AKK schmeißt hin ...
AKK schmeißt hin ... - # 2

ExUserIn-2026-04-08
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Re: AKK schmeißt hin ...

Post 16 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

DA schließe ich mich doch Michi an. Wenn man sich die Situation der letzten Wahl vor der s.g. "Machtergreifung" 1932 anschaut, wird einige Parallelen feststellen. Da hatte die NSDAP 33,1 %, aber die anderen Parteien waren nicht in der Lage, sich gegen die Nazis durchzusetzen. Hermann Göring wurde Reichstagspräsident und konnte massiv Einfluss nehmen. Den demokratischen Kräften war der Streit untereinander wichtiger als die Abwehr einer Diktatur.

Warum soll das heute anders sein ?

CDU und SPD zerlegen sich selber immer mehr. Es ist nicht die Stärke der AfD, sondern die Schwäche der übrigen Parteien, die der AfD nützt. Interne Querelen gab es auch bei der NSDAP. Die Zeiten sind vorbei, als sich nicht demokratische Parteien durch Querelen selber zerlegt haben. Heute sind die Parteien der "Mitte", die sich selber zerlegen. Das Drama in Erfurt hat gezeigt, dass die AfD in der Lage ist, die übrigen Parteien vorzuführen. Viel dramatischer sind für mich Sätze wie
54 Prozent der Befragten sagen allerdings, der Eklat in Thüringen habe ihr Vertrauen in die Demokratie beschädigt.
https://www.tagesspiegel.de/politik/umf ... 32168.html

Wenn solche Sätze nicht dazu führen, dass wir die Demokratie stärken, sind wir sie auch nicht wert. Radikale Parteien kann man nicht im Zaum halten, wenn sie erst einmal Machtbeteiligung haben. Ihr Ziel ist die absolute Macht, nicht unser aller Wohlergehen. Die Demokratie lebt von der Balance der Macht. Ich sehe sie in massiver Gefahr. Wenn die Balance erst einmal ins Wanken gerät, ist es zu spät. Und zur gesunden Balance gehört eine solide CDU, die sich klar von der AfD abgrenzt, eine SPD, die ihrem "Sozial" im Namen gerecht werden muss und auch Grüne, die mit ihren Ideen frischen Wind in die Diskussionen gebracht hat.

Bloß, aus welcher Richtung kommt heute der "frische" Wind, den die Menschen vermissen ?
Viele Grüße
Vicky

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ExuserIn-2020-07-10
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Re: AKK schmeißt hin ...

Post 17 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Was ist das nur für ein Zeichen? Man schmeißt einfach hin egal wie viel Verantwortung man hat. Dann schmeißt halt alles hin. Die Schule, die Praxis, das Studium, den Job. Ändert das was? Konsequenzen zieht man nicht in dem man hinschmeißt sondern in dem man die Suppe auslöffelt und dieÄrmel hoch Krempel und den Karren aus den Dreck zieht. Aber das können weder die heutigen Behörden, noch Bosse, noch Politiker. Sie drücken sich vor der Verantwortung die sie aus Machtgeilheit und Geldgier sich erst genommen haben. Der Bürger, der angestellte, die Arbeitenden, Kinder und Schüler müssen das dann ausbaden. Die Medien bejubeln so ein Verhalten auch noch und zeigen wie Welt fremd sie geworden sind.
ExUserIn-2026-04-08
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Re: AKK schmeißt hin ...

Post 18 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Toni Smith hat geschrieben: Mi 12. Feb 2020, 08:03 Aber das können weder die heutigen Behörden, noch Bosse, noch Politiker. Sie drücken sich vor der Verantwortung die sie aus Machtgeilheit und Geldgier sich erst genommen haben.
Sorry, das ist in meinen Augen doch einfach nur platte Verallgemeinerung. Man kann AKKs Verhalten kritisieren, aber solche Sätze sind in meinen Augen nicht haltbar. Aber genau das ist die Grundhaltung, die die Radikalen unterstützt. Sie ist leider weit verbreitet. Sie wälzt die eigene Verantwortung ab auf "die da oben".

