten und Glaubenssätze auf alles projiziert, was hinreichend ähnlich aussieht. Du deine weibliche Selbstbestätigung, sie ihre cis-het-bin Weltsicht. Wie lautete gleich dein Vorwurf an mich heute morgen? Genau. Balken, Auge, bitte sehr.

Zum Thema. Ich bin sicher, dass ausreichend viel Leid gewürdigt und in den Arme genommen wurde. D.h. die Notfallmassnahmen sind durch, bzw. das überlasse ich anderen. Klar kann 1 sehr viel und intensiv mit-fühlen. So lange, bis alle gemeinsam mit-leiden. Ein Kennzeichen von erwachsen sein ist, die eigenen Emotionen irgendwann wieder einzufangen und nicht in der Altersregression des ersten Schocks zu verharren. Carrys Beispiel von Mutter und Kind ist deshalb spätestens jetzt nach x Tagen obsolet. Simi ist kein Kind mehr und es geht nicht gerade um eine schwere Traumatisierung.

Hilfereich ist dann ein mit-lösen und dazu gibt es ganz grob vier Wege:

1. Abbrechen. Eigene Wohnung, Distanz, Beziehungsende
2. Ignorieren. Thema totschweigen, irgendwie weitermachen
3. Arrangieren. Partner irgendwie machen lassen, mit oder ohne Erklärung
4. Verstehen. Zeit geben und nehmen, eigene Ängste auch mit sich selbst klären

Ich habe zig coming outs und Beziehungskrisen wegen persönlicher Orientierungen miterlebt, seit ich vor über 25 Jahren selbst damit eingestiegen bin, inklusive zwei langjährigen, letztlich zermürbenden eigenen Beziehungen. Egal was, ob BDSM, Homosexualität, irgendein Fetisch oder Genderkram, es läuft immer auf diese vier Varianten hinaus und davon funktionieren mittel- und langfristig nur zwei: Abbrechen oder Verstehen.

Zu ersterem wurde ja mehrfach aufgefordert, weshalb ich zu Deeskalation und Entkrampfung geraten habe. Nicht mehr und nicht weniger.

Das Geschehene lässt sich nicht rückgängig machen. Weder die Ursache für diesen Koffer, noch das Wissen darum. Dass der Partnermensch seine Orientierung ändern kann ist im höchsten Maße unwahrscheinlich (oder wer von uns kann sich so komplett umkrempeln?) - und die Zweifel daran würden eh bleiben, egal wie sehr der Partner das Gegenteil beteuert.

Für Simi gibt es deshalb wie für Carry und allen anderen Partner"¢innen nur die Alternativen entweder die Beziehung zu beenden oder das eigene Welt- und Partnerbild zu justieren.
ExUserIn-2026-04-08
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3889
Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
Pronomen:
Hat sich bedankt: 140 Mal
Danksagung erhalten: 1028 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Krisen und Notlagen „ Fragen von simi

Post 60 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Moin,

ist Euch eigentlich klar, dass Ihr mit Euren Streitigkeiten den Sinn dieses Forums zerlegt ? Hier finden keine Menschen Hilfe und Unterstützung, sondern nur Hickhack, bei der keine Seite zurückstecken will. Als Betroffene würde ich mich schnell aus dem Staub machen. Wenn Ihr Euch streiten wollt, macht doch hierfür bitte einen eigenen Faden auf.

Man kann Menschen manchmal besser helfen, wenn man sich auch einmal auf die Zunge beißt. Da vergibt man sich nichts.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Antworten

Zurück zu „Trans- und Intersexualität: Beziehung/Partnerschaft/Familie“