Männlichkeit in der Weiblichkeit ?
Männlichkeit in der Weiblichkeit ? - # 20

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Marlene K.
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Re: Männlichkeit in der Weiblichkeit ?

Post 286 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Petra Sofie hat geschrieben: Sa 25. Jan 2020, 07:20 Meine Unmaßgebliche Meinung:

....

Die Unterscheidung zwischen M/W war in alten Kulturen zum Erhalt der Sippe, eine reine Frage der Arbeitsteilung, schießen mit Pfeil und Bogen und Kind auf dem Arm ist schwierig.

Ich hoffe ich habe jetzt niemanden vergessen, ihm die Existenz abgesprochen, oder gar angegriffen, Beides liegt mir fern.

Petra Sofie
Vielem von Dir gesagtem kann ich folgen. Bei dem stehen gelassenen habe ich meine Bedenken. Es gab und gibt matriarchalisch verfasste Gesellschaften, wenn auch wenige. In der Schwangerschaft ist ein Körper mit Uterus großen Belastungen ausgesetzt, danach wird Fürsorge unabhängig vom Anteil an der Hervorbringung neuen Lebens.

Solange wir die aggresseiv erlegte Beute als wertvoller erachten als die gesammelten Früchte mag Deine Logik stimmen. Aber bereits dies ist eine Wertung und Festlegung.
Ralf-Marlene hat geschrieben: Fr 15. Mär 2019, 13:20 Als Buch hierzu empfehle ich "Die Töchter Egalias" http://eisberg.blogsport.de/2016/10/18/ ... enberg/von Gerd Mjøen Brantenberg/ https://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Brantenberg
Es frauschte ein reger Verkehr. Viele Familien wollten aufs Land fahren. In allen Wagen, die Petronius vorüberfahren sah, saß die Frau am Steuer, der Mann auf dem Beifahrersitz und die Kinder hinten. An einem Eckhaus, in dem eine Bank untergebracht war, blieb er stehen. Im Fenster lag eine Broschüre. Auf dem weißen Glanzpapierumschlag stand mit leuchtend blauen Buchstaben: -»Eine sichere Zukunft für sie und ihre Familie.-« Eine Frau blätterte nachdenklich in den Bankdokumenten, während ein Mann hinter ihr stand, ihr über die Schulter sah und glücklich und zuversichtlich in die Zukunft lächelte. -»Sie können ihren Mann und Kinder und auch sich selber durch unser staatliches Darlehen absichern-«, hieß es weiter in der Broschüre. Das nächste Bild zeigte dann ein sicheres Eigenheim, das dam sich mit dem sicheren Kredit leisten konnte, und auf einem anderen Bild war die ganze Familie bereits in das sichere Eigenheim gezogen. Die Frau saß, der Mann stand und die Kinder spielten auf dem sicheren Fußboden.
Liebe Grüße
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Jaddy
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Re: Männlichkeit in der Weiblichkeit ?

Post 287 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Petra Sofie hat geschrieben: Sa 25. Jan 2020, 07:20Da heutige Ausweise den Fingerabdruck tragen hat sich der Vermerk M/W erübrigt, der Mensch ist einwandfrei identifizierbar.
Unglaublich, aber wahr: Im Personalausweis steht kein Gender. Auch keine Anrede. Gibt's einfach nicht. Ist auch in keiner Nummer da versteckt. Weil: Wird nicht gebraucht. Völlig richtig. Nicht mal ohne Fingerabdruck.

Das Problem mit den Namen ist natürlich, dass sie traditionell in zwei Gruppen gegendert sind. In Ostfriesland gab und gibt es Ausnahmen wie Eike oder Imme, und mein zweiter Vorname (kommt aus der Gegend) wurde tatsächlich auch für alle Gender verwendet.

Das eigentliche Problem ist aber in den Köpfen, in denen die Möglichkeit schlicht nie etabliert wurde, Dinge und Menschen einfach _nicht_ ohne deren Einverständnis ins Zwei-Schachtel-System zu packen. Und solange andere mir ständig erklären, für was von beidem sie mich halten, statt zu fragen oder einfach gar nichts anzunehmen, solange haben sich die Sternchen und Anreden leider nicht erledigt. Denn die weisen nun mal drauf hin.

Zu den anthropologischen, biologistischen Mutmassungen - "Pfeil und Bogen" - wurde im Thread auch schon viel geschrieben. Die sind erstens einfach und schlicht falsch und zweitens keine Veranlassung für die heutige Zeit. Also seit -hm- zighundert Jahren.
ExuserIn-2020-10-20
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Re: Männlichkeit in der Weiblichkeit ?

Post 288 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Jaddy es war ein Denkansatz, ich will dir nichts erklären. Im Perso steht nix vom M/W wohl wahr, aber schau mal in deinen Reisepaß, da stehts noch drin. Perso wie Paß sind unter dem Oberbegriff Ausweis zusammenfaßbar. Kannst du nicht auch mal etwas um die Ecke denken? Der Schlußsatz ist nur eine nicht ganz ernst zu nehmende Randbemerkung.