Es kommt immer darauf an, was man sehen will. Verallgemeinerungen sind jedoch nicht hilfreich. Wir wehren uns, um nicht mit allen Transmenschen in einen Topf geworfen zu werden, aber selber sind wir nicht zimperlich, andere in einen Topf zu werfen. Es ist halt schön bequem, die Schuld bei anderen zu suchen (ok, das war eine Unterstellung ...). Aber die Schuld liegt doch bei uns selber. Wir kolportieren Meinungen anderer, nutzen soziale Medien unverantwortungsvoll (was ist an diesen Medien "sozial" ?), machen Stimmungen, die aber nicht belegt werden.

Muss man sich da wundern, wenn die Menschen immer mehr radikale Parteien wählen, die ja alles ganz anders machen wollen ? Auf dieses "Anders" kann ich gerne verzichten, doch muss sich jeder selber mehr Gedanken machen, wie man selber zu den Dingen steht und wie man damit umgeht.
Viele Grüße
Vicky

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Jasmine
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Re: AKK schmeißt hin ...

Post 19 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Toni Smith hat geschrieben: Mi 12. Feb 2020, 08:03 Was ist das nur für ein Zeichen? Man schmeißt einfach hin egal wie viel Verantwortung man hat. ............................
Diese Mentalität ist schon interessant. Mir persönlich drängt sich der Verdacht auf, das es den Top-Politikern nur ums Geld geht. Wenn jetzt auch noch ein Lobbyist wie der Merz Kanzler werden sollte, was steht uns dann bevor? Wird dann der Niedriglohnsektor noch weiter ausgebaut? Wird die Gesellschaft weiter gespalten?
Das Verhalten der Bundes-CDU zeigte doch klar worum es dieser Partei geht, Blockade um selbst irgendwie Zugriff auf wichtige Posten zu bekommen. Das hat für mich nichts mit Demokratie zu tun sondern nur mit Machtinteressen dieser Partei. Die Zerlegung der Koalitionspartner von der CDU ist doch schon interessant zu beobachten.
Was bringt es nicht mit den Linken oder der AfD zu sprechen? Die CDU hätte die Linkspartei in Thüringen unterstützen können um eine stabile Regierung zu etablieren. Was herauskommt wenn die AfD nur ignoriert wird, sehen wir ja an den Wahlergebnissen dieser Partei. Um die AfD zu enttarnen sollten die Regierungsparteien durch gute und nachhaltige Arbeit Zeichen setzen. Die Bundespolitiker haben sich meiner Meinung nach viel zu weit vom Bürger entfernt. Der Zusammenhalt der Bürger ist sehr stark gefährdet. Arm gegen reich, jung gegen alt usw. spaltet die Gesellschaft, aber ist eine gespaltene Gesellschaft leichter zu regieren?
Nachdenkliche Grüße von Jasmine
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Re: AKK schmeißt hin ...

Post 20 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Schaut mal her, ich habe den Faden gefunden, wo wir uns so über sie aufgeregt hatten:

viewtopic.php?f=5&t=17834&hilit=akk
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Re: AKK schmeißt hin ...

Post 21 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Klar kann 1 das sehr pessimistisch sehen mit Funktionsträger"¢innen, Verantwortung, etc. Bei AKK bin ich allerdings der Ansicht, dass hier Peter Prinzip, gezielte Desavouierung und der nach wie vor bestehende Alt-Herren-Klüngel der CDU zu diesem Ergebnis geführt haben. Sie war nach meinem Eindruck eher eingesetzt von Merkels Gnaden als selbst aktiv an die Spitze drängend. In einer Zeit der Visionslosigkeit bei gleichzeitig ziellosem alles-muss-anders-Drang. Die neoliberalen, die sozialfeindlichen, die rechten und die extrem religiösen Kreise der CDU agieren ja schon lange gegen Merkels eher sozial-liberalen Kurs. AKK hat aber nur Sprüche gemacht, soweit ich das mitbekommen habe. Es gab auch mal "Werkstattgespräche" zur Migrationspolitik, aber insgesamt ist zu keinem Thema eine neue, andere Ausrichtung herausgekommen. Geht auch nicht mit einer ehemaligen Vorsitzenden als Kanzlerin, die seit fast 16 Jahren mit besten Beliebtheitswerten eine ganz andere Politik macht. Dazu viele Fehleinschätzungen und Fettnäpfchen, bei denen ich zumindest teilweise auch Einfluss ihrer innerparteilichen Gegner"¢innen vermute. Die Rezo-Affäre zB hätte auch souveräner bewältigt werden können. Sie war mE schlicht überfordert von zu vielen Themen und ein Rückzug aus Hilflosigkeit auf reaktionären Glaubenssätze kann heutzutage nicht mehr gelingen.

Ich denke, vdL hat das viel besser überblickt, und sich bei der besten Gelegenheit quasi nach oben aus dem Schussfeld gezogen. Vermutlich spekuliert sie auf einen Hahnenkampf und einen daraus hervorgehenden scheiternden "Macher", während sie ihre Netzwerke sortiert und dann zurück kommt. Und scheitern wird ein "Macher" unter Garantie, denn wenn aktuell eines klar ist, dann dass einfache Rezepte und ein straightes "da geht's lang, egal was andere sagen" in dieser vernetzten Aufgabenlage keinen Erfolg bringen kann. Es braucht positive Zielvorstellungen. Mehr "für" als "gegen". Aber in der täglichen Umsetzung transparente Moderation und Mediation.

Demokratien scheitern meistens an der Illusion, dass einfache Lösungen von oben alles richten könnten. Das alles doch ganz einfach sei. In der Umsetzung fallen dann immer mehr Menschen raus, die nicht ins Schema passen. Die leiden erst, dann bricht das System an seinen eigenen, zu simplen Ideen zusammen. Sprich: Populismus und Totalitarismus kommen durch den Wunsch nach einer einfachen, sauber strukturierten Welt an die Macht, und sie scheitern daran, das Menschen, ihre Situationen und ihre Bedürfnisse eben vielfältig und verschieden sind.

Zum Thema "Mitte" gab es gestern eine tolle Kolumne im Spiegel, die gut erklärt, dass sowohl "Mitte" - bzw. "rechts" und "links" - als auch die Hufeisentheorie Illusionen sind. Also auch hier gilt: Mehr Differenzierung tut Not. Nicht pauschalisieren, sondern genau herausstellen, worum es geht. Ist halt manchmal anstregend, dieses Nachdenken.

https://www.spiegel.de/kultur/thueringe ... 9ef4ea9936
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Re: AKK schmeißt hin ...

Post 22 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Hi..

bitte traut uns, also dem Volk doch zu Schlüsse zu ziehen die der Situation angemessen sind..

die Thüringer bewegen sich offensichtlich

https://www.wahlrecht.de/umfragen/landt ... ringen.htm

was ich da auch noch ans Herz legen möchte
unteilbar_fb.png
nun soll es Herr Merz sein-und dann? Ich wünsche mir keine Personaldebatte, sondern
die Frage danach, was ist gut für die Menschen und unsere Erde.
Da nutzen parteipolitische Programme und national orientierte Modelle recht wenig.
Es geht um Ent(d)scheidungen die nur die Gesamtmenschheit in die Hand nehmen kann.
Die ausführenden Organe sollten sich strikt um die Umsetzung und nicht um die
Entscheidung kümmern.
Ja, ich weiss mein Modell ist unausgegoren-aber glaubt ihr wirklich, das eine oder mehrere
Parteien die es noch nicht mal schaffen eine Person als Spitze zu haben, ein brauchbares
Kabinett auf die Beine stellen können?
Die Verantwortung müssen alle tragen, damit meine ich auch alle...

nehmt sie an!

Alles Liebe Marie (flo)
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Zuletzt geändert von Lavendellöwin am Mi 12. Feb 2020, 13:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: AKK schmeißt hin ...