Du verlierst dich in Kleinteiligkeiten. Du schaust wie durch einen Tunnel auf das was dich ureigenst persönlich betrifft, weist jeden zurecht der dir dabei auch nur ansatzweise bzw. vermeintlich in die Quere kommt. Es kommen von dir nur Erklärungen was nicht geht, das hat dir aber auch Carry schon veruchsweise nahegelegt. Mit so einer negativen Einstellung an Probleme heranzugehen, kann nie zum Ziel führen. Ich bin beruflich 30 Jahre weltweit unterwgs gewesen, Probleme haben wir oft nur mttels "Brainstorming" gelöst, manchmal wurden auch auf den ersten Blick Unmöglichkeiten in die Diskussion geworfen. Die zwar auch nicht durchführbar blieben, aber trotzdem der Anstoß zur eigentlichen Lösung waren.

Deshalb nur ein freundlicher und gut gemeinter Rat, versuch es mal mit weniger Verbissenheit." In der Ruhe Liegt die Kraft mit der man am Meisten schafft."

LG
Petra Sofie
Jaddy
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Re: Männlichkeit in der Weiblichkeit ?

Post 289 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Petra Sofie hat geschrieben: Sa 25. Jan 2020, 12:34Jaddy es war ein Denkansatz, ich will dir nichts erklären. Im Perso steht nix vom M/W wohl wahr, aber schau mal in deinen Reisepaß, da stehts noch drin. Perso wie Paß sind unter dem Oberbegriff Ausweis zusammenfaßbar. Kannst du nicht auch mal etwas um die Ecke denken?
Im Reisepass gibt es deshalb auch das "X". Weil er auf internationalen Abkommen beruht, die das schon früher eingeführt hatten.

Anyway. Ich bin voll dabei, die Regeln für Zwangszweiteilungen abzuschaffen. Siehe z.B. die Forderungen der Aktion Standesamt 2018 zum Personenstand. Frei lassen bei Geburt, optional selbstbestimmt eintragen und ändern lassen ab 14 und so weiter. Yeah, fein. Nur: Das Problem sind nicht die Papiere. Das Problem sind Akzeptanz und Berücksichtigung durch die Mehrheit. Klar kann ich mich freuen über mein "divers", aber wenn ich dann draussen höre "mir doch egal, ich ignoriere deine Bedürfnisse einfach und schreib dir trotzdem alles nach meinem Gutdünken zu", hilft mir das gar nix. Da geht es mir nicht anders als binären trans Personen, die nicht akzeptiert werden. Probleme mit Passing? Well, there is no enby passing.
ExuserIn-2020-10-20
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Re: Männlichkeit in der Weiblichkeit ?

Post 290 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Schön das du dich über dein Divers in den Papieren freuen kannst.
Wie gesagt, du siehst nur deine Bedürfnisse, viel Spaß dabei, und wundere dich weiter warum es anderen egal ist.

Petra Sofie
gagalady
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Re: Männlichkeit in der Weiblichkeit ?

Post 291 im Thema

Beitrag von gagalady »

Jaddy hat geschrieben: Fr 24. Jan 2020, 21:37 ...
, aber dass dann auch binäre trans Personen aus der Behaglichkeit ihres neuen Lebens heraus mir erklären, die Welt sei eben binär und es gäbe keine Veranlassung, das zu ändern... wirklich, ich muss mich schon sehr zurückhalten mit meiner Gefühlslage, wie das bei mir ankommt.
Hallo Jaddy,
Du meinst sicher mich. Ich will Dir überhaupt nichts erklären, nicht einmal aus meiner sicher auch völlig unverdienten unendlichen Behaglichkeit heraus, die mir so mir nichts, Dir nichts in den Schoß gefallen ist. Ich habe lediglich etwas festgestellt, eine Tatsache, aber Tatsachen sind ja bekanntermaßen nicht dazu da, damit jede(r) x-beliebige sie auch als Faktum betrachtet... :o
Und ja, ich persönlich möchte gewachsene Strukturen weder mit Gewalt noch durch ermüdende Wiederholung steter Mantras ändern, das geschieht im Laufe der Zeit ganz von allein und "organisch"...
Und so richtig viel Glück haben Revolutionen den Menschen bisher übrigens auch nicht gebracht :mrgreen:
LG GL
ohne Worte (sind gerade ausgegangen...)
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Re: Männlichkeit in der Weiblichkeit ?

Post 292 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hi in die Runde,

so interessant die Diskussion auch ist, Ihr habt Euch ziemlich von der Ausgangsfrage entfernt ...
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
ExuserIn-2020-10-20
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Re: Männlichkeit in der Weiblichkeit ?

Post 293 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Wenn nur halbe Sätze bzw halbe Absätze zitiert werden, ohne den eigentlichen Sinn der vorangegangenen Anmerkung mit zu exportieren, führt das zwangsläufig weg vom eigentlichen Thema.

Petra Sofie
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Re: Männlichkeit in der Weiblichkeit ?

Post 294 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

By the way, Bezug auf deinen letzten Absatz im ersten Beitrag dieses Threads. ( Bewust ohne Zitat )

Die Männlichkeit in mir machte meine Weiblichkeit zu einer der Leichen die ich durch Verdrängung im Keller hatte, ich lernte sie nur neu kennen, als ich mich im Ganzen mit den alten Leichen beschäftige. Dadurch komme ich mit der Männlichkeit in mir besser klar. Die Männlichkeit in mir wurde kleiner und ich schäme mich nicht mehr für meine Weiblichkeit, und brauche daher keine Klischees mehr bedienen, die eigentlich nur ein Krücke zum überleben waren.

Petra Sofie
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