Post 23 im Thema

Beitrag von Jaddy »

!EmmiMarie! hat geschrieben: Mi 12. Feb 2020, 12:13 Die Verantwortung müssen alle tragen, damit meine ich auch alle...
Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://sascha313.files.wordpress.com/2 ... .jpg?w=640

(Quelle)
(Die Rollenzuweisungen schieben wir mal auf die historische Realität der Entstehungszeit *grummel*)
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Re: AKK schmeißt hin ...

Post 24 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich wundere mich immer wieder über Aussagen, die feststellen, dass es nur um die Macht ginge. Regieren ist Macht und wer regieren will, muss Macht ausüben. Weshalb wirft man Politikern das vor, wofür sie offen antreten ? Eine Regierung ohne Macht macht nichts. Und das wollen wir auch nicht. Dann ist sie zur Untätigkeit verdammt.

Das Entscheidende ist nicht die Macht, sondern die Kontrolle und die Balance der Macht. Wenn dieses austarierte Spiel nicht mehr funktioniert, haben wir eine Diktatur.
Viele Grüße
Vicky

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Re: AKK schmeißt hin ...

Post 25 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 12. Feb 2020, 12:43 sondern die Kontrolle und die Balance der Macht. Wenn dieses austarierte Spiel nicht mehr funktioniert

hmm, Vicky,

wenn siehst du in der Position diese Ausgabe zu erfüllen?
Ich tue mich schwer, diese Aufgabe bei einer Person oder einer kleinen Gruppe von Personen zu sehen.

Bist du in einer Partei, übernimmst du über die Mitarbeit in einer Partei die Verantwortung
die dir zusteht? Warum gibst du die Verantwortung für dich ab, wenn du das nicht tust?
Ich bin keine Freundin von Parteiprogrammen-aber ich bringe mich soweit ein, das ich sagen kann,
ich bin in der Partei die meiner Gedankenwelt am nächsten kommt..

ich nehme also die "Macht" an mitzuentscheiden und das wünsche ich mir einfach für alle Menschen.

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Re: AKK schmeißt hin ...

Post 26 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Nein, ich bin in keiner Partei, aber ich bemühe mich darum, dass Menschen eben nicht in Plattitüden verharren. Ich rede mit den Menschen und was sehr interessant ist, die menschen sind einsichtig. Besonders deutlich wurde mir das in einem Gespräch mit einem guten Bekannten, der etwas gegen Ausländer sagte. Als ich mit ihm dann über diese Vereinfachung sprach und ihm seine Grundlosigkeit für die Verallgemeinerung vor Augen führte, hatte er ein Einsehen. Wo wären wir heute ohne die vielen Menschen, die aus dem Ausland zu uns kamen ? Deutschland in den 1960er Jahren war definitiv anders. Aber das Deutschland von damals wäre heute nicht mehr lebensfähig.

Wir brauchen eine Parteienlandschaft, die unterschiedliche Richtungen vertreten und wir brauchen den Wechsel an der Macht. Wir brauchen Gewaltenteilung und eine Presse, die ihren Job ernst nimmt. Wir sind gefragt, wenn es um pluralistische Meinungen geht, die reflektiert sind. D.h. man muss sich auch mit den Themen beschäftigen. Es gibt definitiv vieles, was nicht in Ordnung ist. Es gibt Machtmissbrauch und es geht auch ums Geld. Aber was ist denn die Alternative ?

Was passiert in einer Diktatur ? Da geht es nicht nur ums Geld, da geht es auch um das Leben. Deshalb verstehe ich nicht, dass man den Kopf in den Sand steckt und die Verantwortung auf die da oben schiebt. Wir wären alle, die hier in diesem Forum sind massiv in Gefahr, besonders die, die offen schreiben. Darüber sollte man sich ein wenig Gedanken machen. Manche/r mag denken, so schlimm kommt es nicht. Aber das haben viele Juden, politisch Denkende oder Homosezuelle 1933 auch gedacht. Ich würde mich nicht darauf verlassen ...
Viele Grüße
Vicky

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